Neuigkeit
09.05.2016 15:04 Uhr

Auch Kinder kämpfen gegen Keime

München, 09. Mai 2016. Krankheitserreger lauern überall. An Türklinken, am Haltegriff der U-Bahn – und auch in Kranken­häusern. Eine Eindämmung der Verbreitung von Krankheitserregern ist daher nötig, um Patientinnen und Patienten vor einer Infektion zu schützen.

Mit einem Aktionstag für Patienten und Besucher am 12. Mai 2016 macht die München Klinik auf die Bedeutung einer sorgfältigen Händehygiene aufmerksam. Zwischen 11:00 Uhr und 17:00 Uhr informieren an diesem Tag Hygienefachkräfte in den Eingangsbereichen aller fünf Klinikstandorte (Schwabing, Bogenhausen, Neuperlach, Harlaching und Thalkirchner Straße) über die Bedeutung einer richtigen Handdesinfektion.

Erstmalig werden dabei auch die Kinder aktiv mit einbezogen: In den Eingangsbereichen der Kliniken Schwabing, Harlaching und Neuperlach wurden für sie eigene Desinfektionsmittelspender aufgestellt. Sie sind für die Kleinen leichter erreichbar und geben eine niedrigere Dosierung ab. Außerdem verfügen sie über einen Schutzmechanismus, der verhindert, dass Kinder ohne Aufsicht die Spender bedienen. Das Klinikum Bogenhausen und die Klinik Thalkirchner Straße werden in den nächsten Wochen ebenfalls mit eigenen Kinder-Spendern ausgestattet. Diese speziellen Einrichtungen bleiben dauerhaft installiert. Damit richtet die München Klinik gerade auch für die Kleinsten ein zusätzliches Hygieneangebot ein – ein Standard über den wenige andere Kliniken in Deutschland verfügen.

Einer Studie des Bundesgesundheitsministeriums zufolge erwerben sich knapp vier von 100 Patienten bei einem Krankenhaus-Aufenthalt eine Infektion. Da einzelne Keime gegen Antibiotika resistent sind, folgen oft langwierige Behandlungen. Die Übertragung dieser so genannten Multiresistenten Erreger (MRE) im Krankenhaus findet vor allem durch den direkten Kontakt mit Patienten statt, die Keime mit sich tragen oder bereits erkrankt sind. Der bekannteste multiresistente Erreger ist der Methicillin resistente Staphylokokkus aureus, kurz MRSA genannt. Er kann vor allem Erkrankungen wie Wundinfektionen und Lungenentzündungen verursachen. Durch eine sorgfältige Händehygiene lassen sich Infektionen durch fast jede Art von Erregern stark verringern.

Die deutschlandweite Kampagne „Aktion Saubere Hände“, an der sich das Städtische Klinikum mit seinen fünf Standorten beteiligt, sorgt hier seit Jahren für Aufklärung und damit für eine Verbesserung der Händehygiene. Mit wachsender Akzeptanz: Im Städtischen Klinikum wurden allein im vergangenen Jahr rund 33 402  Liter Desinfektionsmittel verbraucht. 26 Prozent mehr als noch im Jahr 2009. Insgesamt hat die Klinikhygiene einen sehr hohen Stellenwert in der München Klinik. Die zentrale Bedeutung zeigt sich in einer eigenen Stabsstelle, die direkt der Geschäftsführung zugeordnet ist. In dieser zentralen Einheit arbeiten  Klinikhygieniker und ausgebildete Fachkräfte, die sich in allen Kliniken vor Ort um die strikte Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und der eigens erarbeiteten Leitlinien auf Basis  von Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts kümmern.

 

Mit seinen fünf Standorten in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und der Thalkirchner Straße sowie dem medizinischen Dienstleistungszentrum Medizet bietet die München Klinik eine umfassende Gesundheitsversorgung auf höchstem medizinischen und pflegerischen Niveau. Jährlich lassen sich hier rund 140.000 Menschen stationär und teilstationär behandeln – aus München, der Region und der ganzen Welt. Auch in der Notfallmedizin ist Deutschlands zweitgrößtes, kommunales Klinikunternehmen die Nr. 1: Rund 170.000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht über 40 Prozent aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. In den über 60 Fachabteilungen gibt es zudem zahlreiche interessante Einsatzmöglichkeiten. Die hauseigene Akademie bietet vielfältige Einstiegs- und Entwicklungsperspektiven und verantwortet die aktive Nachwuchssicherung. Mit rund 500 Ausbildungsplätzen jährlich ist sie die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern.

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Raphael Diecke
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