Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Neuigkeit
24.08.201812:33 Uhr

Pflegeauszubildende leiten die Neurologie in Bogenhausen

An den städtischen Kliniken beginnt die Aufwertung des Pflegeberufs schon in der Ausbildung. Deshalb übernehmen Pflegeauszubildende an der München Klinik Bogenhausen schon früh Verantwortung und leiten erstmals eigenständig eine Station. Von der Patientenpflege bis zum Anleiten zeigt sich die junge Generation selbstbewusst im neuen Arbeitsumfeld.

München, 24. August 2018. Auf Patientinnen und Patienten der Neurologie wartet in der München Klinik Bogenhausen in dieser Woche eine willkommene Abwechslung. Seit Montag leiten Pflegeauszubildende für eine Woche die neurologische Station in sämtlichen Bereichen. Bei gemeinsamen Visiten treten sie in einen ersten Dialog mit der Ärzteschaft und zeigen unter Begleitung des Fachpersonals, dass sie nicht nur die Abschlussprüfung sondern auch die Herausforderungen im neuen Beruf meistern werden.

Pflegeberuf im Wandel – angepasste Ausbildung ist die Voraussetzung

Politik, Pfleger und die Bevölkerung fordern einheitlich mehr Geld, mehr Aufstiegschancen und mehr Ansehen für Pflegekräfte. Deswegen verändert sich der Pflegeberuf perspektivisch auch weg von der Grundpflege und hin zu einem differenzierten und hochspezialisierten Aufgabenspektrum. Pflegekräfte mit Bachelorabschluss und Pflegefachkräfte mit vielen Jahren Berufserfahrung haben immer mehr Therapie-, Planungs- und Steuerungsaufgaben inne, auch die pflegerische Gesundheitsberatung der Patienten und administrative Aufgaben wie die Planung und Durchführung von Apotheken- und Lagerbestellungen obliegen den verantwortungsvollen Händen der Pflegekräfte. Die städtischen Kliniken reagieren auf diesen Wandel und passen die Pflegeausbildung entsprechend an die neuen Aufgabenspektren der Praxis an. Fester Bestandteil soll die Ausbildungsstation werden – nach dem Pilotprojekt in der neurologischen Abteilung in Bogenhausen sollen Auszubildende der hauseigenen Akademie zweimal jährlich in wechselnden Fachabteilungen eine Station leiten. Die Pflegeauszubildenden lernen dort schon früh praktische Abläufe kennen und sprechen in ihrem neuen Verantwortungsbereich mit Ärzten auf Augenhöhe über medizinische und pflegerische Therapiechancen für Patienten. Das Einzigartige: Es sind Auszubildende aus allen Jahrgangsstufen dabei, auch die Auszubildenden im ersten Jahr erhalten schon den vollen Einblick in die Praxis. Insbesondere die Bachelor-Studenten übernehmen leitende Aufgaben und die Auszubildenden im 3. Ausbildungsjahr leiten die Kolleginnen und Kollegen aus dem 1. Ausbildungsjahr an.

Neues Ausbildungskonzept ist ein Gewinn für alle Seiten

Die Auszubildenden, die Klinik und die Patienten profitieren gleichermaßen vom neuen Projekt. Insbesondere die Patienten freuen sich über den frischen Wind auf der Station und genießen während der Ausbildungsstation die gewohnte hochprofessionelle Pflegeversorgung in doppelter Dosis. Denn die Auszubildenden werden bei allen Tätigkeiten von einer examinierten Fachkraft begleitet und kommen als entsprechendes Pflegeduo zu den Patienten. Die Patientenpflege an sich übernehmen die Auszubildenden, die ausgebildete Fachkraft hält sich mit wachen Augen im Hintergrund und greift nur ein, wenn Fragen oder Unsicherheiten im Umgang mit neuen oder unbekannten Situationen aufkommen. Dieses partnerschaftliche Anleitungsmodell erlaubt den Auszubildenden den direkten Weg in die Praxis und ermöglicht die frühe Übernahme von Verantwortung im künftigen Beruf. Von der „Probe aufs Exempel“ profitieren die Auszubildenden kurzfristig in Hinblick auf die anstehende Abschlussprüfung und langfristig im Sinne einer aufgewerteten Pflegeausbildung. Auf die Kliniken warten nach dem Abschluss in Theorie und Praxis topausgebildete Fachpflegekräfte, die mit gestärktem Selbstbewusstsein und verkürzter Einarbeitungsphase auf den Stationen starten.

Auszubildende und Bachelor-Studenten gestalten die Station aktiv mit

In Früh-, Spät- und Nachtschicht: die Auszubildenden leiten die Station durchgehend eigenständig und führen auch die Übergabe selbst durch. Mit dem Feierabend nach der Schicht wartet auf jeden Auszubildenden und jede Auszubildende ein weiterer wichtiger Aspekt der Ausbildungsstation – die Reflexion und Nachbereitung. Hat ein ungewöhnliches Krankheitsbild zu pflegerischen Herausforderungen geführt? Wie laufen die Prozesse – reibungslos oder hakt es noch an gewissen Stellen? Die Auszubildenden führen ein Projekttagebuch, tauschen sich im Dialog miteinander über das Erlebte aus und beantworten gegenseitig Fragen. Diese ausführliche Nachbereitung dient der Prüfungsvorbereitung, denn viele der Auszubildenden stehen kurz vor ihrem Abschluss und haben an dieser Stelle die Gelegenheit, letzte Wissenslücken zu schließen und sich auf das Examen vorzubereiten. Zudem eröffnet die Reflexion auch der Klinik die Chance auf außenstehende Ansichten auf eingespielte Prozesse. „Wir freuen uns sehr auf das Feedback und die Ideen der Auszubildenden. Die Pflege ist ein Berufsbild im Wandel und neben einer aufgewerteten Ausbildung wollen auch wir als flexibler Arbeitgeber neue Möglichkeiten für unsere Pflegekräfte schaffen“, sagt Astrid Göttlicher, Pflegerische Klinikleitung Nord. Die Ausbildungsstation ist ein Baustein dieser Umstrukturierung und soll an den städtischen Kliniken fester Bestandteil der Pflegeausbildung werden.

 
Mit seinen fünf Standorten in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und der Thalkirchner Straße bietet die München Klinik eine umfassende Gesundheitsversorgung auf höchstem medizinischen und pflegerischen Niveau. Jährlich lassen sich hier rund 140.000 Menschen stationär und teilstationär behandeln – aus München, der Region und der ganzen Welt. Auch in der Notfallmedizin ist Deutschlands zweitgrößtes, kommunales Klinikunternehmen die Nr. 1: Rund 170.000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht über 40 Prozent aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. Die hauseigene Akademie bietet vielfältige Einstiegs- und Entwicklungsperspektiven und verantwortet die aktive Nachwuchssicherung. Mit rund 500 Ausbildungsplätzen jährlich ist sie die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern.

 

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Zwei Pflegeauszubildende messen den Blutdruck eines Patienten. Bildnachweis: Andreas Heddergott

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Die Auszubildenden gemeinsam mit Schulleitung Elke Freidhöfer (Mitte) und David Vierson, einem der projektbegleitenden Zentralen Praxisanleiter (rechts). Bildquelle: Andreas Heddergott

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Zwei Pflegeauszubildende bereiten gemeinsam die Medikamente vor. Bildquelle: Andreas Heddergott

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Die Ausbildungsstation bringt die Pflege-Auszubildenden als Team zusammen. Bildquelle: Andreas Heddergott

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Die Ausbildungsstation läuft eine Woche lang an der München Klinik Bogenhausen - von Montag bis Montag, auch über das Wochenende. Bildnachweis: Andreas Heddergott

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