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Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Meldung
30.08.201912:33 Uhr

München Klinik Bogenhausen als erstes Zentrum für Speiseröhrenkrebs in München ausgezeichnet

Speiseröhrenkrebs wird häufiger – gerade bei jungen Menschen

Die München Klinik Bogenhausen wurde von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Speiseröhrenkrebszentrum ausgezeichnet. Damit ist sie das erste Exzellenzzentrum in München von insgesamt nur 13 deutschlandweit.

Speiseröhrenkrebs fordert in Deutschland mehr Todesopfer als Unfälle im Straßenverkehr. Die Erkrankung nimmt häufig einen schweren Verlauf, da sie oft erst spät erkannt wird und die komplexe interdisziplinäre Behandlung höchste Expertise erfordert. In spezialisierten Zentren ist die Komplikationsrate nachweislich niedriger.

Speiseröhrenkrebs gehört zu den seltenen Krebserkrankungen, doch die Fallzahlen steigen seit Jahren – auch bei jungen Menschen, obwohl die Tumorerkrankung lange als Alterskrankheit galt. Trotz aller Gesundheits-trends, bleibt die Hauptursache dafür der ungesunde Lebensstil.

München, 30. August 2019. Pro Jahr erkranken in Deutschland rund 5.200 Männer und 1.500 Frauen an Speiseröhrenkrebs. Obwohl er damit zu den seltenen Krebserkrankungen zählt, ist Speiseröhrenkrebs bei Männern die zehnthäufigste Todesursache unter den Krebserkrankungen. Insgesamt sterben an der Erkrankung jährlich in Deutschland mehr Menschen als durch Verkehrsunfälle - rund 5.300 Todesfälle durch Speiseröhrenkrebs (Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft) stehen rund 3.300 Verkehrstoten (Quelle: ADAC Unfallstatistik) gegenüber. Die hohe Sterblichkeitsrate, die sich in Deutschland annährend mit der Zahl der Neuerkrankungen deckt, ist vor allem darin begründet, dass der Krebs anfangs keine oder nur unspezifische Symptome hervorruft und oft erst spät erkannt wird. Zudem ist Speiseröhrenkrebs sehr komplex in der Behandlung. Die München Klinik Bogenhausen ist auf die Erkrankung spezialisiert und wurde jetzt von der DKG als Speiseröhrenkrebszentrum ausgezeichnet.

Bogenhausen für alle Krebserkrankungen des Magen-Darm-Traktes zertifiziert

Im August hat die München Klinik Bogenhausen den positiven Bescheid über die erfolgreiche Zertifizierung als Speiseröhrenkrebszentrum erhalten. Dazu hatte ein fachlicher Prüfungsausschuss im Auftrag der DKG die Klinik im Mai besucht und im Rahmen eines Audits umfassend geprüft. Das Ergebnis: Die Klinik erfüllt in allen Bereichen die hohen Zertifikatsanforderungen und ist damit das erste zertifizierte Speiseröhrenkrebszentrum in München. In ganz Deutschland gibt es aktuell nur 13 solcher zertifizierten Zentren der DKG, davon drei in Bayern. Damit ist die München Klinik Bogenhausen, die bereits seit 2014 das Zertifikat „Viszeralonkologisches Zentrum“ der DKG trägt, für alle Krebserkrankungen des Magen-Darm-Traktes zertifiziert. Dazu zählen neben Speiseröhrenkrebs insbesondere die Bereiche Darmkrebs, Pankreaskrebs und Magenkrebs. „Das ist ein großer Erfolg, zu dem alle Mitarbeitenden im ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Bereich gemeinsam beigetragen haben. Voraussetzung für das Zertifikat ist eine umfassende Expertise in der endoskopisch-interventionellen, medikamentösen, strahlentherapeutischen und chirurgischen Behandlung von Speiseröhrenkrebs – in Bogenhausen haben wir alles unter einem Dach“, freut sich Prof. Wolfgang Schepp, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie in der München Klinik Bogenhausen.

Mehr junge Menschen erkranken an Speiseröhrenkrebs

Im Alter steigt das Risiko an Speiseröhrenkrebs zu erkranken, das Durchschnittsalter der Betroffenen liegt zwischen 60 und 70 Jahren. „Wir beobachten aber seit einigen Jahren auch eine Zunahme der Erkrankung gerade bei jüngeren Patienten. Diese leiden oft an einem Adenokarzinom – das ist eine Form des Speiseröhrenkrebses, die dem Magenkrebs sehr ähnlich ist und direkt am Übergang zwischen Magen und Speiseröhre sitzt,“, sagt Dr. Martin Fuchs, Leitender Oberarzt der Klinik für Gastroenterologie in der München Klinik Bogenhausen und Leiter des Onkologischen Zentrums am Haus. Risikofaktoren für Speiseröhrenkrebs sind neben der genetischen Veranlagung insbesondere Übergewicht, Alkoholkonsum und Rauchen. Ein ungesunder Lebensstil ist damit eine der Hauptursachen für die steigende Zahl an Erkrankungen. Für das Adenokarzinom ist zudem eine chronische Reflux-Erkrankung, bei der Betroffenen der Mageninhalt vermehrt in der Speiseröhre „sauer aufstößt“, einer der Hauptrisikofaktoren. Die Reflux-Krankheit wird durch einen ungesunden Lebensstil mit wenig Bewegung und einer sehr fettreichen und vitaminarmen Ernährung begünstigt und tritt häufig bei Menschen ab dem 40. Lebensjahr auf. Für Menschen, die häufig an Sodbrennen leiden oder von einer Reflux-Erkrankung betroffen sind, kann daher unabhängig vom Alter eine Vorsorgeuntersuchung sinnvoll sein.

Konservative und chirurgische Behandlung auf höchstem Niveau

Im Speiseröhrenkrebszentrum der München Klinik Bogenhausen arbeiten Experten aus der Gastroenterologie und der Allgemein- und Viszeralchirurgie fächerübergreifend zusammen und treffen die individuelle Therapieentscheidung für die Patienten gemeinsam. Wenn Speiseröhrenkrebs früh erkannt wird, kann er meist im Rahmen einer interventionellen Gastroskopie entfernt werden, im späten Stadium wird der Tumor chirurgisch entfernt. Der komplexe Eingriff erfordert höchste Expertise des Operateurs, der dabei den Tumor und das angrenzende Gewebe der Speiseröhre sowie die umliegenden Lymphknoten entfernt und im Anschluss wieder einen durchgängigen Verdauungsweg herstellt. „In Bogenhausen sind wir ein eingespieltes OP-Team und auf diese anspruchsvollen Operationsverfahren spezialisiert, die wir zudem ständig weiterentwickeln. Bald werden wir Tumoren am Magen und in der Speiseröhre in einem neuen hochmodernen Verfahren per robotergestützter Chirurgie entfernen können “, sagt Prof. Ayman Agha, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie in der München Klinik Bogenhausen. Da die Komplikationsraten in spezialisierten Zentren nachweislich niedriger sind, müssen Kliniken für die Behandlung von Magen- und Speiseröhrenkarzinomen ihre Expertise anhand von Fallzahlen nachweisen – die München Klinik Bogenhausen erfüllt diese Vorgaben seit Jahren in beiden Bereichen.

 

Die München Klinik ist der größte und wichtigste Gesundheitsversorger unserer Stadt. Mit Kliniken in Bogenhausen (5), Harlaching (4), Neuperlach (6), Schwabing (2) und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße (3) ist die München Klinik an insgesamt fünf Standorten jederzeit für alle Münchnerinnen und Münchner da. Die Akademie(1) ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Die München Klinik bietet als starker Klinikverbund Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen – hoch spezialisiert und erster Ansprechpartner für die medizinische Grundversorgung. Der Verbund bietet innovative Medizin und Pflege ganz nah bei den Patienten und deren Bedürfnissen. Rund 135.000 Menschen lassen sich jährlich stationär und teilstationär behandeln. Auch in der Notfallmedizin ist Deutschlands zweitgrößtes kommunales Klinikunternehmen die Nr. 1: Rund 160.000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht über 40 Prozent aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München.

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Dr. Martin Fuchs, Leitender Oberarzt der Klinik für Gastroenterologie und Leiter des Onkologischen Zentrums in der München Klinik Bogenhausen.

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