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Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Meldung
25.04.202212:33 Uhr

Aktionsplan Pflege Teil 1: Das Bild der Pflege

Was die München Klinik für die Pflege tut und was sich langfristig für die Pflege und im Gesundheitssystem ändern muss

Mit dem Wegfallen der Maßnahmen tritt die Pandemie aktuell in den Hintergrund des öffentlichen Interesses. Hinter ihr zurück tritt auch die Veränderungsdebatte um das deutsche Gesundheitssystem und die Pflege. Ein Gegensteuern gegen den sich seit Jahrzehnten verschärfenden Pflegemangel spätestens jetzt ist für die Zukunftsfähigkeit unseres Gesundheitssystems aus Sicht der München Klinik jedoch elementar wichtig und muss mit diesem Stellenwert politisch erkannt und angegangen werden. Mit mehr Netto auf dem Konto allein ist das nicht getan. An der komplexen Problematik hängt neben notwendigen strukturellen Reformen auch der Diskurs selbst und die öffentliche Wahrnehmung der Pflege als Berufsbild.

Die München Klinik wird in den kommenden Wochen in seriellem Format darüber berichten, was sich im Kleinen und Großen für die Pflege in der München Klinik bereits ändert und langfristig für das deutsche Pflegewesen in Politik und Wahrnehmung ändern muss. Teil 1 beschäftigt sich mit dem öffentlichen Bild der Pflege.

München, 25. April 2022.Das öffentliche Bild der Pflege ist schief. Im Fokus steht nicht der Beruf selbst, sondern der Mangel. Verbunden wird Pflege darüber hinaus primär mit einfachen oder pflegefremden Tätigkeiten wie Essen verteilen, Händchen halten und Betten schieben. „Leben retten“ ist etwas, das den Ärzt*innen zugeschrieben wird. Pflegekräfte, wo sie denn auftauchen, „halten Händchen“ – ob in Krankenhaus-Serien, die immer Arzt-Serien sind, oder in der medialen Berichterstattung. Wenn über Pflege berichtet wird, geht es nur darum, wie schlimm der Mangel ist, aber nicht um die Profession und deren Professionalität selbst. Aus Sicht der München Klinik, gehört das geändert: Was in der öffentlichen Wahrnehmung der Pflege fehlt, ist das, was Pflege eigentlich ausmacht – die hohe Professionalität, Fachlichkeit, Verantwortung. Die vielen Facetten des einheitlich als „die Pflege“ wahrgenommenen Berufsbilds. Die pflegerische Kompetenz, immer nah am Patienten zu sein und einen veränderten Gesundheitszustand oder kritische Situationen häufig als erstes zu erkennen und zu handeln – häufig auf Basis von Nuancen, selbst beim bloßen Halten der Hand.

„Ich bin davon überzeugt, dass wieder mehr Menschen für die Pflege gewonnen werden können und auch mehr Menschen in der Pflege bleiben, wenn auch dieses öffentliche Bild geradegerückt wird. Das gehört auch zur so wichtigen und häufig geforderten Aufwertung des Pflegeberufs, neben besseren Arbeitsbedingungen und einer Übertragung von mehr Kompetenzen an die Pflege im Rahmen der Patientenversorgung und damit einhergehend einer finanziellen Aufwertung des Berufsbildes“, sagt Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik

Die München Klinik hat bereits vor Jahren ein umfassendes Maßnahmenpaket entwickelt, um diesem Ziel näherzukommen, und erweitert dieses stetig. Gleichzeitig ist die Politik gefordert, die notwendigen Rahmenbedingungen für tiefergehende Veränderungen zu schaffen.Auch die Medien sind gefordert nicht die aus dem Mangel heraus begründete Unzufriedenheit im Berufsbild der Pflege zum Wesenskern der Pflege selbst werden zu lassen: Der Fachkräftemangel ist furchtbar, nicht der Beruf selbst. Leider scheint sich zu Unrecht letzteres in der allgemeinen Wahrnehmung manifestiert zu haben. Auch das ist ein Teil des Problems und kein Lösungsansatz. Die München Klinik hat bereits vor Jahren ein umfassendes Maßnahmenpaket aktiviert, das stetig erweitert wird und im Kern sowohl die Arbeitsbedingungen der ausgebildeten Pflegekräfte als auch den dringend benötigten Pflegenachwuchs voranbringt.

Umfassendes Maßnahmenpaket der München Klinik für die Pflege

Die München Klinik bildet in der hauseigenen Akademie, die mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung für Pflegeberufe in Bayern ist, selbst wichtigen Pflegenachwuchs aus und fördert auch die Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden finanziell, um Spezialisierungen und Aufstiegschancen zu ermöglichen. Die hohe Fachweiterbildungsquote auf den Intensivstationen der München Klinik spricht außerdem für eine hohe Pflegequalität und einen hohen Anspruch an die Versorgung als Krankenhaus der Maximalversorgung mit komplexen Krankheitsbildern. Darüber hinaus bietet die München Klinik attraktive und flexible Arbeitszeitmodelle für Familien an, erleichtert Berufsrückkehrern mit speziellen Programmen den Wiedereinstieg und bietet Ermäßigungen im öffentlichen Nahverkehr und in der Bahn. Im teuren Ballungsraum München ist Wohnen für die München Klinik mit bezahlbaren Personalunterkünften und Bezugsrechten bei insgesamt rund 1000 städtischen Wohnungen außerdem ein vorrangiges Thema. Die Landeshauptstadt München plant den Ausbau und die Schaffung von weiteren 132 bezahlbaren Wohnungen für Pflegekräfte der München Klinik und des Münchenstift auf dem Gelände der München Klinik Schwabing. Darüber hinaus soll kurzfristig geprüft werden, an welchen weiteren Klinik- oder alternativen Standorten Dienstwohnungen für Pflegepersonal geschaffen werden könnten. Auch das Thema Kinderbetreuungsangebote spielt eine wichtige Rolle – von Kitaplätzen für Mitarbeitende über Notfallbetreuung im Krankheitsfall. Eine Übersicht über die bestehenden Maßnahmen der München Klinik sowie eine transparente Übersicht der Verdienstmöglichkeiten in der Pflege ist im Internet abrufbar.

Die München Klinik setzt aktuell neue Maßnahmen und Projekte um, und berichtet dazu in den kommenden Wochen ausführlich. Auf den klinikeigenen Social-Media-Kanälen stellt sie begleitend im Mai die Professionalität des Pflegeberufs in den Fokus und zeigt in spannenden Insights, was Pflege wirklich (aus-)macht.

Die München Klinik ist mit Kliniken in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße Deutschlands zweitgrößte kommunale Klinik und der größte und wichtigste Gesundheitsversorger der Landeshauptstadt München. Die München Klinik bietet als starker Klinikverbund Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen in München und im Umland und genießt deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf – mit innovativer und hoch spezialisierter Medizin und Pflege und gleichzeitig als erster Ansprechpartner für die medizinische Grundversorgung. Rund 135 000 Menschen lassen sich hier im Schnitt pro Jahr stationär und teilstationär behandeln. Mit jährlich über 6000 Geburten kommen hier deutschlandweit die meisten Babys zur Welt. Auch in der Notfallmedizin ist die München Klinik die Nummer 1 der Stadt: Bis zu 160 000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht rund einem Drittel aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. Die hauseigene Pflege-Akademie ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Als gemeinnütziger Verbund finden in der München Klinik Daseinsvorsorge und herausragende Medizin zusammen und stellen das Gemeinwohl in den Vordergrund: Über die medizinisch-pflegerische Versorgung hinaus gibt es großen Bedarf, der vom Gesundheitssystem nicht refinanziert wird – wie etwa das Spielzimmer für Geschwisterkinder. Und auch die Mitarbeitenden aus Medizin und Pflege, die sich mit ihrer täglichen Arbeit für die Gesundheitsversorgung Münchens einsetzen, können von Zuwendungen in Form von Spenden profitieren – beispielsweise durch die Finanzierung von zusätzlichem Wohnraum. Dafür zählt jeder Euro.

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Was in der öffentlichen Wahrnehmung der Pflege fehlt, ist das, was Pflege eigentlich ausmacht – die hohe Professionalität, Fachlichkeit, Verantwortung. Bildnachweis: München Klinik.

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Bildnachweis: Klaus Krischock.

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