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Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Meldung
18.06.202612:33 Uhr

Zehn Tipps für einen sorglosen Sommer von Haut-Expertin Prof. Daniela Hartmann

München, 18. Juni 2026. Der Sommer lockt – mit Freibad, Bergsee und Mittagspause im Freien. Doch wer die Sonne unterschätzt, riskiert die Entstehung von Hautkrebs. Und auch wer sich gewissenhaft eincremt, muss auf unbekannte Fallstricke achten. Prof. Daniela Hartmann, Chefärztin der Dermatologie der München Klinik – Europas größte Hautklinik –, gibt zehn praxisnahe Tipps, wie sich Groß und Klein im Sommer richtig schützen.

Tipp 1: Sonnenbrand ist das SOS-Signal der Haut.
Dass die Haut rot wird, ist ein  Alarmzeichen – und sollte auf jeden Fall vermieden werden. Wenn die Haut nach kurzer Sonnenexposition braun wird, dient die Bräune zwar als natürlicher, leichter Lichtschutzfaktor, allerdings ist das viel zu wenig. Rötungen und regelmäßige Sonnenbäder ohne Lichtschutz sind auf Dauer sehr gefährlich. Zusätzlich addieren sich die negativen Folgen der Sonne über die Jahre. Regelmäßige Sonneneinstrahlung kann zu Hautkrebs führen, und das auch, wenn kein Sonnenbrand sichtbar wurde. Ohne Schutz dringen UV-Strahlen leicht in die Haut ein und können Hautkrebs, Hauterkrankungen sowie frühzeitige Hautalterung verursachen. Sonnencreme schützt die Haut vor diesen Schäden und hält sie länger jung. Eincremen lohnt sich also doppelt.

Tipp 2: Fensterglas ist kein ausreichender Sonnenschutz.
Auch wer den Großteil des Tages im Büro oder Homeoffice verbringt, sollte sich täglich eincremen. Studien zeigen, dass rund 74 Prozent der UVA-Strahlung nicht von Glas abgehalten wird – UVA-Strahlen dringen also durch gewöhnliche Fensterscheiben. Nur UVB-Strahlung wird größtenteils durch Fensterglas blockiert.Besonders im Auto ist Vorsicht geboten: Während Frontscheiben teilweise vor UV-Strahlung schützen, lassen unbehandelte Seitenscheiben 60 bis 80 Prozent der UVA-Strahlung passieren. UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein als UVB-Strahlen und tragen besonders zur Hautalterung bei. Bei sehr hohen Dosen können sie zudem bleibende Erbgutveränderungen verursachen – und damit das Risiko für Hautkrebs erhöhen.

Tipp 3: Viel hilft viel.
An der Menge der Sonnencreme sollte man beim Auftragen nicht sparen. Die meisten Menschen benutzen nur ein Viertel bis die Hälfte der laut Expert*innen erforderlichen 2 Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter Körperoberfläche. Das entspricht für den gesamten Körper ungefähr der Größe eines Golfballs oder 30 bis 40 Milliliter. Pro Körperpartie gilt die Faustregel: etwa zwei Finger breit Sonnencreme – für Gesicht und Hals genügt ein Teelöffel, für den Körper etwa drei Esslöffel. Nur wer ausreichend aufträgt, erreicht auch den auf der Packung angegebenen Lichtschutzfaktor.Und: Eine gute Sonnencreme muss nicht teuer sein. Regelmäßig schneiden auch Discounter-Sonnencremes bei Stiftung Warentest mit „Sehr gut“ ab. Gute Testergebnisse sind ein Anhaltspunkt für verlässlichen Schutz. Ebenfalls wichtig: die Haltbarkeit beachten – im Allgemeinen haben Produkte mit Lichtschutzfaktor (LSF) eine Haltbarkeit von maximal drei Jahren.

Tipp 4: Auch Tagescreme schützt – wenn der Lichtschutzfaktor stimmt.
Wer morgens eine Tagescreme mit LSF 30 oder höher aufträgt, hat einen guten Basissonnenschutz. Es wird empfohlen, täglich eine Sonnencreme mit mindestens LSF 30 zu verwenden –  und das bei jedem Wetter, denn UV-Strahlen dringen auch durch Wolken.

Tipp 5: Wer zu spät cremt, den bestraft die Sonne.
Der richtige Zeitpunkt beim Eincremen ist entscheidend. Produkte mit chemischen UV-Filtern müssen 20 bis 30 Minuten vor dem Aufenthalt im Freien aufgetragen werden, da der Schutz eine gewisse Zeit braucht, um sich zu entfalten. Mineralische UV-Filter hingegen wirken sofort.Stets gilt: Nachcremen ist Pflicht – spätestens alle zwei bis drei Stunden. Wichtig dabei: Nachcremen erhöht nicht die maximale Schutzzeit! Es sorgt lediglich dafür, dass der bestehende Schutz aufrechterhalten bleibt. Denn durch Schweiß und Wasser lässt die Wirkung der Sonnencreme mit der Zeit nach.

Tipp 6: Schwimmen, schwitzen, nachcremen.
Wer ins Wasser springt, wäscht seinen Sonnenschutz teilweise wieder ab. Deshalb gilt: Nach jedem Bad und nach dem Abtrocknen unbedingt neu eincremen. Und noch ein häufiger Fehler: sofort nach dem Eincremen ins Wasser zu springen. Erst nach einer Einwirkzeit von mindestens 20 Minuten nimmt die Haut den LSF vollständig auf. Auch übermäßiges Schwitzen reduziert die Schutzwirkung – also auch nach dem Sport nachcremen.Achtung: Auch im Wasser und im Schatten machen UV-Strahlen nicht Halt. Die Strahlen werden vom Wasser reflektiert und damit sogar verstärkt.

Tipp 7: Vitamin D und Sonnenschutz? Kein Widerspruch.
Sonnencreme reduziert die Vitamin-D-Aufnahme, deswegen verzichten viele Menschen aus Sorge um ihre Vitamin-D-Versorgung auf Sonnenschutz. Das ist nicht notwendig – ein Verzicht auf Sonnenschutz ist keine Lösung, um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugen! Eine Vitamin-D-Synthese ist trotz Sonnencreme möglich. Sollte Vitamin-D-Mangel bestehen, kann dieser innerhalb von zwei bis drei Monaten behoben sein. Dies ist zum Beispiel möglich durch Einnahme von Vitamin D3-Präparaten aus der Apotheke und eine ausgewogene Ernährung mit Vitamin-D-reichen Lebensmitteln  wie z.B. Hering, Lachs oder Makrelen. Bei der Aufnahme über Nahrungsergänzungsmittel ist wichtig zu wissen, dass Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, das mit Fetten im Dünndarm resorbiert wird – die Tabletten müssen also zusammen mit fetthaltiger Nahrung eingenommen werden, damit das Vitamin D vom Körper aufgenommen werden kann.

Tipp 8: Nach der Sonne ist vor der Pflege.
Nach dem Sonnenbad braucht die Haut viel Feuchtigkeit. Am besten eignet sich eine parfümfreie, wasserhaltige After-Sun-Lotion, die mehrmals täglich aufgetragen wird. Im Kühlschrank aufbewahrt kühlt sie die Haut beim Auftragen besonders angenehm.Häufig enthalten After-Sun-Produkte Wirkstoffe wie Aloe Vera, Hyaluronsäure, Glycerin oder Urea (Harnstoff), die Feuchtigkeit spenden und beruhigend wirken. Auch frisches Aloe-Vera-Gel ist bei Sonnenbrand gut geeignet. Normale Body Lotionen können ähnlich wirken – wenn sie parfümfrei und wasserhaltig sind. Fettreiche Produkte sind bei akutem Sonnenbrand hingegen nicht empfehlenswert.Nach einem Sonnenbrand sollte man vollständige Abheilung abwarten, bevor man wieder in die Sonne geht. Bei schwererem Sonnenbrand mit Blasen, Pusteln oder offenen Wunden sollte ärztlicher Rat dringend aufgesucht werden.
Zu guter Letzt: viel Wasser trinken nicht vergessen, um dem Körper Flüssigkeit zuzuführen.

Tipp 9: Der beste Sonnenschutz hängt im Schrank.
Den besten Sonnenschutz im Freien bietet geeignete Kleidung. Wie hoch der Schutz ist, hängt von Gewebetyp und Dichte ab: Dunkel, fest gewebt und dicht ist gut. Materialien wie Polyester, Jeans und Wolle halten mehr UV-Licht ab als dünne Baumwollstoffe, Leinen, Seide oder Viskose. Ein leichtes weißes T-Shirt erreicht nur einen UPF von etwa 10 – das heißt, ein Zehntel der UV-Strahlung gelangt noch auf die Haut. Dicht gewebte, dunklere Baumwollkleidung kann UPF-Werte von über 20 erreichen.Noch besser: spezielle UV-Schutzkleidung. UPF 50+ bedeutet, dass 98 Prozent der UV-Strahlung blockiert wird. Diese Kleidung wird aus atmungsaktiven, leichten Stoffen hergestellt und ist sommeralltagstauglich. Zu beachten: Der Schutzfaktor in Kleidung nimmt nach 20 bis 30 Waschgängen ab. Ergänzend empfiehlt sich stets eine Kopfbedeckung – sie schützt Kopfhaut, Gesicht und Nacken.

Tipp 10: Vorsorge wahrnehmen, Hautkrebs früh erkennen.
Regelmäßige Sonneneinstrahlung kann zu Hautkrebs führen – auch wenn nie ein Sonnenbrand aufgetreten ist. Und mit jedem Sonnenbrand steigt das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Regelmäßige Vorsorge ist daher elementar wichtig, um Hautveränderungen frühzeitig zu erkennen, abzuklären und zu beobachten. Hautkrebs, früh erkannt, ist in den meisten Fällen gut behandelbar.

Eine kurze Zusammenfassung der Tipps auch unter Tipps für gesundes Sonnenbaden - direkt von Dermatologin

Hautkrebs-Diagnostik und Behandlung mit KI
Die Dermatologie der München Klinik in der Thalkirchner Straße setzt unter chefärztlicher Leitung von Prof. Daniela Hartmann bei der Hautkrebs-Versorgung – von der Früherkennung über die Diagnostik bis zur Behandlung – neben hochprofessioneller Medizin und Pflege auf hochmoderne, KI-basierte Medizintechnik. Ein 3D-Ganzkörperscanner scannt binnen einer Sekunde alle Muttermale am Körper und erstellt mithilfe künstlicher Intelligenz eine Art „Landkarte“ verdächtiger Stellen. Mögliche Auffälligkeiten werden direkt vor Ort mit einem digitalen Dermatoskop mit bis zu 200-facher Vergrößerung untersucht.Muss eine verdächtige Hautstelle genauer analysiert werden, kommt die sogenannte Line-field konfokale optische Kohärenztomographie (LC-OCT) zum Einsatz: Sie ermöglicht eine nicht-invasive, schmerzfreie Gewebeanalyse ohne Schnitt – mit sofortiger Diagnose. Im dermatologischen OP unterstützt ein KI-gestütztes Schnellschnittmikroskop die Chirurgie: Noch während der Operation lässt sich frisch entferntes Gewebe untersuchen, alle Tumorzellen werden direkt auf dem OP-Monitor angezeigt. Eine zweite Operation ist damit in vielen Fällen nicht mehr notwendig. Die hochmoderne, digitale Ausstattung der Dermatologie der München Klinik mit Ganzkörperscanner und Schnellschnittmikroskop wurde über das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) des Bundes finanziert.


Die München Klinik (MüK) ist mit ihren Standorten in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße Deutschlands zweitgrößte kommunale Klinik und der größte und wichtigste Gesundheitsversorger der Landeshauptstadt München. Rund 8000 Mitarbeitende setzen sich „JEDEN TAG für JEDES LEBEN“ ein. Die München Klinik bietet Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen in München und im Umland und genießt deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf – mit innovativer und hoch spezialisierter Medizin und Pflege und gleichzeitig als erste Ansprechpartnerin für die medizinische Grundversorgung. Rund 110 000 Menschen lassen sich hier im Schnitt pro Jahr stationär und teilstationär behandeln. Mit jährlich rund 6000 Geburten kommen hier deutschlandweit die meisten Babys zur Welt. Auch in der Notfallmedizin ist die München Klinik die Nummer 1 der Stadt: Knapp 150.000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren ambulant und stationär behandelt – das entspricht rund einem Drittel aller Notfälle der Landeshauptstadt. Im Rahmen des Zukunftskonzeptes MüK 20++ und unter dem Leitgedanken „Medizin führt“ stellt sich die MüK als DIE Gesundheitsversorgerin der Stadt zukunftsfähig auf und investiert in eine moderne Infrastruktur und Digitalisierung. Die Standorte sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. Der eigene Bildungscampus ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Als gemeinnütziges Krankenhaus  finden in der München Klinik Daseinsvorsorge und herausragende Medizin zusammen und stellen das Gemeinwohl in den Vordergrund: Patient*innen, deren Angehörige und die Mitarbeitenden aus Medizin und Pflege, die sich mit ihrer täglichen Arbeit für die Gesundheitsversorgung Münchens einsetzen, können von Zuwendungen in Form von Spenden profitieren – beispielsweise durch die Finanzierung von Spielzimmern für Geschwisterkinder, Erholungsmöglichkeiten und Fortbildungen. Dafür zählt jeder Euro.

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Prof. Daniela Hartmann, Chefärztin der Dermatologie der München Klinik. Bildnachweis: Klaus Krischock / München Klinik.

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Die Dermatologie der München Klinik setzt einen hochmodernen 3D-Ganzkörperscanner ein. Bildnachweis: Klaus Krischock / München Klinik.

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