Rektumprolaps (Mastdarmvorfall)

Bei einem Mastdarmvorfall, medizinisch auch Rektumprolaps genannt, stülpen sich alle Darmwandschichten des Mastdarms in den Afterkanal hinein. Teilweise sind sie sogar von Außen sichtbar, besonders beim Toilettengang beim Pressen.

Symptome eines Rektumprolaps

Das herausragende Gewebe fühlt sich schwammartig an und kann die Größe einer Faust erreichen. Im Gegensatz zu vorgefallenen Hämorrhoiden lässt sich ein Rektumprolaps leicht zurückschieben und verursacht in der Regel keine Schmerzen und weniger starke Blutungen.  

Patienten mit einem Mastdarmvorfall leiden unter Beschwerden wie Juckreiz, einem Fremdkörpergefühl, dem unwillkürlichen Abgang von Stuhl und Winden. Sie verspüren ständigen Stuhldrang, haben aber das Gefühl einer unvollständigen Entleerung. Hinzu können Blutungen und Schleimabsonderungen kommen.  

Ein Rektumprolaps sollte immer operiert werden

Ursache für den Vorfall ist eine erschlaffte Beckenbodenmuskulatur. Schwere Geburten, Bindegewebsschwäche, zunehmendes Alter und chronische Verstopfung zählen zu den Risikofaktoren von einem Mastdarmvorfall.

Ist der Darm des Patienten nach Außen gestülpt, wird zur Behandlung auf jeden Fall operiert. Dafür stehen für den Vorfall verschiedene chirurgische Techniken zur Verfügung.

Zu Beginn der Erkrankung, wenn der Mastdarmvorfall noch nicht so ausgeprägt ist, sollten Betroffene auf der Toilette das Pressen vermeiden und eventuell rektale Entleerungshilfen für den Darm, wie ein Klistier, verwenden, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.  

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für Rektumprolaps, Darmvorfall

Prof. Dr. med. Ayman
Chefarzt, Stv. Leitung der Darmkrebs- & Pankreaskarzinomzentren
Prof. Dr. med. Ayman Agha
Dr. med. Reinhard
Chefarzt (Coloproktologie)
Dr. med. Reinhard Ruppert

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