Lungenkrebs (Bronchialkarzinom)

Rund 50.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Lungenkrebs. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Seit einigen Jahren nimmt der Anteil der Patientinnen aber zu. Experten führen das auf den Fakt zurück, dass immer mehr Frauen rauchen. Rauchen zählt zu den wichtigsten Ursachen für diesen Krebs.

Von Lungenkrebs sind die unteren Atemwege betroffen

Meist sind vom Lungenkrebs die unteren Atemwege betroffen. Die Schleimhautzellen der Bronchien entarten dann, weshalb man den Krebs auch als Bronchialkarzinom bezeichnet.

Die Symptome von Lungenkrebs sind sehr unspezifisch: Husten und Atemnot kommen auch bei vielen anderen Krankheiten vor. Erst spät klagen Patienten auch über Symptome wie Gewichtsverlust und blutigen Auswurf.  

Lungenkrebs wird oft zufällig entdeckt

Die Diagnose eines Bronchialkarzinoms wird oft zufällig im Rahmen einer Röntgen-Untersuchung aus anderem Anlass festgestellt. Besteht bereits ein Verdacht auf Lungenkrebs, wird der Arzt ebenfalls die Lunge röntgen oder eine Computertomografie (CT) durchführen. Ergänzt werden diese Diagnose Verfahren durch eine Spiegelung der Lunge, die so genannte Bronchoskopie.  

Behandlung hängt von Art des Lungenkrebses ab

Mediziner unterscheiden zwischen dem kleinzelligen und dem nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinom. Ersteres wächst schnell und bildet Metastasen aus. Ein Großteil der Patienten, ca. 80 Prozent, leidet aber unter einem nicht-kleinzelligen Karzinom.

Die Therapie hängt vor allem davon ab, welche Form des Lungenkrebs vorliegt. Operation, Chemotherapie und Bestrahlung sind die wichtigsten Säulen einer Behandlung bei Lungenkrebs.  

Stärken Sie Ihre Lunge

Studien belegen: Je fitter der Patient, desto schneller die Erholung nach der Lungen-OP. Trainieren Sie Ihre Lunge mit unseren Lungenübungen.

Fit für die Lungen-OP. Lungenübungen

Pneumonektomie an selbstständig atmender Patientin

Das erste Mal weltweit wurde in unserer Thoraxchirurgie in Bogenhausen ein kompletter Lungenflügel an einer selbstständig atmenden Patientin entfernt. Normalerweise werden Patienten während einer Pneumonektomie künstlich beatmet. Allerdings barg die maschinelle Beatmung Risiken für die Patienten, denen ein Lungenflügel entfernt wurde: Lungenenzündungen und akutes Lungenversagen sind mögliche Folgeschäden. Zudem mussten sich die Patienten bisher mühsam von der Beatmungsmaschine entwöhnen.

Durch die künstliche Beatmung wurde das durch die OP ohnehin bereits "gestresste" Lungengewebe zusätzlich belastet, was zu den Komplikationen führte. 

Bei geeigneten Patienten wird das neue Verfahren nun routinemäßig angewendet werden. Vorteile für die Patienten liegen auf der Hand: geringeres Komplikationsrisiko und eine verkürzte Regenerationsphase. Die erste nicht-intubierte Lungenflügelentfernung bei Lungenkrebs ist vor allem ein fächerübergreifender Teamerfolg zwischen der Thoraxchirurgie und Anästhesiologie. Durch das Verfahren der nicht intubierten Lungenchirurgie können wir unserem Anspruch einer möglichst schonenden Patientenbehandlung nun noch besser gerecht werden, weil wir dadurch den minimal-invasiven Ansatz auch auf den Bereich der Narkoseführung ausweiten und die Risiken und Nebenwirkungen der Intubation reduzieren können.

 

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