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Neuigkeit
05.02.202012:33 Uhr

Neuartiges Coronavirus: Nachweis infektiöser Viren im Nasen-Rachen-Raum bei Personen mit schwachen Symptomen

Untersuchungen der Münchner Fallgruppe liefern neue Erkenntnisse zur Übertragbarkeit des Virus

Gemeinsame Pressemitteilung der Charité, der München Klinik Schwabing und des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr

05. Februar 2020

Neuartiges Coronavirus: Nachweis infektiöser Viren im Nasen-Rachen-Raum bei Personen mit schwachen Symptomen 

Untersuchungen der Münchner Fallgruppe liefern neue Erkenntnisse zur Übertragbarkeit des Virus

 

Untersuchungen der Charité – Universitätsmedizin Berlin, des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr und der München Klinik Schwabing belegen, dass einige der derzeit in der München Klinik Schwabing behandelten Patienten und Patientinnen mit Coronavirus-Infektion auch bei geringgradiger Symptomatik infektiöse Virenunabhängig von der Lunge auch in ihrem Nasen-Rachen-Raum aufweisen. Die Forschungsgruppen schließen daraus, dass auch Infizierte mit schwachen Symptomen das Virus übertragen können.

Das Institut für Virologie der Charité und das Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr unterstützen seit dem Auftreten des ersten deutschen 2019-nCoV-Krankheitsfalls die Diagnostik dieser neuen Virusinfektion. Im Rahmen von Kontrolluntersuchungen überprüfen beide Labore regelmäßig und unabhängig voneinander die Virusausscheidungen bei den in der München Klinik Schwabing betreuten Patienten. Bei diesen Untersuchungen wurde in mehreren Fällen festgestellt, dass infektiöses Virus aus dem Nasen-Rachen-Raum von nur gering symptomatischen Patienten in Zellkulturen angezüchtet werden kann. Die Krankheitszeichen der untersuchten Patienten ähnelten dabei eher einer harmlosen Erkältungskrankheit als einer schwerwiegenden Lungenentzündung. Gleichzeitig fanden beide Labore Hinweise darauf, dass sich das neuartige Coronavirus bei den betroffenen Patienten unabhängig von der Lunge auch im Nasen-Rachen-Raum und im Verdauungstrakt vermehrt.

Diese Beobachtungen sind deutliche Hinweise für eine Übertragbarkeit des Virus bereits bei milder oder beginnender Erkältungssymptomatik (Halsschmerz, Zeichen einer akuten Nasennebenhöhlen-Infektion, leichtes allgemeines Krankheitsgefühl ohne Fieber). 

Geleitet wurden die Untersuchungen von Prof. Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie am Campus Charité Mitte, Oberstarzt PD Dr. Roman Wölfel vom Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr sowie Prof. Dr. Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing. Die Ergebnisse wurden dem Robert Koch-Institut und dem Ständigen Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB) mitgeteilt. Die Publikation der Daten in einer Fachzeitschrift ist in Vorbereitung.

 

Kontakt:

Raphael Diecke
Pressesprecher
München Klinik Schwabing
t: +49 89 452279 492
E-Mail: raphael.diecke.server-mail(at)muenchen-klinik.de
Twitter: @muenchenklinik

Manuela Zingl
Unternehmenssprecherin
Charité – Universitätsmedizin Berlin                  
t: +49 30 450 570 400
E-Mail: presse.server-mail(at)charite.de

Dr. Angelika Niggemeier-Groben
Kommando Sanitätsdienst der Bundeswehr
Abteilungsleiterin Presse - und Informationszentrum
Tel: +49 (0)  261 896 13103; +49 (0)175 2640254
E-Mail: pizsanitaetsdienst.server-mail(at)bundeswehr.org

 

Die München Klinik ist der größte und wichtigste Gesundheitsversorger unserer Stadt. Mit Kliniken in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße ist die München Klinik an insgesamt fünf Standorten jederzeit für alle Münchnerinnen und Münchner da. Die Akademie ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Die München Klinik bietet als starker Klinikverbund Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen – hoch spezialisiert und erster Ansprechpartner für die medizinische Grundversorgung. Der Verbund bietet innovative Medizin und Pflege ganz nah bei den Patienten und deren Bedürfnissen. Rund 135.000 Menschen lassen sich jährlich stationär und teilstationär behandeln. Auch in der Notfallmedizin ist Deutschlands zweitgrößtes kommunales Klinikunternehmen die Nr. 1: Rund 160.000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht über 40 Prozent aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München.

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Prof. Dr. med. Clemens Wendtner, Chefarzt der Klinik für Infektiologie an der München Klinik Schwabing.

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