Sportverletzungen der Schulter

Sportverletzungen und Stürze können so schwere Schäden im komplexen Schultergelenk verursachen, dass sie einer Behandlung durch erfahrene Experten bedürfen. Gerade bei Mannschaftssportarten, aber auch beim Skifahren oder Mountainbiken stürzen die Sportler auf die Schulter oder den ausgestreckten Arm. Zudem kann es durch die gegnerische Abwehr zu plötzlichen Krafteinwirkungen kommen, die die Schulter verletzen.

Durch sorgfältige Untersuchungen klären wir in unseren Sprechstunden mit Ihnen ab, welche Strukturen im Schultergelenk betroffen sind und schlagen Maßnahmen vor, die einerseits am wenigsten belasten, aber andererseits auch die Beweglichkeit erhalten und Folgeschäden verhindern.

Behandlungsmöglichkeiten bei einer Schultereckgelenkssprengung

Behandlungserfolge mit und ohne OP möglich

Das Schultereckgelenk, nicht zu verwechseln mit dem Schultergelenk, verbindet das Schlüsselbein mit dem Dach des Schulterblattes. Zusätzlich verbinden Bänder das Schlüsselbein mit einem unterhalb liegenden Knochenfortsatz des Schulterblatts.

Sind diese Bänder und die Gelenkkapsel aufgrund eines Sturzes auf die Schulter überdehnt, eingerissen oder gar zerrissen, spricht man von einer Schultereckgelenksverrenkung oder gar Schultereckgelenkssprengung.

Leichtere Verletzungen lassen sich durch Ruhigstellung des Gelenks heilen.

Sind die Bänder und die Gelenkkapsel komplett gerissen, dann steht das Schlüsselbein anomal hoch. In vielen Fällen raten wir zu einer Operation. 

Operatives Behandlungskonzept: minimal-invasiv.

Fixierung des Schlüsselbeins in natürlicher Lage: Wir lassen die originalen Bandstrukturen in isoanatomischer Position nach Reposition und Fixation mittels Flaschenzug-Seilsystem ausheilen.

Diesen Eingriff führen wir im Rahmen einer Gelenkspiegelung, einer so genannten Arthroskopie durch, für die wir nur millimeterlange Schnitte benötigen. Somit wird nur wenig Gewebe verletzt, die Wunden heilen schneller und die betroffenen Patienten erleiden weniger Schmerzen.

Nach der Operation erhalten die Patienten für einige Tage einen Schulterverband, können aber ihren Arm schon bald wieder bis in Schulterhöhe anheben.

Ob eine Operation oder eine konservative Behandlung Erfolg verspricht, klären wir in unseren Sprechstunden präzise ab. Bitte vereinbaren sie ggfs. vorab einen Termin.

Schulterluxation und Instabilität behandeln

Das Schultergelenk kann aufgrund seiner Anatomie sehr leicht ausrenken

Durch Stürze und unvermittelte Krafteinwirkungen kann es auch zum Ausrenken (Luxation) oder einer teilweisen Ausrenkung (Subluxation) der Schulter kommen.

Unter allen menschlichen Gelenken ist das Schultergelenk mit Abstand am meisten von Luxationen betroffen. Denn das Schultergelenk erlaubt sehr flexible Bewegungen, demzufolge ist die knöcherne Führung nicht sehr eng. Ein runder Oberarmkopf liegt an einer relativ flachen und kleinen Gelenkpfanne des Schulterblatts.

Ausgerenkte Schulter muss so schnell wie möglich wieder eingerenkt werden

Ein komplett ausgerenkter Oberarmkopf muss so schnell wie möglich wieder in die Schulterblattpfanne zurückgebracht werden, um Folgeschäden an den umliegenden Weichteilen zu verhindern.

Falls sich nach einer Röntgenaufnahme keine gravierenden Begleitverletzungen gezeigt haben und die Luxation noch nicht zum wiederholten Male aufgetreten ist, erfolgt die manuelle Einrenkung (Reposition) nach einer Schmerzmittelgabe. Meist sogar in Kurznarkose, da sie in der Regel mit großen Schmerzen verbunden ist. Das Ergebnis kontrollieren wir stets durch eine Röntgenaufnahme.

Traumatische Instabilität in der Schulter - muskulärer Ausgleich oder Operation?

Haben Stürze oder Zusammenstöße eine komplette oder teilweise Ausrenkung des Schultergelenks verursacht, empfehlen wir unseren Patienten in der Regel ein intensives Physiotherapie-Programm, um gezielt die Muskulatur aufzutrainieren, die das Schultergelenk umgibt.

Durch die Physiotherapie kann erreicht werden, dass sich der Oberarmkopf bei teilweisen Luxationen wieder mittig in der Gelenkpfanne platziert und sich das Risiko für Folgeschäden, vor allem für den späteren Knorpelverschleiß (Arthrose), verringert.

Kann die nicht-operative Therapie jedoch die Schäden nicht ausgleichen, raten wir den Patienten, die nach wie vor unter Schmerzen und Bewegungseinschränkungen leiden, zu einem operativen Eingriff, um die Ursachen für die Instabilität zu beheben. Zumal weitere Luxationen in der Regel immer schmerzhafter verlaufen, das Risiko von weiteren Schäden in den gelenkstabilisierenden Strukturen zunimmt und ein deutliches Arthrose-Risiko darstellt.

Unsere Schulterspezialisten stehen gerne für Sie bereit, bitte vereinbaren sie ggfs. vorab einen Termin in unseren Sprechstunden.

Bei Bankart-Läsion: Die Gelenklippe wieder vervollständigen

Bei einer kompletten oder teilweisen Luxation der Schulter wird oftmals die Gelenklippe, der Knorpelrand an der Schulterblattpfanne, verletzt.

Wir empfehlen vor allem jungen sportlichen Menschen, diesen Schaden operativ zu beheben. Denn die Gelenklippe, von Medizinern Labrum genannt, gibt dem Schultergelenk eine zusätzliche Stabilität, da sie den Oberarmkopf ringförmig umspannt.

Die Operation der Bankart-Läsion, wie ein vollständiger oder teilweiser Ausriss der Gelenklippe am unteren vorderen Rand bezeichnet wird, erfolgt im Rahmen einer Gelenkspiegelung.

Gelenkspiegelung bei Bankart-Läsion

Durch lediglich millimeterlange Schnitte werden das bleistiftdicke Arthroskop mit Lichtquelle und Kamera sowie die Operationswerkzeuge eingeführt. Mittels sich später auflösender Fadenanker fixieren wir die ausgerissenen Teile der Gelenklippe wieder an der Schultergelenkspfanne.  

„Jungen sportlichen Menschen empfehlen wir bei einer Bankart-Läsion immer zu einer Operation, um dem Schultergelenk wieder die zusätzliche Stabilität zurück zu geben.“
Dr. René Könighofer, Geschäftsführender Oberarzt

Schäden in den stabilisierenden Strukturen durch vielfältige OP-Techniken beheben

Wir besitzen differenzierte Erfahrungen in einem breiten Spektrum von Operationsmethoden, um Schäden an den Strukturen zu beheben, die das Schultergelenk stabilisieren. Beispielsweise kann es sich als notwendig erweisen, die Schulterkapsel zu raffen oder durch das Versetzen von Knochenvorsprüngen Stabilität herzustellen.

In vielen Fällen sind auch Risse in der Rotatorenmanschette, einer Muskel- und Sehnengruppe, die das Schultergelenk wie einen stabilisierenden Mantel umgibt, als Ursache für die fortbestehende Instabilität auszumachen. In diesen Fällen empfehlen wir eine – in der Regel minimal-invasiv durchzuführende – Operation an der betroffenen Sehnen dieser Rotatorenmanschette.

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