Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Neuigkeit
20.07.201812:33 Uhr

Lungenkrebspatient und sein Arzt sprechen mit Schülern über das Rauchen

Mit 15 Jahren hat Ulrich L. (61 Jahre) seine erste Zigarette geraucht. Genauso alt sind die Neuntklässler des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums, denen er kurz vor den Sommerferien seine Krankheitsgeschichte erzählt. Der Schulbesuch ist Teil eines gemeinsamen Präventionsprojekts mit dem München Klinik Bogenhausen, das Schüler und Patienten näher denn je zusammenbringt. Die Schüler malen im Kunstunterricht Bilder, um den Patienten Hoffnung zu spenden. Im Gegenzug erhalten sie Präventionsunterricht aus ärztlicher und erster Hand.

München, 20. Juli 2018. Haben Sie die Krankheit akzeptiert oder hadern Sie noch oft damit? Können Sie sich manchmal eine Auszeit nehmen, also vom Leiden? Es sind nachdenkliche Fragen, die die Schüler Ulrich L. stellen. Er hatte ihnen zuvor seine ehrliche Geschichte erzählt – von bis zu 40 Zigaretten am Tag, den plötzlichen Schmerzen in der Brust bei der letzten Zigarette im April 2016, der Diagnose Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Am 17. Juli besucht er zusammen mit einem seiner behandelnden Ärzte, Dr. Jonas Arno Hartung vom München Klinik Bogenhausen, das Gymnasium und konfrontiert die Schüler und sich mit den Folgen des Rauchens. Das Ziel: „Auch nur einem von ihnen das Schicksal zu ersparen.“

Prävention am Praxisbeispiel: Ein Patient erzählt – ein Arzt ordnet ein

Der Internist Dr. Hartung war selbst Schüler am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium und hat die Kooperation gemeinsam mit seinen Kollegen ins Leben gerufen. Er übernimmt die Theorie, spricht von mindestens 250 giftigen Stoffen im Tabakrauch und wie sie sich auf Kreislauf, Atmung und den Körper auswirken. Wichtig ist ihm die Relevanz, die die Raucherprävention an dieser Stelle hat – denn über 80 Prozent der Raucher fangen im Schulalter an und hören lange nicht mehr auf. Ulrich L. erkennt sich im Vortrag selbst wieder. Auch bei ihm hat das Rauchen den Lungenkrebs mit Lungen-, Knochen- und Lebermetastasen verursacht. Seine Lebenserwartung betrug bei der Diagnosestellung weniger als ein Jahr. Das ist jetzt über zwei Jahre her, seitdem hat sich der Tumor wesentlich verkleinert. „Ich werde mindestens 90 Jahre alt“ ruft der 61-Jährige ein. Er erzählt den Schülern, wie wichtig eine positive Einstellung ist und wie dankbar er für die gute medizinische Versorgung im gegenüber dem Gymnasium liegenden Lungenzentrum Bogenhausen und besonders für die im Therapiekonzept integrierte psychologische Betreuung ist. Er spricht aber auch über sein Leid und das seiner Familie, als er von heute auf morgen die schlechte Nachricht  erhält und sogar Weihnachten im Krankenhaus verbringen muss. Mit einem eindringlichen „Fangt diesen Mist bloß nicht an, es lohnt sich nicht“ schließt er seinen Aufruf gegen das Rauchen ab. Die Schüler kommen mit Manuela Baldassarre, der Präventionsbeauftragten der Schule, auf ihn zu und bedanken sich.

Immuntherapie schenkt Patienten wie Ulrich L. neue Hoffnung

Seit dem Erstbefund von Ulrich L. im Mai 2016 hat sich in der Krebsmedizin viel getan. Als die Chemotherapie nach anfänglichem Erfolg im weiteren Verlauf kein weiteres Ansprechen mehr zeigt, wechseln die Ärzte zur Immuntherapie. Diese ist bei Lungenkrebs noch nicht lange zugelassen. Dr. Hartung zeigt den Schülern beeindruckende Bilder, wie sich der Tumor seines Patienten im letzten Jahr durch die Immuntherapie verkleinert hat. Ulrich L. berichtet von gesteigerter Lebensqualität, er kann wieder laufen und besser atmen. Alle 14 Tage kommt er für die Therapie in die München Klinik Bogenhausen, am Tag vor seinem Schulbesuch war er erst wieder dort und bedankt sich bei den Schülern für ihr Engagement. Sie malen im Kunstunterricht Bilder für die Bogenhausener Patienten, eine Ausstellung ihrer Gemälde verschönert dort bereits die pneumologische Station. Die Bogenhausener Ärzte und Schüler möchten gemeinsam weitere Stationen der Klinik ausstatten und den Patienten damit Freude im Klinikalltag schenken und sie im mentalen Umgang mit der Krankheit unterstützen.

Lungentumorzentrum Bogenhausen übernimmt medizinische Verantwortung für die Mitmenschen

Die Klinik für Pneumologie und Pneumologische Onkologie in Bogenhausen unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. F. Joachim Meyer ist eines von nur vier zertifizierten Lungenkrebszentren in Bayern. Patienten erhalten hier eine umfassende moderne Behandlung mit höchsten medizinischen Standards sowie unter Leitung von Oberarzt Dr. Philipp Krainz besondere Begleitmaßnahmen, darunter stationäre Raucherentwöhnung, Lungensport und COPD-Schulungen. Daneben übernimmt die Klinik mit den Schulbesuchen auch medizinische Verantwortung für die Mitmenschen und engagiert sich aktiv in der Raucherprävention. Da über 80 Prozent aller Raucher vor ihrem 18. Geburtstag beginnen, setzen die Bogenhausener Lungenexperten im Rahmen einer kreativen Kooperation mit dem benachbarten Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium auf Aufklärung genau an der Wurzel. Die Schüler erhalten von den Ärzten persönlich den „etwas anderen“ Präventionsunterricht mit Beispielen aus der Praxis. Im Gegenzug malen die Schüler im Kunstunterricht Bilder für die Lungenkrebspatienten und stellen ihre Kunstwerke in der München Klinik Bogenhausen aus. So kommen sie auch persönlich mit dem Klinikalltag der Patienten in Kontakt.

Mit seinen fünf Standorten in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und der Thalkirchner Straße bietet die München Klinik eine umfassende Gesundheitsversorgung auf höchstem medizinischen und pflegerischen Niveau. Jährlich lassen sich hier rund 140.000 Menschen stationär und teilstationär behandeln – aus München, der Region und der ganzen Welt. Auch in der Notfallmedizin ist Deutschlands zweitgrößtes, kommunales Klinikunternehmen die Nr. 1: Rund 170.000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht über 40 Prozent aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. In den über 60 Fachabteilungen gibt es zudem zahlreiche interessante Einsatzmöglichkeiten. Die hauseigene Akademie bietet vielfältige Einstiegs- und Entwicklungsperspektiven und verantwortet die aktive Nachwuchssicherung. Mit rund 500 Ausbildungsplätzen jährlich ist sie die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern.

 

 

 

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Dr. Jonas Arno Hartung, Internist an der München Klinik Bogenhausen, erklärt, was Zigaretten mit dem Körper machen. Bildnachweis: München Klinik

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Dr. Hartung und seine Kollegen besuchen regelmäßig die 9. Klassen des Wilhelm-Hausenstein-Gymnasiums. Bildquelle: München Klinik

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Ulrich L. beeindruckt die Gymnasiasten mit seiner Offenheit und seiner Geschichte. Bildquelle: München Klinik

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Nach dem Vortrag stellen die Schüler viele Fragen - wie schwer das Aufhören war und wie beängstigend die Therapie. Bildquelle: München Klinik

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Das Gemeinschaftsprojekt geht in beide Richtungen: Die Schüler bekommen Raucherprävention aus erster Hand, im Gegenzug malen sie im Kunstunterricht für Patienten. Bildnachweis: Klaus Krischock / München Klinik

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Vor einem Jahr wurde die erste Ausstellung mit Schüler-Kunstwerken in der München Klinik Bogenhausen eröffnet und erfreut seitdem die Patienten im Klinikalltag. Bildnachweis: Klaus Krischock / München Klinik

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Die Bogenhausener Schüler und Ärzte möchten gemeinsam auch weitere Fachabteilungen im Klinikum mit bunten Gemälden verschönern. Bildnachweis: Klaus Krischock / München Klinik

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