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Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Meldung
23.05.202212:33 Uhr

Aktionsplan Pflege Teil 4: Warum Leiharbeit in der Pflege keine Dauerlösung sein kann

Was die München Klinik für die Pflege tut und was sich langfristig für die Pflege und im Gesundheitssystem ändern muss

Die München Klinik berichtet aktuell und in den kommenden Wochen in seriellem Format darüber, was sich im Kleinen und Großen für die Pflege in der München Klinik bereits ändert und langfristig für das deutsche Pflegewesen in Politik und Wahrnehmung ändern muss. In Teil 3 richtet die München Klinik ihre Forderungen an die Politik. Die vorangegangenen Teile finden Sie hier im Pressebereich der München Klinik.

München, 23. Mai 2022. Fehlentwicklungen im Bereich der Leiharbeit müssen nach Ansicht der München Klinik dringend auf den Prüfstand und das Thema grundsätzlich reformiert werden. In der München Klinik sind aktuell rund 100 Leiharbeitskräfte im Pflegebereich im Einsatz, um die Teams zu unterstützen und offene Stellen, die trotz großer Anstrengungen aufgrund des Mangels an Fachkräften noch nicht fest nachbesetzt werden konnten, temporär zu besetzen.

„Wir müssen in den Krankenhäusern und Einrichtungen einen Rahmen schaffen, der dauerhafte Leiharbeit in der Pflege überflüssig macht– auch, aber nicht allein wegen der um 30 bis 50 Prozent höheren Kosten, von denen letztlich vor allem die Agenturen profitieren und die nur zu einem Bruchteil bei den Pflegekräften ankommen. Ich würde die 100 Leiharbeiter*innen am liebsten fest bei uns einstellen, wenn ich könnte. In der Leiharbeit ist die Arbeit natürlich planbarer – kein Einspringen, freie Wochenenden, keine Nachtdienste. Das können wir als Maximalversorger, der auch nachts Schwerverletzte versorgt und notoperiert, nicht darstellen. Aber unter den durchsetzbaren Maßgaben der Leiharbeitsfirmen leiden die Teams. Die festen Mitarbeitenden müssen um die Wünsche der Leiharbeitskräfte herum planen, viel Zeit für die Einarbeitung immer neuer Gesichter aufwenden, um die pflegerische Versorgung in München sicherzustellen“, betont Susanne Diefenthal, Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin.

„Die dringend benötigte Unterstützung ist ein lukratives Geschäftsmodell und hat im Pflegebereich einen zweiten Arbeitsmarkt geschaffen, der auch in Konkurrenz zu den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen steht. Das ist eine bedenkliche Entwicklung und die Politik muss sich hier schon die Frage stellen, ob unbegrenzte und vor allem einseitige Profite in ein solidarisches Gesundheitssystem passen, dem dieses Geld so gänzlich entzogen wird und an anderer Stelle fehlt. Leiharbeit ist sinnvoll als Puffer für außergewöhnliche Spitzenzeiten, aber nicht als dauerhafte Alternative mit den genannten Nachteilen für die Beteiligten und die Teams“, sagt Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik.

Die München Klinik setzt aktuell neue Maßnahmen und Projekte im Pflegebereich um und berichtet dazu in den kommenden Wochen ausführlich. Bereits veröffentlichte Meldungen finden Sie hier. Die weiteren Themen aus dieser Pflegeserie folgen im Wochentakt in Form von Presseinformationen. Auch auf den klinikeigenen Social-Media-Kanälen stellt sie begleitend ab Mai die Professionalität des Pflegeberufs in den Fokus und zeigt in spannenden Insights, was Pflege wirklich (aus-)macht.

Die München Klinik ist mit Kliniken in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße Deutschlands zweitgrößte kommunale Klinik und der größte und wichtigste Gesundheitsversorger der Landeshauptstadt München. Die München Klinik bietet als starker Klinikverbund Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen in München und im Umland und genießt deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf – mit innovativer und hoch spezialisierter Medizin und Pflege und gleichzeitig als erster Ansprechpartner für die medizinische Grundversorgung. Rund 135 000 Menschen lassen sich hier im Schnitt pro Jahr stationär und teilstationär behandeln. Mit jährlich über 6000 Geburten kommen hier deutschlandweit die meisten Babys zur Welt. Auch in der Notfallmedizin ist die München Klinik die Nummer 1 der Stadt: Bis zu 160 000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht rund einem Drittel aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. Die hauseigene Pflege-Akademie ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Als gemeinnütziger Verbund finden in der München Klinik Daseinsvorsorge und herausragende Medizin zusammen und stellen das Gemeinwohl in den Vordergrund: Über die medizinisch-pflegerische Versorgung hinaus gibt es großen Bedarf, der vom Gesundheitssystem nicht refinanziert wird – wie etwa das Spielzimmer für Geschwisterkinder. Und auch die Mitarbeitenden aus Medizin und Pflege, die sich mit ihrer täglichen Arbeit für die Gesundheitsversorgung Münchens einsetzen, können von Zuwendungen in Form von Spenden profitieren – beispielsweise durch die Finanzierung von zusätzlichem Wohnraum. Dafür zählt jeder Euro.

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Bildnachweis: München Klinik.

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Bildnachweis: Klaus Krischock.

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