Coronavirus (Covid-19)

Covid-19: Infektion, die durch das neuartige Coronavirus 2019-nCoV (SARS-CoV-2) ausgelöst wird.

Fast 70.000 Menschen sind nach offiziellen Angaben weltweit mit dem Coronavirus infiziert worden. Die meisten in China in der Provinz Hubei. Über 1.600 Infizierte sind in China bereits an den Folgen der Infektion gestorben. Wann der Erreger auf den Menschen übergesprungen ist und von welchem Tier es stammt, ist noch nicht geklärt.

Seit 27. Januar 2020 behandeln wir in der München Klinik Schwabing mehrere Patienten mit bestätigtem Coronavirus. Wir haben hier einige Informationen für Sie zusammengestellt.
Den aktuellen Stand erfahren Sie auf unserem Twitterkanal.

Wie ansteckend ist das Coronavirus?

Das aktuelle Coronavirus ist ansteckender als das SARS-Virus. Laut einer aktuellen Studie unserer Ärzte, des Instituts für Virologie der Charité und des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr kann das Virus bereits bei schwachen Symptomen übertragen werden.

Die Krankheitszeichen der untersuchten Patienten ähnelten dabei eher einer harmlosen Erkältungskrankheit als einer schwerwiegenden Lungenentzündung. Beim Husten können die Viren daher von Mensch zu Mensch übertragen werden. Auch über eine Schmierinfektion ist der Erreger übertragbar. Das Virus ist also ähnlich ansteckend wie die Influenza.

Derzeit gehen Experten von einer Inkubationszeit von einem bis vierzehn Tagen aus. Wie lange jemand krank und ansteckend ist, dazu fehlen derzeit noch die genauen Erkenntnisse. Daher werden die Patienten auch genau beobachtet und regelmäßige Abstriche durchgeführt.

Das Coronavirus - der Virenstamm

Das Coronavirus mit dem Namen 2019-nCoV gehört zur Familie der Coronaviridae und damit der gleichen Artengruppe an wie SARS oder MERS. Coronaviren sind genetisch hochvariabel und können auch Artenbarrieren überwinden. Sie infizieren also sowohl Menschen als auch Tiere.

Weitere Informationen zu den Coronaviridae bei Wikipedia

Übertragbarkeit des Virus

Untersuchungen der Münchner Fallgruppe liefern neue Erkenntnisse zur Übertragbarkeit des Virus

Presseinformation zur Studie

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

2019-nCoV hat eine deutlich niedrigere Sterblichkeitsrate als SARS oder MERS. Allerdings ist schwer zu ermitteln, wie hoch die tatsächliche Letalitätsrate ist, da bei milden oder symptomlosen Infektionen die Infizierten keine Ärzte aufsuchen und somit auch in keiner Statistik auftauchen. Experten vermuten daher eine 10 – 20 mal höhere Anzahl an infizierten Chinesen.

Die Sterblichkeit würde somit bei weit unter zwei bis vier Prozent liegen. Prof. Dr. Clemens Wendtner, Chefarzt der Infektiologie der München Klinik Schwabing, geht von einer Sterblichkeit unter einem Prozent aus, wenn nicht eher im Promillebereich. Das wäre eine ähnliche Größe wie die Influenza. Auch die bisher in Deutschland bekannten Fälle zeigen nur milde bis keine Symptomatiken.

Wer ist besonders gefährdet?

Zur Risikogruppe zählen vor allem ...

  • immunologisch geschwächte,
  • vorerkrankte und
  • ältere Menschen.

Todesfälle sind bisher fast nur in dieser Gruppe aufgetreten.

Wie können Sie sich vor einer Infektion schützen?

Ergreifen Sie Maßnahmen, die auch zur Vermeidung anderer Infektionskrankheiten wie Influenza oder Magen-Darm gelten:

  • Desinfizieren Sie Oberflächen
  • Waschen oder desinfizieren Sie sich regelmäßig die Hände
  • Vermeiden Sie sich ins Gesicht zu fassen
  • Husten oder Niesen Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch
  • Halten Sie Abstand zu Erkrankten
  • Vermeiden Sie Hände zu schütteln

Welche Symptome treten auf?

Die Symptome ähneln einer Erkältungskrankheit. Fieber ist ein Hauptsymptom. Atemnot, aber auch Husten, Kopfschmerzen oder Durchfall können auftreten.

In schweren Fällen kann es zu schweren Atembeschwerden, Lungenentzündungen und hohem Fieber kommen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Patienten werden, wie bei einer Grippe, symptomatisch behandelt. Da es sich um einen Virus handelt, helfen keine Antibiotika.

Je nach Symptomatik können Schleimlöser oder fiebersenkende Mittel gegeben werden. Ist jemand milde erkrankt, ist keine Therapie notwendig. 

Derzeit forschen Wissenschaftler an einem Impfstoff. Experten rechnen mit einer mehrmonatigen Entwicklungsphase.

An wen wende ich mich im Verdachtsfall?

Im Verdachtsfall wenden Sie sich - wie bei jedem Infektionsverdacht - bitte zuerst an Ihren Hausarzt. Das bayerische Gesundheitsministerium hat eine eigene Hotline eingerichtet. Coronavirus-Hotline: 09131 6808-5101.

Für die Ärzteschaft in den Praxen wurden Hinweise zum Umgang mit Verdachtsfällen bei einer Infektion mit dem neuen 2019-nCoV bereitsgestellt. Download über die Webseite des Infektionsmonitor Bayern.

Lage in Deutschland und München

In Deutschland wurden 16 Fälle gemeldet. Zwei in Frankfurt und vierzehn in Bayern. Acht der Patienten in Bayern sind noch in der München Klinik Schwabing in Behandlung, am 12. Februar konnte erstmals ein Coronavirus-Fall aus unserer Klinik entlassen werden. Ein Deutscher wird noch auf La Gomera im Krankenhaus behandelt. Alle Infizierten in Bayern sind Mitarbeiter der Firma Webasto bzw. deren Angehörige. (Stand: 12.02.2020)

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass es in Deutschland und Europa zu einer ebensolchen Ausbreitung des Virus kommt wie in China.

Mit dem Auftreten von einzelnen Fällen war laut Experten des Robert-Koch-Instituts zu rechnen. Deutschland ist aber bestmöglich vorbereitet. Täglicher Situationsbericht zur weltweiten Entwicklung von Covid-19.

Die erkrankten Personen werden isoliert und unter Beachtung der entsprechenden Hygienemaßnahmen behandelt. Personen, die engen Kontakt mit einer erkrankten Person hatten, werden informiert und durch das zuständige Gesundheitsamt eng beobachtet. 

CoronaVirus – Keine Gefahr für Patienten und Besucher
Aktueller Hinweis: Wir betreuen aktuell noch acht Patienten mit Coronavirus. Alle sind klinisch stabil. Am 12. Februar haben wir erstmals einen Coronavirus-Fall aus der München Klinik Schwabing entlassen. Voran gegangen war ein intensiver Austausch mit den staatlichen Behörden, welche die Entlasskriterien zusammen mit mehreren hochrangigen wissenschaftlichen Experten, darunter auch dem Robert Koch-Institut (RKI), diskutierten und bestimmen mussten.

Die München Klinik Schwabing steht in der Verantwortung - für die Versorgung der Menschen in unserer Region. Selbstverständlich findet die klinische Überwachung auf dem Klinikgelände mit entsprechender Isolation bei den Spezialist*innen der Infektiologie statt. Mit der Zimmer-Isolierung besteht keinerlei Ansteckungsgefahr für andere Patienten und Besucher.

Wichtig: Unser Klinikbetrieb – von der Geburtshilfe bis zur Kardiologie läuft ohne Einschränkung weiter. Wir sind jederzeit für Ihre Gesundheit da!

CoronaVirus – Ihre Fragen

Informationen wie sich schützen können und was im Verdachtsfall zu tun ist.

Unsere Internet-Seite zum Coronavirus
Coronavirus (2019-nCoV) - Informationen und Links

Die Internet-Seite des Bundesgesundheitsministeriums
www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html

Das bayerische Gesundheitsministerium hat eine eigene Hotline eingerichtet. Coronavirus-Hotline: 09131 6808-5101

Aktuelle Entwicklung in Schwabing

Informationen zur aktuellen Entwicklung in Schwabing auch bei uns auf Twitter:
https://twitter.com/muenchenklinik

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