Coronavirus

Coronavirus-Infektion (Covid-19)

Covid-19: Infektion, die durch das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelöst wird.

Viele tausend Menschen sind weltweit mit dem Coronavirus infiziert worden. Die meisten in China in der Provinz Hubei. Wann der Erreger auf den Menschen übergesprungen ist und von welchem Tier es stammt, ist noch nicht geklärt. Aktuell bereitet sich der Virus auch in Europa aus.

Wie ansteckend ist das Coronavirus?

Das aktuelle Coronavirus SARS-CoV-2 ist ansteckender als das SARS-Virus. Laut einer aktuellen Studie unserer Ärzte der Klinik für Infektiologie & Tropenmedizin in der München Klinik Schwabing, des Instituts für Virologie der Charité und des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr kann das Virus bereits bei schwachen Symptomen übertragen werden.

Die Krankheitszeichen der untersuchten Patienten ähnelten dabei eher einer harmlosen Erkältungskrankheit als einer schwerwiegenden Lungenentzündung. Beim Husten können die Viren daher von Mensch zu Mensch übertragen werden. Auch über eine Schmierinfektion ist der Erreger übertragbar. Das Virus ist also ähnlich ansteckend wie die Influenza.

Die Inkubationszeit beträgt im Schnitt fünf bis sechs Tage. Es sind aber auch Fälle von bis zu zweu Wochen bekannt. Wie lange jemand krank und ansteckend ist, dazu fehlen derzeit noch die genauen Erkenntnisse. Daher werden die Patienten auch genau beobachtet und regelmäßige Abstriche durchgeführt.

Das Coronavirus - der Virenstamm

Das Coronavirus mit dem Namen SARS-CoV-2 gehört zur Familie der Coronaviridae und damit der gleichen Artengruppe an wie SARS oder MERS. Coronaviren sind genetisch hochvariabel und können auch Artenbarrieren überwinden. Sie infizieren also sowohl Menschen als auch Tiere.

Weitere Informationen zu den Coronaviridae bei Wikipedia

Übertragbarkeit des Virus

Untersuchungen der Münchner Fallgruppe liefern neue Erkenntnisse zur Übertragbarkeit des Virus

Presseinformation zur Studie

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Momentan ist es noch schwer zu ermitteln, wie hoch die tatsächliche Letalitätsrate durch SARS-CoV-2 ist, da sie sich von Land zu Land erheblich unterscheidet. Bei milden oder symptomlosen Infektionen suchen die Infizierten keine Ärzte auf und tauchen somit auch in keiner Statistik auf.

Das Virus dringt über eine Bindung an das in der Zellmembran verankerte Enzym ACE2 in die menschliche Zelle ein. Eine neuere Studie fand heraus, dass die Atemwegszellen bei Rauchern und COPD-Patienten vermehrt ACE2-Rezeptoren aktivieren, was den häufiger schweren Verlauf in dieser Risikogruppe erklären könnte.

Das Virus greift aber nicht nur die Lunge an, sondern auch Leber, Niere, Herz und das zentrale Nervensystem. So könnte das Virus neuroinvasive Eigenschaften besitzen, die das zentrale Nervensystem schädigen und damit zum Lungenversagen beitragen könnten.

Wer ist besonders gefährdet?

Zur Risikogruppe zählen vor allem ...

  • ältere Personen ab etwa 50–60 Jahren
  • Raucher
  • stark übergewichtige Menschen
  • Personen mit Vorerkrankungen:
    • des Herz-Kreislauf-Systems (z.B. koronare Herzerkrankung, Bluthochdruck)
    • chronische Lungenerkrankungen (z.B. COPD)
    • chronische Lebererkrankung
    • Diabetes mellitus
    • Krebserkrankung
    • geschwächtes Immunsystem (aufgrund einer Erkrankung oder durch die regelmäßige Einnahme von Medikamenten)

Coronavirus - Aktuelle Informationen für Schwangere

Sie erwarten ein Baby – Sie machen sich Sorgen wegen des Coronavirus? Wir haben alle wichtigen Informationen für Sie zusammengestellt. Aber die wichtigste vorweg: Sie werden bei uns sicher und geborgen entbinden können.  

Alle wichtigen Informationen für Schwangere

Wie können Sie sich vor einer Infektion schützen?

Ergreifen Sie Maßnahmen, die auch zur Vermeidung anderer Infektionskrankheiten wie Influenza oder Magen-Darm gelten:

  • Desinfizieren Sie Oberflächen
  • Waschen oder desinfizieren Sie sich regelmäßig die Hände
  • Vermeiden Sie sich ins Gesicht zu fassen
  • Husten oder Niesen Sie in die Armbeuge oder in ein Taschentuch
  • Halten Sie Abstand zu Erkrankten
  • Vermeiden Sie Hände zu schütteln

Welche Symptome treten auf?

Die Symptome ähneln einer Erkältungskrankheit. Fieber ist ein Hauptsymptom. Atemnot, aber auch Husten, Kopfschmerzen oder Durchfall können auftreten.

In schweren Fällen kann es zu schweren Atembeschwerden, Lungenentzündungen und hohem Fieber kommen.

Wie erfolgt der Nachweis einer Infektion?

Der PCR-Test

Besteht Verdacht, dass sich der Betroffene mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 infiziert hat, wird der Erreger in der Regel mit einem molekularbiologischen Test nachgewiesen. Ein Arzt entnimmt dabei einen Abstrich aus den oberen Atemwegen. Parallel kann auch ein Abstrich der tieferen Atemwege erfolgen, meist in Form von ausgehustetem Schleim.

Informationen zum Corona-Test

Wie erfolgt die Testung im Labor und was wird überhaupt getestet?

Wie funktioniert der Corona-Test?

Der Antikörpertest

Ein Antikörpertest ist in einer frühen Phase der Infektion möglich, hat aber keine so hohe Trefferquote wie der PCR-Test. Nicht alle Patienten bilden den frühen Antikörper Immunglobulin M (IgM) aus, daher ist der Test nur als Ergänzung zum PCR-Test zu sehen.

Späte Antikörpertests weisen eine bereits abgeschlossene Infektion durch die Antikörper Immunglobulin A oder G nach. Zwei Wochen nach Auftreten der ersten Symptome bildet der Körper die Antikörper Immunglobulin A (IgA), drei Wochen später die Antikörper Immunglobulin G (IgG). Je schwerer der Krankheitsverlauf desto höher war die Antikörperkonzentration.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Patienten werden, wie bei einer Grippe, symptomatisch behandelt. Da es sich um einen Virus handelt, helfen keine Antibiotika.

Je nach Symptomatik können Schleimlöser oder fiebersenkende Mittel gegeben werden. Ist jemand milde erkrankt, ist keine Therapie notwendig. Müssen Betroffene stationär aufgenommen werden, werden sie intensivmedizinisch überwacht. Je nach Bedarf wird eine nicht-invasive oder invasive Beatmung angewendet.

Derzeit forschen Wissenschaftler an einem Impfstoff. Experten rechnen mit einer mehrmonatigen Entwicklungsphase.

Atemtherapie bei COVID-19

Die Atemtherapie ist ein wichtiger Bestandteil auf dem Weg zur Genesung. Sie muss früh ansetzen, damit keine funktionellen Störungen zurückbleiben bzw. der Patient seine verbliebene Lungenfunktion verbessern kann.

Mit Atemtherapie Lungenschäden minimieren

Ist man nach überstandener Infektion immun?

Bei Personen, die eine COVID-19-Erkrankung durchlaufen haben, konnten Antikörper im Blut nachgewiesen werden. Allerdings in unterschiedlicher Konzentration. Je schwerer der Verlauf, desto höher die Antikörperanzahl. Aufgrund von Tierversuchen und früheren Erkenntnissen zu SARS gehen Mediziner momentan davon aus, dass genesene Patienten ein geringes Reinfektionsrisiko haben.

Da aber Langzeitstudien fehlen, ist unklar, von welcher Dauer dieser Immunstatus ist. Würde sich das Virus ähnlich verhalten wie SARS oder MERS, könnte die Immunität aber bis zu drei Jahre bestehen.

An wen wende ich mich im Verdachtsfall?

Im Verdachtsfall wenden Sie sich - wie bei jedem Infektionsverdacht - bitte zuerst TELEFONISCH an Ihren Hausarzt. Verdacht heißt: Aufenthalt in Risikogebiet (Italien, China, etc.) UND Symptome: Fieber, Atemnot, Husten, Kopfschmerzen, Durchfall.

Wer Kontaktperson zu einem Coronapatient ist oder war, sollte das für Ihn zuständige Gesundheitsamt kontaktieren!

Das bayerische Gesundheitsministerium hat zusätzlich eine eigene Hotline eingerichtet. Coronavirus-Hotline: 09131 6808-5101.

Für die Ärzteschaft in den Praxen wurden Hinweise zum Umgang mit Verdachtsfällen bei einer Infektion mit dem neuen 2019-nCoV bereitsgestellt. Download über die Webseite des Infektionsmonitor Bayern.

Coronavirus (Covid- 19) - was tun?

Notfallzentren sind keine COVID-19-Teststationen!
Wo können Sie sich testen lassen?
Alle Informationen und FAQ finden Sie hier.

Informationsseite: Coronavirus - Was ist zu tun?

Stop Fake-News

Über das Coronavirus grassieren im Netz und den sozialen Medien zahlreiche Gerüchte. Was sind Fakten – was ist Fake? Wir klären auf.

Faktencheck Coronavirus

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