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Vorgestellt: Intensivpflege von Schwerbrandverletzten

#Intensivpflege Schwerbrandverletzter

Brandverletzte benötigen viel Zeit und eine medizinisch komplexe Versorgung

Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit schweren Verbrennungen ist sehr vielschichtig, abwechslungsreich und anspruchsvoll. Wir stehen täglich neuen pflegerischen und medizinischen Herausforderungen gegenüber. Denn die defekte Haut stellt nur eines von vielen Problemen in der Therapie dar, wie wir hier anhand der Brandverletztenstation der München Klinik Bogenhausen beispielhaft zeigen.

Brandverletztenstation 08 auf einen Blick

1 von 35Zentren in Deutschland
8voll ausgestattete Intensivplätze
1:1Pflegeschlüssel
1eigener Schockraum inkl. Bad
22Planstellen
OPNur für Schwerbrandverletzte

In der München Klinik Bogenhausen führen wir eines der größten Schwerbrandverletztenzentren in Süddeutschland. In ganz Deutschland gibt es insgesamt nur rund 35 solcher Zentren.

In unserer Schwesterklinik in Schwabing betreiben wir ein Schwerbrandverletztenzentrum für Kinder.

Haupterkrankungen, die wir versorgen

In Bogenhausen versorgen wir Patient*innen ab einem Alter von 14 Jahren bei

  • Verbrennungen
  • Verbrühungen
  • Starkstromverletzungen
  • Verätzungen durch Säuren und Laugen
  • Toxisch epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom)

Dienst im 3-Schichtsystem

Wir versorgen die Patient*innen im 3-Schichtsystem; tagsüber in 7,7h- und nachts in 9h-Diensten:

  • F1 = 06:30 – 14:42
  • F4 = 08:00 – 16:12
  • F7 = 10:12 – 18:24
  • F9 = 11:48 – 20:00
  • S1 = 12:18 – 20:30
  • S4 = 13:48 – 22:00
  • N = 21:30 – 07:00

Wir haben Zeit für unsere Patient*innen

„Wir können unsere Ressourcen allumfänglich den Patientinnen und Patienten zur Verfügung zu stellen und ihnen die umfassende und professionelle Pflege zukommen lassen derer sie bedürfen. Bei patientenfernen und logistischen Tätigkeiten unterstützt uns eine Stationsassistentin.“

Sandy Richter, Stationsleiterin

24/7: Intensivpflege auf höchstem Niveau

Herausfordernd: Der Notfall im Schockraum

Wir versorgen Schwerbrandverletzte im eigenen Schockraum zusammen mit der anästhesiologischen Abteilung. Dabei ist die gesamte intensivpflegerische Kompetenz im Umgang und der Versorgung oft akut lebensbedrohter Menschen gefordert.

Als Maximalversorger sind wir direkter Anlaufpunkt für regionale und überregionale Rettungsdienste - an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr.

Intensivpflege auf der Brandverletztenstation ist kein 08/15!

Fachliche Herausforderungen sind u.a.:

  • Monitoring der Vitalparameter: nicht immer können die üblichen EKG-Elektroden gelegt werden
  • Periphere Sauerstoffsättigung: kann stark beeinträchtigt sein und erfordert kreative Lösungen
  • Sorgfältige Beobachtung der Patient*innen: lebensbedrohliche Veränderungen müssen sofort erkannt werden
    ► Vital bedrohliche Symptome können sein: Thoraxexkursionen, Zyanosen oder Kaltschweißigkeit

Anspruchsvoll: Jeder Tag auf Station

Die personal- und zeitaufwendigen Verbandswechsel und Narkosebäder erfordern eine 1:1 Betreuung durch die Pflegekräfte. Verbandswechsel und intensivmedizinische Behandlungen können bis zu vier Stunden dauern.

Menschen mit schweren Verbrennungen müssen in Umkehrisolation betreut werden. Alle Räume sind klimatisiert, d.h. Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit sind individuell einstellbar. Aufgrund der Verbrennungen können schnell tropische Temperaturen herrschen.

Wir arbeiten mit einem sehr guten Pflegeschlüssel und können die Menschen über einen langen Zeitraum begleiten. Zusammen mit unseren Physiotherapeuten fangen wir von Tag 1 mit der Frühreha an und unterstützen bei den schwierigen ersten Schritten zurück in einen veränderten Alltag.

#ZeitIntensiv #BedürfnisIntensiv #BindungsIntensiv

Zu uns kommen Menschen in Akutsituationen, die schlagartig aus ihrer Normalität gerissen werden. Zugleich bedeuten die Verbrennungen eine nachhaltige, unter Umständen lebensbegleitende Erkrankung. Beides macht eine intensive psychologische Begleitung unabdingbar.

Pflege und Medizin auf Augenhöhe

Die umfängliche, oft wochenlange Behandlung von Menschen mit schweren Brandverletzungen fordert eine multiprofessionelle Zusammenarbeit. Dabei kommt den Pflegekräften eine zentrale Rolle zu. Sie finden ein erfahrenes Pflegeteam vor, welches in enger Zusammenarbeit mit Ärzten, Therapeuten, Psychologen und Dienstleistern die täglichen Herausforderungen in der Therapie Schwerbrandverletzter meistert.

Unser Ziel: Das Gesundwerden und vor allem die Erhaltung bzw. die Wiedererlangung der vollen Beweglichkeit unserer Patient*innen.

Spezialisierte Pflegemaßnahmen auf der Brandverletztenstation:
  • Frührehabilitation von Patienten unter Berücksichtigung ihrer speziellen Ressourcen
  • Einsatz kinetischer Therapien
  • Wundreinigung mittels Hydrotherapie
  • Wundbehandlung mit verschiedenen Wundauflagen (Suprathel®, Nexobrid® etc.)
  • Vakuumtherapie (VAC)
  • Wundbehandlung mit alloplastischem Material (Fremdhaut) und Blutegeln

Konkreter Arbeitsablauf auf unserer Station

Bei der Erstversorgung stehen die Erhaltung und Stabilisierung der Vitalparameter im Vordergrund.
Ist der Patient stabil, führen wir im Reinigungsbad eine Grundreinigung des Patienten und der Brandwunden durch.

Die Überwachung des Flüssigkeitshaushalts ist elementar. Mittels geschlossenem Urinmesssystem kontrollieren wir die Stundenharnmenge.

Grundprinzip der lokalen Wundtherapie ist, die Keimzahl an den Wunden mit Antiseptika so gering wie möglich zu halten. Im Laufe der Wundheilung muss für jeden Patienten individuell das der Wundsituation entsprechende Lokaltherapeutikum eingesetzt werden.

Wichtig bei der Lagerung von Schwerbrandverletzten ist die optimale Sekretdrainage. Damit wird die Bildung einer feuchten Kammer an der Wundfläche und ein damit verbundenes erhöhtes Keimwachstum vermieden.

Verbände werden in der Regel einmal in 24 Stunden gewechselt. Die Verbandswechsel führen wir in steriler Schutzkleidung durch. Bei mehrstündigen Verbandswechseln kann auch das mehrmalige Wechseln der Schutzkleidung notwendig sein.

Vor Verbandswechsel:
• Patienten informieren
• Analgosedierung verabreichen
Die Erhöhung der Raumtemperatur ist nicht mehr notwendig. Wir wenden direkte Wärmemethoden an, z.B. über Wärmeinfusionen oder Wärmematten.

Die alten Verbandschichten werden mit der Schere aufgeschnitten und entfernt. Dann erfolgt die Reinigung bzw. Entfernung der Salbenreste.

Die Wunddesinfektion erfolgt mit großen Bauchtüchern. Mit den Tüchern werden die Wunden desinfizierend gereinigt.

Die Verbände fixieren wir dann mit elastischen Mullbinden und Schlauchmull.

„Immer wieder kommt es vor, dass uns ehemalige Patient*innen nach ihrer Reha besuchen. Es ist ein besonderer Moment zu sehen, welche Fortschritte sie gemacht haben. Unsere Pflege hat in den schwierigen ersten Wochen entscheidend dazu beigetragen – und uns erreicht hier viel Anerkennung und persönliche Dankbarkeit.“

Sandy Richter, Stationsleiterin

#Praxiswissen von unseren #Intensivstationen

In der München Klinik erwartet Intensivpfleger*innen die gesamte Bandbreite der Intensivarbeit.

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