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Vertrauliche Geburt

Sicher und unter Pseudonym entbinden in der München Klinik

Wenn Sie Ihr Kind nicht behalten können oder möchten, haben Sie in Deutschland ein gesetzlich verankertes Recht: die vertrauliche Geburt. Seit 2014 können Frauen in allen geburtshilflichen Einrichtungen unter einem Pseudonym und medizinisch betreut entbinden. Alle Mitarbeitenden in den Geburtskliniken der München Klinik sind dafür geschult. Sie können sich jederzeit im Kreißsaal melden oder vorab einen Termin in der Schwangerensprechstunde vereinbaren. Wir sind für Sie da, ohne Druck, ohne Kosten. 

Was ist die vertrauliche Geburt?

Seit dem 1. Mai 2014 ist die vertrauliche Geburt in Deutschland gesetzlich geregelt. Sie ermöglicht es Frauen, ihr Kind in einer geburtshilflichen Einrichtung unter einem Pseudonym und medizinisch vollständig betreut zur Welt zu bringen. Die Identität der Mutter wird dabei sicher und verschlossen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) hinterlegt – nicht im Kreißsaal, nicht in der Klinik. Das Angebot gilt in allen geburtshilflichen Einrichtungen in Deutschland, also auch in den Geburtskliniken der München Klinik an den Standorten Schwabing und Harlaching. Das Ziel: Keine Frau muss alleine ein Kind zur Welt bringen.

So läuft die vertrauliche Geburt ab

  • Vor der Geburt: Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Wer möchte, kann auch vorab einen Termin in der Schwangerensprechstunde vereinbaren. 
  • Geburt: Sie kommen jederzeit in den Kreißsaal der München Klinik, zu finden an den Standorten Schwabing und Harlaching, und sagen, dass Sie eine vertrauliche Geburt wünschen. Unser Team weiß, was zu tun ist, und betreut Sie medizinisch vollumfänglich, wie jede andere Gebärende auch. 
  • Pseudonym wählen: Sie entbinden unter einem Pseudonym, das Sie selbst festlegen. Ihr richtiger Name wird nicht erfasst. Ihre Daten werden verschlossen beim BAFzA hinterlegt. 
  • Nach der Geburt: Das Kind wird vom Jugendamt in Obhut genommen. Sie haben acht Wochen Zeit, Ihre Entscheidung zu überdenken und das Kind zurückzunehmen. Die beim BAFzA hinterlegten Daten kann das Kind ab dem 16. Lebensjahr einsehen.

Kosten: Die vertrauliche Geburt ist für Sie kostenlos. Eine Krankenversicherungskarte ist nicht erforderlich.

Beratungsstellen

Eine Beratung ist keine Voraussetzung für die vertrauliche Geburt, aber sie kann helfen.

Wer eine Beratung wünscht, erhält diese in den anerkannten Schwangerschaftsberatungsstellen wie donum vitae, Caritas, Pro Familia oder Diakonie. Sie begleiten Sie kostenlos und vertraulich.

Das bundesweite Hilfetelefon „Schwangere in Not“ ist rund um die Uhr, kostenlos und anonym erreichbar: 0800 40 40 020

Babyklappe an der München Klinik Schwabing
Die Babyklappe bzw. das Babynest an der München Klinik Schwabing gibt es bereits länger als das Gesetz zur vertraulichen Geburt besteht.

Die Babyklappe befindet sich in der Parzivalstraße 16, in einem geschützten, von der Straße aus nicht einsehbarem Bereich. Sobald das Neugeborene im Nest liegt, wird über eine automatisierte Meldung sichergestellt, dass sich Fachpersonal unmittelbar um das Kind kümmert.

Das Babynest steht Frauen zusätzlich zur Verfügung. Aus medizinischer Sicht ist die vertrauliche Geburt jedoch deutlich vorzuziehen: Mutter und Kind werden ärztlich betreut, Komplikationen können sofort erkannt und behandelt werden, und die Mutter erhält Nachsorge. Wir empfehlen daher ausdrücklich, zuerst das Angebot der vertraulichen Geburt zu nutzen oder sich beraten zu lassen.
Babyklappe an der München Klinik Schwabing

Babynest an der München Klinik Schwabing

FAQ: Häufige Fragen rund um die vertrauliche Geburt

Unsere Geburtskliniken

Die vertrauliche Geburt ist in allen Frauenkliniken der München Klinik möglich. Unsere Kreißsäle sind rund um die Uhr besetzt. Sie können jederzeit kommen.

Informationen zu Entbindung, Frühgeburt & Fehlgeburt