München, 1. Juli 2026. „Das Erreichte bewahren und weiterentwickeln“, darauf freut sich PD Dr. Maximilian Hartel in Bogenhausen. Zum 1. Juli hat der 48-Jährige die chefärztliche Leitung des Zentrums für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin übernommen. Der renommierte Mediziner, für den die Chefarztposition eine Rückkehr aus dem Norden in die bayerische Heimat bedeutet, war zuletzt in Doppelfunktion als Leitender Arzt der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sporttraumatologie am BG Klinikum Hamburg sowie als Leiter der traumatologischen Hüft- und Beckenchirurgie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) tätig. In Bogenhausen möchte er die Bereiche der Unfallchirurgie und Orthopädie noch stärker miteinander vernetzen, das überregionale Renommee des Zentrums weiter ausbauen und Patient*innen „von der angeborenen Fehlstellung bis hin zum Polytrauma nach einem Unfall“ aus einer Hand und auf höchstem Niveau versorgen.
Dr. Götz Brodermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik: „Es freut mich außerordentlich, dass wir mit PD Dr. Maximilian Hartel einen gleichermaßen versierten und innovativen Experten seines Fachs gewinnen konnten. Seine visionäre Expertise in der minimalinvasiven Chirurgie und sein integrativer Ansatz passen hervorragend zu unserem Anspruch als Gesundheitsversorger der Stadt und spezialisiertes Traumazentrum für die gesamte Region.“
Pionierarbeit in schonenden OP-Verfahren
PD Dr. Maximilian Hartel deckt das gesamte operative Spektrum der Orthopädie und Unfallchirurgie inklusive Polytraumaversorgung ab. Er ist spezialisierter und international anerkannter Becken- und Hüftchirurg und einer von derzeit nur 16 zertifizierten Hüftchirurgen in ganz Deutschland. Zu seinen Schwerpunkten, die er in Bogenhausen ausbauen möchte, gehören ebenfalls die Alterstraumatologie, die rekonstruktive Chirurgie des Schienbeinkopfes sowie die Sporttraumatologie. Als Pionier in der minimalinvasiven Beckenchirurgie hat er den ersten endoskopisch-assistierten Eingriff am Becken in Norddeutschland durchgeführt. Während in anderen operativen Fächern minimalinvasive Techniken mit nur kleinsten „Schlüsselloch-Schnitten“ oder roboterassistierten Verfahren bereits zum Standardrepertoire gehören, wird in der Unfallchirurgie und Orthopädie häufig noch „offen“ operiert, da die großen Eingriffe am Bewegungsapparat auch große Schnitte erfordern. Mit seiner minimalinvasiven Operationstechnik hat PD Dr. Hartel Neuland in der Beckenchirurgie betreten und möchte das Verfahren auch in der MüK Bogenhausen etablieren, um insbesondere für ältere Menschen eine schonende Option vorzuhalten. Auch die konservativen Behandlungsmöglichkeiten spielen für den neuen Chefarzt eine elementare Rolle. „Die bestmögliche Medizin zu machen bedeutet nicht, um jeden Preis zu operieren, sondern jeden Patient und jede Patientin individuell in den Blick zu nehmen“, so PD Dr. Hartel. Ein wichtiger Aspekt ist für ihn auch die Vernetzung, sowohl MüK-intern mit den weiteren Standorten als auch mit externen Partner*innen und niedergelassenen Fachärzt*innen.
Universeller Ansatz: Unfallchirurgie und Orthopädie „miteinander verheiraten“
PD Dr. Maximilian Hartel verfolgt einen universellen Behandlungsansatz, bei dem Unfallchirurgie und Orthopädie eng verzahnt arbeiten und „miteinander verheiratet werden“. Die beiden Fächer sind für ihn in einer modernen Versorgung nicht mehr trennbar; als Beispiel führt er den künstlichen Gelenkersatz an, bei dem bei einer Fraktur die gleiche Operation wie bei einer Arthrose zum Einsatz kommt, bei einer Trennung der Fachbereiche aber unterschiedliche Spezialist*innen operieren würden. „Für eine optimale Patient*innenversorgung ist es essenziell, dass die Spezialist*innen beider Disziplinen Hand in Hand arbeiten. In Bogenhausen ist das volle fachliche Spektrum unter einem Dach vorhanden und damit die beste Voraussetzung für eine optimale Versorgung aller Erkrankungen und Verletzungen am Bewegungsapparat gegeben", betont der neue Chefarzt. Mit seiner Doppelqualifikation als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie den Zusatzbezeichnungen Spezielle Unfallchirurgie und Spezielle Orthopädische Chirurgie verkörpert er diesen integrativen Ansatz von der akuten Traumaversorgung über die gelenkerhaltende Chirurgie bis zur Endoprothetik und führt die Fächer auch in der Aus- und Weiterbildung verstärkt zusammen.
Gute Medizin ist Teamsache
Gleichermaßen Stärke und Herausforderung seines Faches sieht er im wissenschaftlichen Fortschritt und bezeichnet sich selbst augenzwinkernd als „Chefarzt im Praktikum“, der nie auslernt. Einen enormen Vorteil sieht er hier in der „Schwarmintelligenz eines Maximalversorgers“, die es klug zu nutzen gilt, um gemeinsam auf dem aktuellsten Stand der Medizin agieren zu können. „Gute Medizin ist immer Teamarbeit – kein Einzelner kann alles beherrschen", so die Überzeugung von PD Dr. Hartel. Als ausgesprochener Teamplayer legt er großen Wert auf eine ausgewogene Mischung erfahrener und junger Kolleg*innen. Die Weiterbildung des ärztlichen Nachwuchses ist für ihn elementarer Bestandteil der Chefarzttätigkeit und er strebt an, das komplette Weiterbildungsspektrum der Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin in Bogenhausen anzubieten.
Vita
PD Dr. Maximilian Hartel ist in Bogenhausen aufgewachsen und hat in Hamburg und Kalifornien studiert. Seine fachliche Grundausbildung als Assistenzarzt hat er am renommierten Inselspital in Bern durchlaufen. Er trägt den Facharzttitel für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie die Zusatzbezeichnungen für Spezielle Unfallchirurgie und Spezielle Orthopädische Chirurgie und verfügt ebenfalls über die Weiterbildungsbefugnisse in diesen drei Feldern. Nach seiner Habilitation an der Universität Hamburg war er dort zuletzt in doppelter Leitungsfunktion als Leitender Arzt und Ständiger Chefarztvertreter der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Sporttraumatologie am BG Klinikum Hamburg, der norddeutschen Schwesterklinik der BG Unfallklinik Murnau, sowie als Oberarzt und Leiter der Hüft- und Beckenchirurgie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf tätig. Er ist international anerkannter Spezialist für Becken- und Hüftchirurgie und Experte für komplexe Verletzungsmuster, Polytraumaversorgung und Alterstraumatologie. Er bringt die weltweit beachteten Hamburger Konzepte in der rekonstruktiven Chirurgie des Schienbeinkopfes mit und ist einer der deutschen Pioniere in endoskopisch-assistierten Operationstechniken bei Beckenverletzungen. Mit seiner Lehr- und Publikationstätigkeit sowie seiner Tätigkeit als Section Editor beim European Journal of Trauma and Emergency Surgery trägt PD Dr. Hartel aktiv zur Wissensvermittlung in der Fachwelt bei. Der Wechsel in die Chefarztposition der MüK Bogenhausen bedeutet für PD Dr. Maximilian Hartel eine Rückkehr nach Hause. Schon als Medizinstudent hat er eine Famulatur in Bogenhausen bei Dr. Ludwig Seebauer durchlaufen, den er nun als Chefarzt ablöst.
In seiner Freizeit findet man den begeisterten Segler entweder zu Wasser oder in den Bergen und in der Natur. Er freut sich darauf, Zeit mit der Familie und dem Freundeskreis in seiner alten Heimat in München und im Chiemgau zu verbringen. PD Dr. Maximilian Hartel ist mit einer Kardiologin verheiratet, gemeinsam hat das interdisziplinäre Ärztepaar drei Kinder.
Die München Klinik (MüK) ist mit ihren Standorten in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße Deutschlands zweitgrößte kommunale Klinik und der größte und wichtigste Gesundheitsversorger der Landeshauptstadt München. Rund 8000 Mitarbeitende setzen sich „JEDEN TAG für JEDES LEBEN“ ein. Die München Klinik bietet Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen in München und im Umland und genießt deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf – mit innovativer und hoch spezialisierter Medizin und Pflege und gleichzeitig als erste Ansprechpartnerin für die medizinische Grundversorgung. Rund 110 000 Menschen lassen sich hier im Schnitt pro Jahr stationär und teilstationär behandeln. Mit jährlich rund 6000 Geburten kommen hier deutschlandweit die meisten Babys zur Welt. Auch in der Notfallmedizin ist die München Klinik die Nummer 1 der Stadt: Knapp 150.000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren ambulant und stationär behandelt – das entspricht rund einem Drittel aller Notfälle der Landeshauptstadt. Im Rahmen des Zukunftskonzeptes MüK 20++ und unter dem Leitgedanken „Medizin führt“ stellt sich die MüK als DIE Gesundheitsversorgerin der Stadt zukunftsfähig auf und investiert in eine moderne Infrastruktur und Digitalisierung. Die Standorte sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. Der eigene Bildungscampus ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Als gemeinnütziges Krankenhaus finden in der München Klinik Daseinsvorsorge und herausragende Medizin zusammen und stellen das Gemeinwohl in den Vordergrund: Patient*innen, deren Angehörige und die Mitarbeitenden aus Medizin und Pflege, die sich mit ihrer täglichen Arbeit für die Gesundheitsversorgung Münchens einsetzen, können von Zuwendungen in Form von Spenden profitieren – beispielsweise durch die Finanzierung von Spielzimmern für Geschwisterkinder, Erholungsmöglichkeiten und Fortbildungen. Dafür zählt jeder Euro.