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Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Meldung
13.11.202012:33 Uhr

München Klinik erweitert Testkonzept und Sicherheitsmaßnahmen angesichts des hohen Inzidenzwerts in München

Infektionsgeschehen in der München Klinik Neuperlach

München, 13. November 2020. Die München Klinik hat in den vergangenen Monaten regelmäßig den Fokus auf eine maximal mögliche Sicherheit für Patienten und die Mitarbeitenden in der Klinik betont und alle Maßnahmen stets daran ausgerichtet. Auch bei vorübergehend sinkenden Infektionszahlen im Sommer gab es in der München Klinik weiter eine eingeschränkte Besucherregelung und ein umfassendes Testkonzept für Mitarbeitende und Patienten. Aktuell steigen die Infektionszahlen und auch die Patientenzahlen weiter an – die Wirksamkeit der Infektionsschutzmaßnahmen wird voraussichtlich nächste Woche in den Infektionszahlen abzulesen sein und erst mit einem weiteren Verzug von mehreren Wochen hoffentlich eine Entspannung der Belegungssituation in den Kliniken zur Folge haben.

Diffuses Infektionsgeschehen stellt Kliniken vor neue Herausforderungen

Hinzu kommt ein diffuses Infektionsgeschehen, das keine eindeutigen und singulären Infektionsquellen mit klarer Abgrenzung zulässt. Die Einteilung in Risikogebiete ist, im Gegensatz zum Frühjahr und Herbst, nicht länger ein Indikator für mögliche Sars-CoV-2-Infektionen, da Bayern und Deutschland mittlerweile flächendeckend selbst als sogenannte Corona-Hotspots gelten. Der 7-Tage-Inzidenzwert für München liegt über 200. Das stellt Kliniken vor neue Herausforderungen, die Patienten oft schnell helfen müssen und zusätzlich zur Mitarbeiter- und Patiententestung über Indikatoren wie Symptome oder Aufenthalte in Risikogebieten soweit möglich eine Ersteinschätzung über die Wahrscheinlichkeit einer bestehenden Infektion treffen und Patienten entsprechend separieren müssen. Es stimmt die München Klinik sorgenvoll, dass Ausbruchsgeschehen trotz eines engmaschigen Sicherheitsnetzes und trotz initialer negativer Testung auf eine Sars-Cov-2 Infektion in unterschiedlichsten Einrichtungen in Deutschland auftreten.

Infektionsgeschehen in der München Klinik Neuperlach

So wurde jüngst ein Infektionsgeschehen in der München Klinik Neuperlach auf einer Station im Zentrum für Akutgeriatrie und Frührehabilitation festgestellt. Es scheint auf ein*e Patient*in zurückzugehen, die mit negativem Testergebnis und ohne Corona-typische Symptome in die Klinik aufgenommen wurde. Nach Auftreten von Symptomen im Laufe des Klinikaufenthalts zeigte ein erneuter Test ein positives Ergebnis. Leider ist das Virus in einem Frühstadium der Infektion auch durch einen Test nicht nachweisbar. In enger Abstimmung mit der Gesundheitsbehörde wurden umgehend Maßnahmen eingeleitet, um ein weiteres Infektionsgeschehen möglichst sofort zu verhindern. In dem vom Haupthaus getrennten Fachbereich herrscht ohnehin ein striktes Besuchsverbot – alle 44 Patienten wurden in der Folge umgehend getestet, die Patientenbehandlung wurde im weiteren Verlauf auf Einzelzimmer-Isolation umgestellt sowie der Bereich für weitere Patientenaufnahmen gesperrt. Auch die ebenfalls regelhaft getesteten dort tätigen rund 100Mitarbeitenden wurden erneut getestet. Dabei wurden Folge-Infektionen festgestellt. Insgesamt gab es 3 positive Covid-19 Tests bei den Mitarbeitenden und insgesamt 10 positiv getestete Patienten – das Testergebnis einer Patientin steht aktuell noch aus. Die positiv getesteten Patienten wurden auf die Covid-19-Normalstation der München Klinik Neuperlach verlegt und sind alle in einem stabilen Zustand. Eine Patientin befindet sich aufgrund ihrer Grunderkrankungen in intensivmedizinischer Überwachung und ebenfalls derzeit in einem stabilen Zustand. Die positiv getesteten Mitarbeitenden waren seit dem Erstkontakt mit der zunächst betroffenen Patientin nicht wieder im Einsatz in der Klinik bzw. bereits, wie im bestehenden Sicherheitskonzept geregelt, in häuslicher Quarantäne. Für alle Mitarbeitenden galt seit dem ersten positiven Test der Patientin verpflichtend das Tragen einer FFP2-Maske anstelle des Mundnasenschutz. Zusätzlich wird diese Verpflichtung auf alle Mitarbeitenden im weißen Bereich ausgeweitet. Die Mitarbeitenden der Station und auch die Patienten werden weiterhin getestet, um auch die bisherigen negativen Ergebnisse zu bestätigen.

Ferner werden in den kommenden Tagen alle Mitarbeitenden der Klinik im sogenannten „weißen Bereich“ – also Pflegekräfte, Mediziner, Therapeuten sowie Reinigungskräfte der patientennahen Bereiche – großflächig ebenfalls auch außerhalb der routinemäßigen Testungen kurzfristig erneut getestet, um eine weitere Verbreitung auszuschließen.

Das bestehende Besuchsverbot wird bis auf wenige Ausnahmen auf die komplette Klinik erweitert und vorsorglich bestimmte elektive, also nicht sofort zwingend erforderliche, Krankenhausaufnahmen weiter reduziert, um möglicherweise notwendige Ressourcen verfügbar zu machen.

„Es gab bislang in unseren vulnerablen Patientenbereichen und auch in der Neuperlacher Geriatrie, die die komplette Pandemiezeit geöffnet war, durch ein engmaschiges Sicherheitskonzept keinen positiven Fall. Aktuell sind wir in einer Situation in der wir deutschlandweit in besonders sensiblen Bereichen wie Alten-, Pflegeheimen und auch in Krankenhäusern, aufgrund der hohen Inzidenz, Infektionsgeschehen nicht mehr völlig ausschließen können. Von der nun laufenden Reihentestung erhoffen wir uns ein klares Bild und bis voraussichtlich Ende nächster Woche auch die Bestätigung, dass unsere Sicherheitsmaßnahmen hier eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern konnten. Aber: Wir sehen aktuell in den Kliniken keine Entspannung. Die Zahlen steigen weiter und das Ansteckungsrisiko kann nicht zu 100 % ausgeschlossen werden. Das zeigt umso mehr wie wichtig der gesellschaftliche Zusammenhalt ist, um unsere Schwächsten gemeinsam zu schützen!“, betont Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik.

München Klinik erweitert Testkonzept und Sicherheitsmaßnahmen

Die München Klinik hat ein Testkonzept etabliert, das an vielen Stellen über die behördlichen Vorgaben hinausgeht und hat bereits vor den politischen Vorgaben auf eigene Kosten jeden stationären Patienten vor oder bei der Aufnahme getestet. Eine umgehende und professionelle Strategie im Umgang mit solchen Situationen hat bislang dazu geführt, dass sie früh erkannt und größere Ausbruchsgeschehen abgewendet werden konnten. Trotzdem sieht die München Klinik angesichts der neuen Infektionssituation Handlungsbedarf, um den Schutz insbesondere der vulnerablen Patientengruppen zu erhöhen, da diese ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf im Falle einer Infektion aufweisen und wird das bestehende Sicherheitskonzept sowie den Testrhythmus bei den Mitarbeitenden nochmals anpassen. Seit jeher ist im Testkonzept der München Klinik die regelhafte Testung von Mitarbeitenden, die in vulnerablen Patientenbereichen (z.B. Geriatrie, Onkologie) im Einsatz sind, fest etabliert – alle Ärzte, Pflegekräfte, Therapeuten und Reinigungskräfte in diesen Bereichen werden im regelmäßigem Turnus getestet. Zusätzlich tragen diese Mitarbeitenden bei bestehend hohem Infektionsgeschehen nun durchgehend FFP2-Masken, statt dem sonst üblichen chirurgischen Mund-Nasen-Schutz. Zudem wird die engmaschige Testung auf alle Mitarbeitenden in allen Berufsgruppen der patientennahen Bereiche ausgeweitet. Diese Maßnahmen beziehen sich alle auf gesunde, asymptomatische Mitarbeiter. Mitarbeiter, die Symptome entwickeln brechen umgehend ihren Dienst ab und lassen sich testen.

Kurve abflachen, um Risiko für Ausbruchsgeschehen zu senken

Die München Klinik sieht bei weiter steigenden Infektionszahlen auch eine steigende Gefahr für Ausbruchsgeschehen., Deswegen dankt die München Klinik allen Menschen, die die Infektionsschutzmaßnahmen annehmen und die AHA-Regeln einhalten. „Was die Mitarbeitenden heute leisten und was in den nächsten Wochen noch auf sie zukommt ist enorm und ich wünschte, dass jeder vor Ort selbst erleben könnte was hier für die Gesundheit unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger geleistet wird. Ich sehe es als meine Aufgabe an hier die Rahmenbedingungen zu schaffen, um eine größtmögliche Sicherheit für alle zu gewährleisten. Wir sind vielleicht alle vom gefühlten Fokus auf COVID-19 verständlicherweise ein Stück weit „genervt“ - in der Klinik machen wir aber keinen Unterschied und kämpfen für alle unsere Patienten um deren Gesundheit und das Überleben gleichermaßen. Je weniger es sind, umso besser. Und damit das gemeinsam gelingt, werden wir nicht müde die Wichtigkeit der AHA-Regeln zu betonen. Das bleibt unsere stärkste gemeinsame Waffe gegen die Ausbreitung des Virus und damit auch gegen schwere Verläufe, die wir hier in der Klinik sehen,“ so Dr. Fischer.

Über das Sicherheitskonzept der München Klinik

Das Sicherheitskonzept der München Klinik wurde von Experten der eigenen Stabsstelle für Krankenhaushygiene ausgearbeitet. Dazu gehört neben der engmaschigen Mitarbeitertestung insbesondere die konsequente Testung aller Patienten bereits 72-48 Stunden vor bzw. bei der Aufnahme. Insgesamt wurden an der München Klinik bis heute über 120.000 PCR-Testungen von Mitarbeitenden und Patienten im hauseigenen Labor durchgeführt. Die Testkapazität des eigenen Labors wurde auf 1.200 Tests pro Tag ausgeweitet.  Ergänzt wird das Konzept u.a. durch eine an das aktuelle Infektionsgeschehen angepasste Besucherregelung und die durchgehende Verfügbarkeit von Schutzkleidung. Im Sommer wurde ein Vorrat für mindestens 6 Monate angelegt und dazu externe Lagerräume angemietet.

Die Basis allen Handelns ist in der München Klinik die ständige Beobachtung und frühzeitige Reaktion auf aktuelle Entwicklungen – das reicht vom Infektionsgeschehen über wissenschaftliche Studien bis hin zu Infektionsschutzmaßnahmen. Dazu wurde in der München Klinik bereits im Januar ein interner Krisenstab mit Expertinnen und Experten aller relevanter Fachbereiche eingerichtet. Hier kommt die Geschäftsführung u.a. mit der Infektiologie, der eigenen Stabstelle für Krankenhaushygiene, der Materialplanung, der Laborleitung, beteiligten medizinischen Fachabteilungen sowie Verwaltungsbereichen zusammen, um aktuelle Themen zu besprechen und Maßnahmen festzulegen, die im Anschluss zeitnah umgesetzt und an alle Mitarbeitenden in regelmäßigen internen Updates kommuniziert werden. Fester Bestandteil sind die täglichen Fallzahlerhebungen und Prognosen des Medizincontrollings, die auf Basis einer umfangreichen Datenanalyse interner und externer Quellen entstehen. Das ermöglicht Aussagen über das weitere Infektionsgeschehen sowie eine dynamische und annähernd tagesaktuelle Planung. Mehr zum Sicherheitskonzept: https://www.muenchen-klinik.de/entwicklung/qualitaetsmanagement-patientensicherheit/covid-19-sicherheitskonzept/

Die München Klinik ist mit Kliniken in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße Deutschlands zweitgrößte kommunale Klinik und der größte und wichtigste Gesundheitsversorger der Landeshauptstadt München. Die München Klinik bietet als starker Klinikverbund Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen in München und im Umland und genießt deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf – mit innovativer und hochspezialisierter Medizin und Pflege und gleichzeitig als erster Ansprechpartner für die medizinische Grundversorgung. Rund 135.000 Menschen lassen sich hier jährlich stationär und teilstationär behandeln. Mit jährlich über 6.000 Geburten kommen hier deutschlandweit die meisten Babys zur Welt. Auch in der Notfallmedizin ist die München Klinik die Nummer 1 der Stadt: Rund 160.000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht rund ein Drittel aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. Die hauseigene Pflege-Akademie ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Als gemeinnütziger Verbund finden in der München Klinik Daseinsvorsorge und herausragende Medizin zusammen und stellen das Gemeinwohl in den Vordergrund: Über die medizinisch-pflegerische Versorgung hinaus gibt es großen Bedarf, der vom Gesundheitssystem nicht refinanziert wird – wie etwa das Spielzimmer für Geschwisterkinder. Und auch die Mitarbeitenden aus Medizin und Pflege, die sich mit ihrer täglichen Arbeit für die Gesundheitsversorgung Münchens einsetzen, können von Zuwendungen in Form von Spenden profitieren – beispielsweise durch die Finanzierung von zusätzlichem Wohnraum. Dafür zählt jeder Euro.

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