Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Neuigkeit
23.10.201912:33 Uhr

München Klinik wird zur gGmbH

Nach neuem Namen, jetzt auch neue Gesellschaftsform

  • Der Münchner Stadtrat stimmt zu: Zum 1. Januar 2020 wird die München Klinik zur gemeinnützigen GmbH („München Klinik gGmbH“)
  • Die Änderung wird zum Jahreswechsel offiziell vollzogen und alle Partner informiert
  • Daseinsvorsorge und Gemeinwohl, nicht Gewinnmaximierung, sind oberste Ziele der München Klinik. Mit dem kleinen „g“ steckt das Ziel künftig direkt im Namen

München, 23. Oktober 2019. Bereits seit Oktober 2018 hört der kommunale Klinikverbund auf den (neuen) Namen „München Klinik“. Ab 1. Januar 2020 wird aus der „Städtisches Klinikum München GmbH“, die „München Klinik gGmbH“. Das hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 23. Oktober beschlossen.

Der Klinikverbund ist eine wichtige Säule der Daseinsvorsorge der Stadt: Über 40 Prozent aller Notfälle in München werden hier versorgt und jedes dritte Münchner Kindl kommt hier zur Welt. Das kleine „g“ steht für die Daseinsvorsorge und stellt das Wohl des Menschen in den Mittelpunkt aller Aktivitäten. „Viele Kolleginnen und Kollegen haben den Eindruck, dass in unserem Gesundheitssystem für eine gute Patientenversorgung zu wenig Spielraum ist. In einer Zeit, in der andere Krankenhäuser aus Kostengründen medizinische Angebote, etwa für Kinder oder hochbetagte Patientinnen und Patienten, ohne Alternative aufgeben, setzen wir ein entgegengesetztes Signal“, betont Dr. med. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik. Nicht Gewinnziele, sondern Patientenziele sollen im Mittelpunkt stehen, gleichzeitig bleibt der Anspruch bestehen, solide zu wirtschaften, um Spielraum für Investitionen zu haben.

Bürgerschaftliches Engagement erleichtern

In der Vergangenheit hatte die fehlende Gemeinnützigkeit immer wieder das Engagement der Münchner Bürgerinnen und Bürger erschwert. Behandlungsangebote, die über die klassische medizinische Versorgung hinausgehen, konnten bisher nicht gefördert werden – wie etwa zusätzliche therapeutische Unterstützung für erkrankte Kinder. Über die medizinisch-pflegerische Versorgung hinaus gibt es in den Kliniken großen Bedarf, der vom Gesundheitssystem nicht refinanziert wird – wie etwa das Spielzimmer für Geschwisterkinder. „Wir haben großes Glück, dass sich viele Menschen mit der München Klinik identifizieren. Ich hoffe, dass wir künftig dieses Engagement zum Wohl unserer Patienten und Mitarbeiter noch stärker nutzbar machen können“, sagt Dr. Fischer. Gemeinsam mit Medizin und Pflege möchte man jetzt Projekte finden, die sich durch Spendenaktionen voranbringen lassen. Bislang konnten finanzielle Zuwendungen oder Schenkungen aufgrund erheblicher steuerlicher und satzungsbedingter Hürden nur eingeschränkt angenommen werden. Eine Spendenakquise kann und soll nicht den laufenden Betrieb finanzieren, sondern zusätzliche Angebote ermöglichen.

„Ich begrüße, dass es gelungen ist, mit dem jetzt vorliegenden Beschluss der Gründung einer gemeinnützigen GmbH, dringende Einsparmaßnahmen sicherzustellen, aber nicht auf Kosten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Eine gemeinnützige Gesellschaft unterstreicht unser Ziel für den kommunalen Klinikverbund, die Patientenversorgung, nicht die Gewinnmaximierung im Fokus zu behalten. Als gemeinnützige GmbH kann die München Klinik zudem das herausragende Engagement der vielen Unterstützerinnen und Unterstützer in vollem Umfang annehmen – zum Wohle der Patientinnen und Patienten“ betont der Aufsichtsratsvorsitzende der München Klinik, Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Ein Unternehmen, mit dem sich die Mitarbeiter identifizieren

Die Mitarbeitenden der München Klinik aus Medizin und Pflege setzen sich mit ihrer täglichen Arbeit für die Gesundheitsversorgung der Münchnerinnen und Münchner ein und auch sie könnten von entsprechenden Zuwendungen bspw. durch die Finanzierung von zusätzlichem Wohnraum direkt profitieren. „Wir wollen ein Unternehmen sein, mit dessen Zielen sich die Mitarbeiter identifizieren können und das sinnstiftend ist“, betont Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin Susanne Diefenthal. „Die Gemeinnützigkeit würde die München Klinik auch als Arbeitgeber attraktiver machen, da sich Mitarbeitende noch stärker mit einem Unternehmen identifizieren, das auch im Rahmen der Gesellschaftsform die Patienten in den Mittelpunkt rückt.“ Mit einem Wechsel in die Gemeinnützigkeit verbinde die München Klinik ausdrücklich keine Änderungen in den derzeitigen betriebsverfassungsrechtlichen Beteiligungsrechten.

 

Die München Klinik ist der größte und wichtigste Gesundheitsversorger unserer Stadt. Mit Kliniken in Bogenhausen (5), Harlaching (4), Neuperlach (6), Schwabing (2) und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße (3) ist die München Klinik an insgesamt fünf Standorten jederzeit für alle Münchnerinnen und Münchner da. Die Akademie(1) ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Die München Klinik bietet als starker Klinikverbund Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen – hoch spezialisiert und erster Ansprechpartner für die medizinische Grundversorgung. Der Verbund bietet innovative Medizin und Pflege ganz nah bei den Patienten und deren Bedürfnissen. Rund 135.000 Menschen lassen sich jährlich stationär und teilstationär behandeln. Auch in der Notfallmedizin ist Deutschlands zweitgrößtes kommunales Klinikunternehmen die Nr. 1: Rund 160.000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht über 40 Prozent aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München.

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