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Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Meldung
18.11.202512:33 Uhr

München Klinik und LHM bringen Anerkennung von internationalen Pflegefachkräften voran

Neues Kompetenzzentrum für internationale Pflegekräfte (KiP)

Der Münchner Stadtrat hat am 29.11.2023 (SV Nr. 20-26 / V 10214) den Aufbau eines Kompetenzzentrums für internationale Pflegekräfte (KiP) für München beschlossen. Beauftragt mit dem Aufbau und dem Betrieb wurde nach Ausschreibung die München Klinik (MüK). Bis zu 500 internationale Pflegekräfte sollen im Zentrum auf dem Gelände der München Klinik Schwabing pro Jahr künftig das Anerkennungsverfahren durchlaufen können. Das Projekt wird mit rund 3 Millionen Euro von der Landeshauptstadt München (LHM) gefördert und ergänzt das bestehende Angebot der Münchner Pflegeschulen. Es trägt dem Fachkräftemangel im Pflegebereich Rechnung und soll die Wartezeiten für die dringend benötigte Pflege-Verstärkung verkürzen und deren Integration in den Münchner Arbeitsmarkt beschleunigen. Im September nahm das KiP seine Arbeit auf und aktuell werden auf dem Klinikgelände bestehende Räumlichkeiten modernisiert, um nach dem Einzug dort in einer modernen Lernumgebung Simulationstrainings und -prüfungen anzubieten. Betreut wird das Projekt innerhalb der MüK durch den hauseigenen Bildungscampus, der bereits unter anderem auch Anerkennungsverfahren für pflegerische Fachkräfte aus dem Ausland anbietet und aus diesen Strukturen heraus entsprechend konzeptuell das neue Angebot entwickelt.

München, 18. November 2025. Der Fachkräftemangel im Pflegebereich ist eine der größten Herausforderungen im deutschen Gesundheitswesen. Gleichzeitig ist der Weg für internationale Fachkräfte, die hierzulande in der Akut- oder Langzeitpflege arbeiten möchten, oft kompliziert. Häufig ist vor dem Berufsstart eine Anerkennung erforderlich – etwa ein Lehrgang und/oder eine Prüfung, die die vorhandenen Fachkenntnisse mit den deutschen Anforderungen abgleicht. Erfreulicherweise nimmt die Zahl an internationalen Pflegekräfte in Deutschland und München zu. Aufgrund des steigenden Bedarfs entschied die LHM, ergänzend zu den bestehenden Anerkennungsmöglichkeiten in den Pflegeschulen dieses zusätzliche Angebot zu schaffen, um den Integrationsprozess für die Neuankömmlinge zu beschleunigen. Die LHM setzt hier mit dem neuen „Kompetenzzentrum für internationale Pflegekräfte“ (KiP) auf eine innovative Lösung. Heute wurde das KiP von Bürgermeisterin Verena Dietl, Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek und MüK-Geschäftsführerin Petra Geistberger feierlich eröffnet.

Jährlich rund 1.000 neue Pflegekräfte für München
Mit dieser freiwilligen Leistung der LHM schließt das KiP eine Lücke, um die internationalen Fachkräfte schneller in die Münchner Krankenhäuser und Pflegeheime zu bringen und keine Anwärter*innen durch lange Wartezeiten zu verlieren.

Bis zu 500 internationale Fachkräfte können in der zentralen Einrichtung jährlich das Anerkennungsverfahren durchlaufen, zusätzlich zu den über 500 Fachkräften, die jährlich bereits ihre Anerkennung in einer der Münchner Pflegeschulen erhalten. Als ergänzendes Angebot kooperiert das KiP eng mit den Pflegeschulen und identifiziert offene Bedarfe für passgenaue Qualifizierungen von internationalen Pflegekräften.

Verena Dietl, Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München: „Vielfalt ist eine Stärke unserer Stadt. In der Pflege leisten internationale Fachkräfte einen unschätzbaren Beitrag. Jährlich rund 1.000 neue anerkannte Fachkräfte aus aller Welt, die mit ihrer Erfahrung unsere Kliniken, Seniorenheime und Pflegedienste in München unterstützen: Das sind außerordentlich gute Nachrichten für die Gesundheitsversorgung der Münchnerinnen und Münchner. Das KiP, das allen Münchner Kliniken und Pflegeeinrichtungen zur Verfügung steht, aber nach Kapazität auch überregional Pflegefachkräfte aus Bayern aufnimmt, ist ein bisher auf Landes- und Bundesebene einzigartiges kommunal gefördertes Modellprojekt und kann mit seinem Angebot auch eine wichtige Vorreiterrolle für die Einrichtung weiterer solcher Zentren im Bundesgebiet übernehmen.“

Beatrix Zurek, Gesundheitsreferentin der Landeshauptstadt München: „Viele qualifizierte Menschen kommen aus dem Ausland nach München, um hier in der Pflege zu arbeiten – und wir brauchen jede*n einzelne*n von ihnen. Ich freue mich sehr, dass wir das bestehende Anerkennungsangebot in unserer Stadt mit der MüK als starke Partnerin fast verdoppeln konnten. Mit dem KiP als Ergänzung schaffen wir es, alle Anwärter*innen in München schnell in ihren Pflegeberuf zu bringen. Außerdem profitieren auch die Arbeitgeber*innen dieser Fachkräfte von der geplanten AZAV-Zertifizierung des KiP, indem die Kosten des Angebots dadurch deutlich gesenkt werden können und ein Arbeitsentgeltzuschuss durch die Bundesagentur für Arbeit möglich ist.“

Petra Geistberger, Geschäftsführerin (CHRO) und Arbeitsdirektorin der München Klinik: „Als Gesundheitsversorgerin der Stadt übernehmen wir Verantwortung für die Münchner Versorgung. Deshalb setzen wir in bestimmten Bereichen gezielt auf internationale Pflegekräfte, die unsere Stationsteams verstärken. Wir bereiten die internationalen Mitarbeitenden und unsere Teams gezielt auf die soziale, fachliche und administrative Integration vor. Durch Initiative und Förderung des Gesundheitsreferates kann mit dem KIP ein zusätzliches Angebot für die Pflege in ganz München geschaffen werden, damit noch mehr Menschen schneller und gut vorbereitet die Anerkennung als examinierte Pflegekraft erhalten können. Wir freuen uns, dass die München Klinik den Zuschlag erhalten hat und das KIP auf unserem Bildungscampus einrichten konnte.“

Anerkennungsangebote, die zu den Bedürfnissen passen
Hocherfahrene Fachkräfte strömen aus aller Welt nach München – und kommen je nach Herkunftsland mit unterschiedlicher Berufsqualifizierung und Sprachkenntnissen an. Das KiP begegnet dieser Herausforderung im Bereich der Pflege mit einem breiten Angebot, das individuelle Bedürfnisse einbezieht und die jeweiligen Anerkennungsmaßnahmen effizient gestaltet. Das Konzept kombiniert ein Prüfungsvorbereitungstraining mit gezielter Sprachförderung im fachsprachlichen Kontext. Dazu wurde eine digitale Lern- und Lehrplattform eingerichtet; die Anerkennungskandidat*innen haben außerdem Zugriff auf eine E-Bibliothek mit Fachliteratur. Eigene Räumlichkeiten auf dem Klinikgelände werden die Präsenztrainings in einer optimalen Lernumgebung voraussichtlich ab Ende des Jahres ermöglichen. Im sogenannten Skills Lab wird mit entsprechendem Equipment und Schauspieler*innen eine realitätsnahe Atmosphäre geschaffen, die den späteren Arbeitsplatz abbildet. Ein integriertes Videosystem ermöglicht die digitale Übertragung der Trainings, ebenso wie eine Lernanalyse durch die Teilnehmenden. Auch die praktische Anerkennungsprüfung kann in dieser simulierten Umgebung unter Anleitung erfahrener Pflegepädagog*innen durchgeführt werden. 

Nachhaltige Fachkräftesicherung für München als Perspektive
Das KiP – ein Projekt aus dem Lenkungskreis Pflege unter der Leitung von Bürgermeisterin Verena Dietl – wurde vom Münchner GSR im Jahr 2024 initiiert und nach Stadtratsbeschluss ausgeschrieben. Im März 2025 wurde der Zuschlag für die Projektträgerschaft an die München Klinik erteilt. Seitdem baut die MüK das KiP bis Ende des Jahres 2025 schrittweise auf. Das Projekt wird durch die LHM mit 2,9 Millionen Euro gefördert und ist zunächst als dreijähriges Pilotprojekt angesetzt. Unter der Leitung des GSR ist ein Expert*innen-Netzwerk aus Träger*innen und Pflegefachschulen zur Beratung des KiP gegründet worden. Eine quantitative und qualitative Evaluation ist integraler Bestandteil und bildet die Grundlage für eine mögliche Verstetigung des KiP über die dreijährige Projektphase hinaus. Ziel ist es, nicht nur kurzfristig mehr Pflegekräfte zu gewinnen, sondern langfristig die Gesundheitsversorgung der Münchner Bevölkerung zu sichern.

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Von links nach rechts: Dr. Götz Brodermann (Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik), Petra Geistberger (Geschäftsführerin/CHRO und Arbeitsdirektorin der München Klinik), Beatrix Zurek (Gesundheitsreferentin der Landeshauptstadt München) und Verena Dietl (Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München) bei der Eröffnung des neuen „Kompetenzzentrum für internationale Pflegekräfte“ (KiP). Bildnachweis: Michael Nagy.

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Von links nach rechts: Dr. Götz Brodermann (Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik), Petra Geistberger (Geschäftsführerin/CHRO und Arbeitsdirektorin der München Klinik), Beatrix Zurek (Gesundheitsreferentin der Landeshauptstadt München) und Verena Dietl (Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München) bei der Eröffnung des neuen „Kompetenzzentrum für internationale Pflegekräfte“ (KiP). Bildnachweis: Michael Nagy.

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Internationale Pflegekräfte versorgen die Puppe Luca nach einer Blinddarm-OP und bereiten sich so auf die Anerkennungsprüfung vor. Bildnachweis: Michael Nagy.

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Angeleitet durch Praxisanleiterin Iryna Fadieieva versorgen internationale Pflegekräfte die Puppe Luca nach einer Blinddarm-OP und bereiten sich so auf die Anerkennungsprüfung vor. Bildnachweis: Michael Nagy.

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