Aktuelle Mitteilung der München Klinik

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29.05.201518:28 Uhr

München Klinik Bogenhausen eröffnet neue Endoskopie

Neuer Gebäudetrakt bietet Patienten wie Mitarbeitern hervorragende räumliche, technische und apparative Bedingungen für anspruchsvolle endoskopische Eingriffe der Gastroenterologie und Pneumologie

München, 29. Mai 2015. Nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit konnte jetzt die neue Endoskopie in der München Klinik Bogenhausen in Betrieb genommen werden. Auf rund 1.100 Quadratmetern sind im Untergeschoss des Hauses insgesamt 21 Untersuchungs- und funktionsdiagnostische Räume für die Gastroenterologie und Pneumologie entstanden. Rund 17 Millionen Euro hat das Klinikum in den Komplettumbau und neue Geräte investiert.

Kurze Wege und angenehmes Ambiente

Durch die räumliche Konzentration können Befunde künftig schneller erhoben werden, da die Wege der Patienten vom Empfang über die Behandlungsräume bis zum Aufwachraum – ebenso wie die organisatorischen Abläufe – optimiert worden sind. Durch die Bündelung von Endoskopie mit Ultraschall und Röntgen können alle Untersuchungen, die für eine Therapieempfehlung nötig sind, schnell und ohne Wartezeiten durchgeführt werden. Gleichzeitig können Mehrfachuntersuchungen so weitgehend vermieden werden.

Ärzte und Pflegekräfte wurden bereits frühzeitig in die Planung einbezogen. Ihre Ideen und Anregungen spiegeln sich in der Gestaltung der neuen Räume wider. Diese bieten nicht nur optimale Arbeitsbedingungen, sondern vor allem auch mehr Komfort für Patienten. Die Warte- und Ruhebereiche sind hell und freundlich gestaltet. Besonderer Wert wurde auf einen konsequenten Schutz der Privatsphäre gelegt und es wurde nach Kriterien gebaut, die einerseits eine bestmögliche Patientensicherheit und andererseits optimale hygienische Bedingungen gewährleisten.

Patientensicherheit auf hohem Niveau

So sind alle endoskopischen Arbeitsplätze mit Überwachungsmonitoren ausgestattet. Diese kontrollieren die wichtigsten Vitalparameter der Patienten, wie etwa EKG, Blutdruck, Puls, oder Sauerstoffsättigung im Blut, um Komplikationen bei sedierten Patienten zu vermeiden. Die Daten werden permanent erfasst und automatisch in das zentrale EDV-System des Klinikums übermittelt. Damit stehen sie auch den Kollegen der Anästhesie im unmittelbar benachbarten Aufwachraum zur Verfügung. Um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten, werden auch hier die Vitalparameter der Patienten überwacht. Die Anbindung an das Krankenhaus-IT-Netzwerk verbessert darüber hinaus die Kommunikation untereinander: Da auch Befunde sowie Bild- und Videodaten der Untersuchung in HD-Auflösung übertragen werden, können beispielweise Zweitmeinungen anderer Fachdisziplinen deutlich schneller eingeholt werden.  

Grünes, indirektes LED-Licht liefert zudem die richtige Beleuchtung für die endoskopischen Eingriffe. Es ist Teil eines speziellen Lichtkonzeptes und ermöglicht detail- und kontrastreichere Darstellungen als bisher. Dank der schärferen Bilder können nun auch Frühstadien von Karzinomen oder mikroskopisch kleine Vorstufen von Tumoren sicher erkannt und direkt endoskopisch abgetragen werden. Nicht zuletzt ist die indirekte Beleuchtung weniger anstrengend für die Augen, sodass Ärzte und Pflegekräfte konzentrierter sehen können. Alle Geräte und die gesamte Technik sind an der Decke montiert, um Stolperfallen durch herumliegende Kabel zu vermeiden. Zugleich wird dadurch die Bodenreinigung nach jeder Untersuchung erleichtert.

Strenge Hygienestandards und sichere Aufbereitung

Auch die Aufbereitung der Endoskope selbst sowie des Zubehörs erfolgt nach strengsten Hygienevorgaben – direkt vor Ort und ausschließlich durch geschulte Fachkräfte. Dabei stellen sechs hochmoderne Waschautomaten der neuesten Generation zusätzlich eine konstant hohe Sauberkeit und Qualität sicher. Die vollautomatischen Waschmaschinen sind als Durchreichegeräte in eine Wand eingebaut, die zwei Bereiche baulich strikt voneinander trennt: Im unreinen Raum werden die benutzten Geräte in die Waschmaschinen eingelegt; im reinen Raum werden sie aufbereitet wieder entnommen und in elektronisch überwachten Trockenschränken gelagert. So ist sichergestellt, dass nur Endoskope in kontrolliert einwandfreiem Zustand zum Einsatz kommen.

Zur Reinigung wird Peressigsäure verwendet, die selbst kleinste Verschmutzungen beseitigt und äußerst effektiv gegen bestimmte Erreger wirkt. Da sie keine Aldehyde enthält, belastet sie auch die Umwelt deutlich weniger als früher verwendete Mittel.

Umfassendes Spektrum endoskopischer Untersuchungen und Eingriffe

In der München Klinik Bogenhausen führt ein Team aus speziell ausgebildeten Ärzten und Pflegekräften jedes Jahr rund 9.000 endoskopische, 13.000 sonographische und 4.000 funktionsdiagnostische Untersuchungen des Magen-Darm-Traktes sowie des Gallenwegssystems und der Bauchspeicheldrüse durch. Hinzu kommen etwa 7.700 Lungenfunktionsprüfungen sowie Belastungsuntersuchungen mit Atemmessung, medizinisch Spiroergometrien genannt, und circa 3.500 Bronchoskopien. Neben der Sicherung von Diagnosen liegt ein Schwerpunkt des Hauses auf der interventionellen, also der therapeutischen, Endoskopie. Denn viele Erkrankungen können heute schonend für Patienten endoskopisch behandelt werden.

Des Weiteren ist die Endoskopie ein wichtiger Bestandteil des zertifizierten onkologischen Zentrums an der München Klinik Bogenhausen, das hoch spezialisiert ist auf die Behandlung von Tumorerkrankungen, insbesondere des Verdauungstraktes und der Lunge, und hierfür alle notwendigen operativen, medikamentösen, radiologischen sowie strahlentherapeutischen Verfahren vorhält.

Das Städtische Klinikum München sichert an seinen vier Standorten Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach und Schwabing sowie mit der Fachklinik für Dermatologie und Allergologie in der Thalkirchner Straße eine umfassende medizinische Versorgung für die Landeshauptstadt und die Region. Jedes Jahr werden rund 150.000 Patienten in den mehr als 60 Fachkliniken und medizinischen Abteilungen stationär oder teilstationär behandelt; weitere 170.000 Menschen werden – rund um die Uhr – ambulant in den vier Notfallzentren versorgt. Der Klinikverbund verfügt über mehr als 3.600 Betten sowie teilstationäre Behandlungsplätze. Gut 80 Prozent der etwa 8.000 Beschäftigten aus über 80 Ländern sind im ärztlichen oder pflegerischen Bereich tätig.

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