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Krebs, Krebserkrankung

Onkologie in der München Klinik

Krebs (Maligne Tumoren)

Onkologie in der München Klinik - Ihr Zentrum für Krebserkrankungen.

Jeder Krebs ist anders - und jede Patientin und jeder Patient erlebt ihn anders, selbst wenn es sich um das gleiche Organ handelt. Denn Krebs (Malignom, Krebsgeschwulst) ist nur der Oberbegriff für verschiedenste bösartige Gewebeneubildungen (Neoplasie) bzw. bösartige, maligne Tumoren. Krebszellen können in Organen, Blut, Knochen und Gewebe entstehen.

Betroffene und ihre Angehörigen finden in der München Klinik renommierte Zentren und erfahrene Spezialisten, die Sie durch diese schwere Zeit begleiten.

Online-Talks: Gut begleitet durch die Krebserkrankung

Schwerpunktwoche zum #Weltkrebstag: Die Expert*innen der München Klinik Bogenhausen informieren über die Themen Psychoonkologie, onkologische Pflege sowie Fatigue - und beantworten live Ihre Fragen.

31.01. Thema: Psychoonkologie - Was hat die Psychotherapie mit Krebs zu tun?

Dr. phil. Simon Moll, Psychologischer Psychotherapeut, sprach über die hohe psychische Belastung einer Krebserkrankung und wie die Psychoonkologie Betroffene und ihre Angehörigen unterstützt. Im Anschluss beantwortete er viele interessante Fragen.

01.02. Thema: Pflege in der Onkologie - Unterstützung für Erkrankte & Angehörige

Jasmin Weitkunat, Gesundheits- und Krankenpflegerin für Onkologie, sprach über das Thema Onkologische Pflege und beantwortete im Anschluss Fragen rund um die ganzheitliche Pflege von Menschen mit einer Krebserkrankung.

02.02. Thema: Fatigue bei Krebs - Wege aus der Erschöpfung

Dr. med. Nina Hackelsberger, Oberärztin im Palliativmedizinischen Konsildienst, sprach über das Thema Fatigue und beantwortete im Anschluss Fragen rund um die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von chronischer Erschöpfung.

Krebs - gut zu wissen

Nr. 2Todesursache

Die Krebserkrankungen sind nach den Herz-Kreislaufkrankheiten die zweithäufigste Todesursache in Deutschland.

Tumor≠ Krebserkrankung

Als Krebs werden bösartige, maligne Tumoren bezeichnet. Daneben gibt es auch gutartige, benigne Tumoren, die keine Metastasen bilden.

Krebs≠ Krebs

Krebs kann von verschiedensten Zellen im ganzen Körper ausgehen. D.h. es handelt sich um einen Überbegriff für sehr unterschiedliche Erkrankungen.

Diagnose: Krebs

Tumore können nach verschiedenen Klassifikationssystemen eingeteilt werden. Betroffene finden in Arztbriefen entsprechende Kombination von Zahlen und Buchstaben.

TNM-Klassifikation von Tumoren

Die TNM-Klassifikation ist ein international verwendetes Schema zur Einteilung von malignen Tumoren abhängig von ihrer Ausdehnung und Verbreitung im Körper. Betrachtet werden drei Hauptkriterien:

T (tumor):
Ausbreitung des Tumors

  • T0: kein Primärtumor entdeckt/nicht (mehr) nachweisbar
  • T1-4: zunehmende Größe und Ausbreitung des Primärtumors

N (node):
Zahl und Lage betroffener Lymphknoten

  • N0: kein Lymphknotenbefall nachweisbar
  • N1-3: zunehmender Befall von Lymphknoten in Tumornähe

M (metastasis):
Existenz von Fernmetastasen

  • N0: kein Fernmetastasen nachweisbar
  • M1: Fernmetastasen vorhanden

Für weitere Angaben werden der TNM-Formel zusätzliche Buchstaben vor- oder nachgestellt. Mehr Information im ONKO-Portal der Deutschen Krebsgesellschaft.

UICC-Stadien

Die UICC-Stadien sind Klassifikationen zum Stadium, dem sogenannten Staging von Tumorerkrankungen. Aus der Kombination der Angaben der TNM-Klassifikation zu T, N und M ergibt sich ein UICC-Stadium:

Stadium 0:

Kleine Tumoren im Frühstadium, ohne Lymphknotenbefall und Metastasen

Stadium I:

Kleine und mittelgroße Tumoren (<5cm), ohne Lymphknotenbefall und Metastasen

Stadium II:

Mittelgroße bis große Tumoren (> 5cm), ohne Lymphknotenbefall und Metastasen

Stadium III:

Tumoren jeder Größe mit Metastasen in 1-4 Lymphknoten, ohne Fernmetastasen

Stadium IV:

Tumoren jeder Größe mit Metastasen in 1-4 Lymphknoten, mit Fernmetastasen

ICD-Schlüssel

Typischerweise von einer Krankschreibung kennen viele den ICD-Diagnoseschlüssel. Der ICD-Code ist eine internationale Klassifizierung, mit der Diagnosen einheitlich benannt werden. Auch Neubildungen werden nach ICD-10 klassifiziert:

C00 bis C97:

Bösartige Neubildungen

D00 bis D09:

In-situ-Neubildungen

D10 bis D36:

Gutartige Neubildungen

D37 bis D48:

Neubildungen unsicheren und unbekannten Verhaltens

Meldepflichtige Tumorerkrankung

Was viele nicht wissen: Für uns besteht eine gesetzliche Pflicht, neu auftretende Krebserkrankungen an das Krebsregister zu melden.

Bereits seit 1998 registriert das Bayerische Krebsregister Tumorerkrankung. Die gewonnen Daten stellen einen wichtigen Beitrag zur Erforschung, Qualitätssicherung und letztlich wirksamen Behandlung von Krebserkrankungen dar.

Die Liste der meldepflichtigen Diagnosen ist im Krebsregister der LGL hinterlegt. Dort finden Sie auch weitere Informationen rund um die Meldepflicht.

Wie hoch ist mein Krebsrisiko?

Risikofaktoren für eine Krebserkrankung & Selbsttests für das persönliche Darmkrebsrisiko und Brustkrebsrisiko.

Persönliches Krebsrisiko

Risikofaktoren für eine Krebsentstehung sind insbesondere:
→ Rauchen
→ Alkohol
→ UV-Strahlung
→ Giftstoffe und Strahlung
→ Übergewicht
→ Infektionen (Viren, Bakterien)
→ Medikamente (z.B. Östrogene)
→ Genetische Faktoren

FAQ: Wie Krebs entsteht und was ihn ausmacht

Häufig gestellte Fragen (bitte auf "Antwort" klicken)

Wie entsteht Krebs?

Antwort

Aggressive Krebszellen

Unsere Körperzellen müssen sich teilen, damit sich z.B. Gewebe wie die Haut erneuern kann. Krebs entsteht, wenn eine Schädigung am Erbmaterial der Zellen zu einem unkontrollierten Zellwachstum führt und sich diese Krebszellen im Organismus ausbreiten. Krebs kann von Zellarten im ganzen Körper ausgehen.

Was ist die Ursache für Krebs?

Antwort

Viele Faktoren

Durch eine Schädigung des Erbguts in den Körperzellen kann Krebs entstehen. Doch nicht jede veränderte Zelle führt automatisch zu einer Krebserkrankung. Vielmehr ist die Entstehung von Krebs ein sehr komplexer Prozess. Als Krebsauslöser gelten Lebensstil, chemische Substanzen, Strahlen, Viren und Gene.

Welche Krebsarten gibt es?

Antwort

Solide & systemische Tumore

Es gibt viele verschiedene Krebsarten. Krebsgewebe tritt zumeist als solider Tumor auf. Darunter versteht man bösartige Geschwülste, die zumindest anfangs an einer Stelle im Körper auftreten. Man unterscheidet Karzinome, Sarkome und Blastome. Es gibt auch Krebsformen, die Blutzellen und das blutbildende Gewebe, also den ganzen Körper, betreffen. Das sind Leukämien und Lymphome.

Woher kommen Krebsnamen?

Antwort

Malignom, Karzinom, Lymphom ...

Es existiert eine Vielzahl von Begriffen für Krebs, denn: Es gibt nicht den einen Krebs, sondern sehr viele verschiedene Krebsarten. Viele enden auf "-om", was Schwellung, Wucherung oder Tumor heißt. Der Krebsname setzt sich aus dem Ort des Krebses (Wortanfang) und der Endung "-om" zusammen. Beispiel: Meningeom (Meningen = Hirnhäute). Achtung: Nicht alle „-ome“ sind Tumoren!

Was sind Metastasen?

Antwort

Tochtergeschwülste

Während gutartige Tumoren an einer Körperstelle bleiben, breiten sich bösartige aus. D.h. Krebszellen des Ursprungstumors (Primärtumor) wachsen in umliegendes Gewebe oder lösen sich und streuen in andere Regionen des Körpers und bilden dort neue Geschwülste. Daher auch der Begriff "Metastasen", was so viel wie "Übersiedlung" bedeutet.

Ist Krebs vererbbar?

Antwort

Nicht direkt

Die Krebserkrankung selbst wird nicht direkt vererbt. Jedoch kann Krebs aufgrund einer erblichen Veranlagung entstehen; d.h. das persönliche Risiko für eine Krebserkrankung kann bei familiärer Vorbelastung höher sein.

Dossier: Krebs & Tumoren

Von Menschen, die Menschen dabei helfen, wieder gesund zu werden - mit großartiger Hingabe und besonderem Einsatz.

Unsere Zentren: von Gehirntumor bis Darmkrebs

Immer für Sie da: In unseren Häusern arbeiten Spezialist*innen unterschiedlicher Disziplinen eng zusammen, um onkologische Erkrankungen auf neuestem Stand der Medizin zu behandeln.

Krebszellen können überall im Körper entstehen. Die Arten und Krankheitsbilder sind entsprechend vielfältig. In spezialisierten Kliniken in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach und Schwabing sowie in unseren Tageskliniken kümmert sich deshalb stets ein Team aus Experten - von Chirurgie bis Onkologische Pflege - ganz individuell um unsere Krebspatient*innen.

Die Onkologischen Zentren und Organzentren der München Klinik gehören zu den großen Krebszentren in Deutschland und besitzen zahlreichen Zertifizierungen, insbesondere der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG).

Krebstherapie: häufige Verfahren im 360°-Konzept

Jede Krebserkrankung ist anders - umso wichtiger ist eine individualisierte Behandlung.

In der München Klinik entscheidet das fächerübergreifende Team in der Tumorkonferenz für jede Patientin und jeden Patienten individuell, was die bestmögliche Krebstherapie und optimale Versorgung ist. Das hängt von der Tumorart und vielen weiteren Faktoren ab.

Häufig gehen konservative Therapie und onkologische Chirurgie Hand in Hand. Unsere Onkologen, Gastroenterologen und Radiologen, Chemo- und Strahlentherapeuten sowie Chirurgen setzen dabei auf modernsten Konzepte, die die Lebensqualität der Erkrankten in den Mittelpunkt stellen.

Im folgenden Stellen wir Ihnen die häufigsten Krebstherapien vor:

Operation bei Krebs

Bei vielen Krebsarten bietet eine operative Entfernung des Tumors gute Chance für eine Heilung bzw. eine echte Steigerung der Lebensqualität. Dabei gilt bei allen Krebserkrankungen gleichermaßen das Prinzip: So umfassend wie nötig, so schonend wie möglich! Deshalb setzen unsere Chirurgen wann immer möglich auf minimal-invasive oder roboterassistierte OP-Verfahren. Zudem setzen wir nicht nur auf eine Rehabilitation nach der OP, sondern auch die Prähabilitation, also eine gezielte Vorbereitung der Erkrankten auf die Krebs-OP.

Beispiel: Darmkrebs-OP