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Einsatz im Hochwasser

Dr. Schmid berichtet aus dem Hochwasser-Katastrophengebiet

Zurück aus dem Hochwasser

Unser Oberarzt Dr. Schmid spricht über seinen Rettungseinsatz im Hochwasser-Katastrophengebiet

Am Morgen des 15. Juli ist Dr. Mathias Schmid diensthabender Notarzt am Bord des ADAC-Helikopters Christoph 1 - und entscheidet sich gemeinsam mit der gesamten Crew, in das Katastrophengebiet Rheinland-Pfalz zu fliegen. Wieder zurück spricht er über seine Eindrücke.

„Die Wucht der Natur mit all der Zerstörung ist kaum zu ertragen.“

MüK Redaktion: Wie sind Ihre Eindrücke vom Krisengebiet?

Schmid: Bisher waren mir Bilder von überfluteten Ortschaften, zerstörten Häusern und hilfsbedürftigen Menschen nur aus dem Fernsehen bekannt - wie den meisten Menschen. Nun selbst in einem Katastrophengebiet zu sein und die Wucht der Natur mit all der Zerstörung zu sehen, ist kaum zu ertragen.

MüK Redaktion: Wie geht es den Menschen vor Ort?

Schmid: Ich hatte die Gelegenheit mit den Menschen zu sprechen. Vielen wurde die Lebengrundlage genommen. Einige haben Angehörige verloren. Diese persönlichen Schilderungen, diese Verzweiflung mitzubekommen, übertrifft jegliche Vorstellung.

Zugleich waren wir überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen vor Ort, besonders von den Betroffenen, aber auch von den weiteren Rettungskräften. Die Menschen waren alle sehr dankbar und wir waren froh, helfen zu können.

„Wir waren überwältigt von der Hilfsbereitschaft der Menschen vor Ort.“
Dr. Mathias Schmid

Der ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 1“ ist an der München Klinik Harlaching stationiert.

Neben seiner Tätigkeit als Oberarzt arbeitet Dr. Schmid freiberuflich für die ADAC Luftrettung.

Er wurde im Katastrophengebiet Ahrtal, Rheinland-Pfalz, als Notarzt eingesetzt.

„Wir holten von den Wassermassen eingeschlossene Menschen von Dächern, Balkonen, Vorsprüngen, aber auch Wiesen.“

MüK Redaktion: Wie kam es zu Ihrer Beteiligung an dem Einsatz?

Schmid: Neben meinem Hauptberuf als Arzt der München Klinik bin ich auch freiberuflich für die ADAC Luftrettung tätig; d.h. ich bin Notarzt im Rettungshubschrauber "Christoph 1". Am Donnerstag, den 15. Juli, war ich diensthabender Notarzt. Morgens flog spontan die gesamte Crew zur Hochwasserkatastrophe nach Rheinland-Pfalz, da wir neben der medizinischen Expertise auch über eine Rettungswinde verfügen.

MüK Redaktion: Wie können wir uns einen solchen Einsatz vorstellen?

Schmid: Wir flogen zunächst nach Koblenz, von wo aus wir sofort im Ahrtal eingesetzt wurden. Hierbei ging es am ersten Tag primär um die Rettungsarbeit; d.h. vom Wasser eingeschlossene Personen wurden mit der Seilwinde in den Helikopter gerettet und an einem sicheren Ort den Rettungskräften übergeben. Außerdem wurde durch uns auch ein von der Außenwelt abgeschnittenes Altenheim mit Essen, Getränken und Decken versorgt. Natürlich kümmerten wir uns auch um die medizinische Versorgung.

Dr. Mathias Schmid

Dr. Mathias Schmid ist Oberarzt am Lungenzentrum München der München Klinik Harlaching und war am 15. und 16.07.21 mit dem ADAC-Helikopter Christoph 1 im Hochwasser-Katastrophengebiet.

Unsere Ärzte im Hochwasser-Einsatz

Nach zwei Tagen im Hochwassereinsatz mit der ADAC Luftrettung wurde Dr. Schmidt von seinen München Klinik Kollegen abgelöst: zunächst flog Dr. Niklas Schneider ins Krisengebiet.

Auch Chefarzt Dr. Thomas Felbingersowie die Ärtze Dr. Hagen und Dr. Gehrmann haben sich dazu entschlossen, Hilfe vor Ort zu leisten.

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