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Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Meldung
23.09.202112:33 Uhr

Endoprothetik-Experte Prof. Heinz Röttinger wird Chefarzt in neuer Spezialabteilung für Gelenkersatz in der München Klinik Neuperlach

Die Jüngste war 18, der Älteste über 100 – und kaum einer blieb „unhappy“

München, 23. September 2021. Seit 1. September leitet Hon.-Prof. med. univ. Plev. Dr. Heinz Röttinger als Chefarzt eine neue Spezialabteilung für Endoprothetik in der München Klinik Neuperlach. „Ich freue mich sehr, dass wir einen so renommierten Endoprothetiker für die München Klinik gewinnen konnten, der international zu den führenden Namen dieses Fachs insbesondere im Bereich der Knie- und Hüftgelenke gehört, und so im Schulterschluss mit unserem Zentrum in Bogenhausen nun auch für den Münchner Süden eine endoprothetische Expertise mit hoher Spezialisierung anbieten können“, so Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik.

Minimalinvasive Röttinger-Technik wird bei Hüftpatienten weltweit eingesetzt

Seine jüngste Patientin kam mit einer Sportverletzung im Alter von 18 Jahren, sein ältester Patient war über 100 Jahre alt. „Der Schlüssel in der Endoprothetik ist Erfahrung – auf Basis einer breiten und langjährigen Expertise kann man auch bei Patient*innen im hohen Alter mit wenig Risiko die Lebensqualität erhalten oder verbessern“, sagt Prof. Heinz Röttinger. In der Endoprothetik ist sein Name in doppelter Hinsicht gesetzt: Als Pionier der minimalinvasiven Zugangstechnik hat er 2004 bei einem Aufenthalt in den USA ein eigenes OP-Verfahren zur Wiederherstellung von versteiften Hüftgelenken entwickelt, die Röttinger-Technik. „Bis in die frühen Nuller-Jahre wurden in der Endoprothetik primär die Implantate weiterentwickelt. Um die Frage, ob sich auch die OP-Verfahren verbessern und für Patienten schonender gestalten ließen, entbrannte damals eine regelrechte Fachdiskussion. Meine Zugangstechnik war eine der ersten minimalinvasiven Techniken, die in breiter Anwendung funktioniert hat“, so Prof. Röttinger. Das Verfahren wird heute weltweit eingesetzt. Mit Blick auf die verwendeten Instrumentarien wird das Verfahren aktuell von Prof. Röttinger weiterentwickelt und auf die nächste Stufe gehoben. 

Gelenkersatz und Revision: Spezialabteilung in Neuperlach steht auf zwei Säulen

In der München Klinik Neuperlach setzt Prof. Röttinger auf zwei Säulen: Neben der primären Endoprothetik mit Gelenkersatz insbesondere für Hüfte und Knie wird auch die Revisionsendoprothetik einen Schwerpunkt bilden. Eine Revision ist eine eventuell notwendige neuerliche Operation an einem bereits eingebrachten künstlichen Gelenk aufgrund von Abnutzung, chronischen Beschwerden, Lockerung, Infektion, prothesennaher Fraktur oder Infektionen im Bereich der Prothesen selbst. „Dass diese beiden herausfordernden Bereiche in hochspezialisierter Form und auf höchster Qualität in einer Fachabteilung vereint sind, das ist auch für das orthopädisch verwöhnte München noch etwas Besonderes“, so Prof. Röttinger, der gemeinsam mit seinem erfahrenen Oberarzt Dr. Michael Matz an die München Klinik Neuperlach gewechselt ist.

Sogenannte „unhappy Patients“ – also unglückliche Patienten, bei denen augenscheinlich die Prothese perfekt sitzt, aber die Patientin unter chronischen Schmerzen leiden, gehören zu Röttingers spezieller Revisionsexpertise. „Die Menschen sind heute häufiger bis ins hohe Alter agil und möchten sich diese Lebensqualität auch erhalten. Patienten kommen deshalb mit Beschwerden nach einem Eingriff heute erfreulicherweise häufig früher in eine spezialisierte Revisionsabteilung und finden in unserer Spezialabteilung eine Expertise, die diesen hohen Lebensansprüchen gerecht wird“, erklärt Prof. Röttinger. Dazu gehört in Neuperlach neben einer hohen medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Expertise auch eine hochmoderne technische Ausstattung.

Ein besonderes Herz fürs Knie

Mit seiner Leidenschaft besonders für Hüft- und Kniegelenke schlägt das Herz des gebürtigen Schwabens bei Eingriffen am Knie nochmal ein wenig höher. „Die Hüfte ist in der Endoprothetik schon gut erforscht, die Patient*innen sind Erhebungen zufolge nach Eingriffen durchgängig sehr zufrieden. Beim anatomisch wesentlich komplexeren Kniegelenk ist vergleichsweise noch Spielraum – der Gelenkersatz wird noch weiter perfektioniert, genauso die Untersuchungssysteme. Für mich als Arzt und passionierter Wissenschaftler ist es eine besondere Herausforderung, die Knie-Endoprothetik auf Basis eigener Erfahrungswerte weiterzuentwickeln“, so Prof. Röttinger. Denn in der Praxis zeigt sich: Bei Kniebeschwerden nach erfolgtem endoprothetischem Ersatz sind die Röntgenbilder häufig unauffällig. Laut Prof. Röttinger lassen sich die Problemursachen nur schlecht lokalisieren, häufig wird „blind“ operiert. Diesen „trial and error“-Ansatz („Mach was und schau, ob es besser wird“) lehnt Prof. Röttinger strikt ab. Er hat deshalb ein eigenes Untersuchungssystem für 3D-Beurteilungen entwickelt, das die hochkomplexen funktionellen Abläufe in jedem individuellen Fall darstellen kann. „So lassen sich die individuellen Probleme bei jeder Patient*in exakt analysieren und zielgerichtet angehen, auch wenn der ursprüngliche Eingriff bereits länger zurückliegt. Die Erfolgschancen einer Behandlung steigen erheblich. In den meisten Fällen kann ein eventuell notwendiger Eingriff wesentlich verkleinert oder sogar gar ganz vermieden werden“, erklärt Prof. Röttinger.

Prof. Röttinger studierte Medizin in Aachen und Ulm und ist Arzt für Orthopädie, Spezielle Orthopädie und Orthopädische Chirurgie, Rheumatologie und Physikalische Therapie. Seine frühere langjährige Tätigkeit in München ist eng mit seinem nationalen und internationalen Renommee verbunden. Nach einem längeren Aufenthalt in Bahrain, wo er eine orthopädische Klinik maßgeblich mitaufgebaut hat, kam er im Jahr 2016 zurück nach München. Jüngst wurde er von der „European Hip Society“ (EHS) als Botschafter berufen. An seiner neuen Herausforderung als Chefarzt in der München Klinik reizen ihn besonders die übergreifenden Arbeitsmöglichkeiten und Nutzung der Infrastruktur eines großen Medizinversorgers mit vier Häusern der Maximalversorgung sowie der Aufbau dieser neuen, hochspezialisierten Fachabteilung.

Der sportbegeisterte Familienmensch lebt gemeinsam mit seiner Frau sowie der Familie seines Sohnes inklusive dreier Enkelkinder unter einem „Drei-Generationen-Dach“ in München. Wenn er seine Zeit einmal nicht der Familie oder der Medizin widmet, spielt er gerne Tennis und Golf.

Die München Klinik ist mit Kliniken in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße Deutschlands zweitgrößte kommunale Klinik und der größte und wichtigste Gesundheitsversorger der Landeshauptstadt München. Die München Klinik bietet als starker Klinikverbund Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen in München und im Umland und genießt deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf – mit innovativer und hoch spezialisierter Medizin und Pflege und gleichzeitig als erster Ansprechpartner für die medizinische Grundversorgung. Rund 135 000 Menschen lassen sich hier im Schnitt pro Jahr stationär und teilstationär behandeln. Mit jährlich über 6000 Geburten kommen hier deutschlandweit die meisten Babys zur Welt. Auch in der Notfallmedizin ist die München Klinik die Nummer 1 der Stadt: Bis zu 160 000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht rund einem Drittel aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. Die hauseigene Pflege-Akademie ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Als gemeinnütziger Verbund finden in der München Klinik Daseinsvorsorge und herausragende Medizin zusammen und stellen das Gemeinwohl in den Vordergrund: Über die medizinisch-pflegerische Versorgung hinaus gibt es großen Bedarf, der vom Gesundheitssystem nicht refinanziert wird – wie etwa das Spielzimmer für Geschwisterkinder. Und auch die Mitarbeitenden aus Medizin und Pflege, die sich mit ihrer täglichen Arbeit für die Gesundheitsversorgung Münchens einsetzen, können von Zuwendungen in Form von Spenden profitieren – beispielsweise durch die Finanzierung von zusätzlichem Wohnraum. Dafür zählt jeder Euro.

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Prof. Heinz Röttinger ist Chefarzt der neuen Abteilung für Endoprothetik in der München Klinik Neuperlach. Bildnachweis: München Klinik.

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