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Gelebte Diversity

Interview mit S. Diefenthal zu Vielfalt in der München Klinik

„Vielfalt – Karrierechance und nicht Karrierebremse“

Ein Interview mit Geschäftsführerin Susanne Diefenthal zum Thema Diversity und Vielfalt

Im Juni und Juli wehen allerorts die Regenbogenfahnen. Dass die jährliche Teilnahme am Pride Month und Christopher Street Day (CSD) aber nur ein kleiner Teil gelebter Vielfalt in der München Klinik ist, merken die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der München Klinik schnell. Im Interview erklärt Susanne Diefenthal, warum Vielfalt uns alle voranbringt.

Warum engagieren wir uns als München Klinik für Vielfalt?

Diefenthal: Menschen arbeiten dann gerne und gut, wenn sie sich an ihrem Arbeitsplatz nicht verstellen oder verstecken müssen. Wir haben eine klare Haltung zum Thema Diversity. Bei einem Treffen des LGBTQ*-Netzwerks sagte mir ein Kollege, mit seiner sexuellen Orientierung hätte er in einem anderen Krankenhaus nicht Stationsleitung werden können. In der München Klinik verstehen wir Vielfalt als Chance für unsere Teams und nicht als Karrierebremse – und sagen das auch klar im Bewerbungsprozess.

Wie reagieren Bewerber*innen darauf?

Diefenthal: Erst einmal geht es uns um die Sache. Aber wir wissen auch, dass sich Bewerber*innen ganz bewusst für uns entscheiden, weil wir uns als Arbeitgeberin für die Belange von Menschen aus der LGBTQ* Community einsetzen und engagieren.

„Bei einem Treffen des LGBTQ*- Netzwerks sagte mir ein Kollege, mit seiner sexuellen Orientierung hätte er in einem anderen Krankenhaus nicht Stationsleitung werden können.“

 

Was macht eine Arbeitgeberin aus, die für Menschen aus dem LBTGQ*-Netzwerk attraktiv ist?

Diefenthal: Wir bieten zuallererst ein berufliches Netzwerk für Austausch und gegenseitige Unterstützung. Wir haben null Toleranz gegenüber Diskriminierung und dies in einer Erklärung der Geschäftsführung auch festgelegt. Das gilt für Patient*innen und Mitarbeiter*innen gleichermaßen. Damit das kein Lippenbekenntnis bleibt, gibt es bei uns eine Antidiskriminierungsstelle. Und wir bieten Schulungen für Führungskräfte an, wie sie den Alltag in ihren Teams inklusiver gestalten und Diskriminierung vermeiden können. Gleichstellung ist uns in allen Bereichen wichtig – auch deshalb gibt es in der München Klinik schon seit längerem ein sehr erfolgreiches Mentoringprogramm für weibliche Führungskräfte in der Medizin.

„Wir müssen es schaffen, dass Vielfalt das Anliegen aller wird.“

 

Ist Vielfalt nur ein Thema im „Pride Month“?

Diefenthal: Nein, das wäre zu wenig. Wir müssen es schaffen, dass Vielfalt das Anliegen aller wird. Ich habe mich immer gefreut, wenn Kolleg*innen außerhalb des LGBTQ*-Netzwerks zu den Netzwerktreffen kommen und beim Christopher Street Day unterstützen. Am Ende profitieren alle, wenn wir die Vielfalt der Perspektiven, Lebensentwürfe unter dem Dach der München Klinik leben und erleben.

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Diefenthal: ... und wir haben bewusst vor allen Klinik-Standorten, die Fahnenmasten haben, die Regenbogenflagge gehisst. Gleichstellung ist nicht selbstverständlich, sondern braucht auch im Jahr 2021 Sichtbarkeit.

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