Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Neuigkeit
09.09.201912:33 Uhr

Mediziner klären Sportler auf – auch persönlich am 15.9. im Olympiapark

Sportler-Mythen im Medizin-Check

Rund 1,3 Millionen Menschen verletzen sich in Deutschland beim Sport jährlich so schwer, dass sie ärztlich versorgt werden müssen. Die München Klinik ist der größte Gesundheits- und Notfallversorger der Stadt und klärt Sportler präventiv über gesundheitliche Risiken auf, um das Verletzungsrisiko zu senken. Dazu sind die medizinischen Experten am 15.9. auch erstmals beim Münchner Outdoorsportfestival im Olympiapark präsent und stehen allen Besuchern persönlich Rede und Antwort.

München, 9. September 2019. Regelmäßiger Sport ist gesund und ein aktiver Lebensstil beste Präventionsmaßnahme gegen viele Erkrankungen. Doch dazu muss der Sport richtig betrieben werden, und gerade um das „Richtig oder Falsch“ ranken sich viele Mythen. Die München Klinik klärt mit medizinischer Expertise über den Wahrheitsgehalt der 8 geläufigsten Fitness-(Falsch-)annahmen auf:

1. Mythos: Laufen auf Asphalt belastet die Gelenke.
Ja.
Auf einem weichen Untergrund, wie Rasen oder einer Tartanbahn zu laufen, ist prinzipiell gelenkschonender. Allerdings gehören Laufsportarten ohnehin zu den gelenkbelastenden Sportarten. Wie sehr die Gelenke belastet werden, hängt von zahlreichen Faktoren ab, wie dem Körpergewicht, der Streckenlänge, den Laufschuhen und allen voran von der Technik. Der „Rückfußlauf“, bei dem die Ferse zuerst aufsetzt, strapaziert die Gelenke am meisten. Schonender ist es, den Fuß flach aufzusetzen. Zusätzlich sollten Läufer auf ihre Körperspannung, eine aufrechte Haltung und leicht angewinkelte Arme achten und eher kleine, kurze Schritte machen. Wer darauf achtet, läuft so gelenkschonend wie möglich. Regelmäßiges Laufen ist gut für Herz und Lunge und reduziert auf Dauer das Gewicht – was sich wiederum sehr positiv auf die Gelenke auswirkt.

2. Mythos: Wer Seitenstechen bekommt, atmet falsch.
Jein.
Eine wissenschaftliche Erklärung für Seitenstechen gibt es aktuell nicht. Das Phänomen kann unterschiedliche Ursachen haben, nur eine davon ist eine zu schnelle Atmung. Allerdings können auch Leber und Milz die Beschwerden hervorrufen, beispielsweise, weil sie durch die veränderte Durchblutung beim Sport weniger Blut bekommen als sonst, was wiederum zu Schmerzen führen kann. Auch die Organbewegung der Leber und des Magens beim Laufen, die einen Zug auf die Bänder des Zwerchfells ausübt, könnte dahinterstecken. Was auch die Ursache ist, gefährlich sind Seitenstiche nicht. Oft hilft es, das Tempo zu drosseln – und tatsächlich bewusst auf eine gleichmäßige Atmung zu achten.

3. Mythos: Vor dem Sport soll man sich dehnen.
Nein.
Es gibt keinen Beleg dafür, dass statisches Dehnen, bei dem eine Position über längere Zeit gehalten wird, vor dem Training gesundheitliche Vorteile bringt. Wer seine Muskeln vor dem Sport beim Dehnen maximal belastet, sich also dehnt bis es schmerzt oder zieht, kann seinen Muskeln damit sogar schaden. Vielmehr sind ausgiebige Dehnübungen nach dem Sport als „Cool-down“ sinnvoll, außerdem wird empfohlen, sich gerade bei Ausdauersportarten langsam „warmzulaufen“ und nicht von „0 auf 100“ einzusteigen. Wer sich vor dem Sport dehnen möchte, sollte dynamische Dehnübungen mit sich wiederholenden schwingenden und kreisenden Bewegungen machen, und darauf achten die Muskeln nur im mittleren Bereich zu belasten.

4. Mythos: Muskelkater ist ein gutes Zeichen.
In Maßen, ja
vor allem für Sportler, die Muskeln aufbauen möchten. Muskelkater tritt auf, wenn Muskelfasern reißen. Das passiert täglich bei jeder Anspannung und ist normal. Nach effektivem Training ist die Zahl der gerissenen Fasern größer, der Körper löst zur Heilung eine Entzündungsreaktion aus, die sich in den bekannten Muskelkater-Schmerzen äußert. Als Reaktion wächst der Muskel, um den Verletzungen künftig vorzubeugen. Muskelkater ist also in der Regel ein gutes Zeichen und zeigt an, dass der Körper nach dem Sport auch eine gewisse Ruhephase zur Regeneration benötigt. Werden die Schmerzen übermäßig, hat man es aber vermutlich übertrieben – und schadet dem Muskel damit eher, da eine größere Entzündung dem gleichen Muskelwachstum gegenübersteht. Beim Ausdauertraining gilt: Ausbleibender Muskelkater kann auch auf eine gute Grundkondition und eine gut trainierte Muskulatur hindeuten.

5. Mythos: Die Fettverbrennung beginnt erst nach 30 Minuten.
Nein.
Der Körper greift bei Belastung immer parallel auf mehrere Wege der Energiegewinnung zurück, die beiden wichtigsten Energielieferanten sind Fette und Kohlenhydrate. Das geschieht von Anfang an, der Anteil hängt aber jeweils von der Dauer und Intensität der Sporteinheit ab. Für die Fettverbrennung sind am besten längere Aktivitäten mit niedriger bis mittlerer Intensität geeignet, bei kurzen intensiven Trainings wird zwar auch Fett verbrannt, im Vergleich zur Energie aus Kohlenhydraten aber nur wenig. Da der Zuckerspeicher im Verlauf des Trainings leerer wird, steigt zum Ende hin die Fettverbrennung prozentual an. Wer mehr Fett verbrennen will, kann das unterstützen, indem er vor und nach dem Training eiweißreich und kohlenhydratarm isst. Wie viel Fett verbrannt wird, hängt aber auch vom individuellen Trainingsstand ab.

6. Mythos: Kalte Luft schadet der Lunge und den Bronchien.
Ja– unter gewissen Voraussetzungen.
Für gesunde Menschen und bei mäßig niedrigen Temperaturen gibt es keinen Grund, auf den Sport an der frischen Luft zu verzichten. Allerdings nimmt der Reiz auf Bronchien, Schleimhäute und Lungengefäße tatsächlich zu, je kälter die Luft ist. Deswegen sollten Sportler bei niedrigen Temperaturen das Training eher langsam angehen lassen und das Tempo drosseln oder das Training beenden, wenn Schmerzen bei der Atmung auftreten. Denn das ist ein erstes Anzeichen für eine leichte Entzündung. Wenn die Temperaturen tief in den Minusbereich sinken, und spätestens ab minus 15 Grad, sollte dann gar nicht mehr draußen trainiert werden, da der Körper die eingeatmete Luft nicht mehr wärmen kann. Menschen mit Vorerkrankungen, beispielsweise mit Asthma, sollten schon bei milderen Temperaturen Outdoor-Sport meiden.

7. Mythos: Unsportlichkeit liegt in den Genen.
Nein.
Allerdings ist auch Sportlichkeit nicht angeboren und muss sich erst entwickeln. Deshalb sind gerade die frühen Lebensjahre im Kindes- und Jugendalter wichtig, um wichtige Grundvoraussetzungen für ein sportliches Leben zu schaffen und die Strukturen für Muskeln und Nerven herauszubilden. Wer früh anfängt, in einem Verein Sport zu treiben und generell als Kind ein aktives Leben führt, entwickelt auf spielerische Art und Weise seine Kraft, Fitness und den Gleichgewichts- und Koordinationssinn. Wer das in frühen Jahren versäumt, kann den Rückstand später kaum oder nur schwer aufholen, und führt mit höherer Wahrscheinlichkeit als Erwachsener ein eher unsportliches Leben. Um Kinder und Jugendliche positiv zu beeinflussen, sollte ihnen das elterliche Umfeld einen gesunden und aktiven Lebensstil vorleben. Die Umwelt beeinflusst den späteren sportlichen Ehrgeiz und die Begeisterung an der Bewegung maßgeblich. In Zeiten, in denen Kinder schon in frühen Jahren mit modernen Medien wie Internet oder Smartphones in Kontakt kommen, ist es umso wichtiger Aktivität in den Lebensstil der Kinder und Jugendlichen zu integrieren.

8. Mythos: Outdoor-Sportler brauchen nur im Sommer Sonnenschutz.
Nein.
Die UV-Strahlung ist auch in den anderen Jahreszeiten nicht zu unterschätzen. Gerade beim Wintersport ist wegen des reflektierenden Schnees besondere Vorsicht geboten und in den Bergen ist die UV-Strahlung generell höher. Outdoor-Sportler sollten also immer auf ihren Sonnenschutz achten, um Hautschäden zu vermeiden – denn jeder Sonnenbrand erhöht das Hautkrebsrisiko. Am effektivsten ist eine Kombination aus Sonnencreme und sonnengerechter Kleidung sowie einer Sonnenbrille und Kopfbedeckung. Da Sonnencreme durch Schweiß und Wasser schneller abgerieben wird und an Wirksamkeit verliert, müssen Sportler und insbesondere Schwimmer häufiger nachcremen. Für die Mountainbike-Tour in den Bergen sollte außerdem ein höherer Lichtschutzfaktor angewendet werden, als bei einer Tour im Flachland. Auch die Wintersonne kann Sonnenbrand verursachen.

Mehr Informationen unter https://www.muenchen-klinik.de/sportmedizin.
 

Schneller, höher, weiter – gesünder. Mit der München Klinik am 15. September im Olympiapark.

Am Sonntag, 15. September, ist die München Klinik mit einem großen Aktionsstand auf dem Münchner Outdoorsportfestival im Olympiapark vertreten. Den ganzen Tag stehen den Besuchern dort medizinische Experten zur Verfügung, zusätzlich gibt es ein vielfältiges Aktionsprogramm:

  • Experten aus den Bereichen Kardiologie, Orthopädie und Physikalische Medizin stehen Sportlerinnen und Sportlern zu medizinischen Gesundheitsfragen zur Verfügung.
  • Gesundheitstest: Direkt vor Ort können Besucher unter Anleitung ihre Fitness testen, dazu stehen am Stand Körperanalysegeräte, Vibrationstraining und ein Lungentest bereit.
  • Selbsttest per Tablet: Digital können Besucher ihr Risiko einer koronaren Herzerkrankung, ihr Arthrose-Risiko sowie ihr Herzalter selbst bestimmen. Der Test ist auch online unter https://www.muenchen-klinik.de/sportmedizin/ verfügbar.
  • Richtig handeln im Notfall: In Reanimationsvorführungen demonstrieren die Experten den Besuchern die richtigen Maßnahmen bei akutem Herzstillstand.
  • Für Kinder und Jugendliche gibt es Geschicklichkeitsspiele wie Jonglage und Ballonkunst.
  • Um 15.45 Uhr ist Prof. Stefan Sack, Chefarzt für Kardiologie in der München Klinik Neuperlach und Experte für Herzprobleme bei Sportlern auf der Eventbühne präsent und informiert zum Thema „Trainieren mit Erkältung – Ist das gut fürs Herz?“

 

Die München Klinik ist der größte und wichtigste Gesundheitsversorger unserer Stadt. Mit Kliniken in Bogenhausen (5), Harlaching (4), Neuperlach (6), Schwabing (2) und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße (3) ist die München Klinik an insgesamt fünf Standorten jederzeit für alle Münchnerinnen und Münchner da. Die Akademie(1) ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Die München Klinik bietet als starker Klinikverbund Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen – hoch spezialisiert und erster Ansprechpartner für die medizinische Grundversorgung. Der Verbund bietet innovative Medizin und Pflege ganz nah bei den Patienten und deren Bedürfnissen. Rund 135.000 Menschen lassen sich jährlich stationär und teilstationär behandeln. Auch in der Notfallmedizin ist Deutschlands zweitgrößtes kommunales Klinikunternehmen die Nr. 1: Rund 160.000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht über 40 Prozent aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München.

 

 

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Unter dem Motto „Höher, schneller, weiter. Gesünder – mit der München Klinik“ ist die München Klinik auf dem Outdoorsportfestival im Olympiapark München vertreten.

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