Therapie der Diabetes im Kindes- und Jugendalter.

Unsere Diagnostik und Therapie erfolgt streng nach den Leitlinien, die die Deutsche Diabetes Gesellschaft erarbeitet hat und wird stets entsprechend neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse aktualisiert.

Welche Anzeichen auf eine Diabetes hinweisen

Häufiges Trinken und Harndrang - besonders auffällige Symptome für Diabetes

Meist werden die Kinder mit Verdacht auf Diabetes über die behandelnden Kinder- und Hausärzte aufgrund typischer Symptome zu uns eingewiesen. Häufiges Trinken, Wasserlassen auch nachts, häufiger Harndrang, Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Erbrechen, heftige Bauchschmerzen, vertiefte Atmung, erhebliche Gewichtsabnahme, Leistungsknick und bei Kleinkindern manchmal auch ein ausgeprägter Windelsoor sind die Leitsymptome der Diabetes.

Nicht selten kommen die Eltern mit dem Verdacht, dass ihr Kind unter einem Harnwegsinfekt oder einer Magen-Darm-Erkrankung leiden könnte, zum Kinderarzt, der dann zur Weiterbehandlung an uns überweist.

Welche Formen von Diabetes wir behandeln

In unserem Schwerpunkt Diabetologie behandeln wir alle Formen von Diabetes:

  • Diabetes mellitus Typ 1, die häufigste Diabetes-Form bei Kindern: Diese Autoimmunerkrankung tritt oftmals erst im Alter zwischen 7 und 12 Jahren auf. Zunehmend kommen aber auch Kinder unter 5 Jahren mit dem Verdacht auf Diabetes in unsere Ambulanz.
  • Diabetes mellitus Typ 2, der zunehmend bei stark übergewichtigen Kindern und Heranwachsenden auftritt.
  • Seltene Diabetesformen (MODY-Formen, neonatale Diabetes), die zum Teil auch im Rahmen anderer genetischer Erkrankungen auftreten.

Welche Maßnahmen wir während des Klinikaufenthalts duchführen

Normalisierung des Blutzuckerspiegels steht im Vordergrund

Bei bestätigtem Diabetes mellitus Typ I (Blutzuckerwerte über 200 mg%) ist eine Insulintherapie notwendig. Das körpereigene Insulin, das den Blutzucker reguliert, kann nicht mehr hergestellt und muss von außen zugeführt werden. 

Wir nehmen die Kinder in der Regel noch am gleichen Tag auf, bei Kleinkindern immer mit Angehörigen.

Während des Klinikaufenthalts, der in der Regel 10 bis 14 Tage dauert, stellen wir den Blutzucker der Patienten ein.

Was aber ebenso wichtig ist: Wir erklären dem Kind, Jugendlichen und auch den Familienangehörigen, wie der Blutzucker zu messen und die erforderliche Menge Insulin zu verabreichen ist, um möglichst normale Blutzuckerwerte zu erreichen.

Worauf wir bei der Schulung der Kinder besonders achten

Diabetes-Therapie erfolgt nicht in der Klinik, sondern im Alltag des Betroffenen.

Die Betroffenen und ihre Angehörigen müssen während des Klinikaufenthalts verstehen, wie das Wechselspiel Ernährung, körperliche Bewegung und Insulin-Gabe funktioniert. Daher betreut und schult ein erfahrenes Team sowohl Kind als auch die Familie

Das Ziel ist, den Blutzucker so wenig wie möglich schwanken zu lassen. Denn sowohl zu hoher als auch zu niedriger Blutzucker bedeuten enorme Risiken und können zu bedrohlichen Situationen führen. 

Diabetes-Beraterinnen, meist Kinderkrankenschwestern oder Diätassistentinnen mit einer speziellen Zusatzausbildung, übernehmen den größten Part der Schulung; die Gesundheits- und Krankenpfleger auf der Station helfen bei der praktischen Umsetzung, etwa beim Insulin-Spritzen und dem Zusammenstellen der Mahlzeiten.

Darüber hinaus führen die Ärzte immer wieder Gespräche mit den Betroffenen, um die Familie und das Kind kennenzulernen und so auch besser auf den Alltag vorzubereiten.

Mit welchen Angeboten wir langfristig begleiten

Regelmäßige Kontroll- und Besprechungstermine sowie altersgerechte Schulung

Alle vier Wochen bis drei Monat zur betreuenden Ärztin
Nach dem Klinikaufenthalt, bei dem wir den Stoffwechsel normalisieren, betreuen wir die kleinen Patienten in Zusammenarbeit mit den Kinder- und Hausärzten engmaschig weiter.

Zu uns in die Ambulanz der Kinderklinik kommen die Patienten meist in Abständen zwischen vier Wochen und drei Monaten, und zwar meist zu derselben Ärztin oder demselben Arzt.

Zudem untersuchen wir unsere kleinen und größeren Patienten bezüglich der Injektionsstellen oder sonstiger Probleme einmal jährlich im Rahmen einer ausführlicheren Diagnostik auf mögliche Folge- oder Begleiterkrankungen des Diabetes.

Jederzeit bei aktuen Problemen
Parallel dazu bieten wir ambulante Schulungen für akute Probleme, etwa beim Spritzen, bei der Behandlung mit Insulinpumpen oder auch geplanten Fernreisen mit erheblichen Zeitverschiebungen an.

Spezielle Stoffwechseloptimierungswochen
Altersgerechte Schulungen erfolgen im Rahmen von Stoffwechseloptimierungswochen mit anderen gleichaltrigen Kindern. Vor Schulbeginn erklärt zum Beispiel eine Puppe namens Frieda den Kindern, wie sie einen Unterzucker erkennen können oder wie sie ihre Broteinheiten schätzen. Ein wichtiger Effekt dieser Schulungstermine: Die Kinder erfahren, dass sie nicht alleine mit diesen speziellen Problemen sind.

Wie wir die Kinder und Jugendlichen fit für den Alltag machen

Psychologische Betreuung und Tipps für die soziale Absicherung

Die Nachricht, an einer chronischen Erkrankung zu leiden, löst bei fast allen Betroffenen und engen Angehörigen Ängste aus.

Diese und andere Fragen beunruhigen die Eltern, aber auch die größeren Kinder und Jugendlichen.

  • Müssen wir unser Leben jetzt total umstellen?
  • Nimmt der Kindergarten in unserem Wohngebiet ein Kind mit Diabetes?
  • Können wir noch sportliche Ausflüge und längere Reisen miteinander unternehmen?
  • Ist die Lebenserwartung meines Kindes gemindert?

All unsere Patienten und ihre Angehörigen erhalten die Möglichkeit, ein Gespräch mit einer Psychologin zu führen, die mit der Thematik vertraut ist.

Zusätzlich berät eine Sozialarbeiterin über denkbare Unterstützungsleistungen, über Rechte gegenüber den Arbeitgebern oder sonstigen Institutionen, etwa den Schulen.

Wann die Kinder / Jugendlichen wieder länger in die Klinik müssen

Bei Neu-Einstellungen oder Therapie-Umstellungen kann ein erneuter kurzer Klinikaufenthalt notwendig werden.

Etwa um akute Entgleisungen wieder in den Griff zu bekommen und bei schwankenden Stoffwechselwerten die Stoffwechsellage insgesamt zu überprüfen.

Wir eröffnen alle Möglichkeiten neuester Insulintherapien wie Insulinpumpen und kontinuierliche Glukose-Messungen.

Welche besonderen Kriterien unsere Klinik erfüllt

Zertifiziertes Diabeteszentrum, Zertifiziertes Diabetologikum

Als zertifizierte Behandlungseinrichtung der Deutschen Diabetes Gesellschaft legen wir sehr viel Wert darauf, unseren Patienten eine engmaschige Betreuung sowie Schulungen, deren Inhalte tatsächlich ankommen, anzubieten. Wir möchten unseren Patienten eine möglichst hohe Lebensqualität ermöglichen, sie aber unbedingt vor möglichen Folgeerkrankungen bewahren.

Unsere Zertifizierungen in München Schwabing...

  • Zertifiziertes Diabeteszentrum DDG (stationär & ambulant)
  • Zertifiziertes Diabeteszentrum, Diabetologikum DDG mit diabetesspezifischem Qualitätsmanagement

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