Gesunde Ernährung kann Darmkrebs vorbeugen

Zum Frühstück ein Nutellabrot, mittags schnell eine Portion Pommes, zwischendurch ein Schokoriegel und am Abend gemütlich eine Pizza mit einem schönen Glas Rotwein, um dem Stress des Tages zu entsagen. Erkennen Sie sich wieder? Dann könnten Sie zu unserer Risikogruppe gehören.

Ein ungesunder Lebensstil erhöht das Darmkrebsrisiko

Unsere Ernährungs- und Lebensgewohnheiten - und damit ist unser westlicher Lebensstil gemeint - begünstigen das Auftreten schwerwiegender Erkrankungen.

Dass die sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes aufgrund ungesunder Ernährung immer mehr zunehmen, ist bekannt. Zu viel Fett und rotes Fleisch sowie zu wenig Ballaststoffe erhöhen aber auch das Darmkrebsrisiko. 

Schaltzentrale in unserem Bauch

Experten schätzen, dass ein Drittel der Darmkrebs-Fälle durch eine gesündere Lebensweise vermeidbar gewesen wären.

Unser Darm ist so gesehen unser Gesundheitsbarometer. Er sammelt nicht nur den unverdauten Darminhalt, sondern entzieht ihm auch Wasser und Salze. Neben der Verdauung reguliert unser Darm den Wasserhaushalt, bildet Abwehrzellen für unser Immunsystem und produziert Hormone und Botenstoffe. Was im Nahrungsbrei noch nicht verwertet wurde, wird von der Darmflora verstoffwechselt. Geht es Ihrem Darm gut, geht es auch meist Ihnen gut.

Was Ihr Darm gar nicht mag

Fett, Fett und nochmals Fett.

Verzichten Sie auf tierische Fette. Sie sind voll von gesättigten Fettsäuren. Sie wirken entzündungsfördernd und sind mitverantwortlich für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Darmkrebs. Dazu zählen Fleisch, Wurst, Schokolade, Butter, Schmalz. Milchprodukte zählen zwar auch zu den tierischen Fetten, das darin enthaltene Kalzium hat aber eine schützende Wirkung.

Rotes Fleisch.

Rind-, Schaf-, Wild- oder Schweinefleisch scheint Darmkrebs zu begünstigen. Es ist noch nicht geklärt, welche Faktoren verantwortlich sind, aber um Ihrem Darm Gutes zu tun, sollten Sie den Verzehr deutlich reduzieren.

Bier, Wein, Spirituosen.

Wer viel Alkohol trinkt – und das wäre bereits ein Glas Wein oder Bier am Tag - hat ein höheres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Möglicherweise wirkt der Alkohol als Zellgift. Er beeinträchtigt zudem die Wirkung der Folsäure, die die Erbsubstanz der Zellen schützt.

Seien Sie nett zu Ihrem Darm

Her mit den pflanzlichen Fetten.

Sie sind gesünder und reich an ungesättigten Fettsäuren. Bestimmte Fette kann der Körper nicht selber produzieren und müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Die gesunden Fette findet man vor allem in Olivenöl, Rapsöl, Maiskeimöl, Sonnenblumenöl, Nüsse und Sojabohnen. In kaltgepressten Ölen finden sich die meisten essentiellen, also lebensnotwendigen, Fettsäuren.

Mehr Ballast.

Ihr Darm liebt Ballaststoffe. Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse enthalten reichlich davon und sollten daher so oft wie möglich auf dem Speiseplan stehen. Ballaststoffe binden Gallensäuren, fördern die Verdauung und unterstützen, die saure Umgebung für die Darmbakterien zu erhalten. In Obst und Gemüse sind auch viele sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, die in Studien durch ihre teils krebsvorbeugende oder sogar hemmende Wirkung aufgefallen sind. Nachgewiesen ist zudem, dass Vegetarier ein verringertes Krebsrisiko haben.

Unsere Empfehlung

Die mediterrane Kost dient als gute Orientierung. Die Basis bildet viel Obst und Gemüse, dazu Bohnen, Nüsse, Kartoffeln und pflanzliche Öle. Als Ergänzung eignen sich Getreideprodukte und Brot aus Vollkorn sowie ungeschälter Reis.  Statt rotem Fleisch sollte eher weißes Fleisch von Hähnchen oder Pute auf den Speiseplan.

Wer jetzt seiner Käse-Sahne-Schnitte nachtrauert: keine Angst. Kleinere Sünden zwischendurch sind immer mal wieder erlaubt.

Einen ganzen Tag lang Darmgesund

Gesunde Ernährung schmeckt nicht? Von wegen. Unsere Experten haben leckere Rezepte zusammengestellt, die Ihre Darmgesundheit fördern. Lassen Sie es sich schmecken.

Rezepte für Ihren Darm

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