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Neurochirurgische Intensivpflege

Zeit- und Hirndruck: Pflegewissen von der Neurochirurgischen ITS.

Neurochirurgische Intensivpflege

Zeit- und Hirndruck: Die besondere Herausforderung auf der Neurochirurgischen Intensivstation.

Zwischen der Qualität der Pflege und der Lebensqualität der Patientinnen oder des Patienten für den Rest ihres Lebens besteht auf der Neurochirurgischen Intensivstation ein besonders enger Zusammenhang. Intensivpflege bedeutet hier: Komplikationen schnell erkennen, Signale richtig einschätzen, schnell handeln – und dann muss jeder Handgriff sitzen. Dafür braucht es ein erfahrenes und eingespieltes Team. Und das freut sich über neue Kolleginnen und Kollegen.

Auf einen Blick: Pflege auf der Neurochirurgischen Intensivstation

8Betten

Die spezialisierte neurochirurgische Intensivstation kann acht beatmete Patientinnen und Patienten versorgen.

Von 0auf 100

Schon kleinste Veränderungen haben große Auswirkungen. Unsere Arbeit ist deshalb schnell und präzise.

14Tage

Bis zu zwei Wochen kann die Phase eines akut lebensbedrohlich erhöhten intrakraniellen Druckes dauern.

Was ist das Herausfordernde an Intensivpflege auf der Neurochirurgischen ITS?

Jana K.: Unsere Patientinnen und Patienten haben äußerlich meist keine großen Wunden. Es geht mehr um das, was sich unter der Schädeldecke abspielt. Deshalb ist eine geschulte und sensible Wahrnehmung kleinster Signale so wichtig hier. Gerade, weil die Menschen nicht nur nicht sprechen können, sondern auch sediert sind.

Jasmin M.: Je schneller die Bedürfnisse der Menschen erkannt werden, je schneller entsprechend gehandelt wird, desto besser für sie. Das macht die Pflege in diesem Bereich zu einer besonders anspruchsvollen und verantwortungsvollen Tätigkeit – aber eben auch zu einer besonders wirkungsvollen: Wir geben alles, um Menschen zurück in ein möglichst langes und gutes Leben zu bringen.

Druck aushalten, Druck aufhalten, darum geht es:

„Komplikationen schnell erkennen, Signale richtig einschätzen, geschulte Wahrnehmung, schnell handeln – jeder Handgriff muss sitzen. Deshalb ist ein erfahrenes und eingespieltes Team so wichtig.“

Mit Hirndruck umgehen

Kleinste Handlung, größte Auswirkung: Alltag auf der Neurochirurgischen Intensivstation

Nach schwerer Schädel-Hirn-Verletzung, Hirnblutung, Infektionen des Gehirns oder Hirntumor-OP werden Patientinnen und Patienten auf der Neurochirurgischen Intensivstation versorgt. Bei hohem Hirndruck ist jede Reizung ein Risiko. Dann geht es in der Intensivpflege ums Minimal Handling. D.h. nichts machen oder nur sehr vorsichtig, aber dabei hellwach sein. Denn in der neurochirurgischen Intensivpflege heißt es, schnell und adäquat schon kleinste Veränderungen zu erkennen und zu reagieren – um Hirnschädigungen zu vermeiden. Erst nach überstandenen Problemen mit dem Hirndruck kann langsam ins Optimal Handling überführt werden.

Pflegerische Maßnahmen zur Überwachung und Senkung des intrakraniellen Drucks (ICP):

  • Spezielle Lagerungstechniken; Kopfhochlagerung
  • Prüfen und Anpassen der Liquor-Ableitung
  • Prüfen und Anpassen der Sedierungstiefe
  • Prüfen und Einstellen der Beatmung
  • Kontinuierliche Überwachung aller Vitalwerte wie Körpertemperatur und Blutdruck

Kennzahlen in der Neurochirurgischen Intensivpflege bei Hirndruck

<20mm Hg

Ziel ist es, den Hirndruck unter 20-25 mmHg zu halten. Perfusionsdruck sollte über 60 mmHg sein.

30Grad

Der Oberkörper wird um 30 Grad höher positioniert. Kopf muss achsengerecht liegen.

24Stunden

Bei stabilem Hirndruck beginnt man langsam mit pflegerischen Maßnahmen (Optimal Handling).

Begriffsklärung: Minimal Handling & Optimal Handling

Pflege bei Hirndruck: Was ist Minimal Handling?

Minimal Handling bedeutet, dass Pflegetätigkeiten am Menschen so weit wie irgend möglich reduziert werden und unbedingt Notwendiges nur unter ausreichender Analgosedierung möglichst zügig und effektiv durchgeführt wird.

  • Schriftliche Anordnung vom Arzt einholen
  • Maßnahmen bei ICP-Erhöhung durchführen
  • Häufige Kontrolle der Vitalzeichen, des ICP und der Pupillen
  • Dokumentation 
  • Information an Angehörige

Pflege nach Hirndruck: Was ist Optimal Handling?

"So viel wie nötig, so wenig wie möglich"

  • Der Patient bzw. die Patientin darf vorsichtig gepflegt werden unter ständiger Beobachtung des ICP's. Bei ICP-Anstieg wird die Pflege unterbrochen und evt. später fortgesetzt.
  • Pflege findet in Etappen satt und auch hier wird nur wiklich Notwendiges wie Mundpflege, Absaugen, Entfernen von Stuhlgang durchgeführt.
  • Seitenlagerung nur nach Rücksprache mit Arzt.
  • Keine Pflege nach medikamentöser ICP-Senkung!

„Ob Minimal oder Optimal Handling ist eine Frage, die sich nur mit viel Erfahrung und geschulter Wahrnehmung beantworten lässt.“

Wie wichtig ist das Team auf der Neurochirurgischen Intensivstation? Und was motiviert euch?

Jana K.: Was braucht ein Mensch zum Leben? Herz und Hirn. Genau das prägt auch mein Team: die Liebe zum Fach, jahrzehntelange Erfahrung, ein eingespieltes Gefüge und höchste Expertise, die uns auszeichnen. Mit einem starken, erfahrenen und so herzlichen Zusammenhalt fürchtet man keine Aufgabe, keine Herausforderung, keinen Notfall.

Jasmin M: Obwohl wir in einem Haus mit Maximalversorgung arbeiten und in einem großen Klinikverbund, ist es doch bei uns sehr familiär und angenehm zu arbeiten. Wir haben die neuesten, technischen Möglichkeiten und bleiben trotzdem menschlich.

Das Schönste ist immer, wenn uns ehemalige PatientInnen besuchen kommen, denen es wieder besser geht. Viele unsere Patienten kämpfen sich wirklich mit langer Rehabilitationsphase zurück ins Leben. Das rührt mich immer noch manchmal zu Tränen und bestätigt uns in unserer Arbeit.

Jana K.: Ich vergesse meinen ersten Patienten nie: Simon. Ich durfte ihn von Anfang an begleiten – bei allen Komplikationen, Rück- und Fortschritten. Dadurch habe ich viel gelernt. Am beeindruckendsten war jedoch, ihn irgendwann im Anzug und voller Lebenskraft auf der Station begrüßen zu dürfen. Das hat mir gezeigt, was alles möglich ist.

Arbeiten in der München Klinik

Die MüK hat eine eigene Neurochirurgische Intensivstation. Denn als Maximalversorger bieten wir die ganze Vielfalt der Pflege – und das in einem modernen Neubau.

Team

Erfahrenes Team mit Spezialisierung auf Neurochirurgische Pflege, Top Einarbeitung und laufende Entwicklung

Ausstattung

Moderner Neubau mit Tageslicht, breiten Gängen und Türen, flexible Deckenversorgungseinheiten, Lichtkonzept zur Delir-Prävention

Weiterentwicklung

Fort- und Fachweiterbildungen zu 100% bezahlt und während der Arbeitszeit, auch mit Familie ist Karriere möglich!

Leistungen für Sie und Ihre Familie
Arbeitszeit

Faires Schichtmodell, flexibler Dienstplan, Teilzeit möglich, sicherer Job mit allen Vorteilen des öffentlichen Diensts

Das Praxiswissen ist entstanden gemeinsam mit dem Team der neurochirurgischen Intensivstation

Jana K.

Ausbildung miteingerechnet seit Oktober 2009 in der MüK tätig. Auf der Neurochirurgischen Intensivstation direkt nach Ausbildung begonnen. Seit Februar 2025 Stationsleitung.

Jasmin M.

Arbeitet seit 2002 auf der Neurochirurgischen Intensivstation in Bogenhausen und ist seit Juni 2025 stellvertretende Stationsleitung. Seit vielen Jahren Praxisanleiterin.

Mich fasziniert die Neurochirurgie, weil ...

„... es um das geht, was einen Menschen ausmacht: Im Gehirn steckt unser Wesen, unsere Persönlichkeit. Wir sehen viele Unfälle und schwer verletzte Menschen. Sie wieder ins Leben zu bringen, ist ein unglaubliches Gefühl.“

Intensivpflege Jobs: unsere offenen Stellenangebote auf ITS & IMC für Pflegekräfte

Express-Kontakt für Ihre Wünsche - ohne Zeugnisse, Lebenslauf & Anschreiben. Schnell und unverbindlich.

Klassische Bewerbungen mit Dokumenten-Upload

Im Bildungscampus der München Klinik können interessierte Schwestern und Pfleger die Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivpflege machen, auch in Teilzeit. D.h. wir freuen uns auch über Bewerbungen von Pflegekräften, die eine Weiterbildung anstreben.

Hier geht's zu allen Stellen für Gesundheits- und Krankenpfleger (w/m/d) Intensivpflege:

Offene Stellen für Pflege auf Intensiv, Notfall, IMC, KMT oder Stroke Unit