Perinatalexpertentreffen in der München Klinik Harlaching

Zum diesjährigen Perinatalsymposium in Harlaching „Interdisziplinäre Versorgung von Mutter und Kind - Chancen und Herausforderungen“, am zweiten Adventssamstag kamen insgesamt wieder über 160 Expertinnen und Experten aus der perinatalen Medizin und allen anderen Professionen rund ums frühgeborene Kind.

Hier das Grußwort der bayerischen Wissenschaftsministerin a.D. Professor Dr. Marion Kiechle: Grußwort 

Die medizinischen Fachvorträge von namhaften Referenten wie u.a. Professor Dieter Grab (Chefarzt Frauenklinik Harlaching), Professor Marcus Krüger (Chefarzt Klinik für Neonatologie Harlaching&Schwabing), Dr. med. Javier Ortiz (Pränatale Medizin, Klinikum Rechts der Isar), Dr. med. Renate Oberhoffer (Präventive Medizin, TUM) und Dr. med. Andrea Zimmermann (Klinik für Neonatologie Harlaching&Schwabing) beleuchteten die verschiedensten Facetten rund um die prä- und perinatale Medizin und luden zum angeregten fachlichen Austausch ein.

Der Begleitworkshop „Non-invasive Beatmung bei Früh- und Neugeborenen“, von Dr. med. Kilian Ackermann und der pflegerischen Stationsleitung Sabrina Weigel angeboten, stieß ebenfalls auf reges Interesse, und in der Mittagspause gab es Gelegenheit, die neue neonatologische Intensivstation im Haupthaus anzusehen.

Die Schirmherrschaft für das diesjährige Harlachinger Perinatalsymposium hatte die bayerische Wissenschaftsministerin a.D. Frau Professor Dr. med. Marion Kiechle übernommen. Die Veranstaltung war mit 7 CME-Punkten durch die Bayerische Landesärztekammer zertifiziert.

Teil II: Je besser das psychosoziale Umfeld, umso günstiger die Entwicklungsmöglichkeiten für unsere Kinder

Der Samstagnachmittag war psychosozialen Themen gewidmet: Es ist bekannt, dass die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern umso besser sind, je besser das psychosoziale Umfeld ist, in dem sie heranwachsen. Dies gilt natürlich umso mehr für Kinder, die einen holprigen Start ins Leben hatten.

Hier trafen sich nun die Kinder- und Jugendpsychologen, die Sozialpädagoginnen, die Sozialarbeiterinnen der Kliniken, die Physiotherapeuten, kurz: alle anderen Professionen rund ums Kind, um sich fachlich auszutauschen.

Frau Dr. med. Petra Sobanski von der Schwabinger Kinder- und Jugendpsychosomatik sprach zum Thema Bonding und verdeutlichte anhand klug ausgewählter Fallbeispiele die Frühentwicklung und vielfältigen Störungen bei der Eltern-Kind-Kommunikation.

Dr. med. Renate Berger von der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern sprach zum niederschwellig erreichbaren, für die Eltern kostenlosen Angebot der Harl.e.kin-Frühchen-Nachsorge, welches 2003 in Harlaching als Pilotprojekt begonnen wurde und inzwischen an 25 bayerischen Klinikstandorten mit Neonatologie – in München u.a. in Harlaching, Schwabing und dem MRI - etabliert ist.

Besonders wichtig und einfühlsam präsentiert war der Vortrag von Frau Dipl.Psych. Abdallah-Steinkopf von Refugio München zur kultursensiblen Elternberatung: Gerade in Zeiten zunehmender Migration ist es wichtig, ein tatsächliches Verständnis für die Gewohnheiten und Bräuche anderer Kulturen zu gewinnen, auch um voreilige Schlüsse und Vor-Urteile zu vermeiden.

Barbara Mitschdörfer vom Bundesverband frühgeborenes Kind und Anne Reimers als Mitarbeiterin der psychosozialen Elternberatung in Harlaching komplettierten des Konzepts der psychosozialen Elternberatung den Nachmittag.

Diverse Presseartikel zur Ansicht

Hier finden Sie einige Merkur-Gesundheitsseiten und andere Artikel in Fachmagazinen zum Download.

- Eltern-Reportage über die Harlachinger Früchenintensivstation 2018

- Merkur-Gesundheitsseite mit Prof. Dr. med. Dieter Grab und Dr. med. S. Frangini "Kinderwunsch trotz Krebs"

- Pränataldiagnostik mit Prof. Dr. med. Dieter Grab 

 

 

Informationen zur Harl.e.kin-Frühchen-Nachsorge in München

Moderne Neonatologie braucht strukturierte Nachsorge

In der Merkur-Gesundheitsseite mit Professor Reinhard Roos finden sich die wesentlichen Informationen zur Harl.e.kin-Frühchen-Nachsorge in München. Download

2003 als Pilotprojekt an der Kinderklinik Harlaching gestartet, wurde dieses erfolgreiche Modell der strukturierten Nachsorge für Früh- und Risikogeborene stetig evaluiert und weiterentwickelt und ist inzwischen an 25 bayerischen Klinikstandorten mit Neonatologie implementiert. Das erfolgreiche Modell ist von Beginn an vom bayerischen Sozialministerium ideell und finanziell gefördert.

Download

Dank an Frau Dr. Sabine Höck (geschäftsführende Leiterin der medizinischen Abteilung der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern a.D.) und Herrn Professor Reinhard Roos für die stete (und sture) Verfolgung ihrer Idee sowie allen anderen Harl.e.kin-Nachsorge-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Diesjähriger Weihnachtsbrief des Harl.e.kin e.V.