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Dysphagie

Schluckstörungen erkennen und behandeln

Dysphagie, Schluckstörungen

Wenn das Schlucken nicht mehr richtig funktioniert, spricht man von Schluckbeschwerden bzw. einer Schluckstörung (Dysphagie).

Beim Schlucken wird Speichel vom Mund in den Magen befördert. Dabei aktivieren wir mehr als 25 Muskelpaaren in Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf und Speiseröhre. Ein gesunder Schluckvorgang ist wichtig zum Schutz der Atemwege. Gelangt Nahrung in die Luftröhre, besteht u.a. die Gefahr einer Lungenentzündung. Auch Mangelernährung kann eine Folge von Schluckbeschwerden sein. Umso wichtiger ist es, die Gründe für die Einschränkungen in der Schluckfunktion zu kennen und gezielt zu behandeln. Die München Klinik bietet an mehreren Standorten eine Spezialisierung auf die Diagnostik und Behandlung der unterschiedlichen Ursachen einer Dysphagie.

Diagnose Dysphagie - Schluckstörungen erkennen

Hinweise auf eine Schluckstörung sind vor allem häufiges Räuspern oder Husten beim Essen bis hin zur Atemnot. Da es verschiedene Ursachen für eine Dysphagie geben kann, neurologische wie auch z.B. onkologische, ist eine umfassende Diagnostik der Schluckbeschwerden notwendig. 

In der München Klinik bieten wir eine umfassende Schluckdiagnostik an:

  • Neurologische und logopädische Untersuchung
  • Klinische Schluckuntersuchung bei Patientinnen und Patienten mit und ohne Trachealkanüle
  • Instrumentelle Schluckdiagnostik mittels Flexibler Endoskopischer Evaluation des Schluckens (FEES)
  • Radiologische Funktionsdarstellung des Schluckakts (Videofluoroskopie)
  • Spezifische Abklärung z.B. Ösophagusmanometrie in der Gastroenterologie

ICD-Schlüssel


Dysphagie ist mit folgenden ICD-Codes für medizinische Diagnosen verschlüsselt (Auswahl):

R13 Dysphagie

R13.0 Dysphagie mit Beaufsichtigungspflicht während der Nahrungsaufnahme

R13.1 Dysphagie bei absaugpflichtigem Tracheostoma mit (teilweise) geblockter Trachealkanüle

R13.9 Sonstige und nicht näher bezeichnete Dysphagie

Die fiberendoskopische Schluckuntersuchung (FEES)

Endoskopie bei Dysphagie

Transnasale Fiberendoskopie (FEES)

Bei der Fiberendoskopie, kurz FEES (Fiberoptic Endoscopic Evaluation of Swallowing) wird zur direkten Visualisierung des Schluckakts ein flexibles Laryngoskop transnasal in den Rachen eingeführt. Sie dient der objektiven Beurteilung der Schluckanatomie und -physiologie und wird in unserem Haus als standardisierte Untersuchung zur Diagnostik und Therapie bei Schluckstörungen eingesetzt. Wir führen die Untersuchung in der Tagesklinik, aber natürlich auch auf Normalstationen, auf Intensivstationen, in der Rehabilitation und bei beatmeten und tracheotomierten Patient*innen durch. Ziele der Untersuchung sind:

  • Identifizierung pathologischer Bewegungsmuster
  • Beurteilung der Effektivität und Sicherheit des Schluckvorgangs
  • Festlegung und Überprüfung von geeigneten Nahrungsmittelkonsistenzen oder Ernährungsformen
  • Evaluation von therapeutischen Manövern
  • Trachealkanülenmanagement

Die so gewonnen Hinweise zu Ursachen der Schluckstörung und individuellen Symptomatik dienen als Grundlage für alle weiteren therapeutischen Maßnahmen.

Sanfte & sichere Untersuchung durch FEES-Expert*innen

Die Durchführung der endoskopischen Untersuchung erfolgt von professionellen Sprachtherapeutinnen mit langjähriger Berufserfahrung im Bereich der Dysphagiologie und Trachealkanülenmanagement.

Sie sind FEES-zertifiziert durch die Deutsche Gesellschaft für Neurologie, die Deutsche Schlaganfallgesellschaft und die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie.

FEES Supervision: Weiterbildungsangebot der München Klinik

Wir sind Münchens erste FEES-Ausbildungsklinik mit zertifizierten FEES-Ausbilder*innen. Ärzt*innen (wie HNO, Neurologie, Internisten), aber auch Therapeut*innen aus der Logopädie oder Sprachtherapie erhalten bei uns die Möglichkeit, ein FEES-Zertifikat zu erlangen.

Mehr erfahren zur FEES Supervision

Behandlungsangebote bei Dysphagie

Langjährige Erfahrung bei allen Formen und Schweregraden von Schluckstörungen

Wir diagnostizieren und behandeln Dysphagien in allen Schweregraden - von leichten Schluckstörungen (z.B. Probleme beim Kauen) bis zu schwerster Dysphagie, bei der Speichel aspiriert wird:
 

  • Neurologische Erkrankungen inkl. Schlaganfall, Autoimmunerkrankung, Parkinson, Demenz und altersbedingte Dysphagie
  • HNO-Erkrankungen z.B. aufgrund von einem Tumor im Kopf-Hals- sowie Speiseröhren-Bereich
  • Unabhängig der Grunderkrankung nach Langzeitbeatmung, Entwöhnung von Ernährungssonde und Trachealkanüle

Wir bieten Ihnen eine Reihe verschiedener konservativer und moderner Therapiemöglichkeiten. Die Anwendung richtet sich je nach Ursache und Stadium der Erkrankung.

  • Medizinische, interdisziplinäre Behandlung der Grunderkrankung
  • Logopädie und Atemtherapie
  • Funktionelle, kompensatorische und adaptive Dysphagietherapie
  • Instrumentelle Verlaufsuntersuchungen
  • Biofeedback
  • Vibrationstherapie
  • Trachealkanülenmanagement und Dekanülierung

Neurologische und psychosomatische Krankheiten im Überblick