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Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Meldung
17.04.202612:33 Uhr

Kompetenzzentrum internationale Pflege (KiP) bezieht eigene, modernisierte Lernumgebung

Neues Pflege-Anerkennungsangebot vollständig aufgebaut

München, 17. April 2026. Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek und MüK-Geschäftsführerin Petra Geistberger haben die neuen Räumlichkeiten im Kompetenzzentrum internationale Pflege (KiP) besichtigt, die in den vergangenen Monaten umfassend modernisiert wurden und nun in Betrieb gehen. Bis zu 500 internationale Pflegekräfte können im Zentrum auf dem Gelände des München Klinik Bildungscampus pro Jahr das Anerkennungsverfahren absolvieren. Dass im KiP neben den Trainings auch die Anerkennungsprüfung mittels hochmoderner Simulationstechnik durchlaufen werden kann, ermöglicht ein effizientes Anerkennungsverfahren unter realistischen Lehr- und Lernbedingungen. 

Das KiP, das vom Gesundheitsreferat (GSR) initiiert und gefördert und von der München Klinik (MüK) betrieben wird, startet im Mai in den Vollbetrieb. Als ergänzendes Anerkennungsangebot sollen damit die Wartezeiten für die dringend benötigte Pflege-Verstärkung aus dem Ausland verkürzt und deren Integration in die Münchner Krankenhäuser und Pflegeheime beschleunigt werden. Bereits im September 2025 nahm das KiP seine Arbeit mit einem digitalen Kursangebot sowie mit Präsenztrainings in Interimsräumlichkeiten auf. Mit dem Bezug der eigenen, modernisierten Räumlichkeiten auf dem Bildungscampus der München Klinik (MüK) ist das neue Anerkennungszentrum für München nun wenige Monate später vollständig aufgebaut. Bereits im März startete der erste Kurs im Blockunterricht mit 16 Anerkennungskandidat*innen.

Bürgermeisterin Verena Dietl: „Vielfalt ist eine Stärke unserer Stadt. In der Pflege leisten internationale Fachkräfte einen unschätzbaren Beitrag. Das KiP ist hier eine wichtige Säule und stärkt nachhaltig die pflegerische Versorgung in München. Wir sind stolz auf dieses bislang einzigartige kommunal geförderte Projekt, das bundesweit Modellcharakter hat und in den eigenen Räumlichkeiten nun endgültig Gestalt annimmt. Wir bringen internationale Pflegekräfte noch schneller an ihre Arbeitsplätze in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Pflegediensten.“

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Das KiP hat in kürzester Zeit wichtige Meilensteine erreicht: Die AZAV-Zertifizierung ist auf den Weg gebracht, der Betrieb läuft und nun sind auch die modernisierten Räumlichkeiten bezogen. Wir bieten als einzige Einrichtung im Raum München Simulationsprüfungen an – so schaffen wir es, unter höchsten Standards schnell und effizient zu sein und alle Anwärter*innen in ihren Pflegeberuf zu bringen."

Petra Geistberger, Geschäftsführerin (CHRO) und Arbeitsdirektorin der München Klinik: „Internationale Pflegefachkräfte sind für uns ein Gewinn. Was uns aber immer wieder begegnet: Der Weg zur Anerkennung ist lang und manchmal verlieren wir hochqualifizierte Menschen genau in dieser Wartephase. Das Kompetenzzentrum internationale Pflege ist die Antwort auf genau diese Herausforderung. Wir freuen uns sehr, dass wir uns für diese Aufgabe bewerben konnten und den Zuschlag erhalten haben.“

Realitätsnahes Lernen mit Simulationen und Schauspieler*innen
Das Konzept des KiP kombiniert einen Vorbereitungslehrgang auf die Kenntnisprüfung mit gezielter Sprachförderung im fachsprachlichen Kontext. Die Anerkennungskandidat*innen erhalten nach einer Prüfung der Ausbildung im Herkunftsland einen Feststellungsbescheid vom Landesamt für Pflege (LfP). Mit diesem Bescheid und einem B2-Zertifikat erfolgt die Anmeldung zum Vorbereitungslehrgang oder direkt zur Kenntnisprüfung im KiP. Das Team des KiP kann flexibel reagieren und die Anerkennungskandidat*innen durchlaufen gezielt die für sie notwendigen Vorbereitungslehrgänge und Prüfungen, um ihre Anerkennung zu erhalten. Zum KiP-Angebot gehören eine digitale Lern- und Lehrplattform sowie eine E-Bibliothek mit Zugang zu Fachliteratur. Die eigenen Räumlichkeiten für die Präsenztrainings auf dem Gelände des Bildungscampus runden das Angebot nun ab. Auf rund 400 Quadratmetern ist im sogenannten Skills Lab eine hochmoderne Lernumgebung entstanden, die an die spezifischen Anforderungen der verschiedenen Pflegebereiche angepasst ist und den späteren Arbeitsplatz adäquat abbildet. So gibt es jeweils eigene Trainingsräume für die Langzeitpflege, Akutpflege, Pädiatrie, ambulante Pflege und die psychosomatische Pflege. Ein integriertes Videosystem ermöglicht die digitale Übertragung der Trainings, ebenso wie eine Lernanalyse durch die Teilnehmenden. Auch die praktische Kenntnisprüfung wird in dieser simulierten Umgebung unter Anleitung erfahrener Pflegepädagog*innen durchgeführt werden. Das KiP ist das einzige Anerkennungszentrum im Raum München und eines von wenigen in Bayern, die eine Simulationsprüfung nach der Zulassung des Landesamtes für Pflege anbieten können. Neben der Simulationstechnik und modernen Puppen kommen insbesondere im psychosomatischen Setting auch Simulationspersonen zum Einsatz, um realistische Pflegesituationen nach einem festgelegten Drehbuch nachzustellen. Zur Ausstattung der neuen Räumlichkeiten gehören im Sinne einer modernen Erwachsenenbildung ebenfalls eine eigene Ruhezone, eine Küche sowie ein eigener Zugang zum Garten für die Anerkennungskandidat*innen.

Leichter Zugang, keine Wartezeiten
Das KiP schließt als ergänzendes und niederschwelliges Anerkennungsangebot eine Lücke in und für München. Internationale Fachkräfte erhalten hier schnellen Zugang zum Anerkennungsverfahren – aktuell ohne Wartezeiten. Ein wichtiger Meilenstein hierfür ist die nun erfolgreich auf den Weg gebrachte AZAV-Zertifizierung, bei der der erste Meilenstein, nämlich die Trägerzertifizierung erfolgreich geschafft wurde. Durch die AZAV-Zertifizierung werden die Kosten für Arbeitgeber deutlich gesenkt da sowohl die Übernahme der Kursgebühren und ein Arbeitsentgeltzuschuss durch die Bundesagentur für Arbeit wird möglich. Das erleichtert den Arbeitgeber*innen der internationalen Fachkräfte die Finanzierung und macht das KiP noch zugänglicher.

Über das Kompetenzzentrum internationale Pflege
Das KiP – ein Projekt aus dem Münchner Lenkungskreis Pflege unter der Leitung von Bürgermeisterin Verena Dietl – wurde vom Münchner GSR im Jahr 2024 initiiert und nach Stadtratsbeschluss ausgeschrieben. Im März 2025 wurde der Zuschlag für die Projektträgerschaft an die München Klinik erteilt. Seitdem hat die MüK das KiP schrittweise aufgebaut, das innerhalb der MüK durch den hauseigenen Bildungscampus betreut wird. Das Projekt wird durch die LHM mit 2,9 Millionen Euro gefördert und ist zunächst als dreijähriges Pilotprojekt angesetzt. Unter der Leitung des GSR wird ein Expert*innen-Netzwerk aus Träger*innen und Pflegefachschulen zur Beratung des KiP gegründet. Eine quantitative und qualitative Evaluation ist integraler Bestandteil und bildet die Grundlage für eine mögliche Verstetigung des KiP über die dreijährige Projektphase hinaus. Ziel ist es, nicht nur kurzfristig mehr Pflegekräfte zu gewinnen, sondern langfristig die Gesundheitsversorgung der Münchner Bevölkerung zu sichern. Bis zu 500 internationale Fachkräfte können in der zentralen Einrichtung jährlich das Anerkennungsverfahren durchlaufen, zusätzlich zu den über 500 Fachkräften, die jährlich bereits ihre Anerkennung in einer der Münchner Pflegeschulen erhalten. Mehr Informationen zum KiP: https://www.muenchen-klinik.de/ausbildung/bewerbung-anerkennung/auslaendische-abschluesse/

Die München Klinik (MüK) ist mit ihren Standorten in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße Deutschlands zweitgrößte kommunale Klinik und der größte und wichtigste Gesundheitsversorger der Landeshauptstadt München. Rund 8000 Mitarbeitende setzen sich „JEDEN TAG für JEDES LEBEN“ ein. Die München Klinik bietet Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen in München und im Umland und genießt deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf – mit innovativer und hoch spezialisierter Medizin und Pflege und gleichzeitig als erste Ansprechpartnerin für die medizinische Grundversorgung. Rund 110 000 Menschen lassen sich hier im Schnitt pro Jahr stationär und teilstationär behandeln. Mit jährlich rund 6000 Geburten kommen hier deutschlandweit die meisten Babys zur Welt. Auch in der Notfallmedizin ist die München Klinik die Nummer 1 der Stadt: Über 130 000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht rund einem Drittel aller Notfälle der Landeshauptstadt. Im Rahmen des Zukunftskonzeptes MüK 20++ und unter dem Leitgedanken „Medizin führt“ stellt sich die MüK als DIE Gesundheitsversorgerin der Stadt zukunftsfähig auf und investiert in eine moderne Infrastruktur und Digitalisierung. Die Standorte sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. Der eigene Bildungscampus ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Als gemeinnütziges Krankenhaus  finden in der München Klinik Daseinsvorsorge und herausragende Medizin zusammen und stellen das Gemeinwohl in den Vordergrund: Patient*innen, deren Angehörige und die Mitarbeitenden aus Medizin und Pflege, die sich mit ihrer täglichen Arbeit für die Gesundheitsversorgung Münchens einsetzen, können von Zuwendungen in Form von Spenden profitieren – beispielsweise durch die Finanzierung von Spielzimmern für Geschwisterkinder, Erholungsmöglichkeiten und Fortbildungen. Dafür zählt jeder Euro.

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V.l.n.r.: Petra Geistberger (Geschäftsführerin/CHRO und Arbeitsdirektorin, München Klinik), Beatrix Zurek (Gesundheitsreferentin) und Jacqueline Schaller (Leitung KiP) in den neuen KiP-Räumen. Bildnachweis: Klaus Krischock / München Klinik.

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Anerkennungskandidatin Evelin aus Brasilien (rechts im Bild) misst unter Anleitung von Pflegepädagogin Biljana Sakotic-Taran den Puls an einer lebensechten Baby-Puppe. Bildnachweis: Klaus Krischock / München Klinik.

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In den neuen KiP-Räumlichkeiten ist eine moderne Lehr- und Lernumgebung entstanden. Mittels hochmoderner Simulationstechnik können jährlich bis zu 500 Anerkennungskandidat*innen das Verfahren effizient durchlaufen. Bildnachweis: Klaus Krischock / München Klinik.

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