Hämatologie und Onkologie - Diagnostik und Therapie

Die Effizienz unserer Behandlungsmethodik wird stetig weiterentwickelt

Die Abteilung zählt bundesweit zu den größten Fachabteilungen für Hämatologie und Onkologie. Viele unserer Patienten werden nach nationalen und internationalen Therapieprotokollen gemäß dem neuesten Stand der Wissenschaft behandelt. Um die Qualität der medizinischen Betreuung zu sichern, werden diese Protokolle am Beispiel von Krankengeschichten ständig weiterentwickelt. Die Anzahl unserer Patienten, die daran teilnehmen, nimmt im Vergleich zu anderen beteiligten Instituten einen Spitzenplatz ein.

Unsere Spezialgebiete im Bereich Blutkrebs, Bluterkrankungen, Immunologie

  • Erkrankungen des blutbildenden Systems
  • maligne Systemerkrankungen
  • solide Tumoren
  • immunologische Erkrankungen
  • Erkrankungen des Blutgerinnungssystems

Diagnostische Verfahren im Überblick

  • Knochenmarkbiopsie und Aspiration
  • Feinnadelpunktion von Organen (Lymphknoten, Leber, Milz, Schilddrüse, Tumoren)
  • Sonografie
  • Zytologische Beurteilung von Knochenmark- und Organpunktaten mit Zytochemie und Immunologie
  • Blutbilddiagnostik
  • Mikroskopisches Differentialblutbild
  • Zytochemie
  • Osmotische Erythrozytenresistenz
  • Immunzytologie (Durchflußzytometrie, Differenzierung der Lymphozyten-Subpopulationen, CD4/CD8-Verhältnis)
  • Leukämie- und Lymphomdiagnostik
  • Bestimmung CD34-positiver Blutstammzellen

Hämatologie von A-Z: Alle therapeutischen Verfahren stehen zur Verfügung

Wir wenden alle therapeutischen Verfahren der Hämatologie, Onkologie und Immunologie an, wie zum Beispiel

  • Radio-Chemotherapie
  • Hochdosis-Chemotherapie
  • autologe und allogene Blutstammzell-Transplantation
  • Immuntherapie
  • Zytokin-Therapie zur Aktivierung bestimmter Zellen
  • immunsuppressive Therapie
  • immunmodulatorische Therapie
  • Zellseparation (Leukapherese, Erythrapherese, Plasmapherese, Stammzellseparation)

Vernetztes Vorgehen und weltweiter Austausch sind selbstverständlich

Die organisatorische und wissenschaftliche Mitarbeit in hämatologischen und onkologischen Fachorganisationen sowie die Teilnahme an allen erstrangigen Fachkongressen weltweit sind für uns selbstverständlich, ebenso wie die Mitarbeit bei allen fachspezifischen Projektgruppen des Tumorzentrums München. Wir organisieren regelmäßig interne Fortbildungsveranstaltungen, hämatologisch-onkologische Symposien und wöchentliche Tumorkonferenzen im Rahmen des interdisziplinären onkologischen Arbeitskreises unseres Hauses.

Ein vielköpfiges Expertenteam entwickelt die geeignete Therapieempfehlung

Seit mehr als 20 Jahren findet mittwochs um 16 Uhr im Demonstrationsraum des Instituts für diagnostische und interventionelle Radiologie unsere wöchentliche interdisziplinäre Tumorkonferenz statt. Obligate Teilnehmer sind dabei Vertreter von Hämatologie/Onkologie,  Strahlentherapie, Chirurgie, Radiologie, Pathologie und gegebenenfalls der betroffenen Fachbereiche wie Gynäkologie, Dermatologie oder HNO.

Hier werden von Ärztinnen und Ärzten der gesamten Klinik onkologische Fälle vorgetragen und mit allen Teilnehmenden besprochen. Gemeinsam wird eine Therapieempfehlung auf der Basis aktueller Leitlinien festgelegt. Die Veranstaltung ist auch offen für niedergelassene Ärzte, die Patienten mit onkologischen Problemen vorstellen oder auch nur teilnehmen und mitdiskutieren möchten. Für die Teilnahme werden von der Bayerischen Landesärztekammer Fortbildungspunkte vergeben.

Labor für Zytomorphologie

Im zytomorphologischen Labor erfolgt die grundlegende Diagnostik gutartiger und bösartiger hämatologischer Erkrankungen durch mikroskopische Differenzierung und Begutachtung von Zellausstrichpräparaten. Es werden überwiegend Blut- und Knochenmarkausstriche, aber auch sämtliche Punktionsmaterialen (Organpunktionen, Liquor, Aszites, Pleuraergüsse) sowie bronchoalveoläre Lavagen beurteilt.

Hierbei kommen neben der panoptischen Färbung auch spezielle zytochemische Färbungen (Peroxidase, Esterase), die Eisenfärbung und der Nachweis der alkalischen Leukozytenphosphatase zum Einsatz. Eine Einsendung von Proben ist auch für externe Kliniken möglich. 

Notfalldepot

Das Klinikum verfügt über ein Notfalldepot, welches diverse Faktorenkonzentrate zur Prophylaxe und Therapie von Blutungen bei hämorrhagischen Diathesen wie beispielsweise Hämophilie A/B oder von Willebrand-Syndrom beinhaltet, daneben auch ein Antithrombin- und ein Protein C-Konzentrat für Patienten mit thrombophilen Diathesen.

Ernährung bei Krebserkrankungen

Informationen und Hinweise zur Ernährung bei Krebserkrankungen erhalten Sie auf der Seite des Tumorzentrums München, mit dem wir eng kooperieren. Zur Informationsseite Ernährung bei Krebsmedizin

Labor für Immunzytologie (Durchflusszytometrie)

Das immunzytologische Labor dient der spezialisierten Diagnostik hämatologischer Neoplasien. Insbesondere die Klassifikation akuter Leukämien und maligner Lymphome wird hier durchgeführt. 

Ebenso erfolgt die Bestimmung des Immunstatus (Lymphozytensubpopulationen) und die Quantifizierung hämatopoetischer Progenitorzellen (CD34-Diagnostik) für die Stammzelltransplantation.

Bei der Durchflusszytometrie werden antigene Strukturen auf der Oberfläche oder im Innern bestimmter Zellen mit speziellen Antikörpern markiert und mit Hilfe der sog. FACS-Analyse gemessen. Anhand der Messwerte können die Zellen charakterisiert und oft bereits eine Diagnose gestellt werden.

An Untersuchungmaterialen werden überwiegend peripheres Blut und Knochenmark verwendet. Aber auch Proben aus Liquor, Aszites, Pleuraergüssen oder bronchoalveoläre Lavagen können untersucht werden.

Eine Einsendung von Proben ist auch für externe Kliniken möglich. 

Vorgestellt: Mitarbeiter, Stationen, Kontakte und Studien