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Neuigkeit
05.02.202112:33 Uhr

Im Pandemie-Jahr bleiben Geburten in München und in der München Klinik auf hohem Niveau der Vorjahre

In München wurden im Jahr 2020 insgesamt 23.198 Kinder geboren, davon 6.204 Kinder in der München Klinik. Die Geburtenzahlen sowohl in der Stadt als auch in den drei Frauenkliniken der München Klinik bleiben seit Jahren auf einem konstant hohen Niveau.

Die hohen Geburtenzahlen verdeutlichen die wichtige Rolle der städtischen Geburtskliniken für München und das Umland sowie die Doppelrolle der München Klinik, die in der Pandemie parallel über 2.000 Covid-Patienten versorgt hat. Ein umfassendes und standortübergreifendes Sicherheitskonzept ermöglicht seit Beginn der Pandemie eine uneingeschränkte Geburtshilfe bei der die wichtige Einheit der Familie bei der Geburt sowie am Wochenbett im Zentrum steht und durchgehend die Anwesenheit des Partners oder der Partnerin ermöglicht werden konnte.

27 SARS-CoV-2-positive Frauen haben unter höchsten Infektionsschutzmaßnahmen im letzten Jahr ein Kind in der München Klinik zur Welt gebracht. Die Frauenkliniken der München Klinik beteiligen sich an einer Studie der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) zu den Auswirkungen von Covid-19 auf die Gesundheit der Mutter und des Neugeborenen.

München, 5. Februar 2021. Im Jahr 2020 kamen 6.204 Babys (2019: 6.139 Babys) in einer der drei städtischen Frauenkliniken der München Klinik zur Welt. In Harlaching waren es 2.337 (2019: 2.388) Babys, in Schwabing 2.534 (2019: 2.501) und in Neuperlach 1.333 (2019: 1.250) Neugeborene. Damit bleibt die Zahl der Neugeborenen in der München Klinik seit Jahren konstant, der gleiche Trend ist auch in den gesamthaften Geburtenzahlen für München (siehe Tabelle unten) zu beobachten. Auch die Zahl der Mehrlingsgeburten bewegt sich im Jahr 2020 auf dem hohen Niveau der Vorjahre – mit vier Drillings-Geburten liegt die München Klinik erneut bereits für sich genommen über der städtischen Gesamtstatistik, denn statistisch gesehen kommen in München jedes Jahr dreimal Drillinge auf die Welt. Eines der Drillings-Trios kam in Schwabing, die weiteren drei Drillinge in Harlaching zur Welt. Harlaching wurde jüngst mit der Rezertifizierung nach PeriZert die bestmögliche Versorgung von Früh- und Risikogeborenen für weitere drei Jahre erneut bescheinigt. Auch in der Pandemie stand die geburtshilfliche Versorgung von Frühgeborenen jederzeit vollumfänglich zur Verfügung. 74 Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht von unter 1.500 Gramm wurden unter Leitung von Chefarzt Prof. Marcus Krüger im Jahr 2020 in den beiden Kliniken für Neonatologie (Frühgeborenenmedizin) in Harlaching und Schwabing versorgt.

 

 

Neugeborene in München1

Neugeborene Münchner2

Geburten in der MüK3

Babys in der MüK

Drillinge in der MüK

Zwillinge in der MüK

2017

23.377

17.629

6.072

6.194

4

114

2018

23.512

17.587

6.097

6.214

1

115

2019

23.463

17.509

6.013

6.139

5

116

2020

23.198

17.593

6.089

6.204

4

107

 

1 Die Zahl der Neugeborenen in München basiert auf den Angaben des Geburtenbüros des Standesamt München. Zur Zahl zählen alle Kinder mit eingetragenem Geburtsort München, die demzufolge in einer Münchner Klinik oder Geburtseinrichtung zur Welt kamen. Nachbeurkundungen und Auslandsgeburten wurden abgezogen.

2 Die Zahl der neugeborenen Münchnerinnen und Münchner erhebt das Statistische Amt München. Zur Zahl zählen auch die Kinder, die in München ihren Hauptwohnsitz haben, aber in einer Klinik außerhalb Münchens geboren wurden. Hingegen gehören Kinder, die nicht in München wohnen, aber in einer Münchner Klinik auf die Welt kamen, nicht dazu. Die Zahl der im Einzugsgebiet München geborenen Kinder weicht daher ab.

3 Bei den Geburtenzahlen ist die Zahl der Geburten von der Zahl der geborenen Babys zu unterscheiden. Die Differenz ergibt sich aus den Mehrlingsgeburten. Bei Drillingen wird beispielsweise mit einer Geburt, aber mit drei Babys gerechnet.

 

München Klinik erfüllt wichtige Rolle in der Daseinsvorsorge parallel zur Covid-Versorgung

Im deutschlandweiten Vergleich bewegt sich die Geburtenzahl der München Klinik mit insgesamt 6.089 Geburten (2019: 6.013) im ähnlich hohen Bereich wie die der Charité (2020: 5299 Geburten, Quelle: Milupa Liste*). Zusammen mit der Charité belegt die München Klinik damit die ersten beiden Plätze der meisten Geburten in Deutschland. Das zeigt die wichtige Rolle der drei städtischen Frauenkliniken für München und das Münchner Umland in der Daseinsvorsorge sowie die Doppelrolle, die die München Klinik in der Pandemie einnimmt. Denn parallel hat die München Klinik über 2.000 Covid-19-Patienten und über 5.000 Covid-19-Verdachtsfälle versorgt. „Als größter Daseinsvorsorger der Stadt decken wir die Behandlung von schweren Notfällen ebenso ab wie die Versorgung komplexer Mehrlingsgeburten. Die erneut hohen Geburtenzahlen zeigen das große Vertrauen der Münchnerinnen und Münchner und veranschaulichen gleichzeitig die Doppelbelastung, der unsere Mitarbeitenden seit einem Jahr ausgesetzt sind. Denn all diese elementaren Versorgungsbereiche sind ebenso wie die Covid-Versorgung höchst personalintensiv und stehen auch in der Pandemie nicht still. Im Gegenteil zeigt uns die Pandemie wie ein Brennglas, dass sich das Gesundheitssystem dringend besser auf die tatsächlichen gesellschaftlichen Bedürfnisse und die so wichtige Versorgung unserer Kinder und älteren Menschen ausrichten muss. Der große Verantwortungsbereich von Maximalversorgern unterscheidet sich in der Finanzierung nicht von hochspezialisierten Fachkliniken mit einer sehr ausgewählten Patientenklientel. Hier muss sich dringend etwas ändern, die Daseinsvorsorge muss besser vergütet werden. Sonst vergrößert sich das Ungleichgewicht im Gesundheitssystem durch die Pandemie nur weiter und Patientenströme könnten sich nachhaltig verändern. Dann stehen wir nach der Pandemie schlechter da als vorher, obwohl genau jetzt der Zeitpunkt ist, etwas zu ändern“, so Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik.

Sicherheitskonzept ermöglicht eine uneingeschränkte und qualitätsgesicherte Geburtshilfe

Ein umfangreiches Sicherheitskonzept, das frühzeitig und standortübergreifend für alle drei Geburtskliniken der München Klinik konzipiert wurde, ermöglicht eine uneingeschränkte und qualitätsgesicherte Geburtshilfe auch in der Pandemie. Die hohe Qualität der Geburtshilfe zeigt sich u.a. in der niedrigen Kaiserschnittrate von insgesamt deutlich weniger als 30 Prozent, die auf dem Niveau der Vorjahre in der München Klinik und gleichzeitig weit unter dem bundesweiten Durchschnitt der Perinatalzentren liegt. Dadurch konnte die München Klinik auch in der Pandemie vielen werdenden Müttern ermöglichen, ihr Kind auf natürlichem Wege zur Welt zu bringen.

„Einheit der Familie“ als zentrale Säule des Sicherheitskonzepts

Zum Hygienekonzept gehört die strikte Trennung der Behandlungspfade in Covid und Non-Covid, um die Ansteckungsgefahr für SARS-CoV-2-negative Schwangere zu minimieren und umgekehrt werdenden Müttern, die infiziert oder bereits an Covid-19 erkrankt sind, eine sichere Geburt unter höchsten Schutzmaßnahmen für das Personal zu ermöglichen. Insgesamt 27 SARS-CoV-2-positive Frauen haben unter höchsten Infektionsschutzmaßnahmen und teils unter invasiver Beatmung im letzten Jahr ein Kind in der München Klinik zur Welt gebracht. Auch getrennte Dienst-Teams sowie die strikte Testung alle Schwangeren und deren Partner oder Partnerin mittels PCR-Test und Antigen-Schnelltest sind elementarer Teil des Sicherheitskonzepts. Wichtiges Ziel dieser Maßnahmen war, neben der uneingeschränkten Verfügbarkeit der Geburtshilfe für alle Schwangeren, die Anwesenheit des Partners oder der Partnerin bei der Geburt sowie im Wochenbett durchgehend zu ermöglichen. „Eine gute Geburtshilfe orientiert sich immer an den Bedürfnissen der gesamten Familie – das betrifft die Schwangere und das Neugeborene genauso wie den Partner oder die Partnerin. Unser Sicherheitskonzept ist deshalb darauf ausgerichtet, eine vollumfänglich auf die Familie ausgerichtete Geburtshilfe auch unter Pandemiebedingungen sicher anbieten zu können und wir sind stolz darauf, dass uns das durchgehend gelungen ist und weiter gelingt. Familien konnten bei uns die Geburt und das Wochenbett unter höchsten Infektionsschutzmaßnahmen immer gemeinsam als Einheit erleben. Wir haben maximal mögliche Sicherheit und diese wichtigen Bedürfnisse in Einklang gebracht. Denn gerade die Begleitung der Partner bei der Geburt ist ein so wichtiger Aspekt für dieses besondere Lebensereignis. Gleichzeitig haben wir durchgehend hochkomplexe Schwangerschaften in gewohnter Qualität betreut und auch den Schwächsten in die Welt geholfen“, so die beiden Chefärzte der Frauenkliniken Prof. Christoph Scholz (Chefarzt Harlaching und Neuperlach) und Dr. Olaf Neumann (Chefarzt Schwabing).

München Klinik beteiligt sich an Studie zu SARS-CoV-2 und Schwangerschaft

Im Rahmen von wissenschaftlichen Beiträgen beteiligt sich die München Klinik seit Beginn der Pandemie am internationalen Wissensaustausch und forscht in klinischen Studien gemeinsam mit anderen Zentren u.a. an möglichen Gegenmitteln zur Behandlung von Covid-19. Die drei Frauenkliniken der München Klinik beteiligen sich geschlossen an der CRONOS Register-Studie der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) zu den Auswirkungen von Covid-19 auf die Gesundheit der Mutter und des Neugeborenen. Das Ziel der Studie ist, eine Grundlage zur Behandlung und Beratung betroffener Patientinnen durch in Deutschland gewonnene Daten zu schaffen sowie Risikofaktoren für schwere Verläufe oder eine Infektion des Neugeborenen zu identifizieren. Mehr Informationen unter: https://www.dgpm-online.org/gesellschaft/covid-19/.

Die München Klinik ist mit Kliniken in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße Deutschlands zweitgrößte kommunale Klinik und der größte und wichtigste Gesundheitsversorger der Landeshauptstadt München. Die München Klinik bietet als starker Klinikverbund Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen in München und im Umland und genießt deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf – mit innovativer und hoch spezialisierter Medizin und Pflege und gleichzeitig als erster Ansprechpartner für die medizinische Grundversorgung. Rund 135 000 Menschen lassen sich hier jährlich stationär und teilstationär behandeln. Mit jährlich über 6000 Geburten kommen hier deutschlandweit die meisten Babys zur Welt. Auch in der Notfallmedizin ist die München Klinik die Nummer 1 der Stadt: Rund 160 000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht rund einem Drittel aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. Die hauseigene Pflege-Akademie ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Als gemeinnütziger Verbund finden in der München Klinik Daseinsvorsorge und herausragende Medizin zusammen und stellen das Gemeinwohl in den Vordergrund: Über die medizinisch-pflegerische Versorgung hinaus gibt es großen Bedarf, der vom Gesundheitssystem nicht refinanziert wird – wie etwa das Spielzimmer für Geschwisterkinder. Und auch die Mitarbeitenden aus Medizin und Pflege, die sich mit ihrer täglichen Arbeit für die Gesundheitsversorgung Münchens einsetzen, können von Zuwendungen in Form von Spenden profitieren – beispielsweise durch die Finanzierung von zusätzlichem Wohnraum. Dafür zählt jeder Euro.

 

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Viermal sind im Jahr 2020 Drillinge in der München Klinik auf die Welt gekommen. Statistisch gesehen kommen in München jedes Jahr insgesamt dreimal Drillinge auf die Welt. Auch 107 Zwillingspärchen erblickten 2020 in der München Klinik das Licht der Welt. Bildnachweis: München Klinik.

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Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik. Bildnachweis: München Klinik.

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Prof. Dr. Christoph Scholz, Chefarzt der Frauenkliniken Harlaching und Neuperlach. Bildnachweis: München Klinik

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Dr. Olaf Neumann, Chefarzt der Frauenklinik Schwabing. Bildnachweis: München Klinik.

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Prof. Dr. Marcus Krüger, Chefarzt der Neonatologie (Frühgeborenenmedizin) in der München Klinik Schwabing und Harlaching. Bildnachweis: München Klinik

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