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Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Meldung
04.07.202512:33 Uhr

TelEmergency Kids wird Zweiter bei deutschem Telemedizinpreis 2025

Ausgezeichnete Versorgung von Kindernotfällen

Ebersberg/München, 4. Juli 2025. Im Januar haben die München Klinik Schwabing und das Klinikum Ebersberg München Ost, damals noch Kreisklinik Ebersberg, den Aufbau einer Kooperation zur besseren Versorgung von Kindernotfällen mittels Telemedizin vereinbart. Jetzt wurde das Projekt TelEmergency Kids, das unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und von Ebersbergs Landrat Robert Niedergesäß steht, von der Deutschen Gesellschaft für Telemedizin (DGTelemed) mit dem Telemedizinpreis 2025 ausgezeichnet.

Renommierter Preis für Kinderversorgung mit Modellcharakter
Am 11. Juni hat TelEmergency Kids auf dem 15. Nationalen Fachkongress Telemedizin in Berlin den deutschen Telemedizinpreis gewonnen. Das Projekt wurde vom teilnehmenden Fachpublikum auf den 2. Platz gewählt. Die sieben Finalist*innen, die dort ihre Projekte vorstellen durften, waren zuvor von einer Fachjury aus einem bundesweiten Bewerber*innenkreis bewertet und ausgewählt worden. Der Telemedizinpreis wurde im Jahr 2007 von der DGTelemed ins Leben gerufen, um Projektinitiativen und Lösungen aus Deutschland auszuzeichnen, die sich in besonderem Maße in der Telemedizin verdient machen.

Dieter Reiter, Oberbürgermeister Landeshauptstadt München: „TelEmergency Kids setzt ein starkes Zeichen für eine kindgerechte und wohnortnahe Notfallversorgung – auch über Stadtgrenzen hinweg. Ich freue mich sehr, dass diese innovative Zusammenarbeit nun mit dem Telemedizinpreis ausgezeichnet wurde. Sie zeigt, wie wir durch städtisches Engagement und moderne Technik echte Verbesserungen für Familien erreichen können.“

Robert Niedergesäß, Landrat Ebersberg: „Ich bin sehr stolz, dass diese Idee aus Ebersberg und München durch den deutschen Telemedizinpreis ausgezeichnet wurde. Denn TelEmergency Kids hilft den Familien in unserer Region wirklich sehr, das haben die Erfahrungen und Rückmeldungen aus den ersten sechs Monaten auch belegt. Damit wird das medizinische Angebot an unserem Klinikum auch kinder- und familienfreundlicher.“

Prof. Viktoria Bogner-Flatz, Ärztliche Direktorin und Chefärztin Zentrale Notaufnahme im Klinikum Ebersberg München Ost: „Den Vorteil von TelEmergency Kids für Kinder und Jugendliche, die als Notfälle zu uns kommen, erleben wir jeden Tag. Die Auszeichnung für TelEmergency Kids sorgt dafür, dass das Modell bekannter wird und andere Regionen das Konzept übernehmen können.“

Dr. Götz Brodermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik: „Wir freuen uns sehr und sind stolz auf diese Auszeichnung, die zeigt, dass unsere Zusammenarbeit bundesweit Modellcharakter hat und Maßstäbe in der gezielten telemedizinischen Vernetzung setzt. Davon profitieren die Patientinnen und Patienten spürbar und wir sind bereits dabei, diese Kooperation auszuweiten.“

So funktioniert „TelEmergency Kids“
Wenn die nächste Kinderklinik viele Kilometer entfernt ist, suchen Eltern bei akuten Symptomen oft Hilfe in der nächstgelegenen Notaufnahme. Allein im Jahr 2024 wurden über 3.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in der Ebersberger Notaufnahme versorgt – das entspricht 10 Prozent aller Fälle. Genau hier setzt TelEmergency Kids an:  Kinder, die in der Ebersberger Notaufnahme vorgestellt werden, erhalten per Videoschalte (dem sogenannten Telekonsil) eine direkte Einschätzung durch eine*n kinderärztliche*n Notfallmediziner*in aus dem Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin (eine Kooperation der München Klinik Schwabing und des TUM Universitätsklinikums), das auf Kindernotfallversorgung der höchsten Stufe spezialisiert ist. Gemeinsam mit der behandelnden Ärzt*in vor Ort und den Eltern wird die bestmögliche Entscheidung getroffen – sei es eine sofortige Verlegung, eine Behandlung vor Ort oder eine ambulante Weiterbetreuung. Durch diesen innovativen Ansatz können unnötige Fahrtstrecken und Verlegungen vermieden, Wartezeiten reduziert, Eltern und Kindern viel Stress erspart und die Notaufnahmen entlastet werden. Durch digitale Konsile mit pädiatrischen Fachärzt*innen wird eine schnelle, sichere und wohnortnahe Behandlung ermöglicht. Die beiden Partner bringen auf diese Weise gemeinsam telemedizinische Kindernotfall- und -Akutversorgung in die Fläche und optimieren die Versorgung im Landkreis bei gleichzeitiger Entlastung der hochspezialisierten Kindernotaufnahmen. Das Modellprojekt zeigt, wie telemedizinische Netzwerke helfen können, Versorgungslücken in der pädiatrischen Notfall- und Akutmedizin zu schließen. Es schafft eine Blaupause für eine flächendeckende, digitale Vernetzung, die bundesweit Schule machen kann. Mit TelEmergency Kids leisten das Klinikum Ebersberg München Ost und die München Klinik Schwabing einen entscheidenden Beitrag, um Kindernotfall- und Akutversorgung auch in ländlichen Regionen effizienter und sicherer zu gestalten.


Die München Klinik ist mit Kliniken in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße Deutschlands zweitgrößte kommunale Klinik und der größte und wichtigste Gesundheitsversorger der Landeshauptstadt München. Die München Klinik bietet als starker Klinikverbund Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen in München und im Umland und genießt deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf – mit innovativer und hoch spezialisierter Medizin und Pflege und gleichzeitig als erster Ansprechpartner für die medizinische Grundversorgung. Rund 110 000 Menschen lassen sich hier im Schnitt pro Jahr stationär und teilstationär behandeln. Mit jährlich rund 6000 Geburten kommen hier deutschlandweit die meisten Babys zur Welt. Auch in der Notfallmedizin ist die München Klinik die Nummer 1 der Stadt: Über 130 000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht rund einem Drittel aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. Der eigene Bildungscampus ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Als gemeinnütziger Verbund finden in der München Klinik Daseinsvorsorge und herausragende Medizin zusammen und stellen das Gemeinwohl in den Vordergrund: Über die medizinisch-pflegerische Versorgung hinaus gibt es großen Bedarf, der vom Gesundheitssystem nicht refinanziert wird – wie etwa das Spielzimmer für Geschwisterkinder. Und auch die Mitarbeitenden aus Medizin und Pflege, die sich mit ihrer täglichen Arbeit für die Gesundheitsversorgung Münchens einsetzen, können von Zuwendungen in Form von Spenden profitieren – beispielsweise durch die Finanzierung von zusätzlicher Ausstattung, Erholungsmöglichkeiten und Fortbildungen. Dafür zählt jeder Euro.

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Die Kooperationspartner bei einem Treffen in der Kinderklinik Schwabing (von links nach rechts): Dr. Götz Brodermann (Vorsitzender der Geschäftsführung MüK), Dr. Mark Malota (Oberarzt Kinderchirurgie MüK), die Schirmherren Oberbürgermeister Dieter Reiter und Landrat Robert Niedergesäß, Prof. Viktoria Bogner-Flatz (Ärztliche Direktorin und Chefärztin Klinikum Ebersberg München Ost) und Stefan Huber (Geschäftsführer Klinikum Ebersberg München Ost). Bildnachweis: Klaus Krischock / München Klinik.

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