Logout
Covid-19 Intensivzahlen - ein Lagebericht der MüK

Covid-19 - Lagebericht

Für die München Klinik ist die 4. Welle der Corona-Pandemie eine enorme Herausforderung. Wir klären weiter auf - hier mit unseren Zahlen und Fakten von den (Intensiv-)Stationen.

Die Anzahl der Covid-19-Patient*innen auf unseren Normal- und Intensivstationen steigt weiter an. Die Zahlen sind höher als im Vorjahr und der Katastrophenfall wurde in Bayern ausgerufen. Diese vierte Welle steht ganz im Zeichen der Delta-Variante, die deutlich ansteckender und gefährlicher ist. Eine Boosterimpfung ist gerade für ältere Menschen wichtig. Fazit: Wir arbeiten für die Gesundheit aller Münchnerinnen und Münchner am Limit!

Stand: 29.11.21 - Bericht der München Klinik

Änderung zur letzten Aktualisierung in Klammern. Nächste Datenaktualisierung geplant: 30.11.2021, 17:00h

120+2Covid-19 Patient*innen

Aktuell werden in der München Klinik insgesamt 122 Personen (+13) mit bestätigter Covid-19-Infektion sowie 2 Verdachtsfälle betreut.

37Intensivpatient*innen

Wir betreuen aktuell 35 Patient*innen (+-0) auf den Covid-Intensivstationen der München Klinik, davon 12 vollständig geimpft.

30,8%auf Intensiv

Aktuell werden knapp ein Drittel der hospitalisierten Covid-Patient*innen intensivmedizinisch betreut, d.h. sie liegen schwerstkrank auf der Intensivstation.

65Ø-Alter

Alle Covid-Patient*innen, die bei uns betreut werden, sind aktuell im Schnitt 65 Jahre alt. Auf der Intensivstation liegt der Schnitt bei 62,1 Jahren.

56,35Ø-Alter ohne Impfstatus auf Intensiv

Der Altersdurchschnitt unserer Covid-Patient*innen ohne Impfstatus (bzw. ohne Angaben) liegt bei 56,35 Jahren. Bei vollständig Geimpften bei 70,27 Jahren.

67%unter 75 Jahre

Wir versorgen Covid-Erkrankte jeden Alters. Aktuell sind 67% der Erkrankten unter 75, 55% sind zwischen 45 und 74 und 12% unter 45 Jahre.

56%Männeranteil

Stand heute werden auf unseren Stationen mehr Männer als Frauen mit bestätigter Covid-19-Infektion behandelt.

24,39%Fälle mit Intensivkontakt

2021 hatte rund ein Viertel der Covid-Patient*innen einen Intensivkontakt. 2020 lag der Durchschnitt noch bei nur 18,65%.

12,55Krankenhaustage

Die Verweildauer beträgt 2021 im Jahresdurchschnitt 12,55 Tage. Die durchschnittliche Verweildauer der Fälle mit Intensivkontakt liebt bei 24,39 Tagen.

Coronavirus-Fallzahlen in München

Wir möchte auf dieser Seite einen transparenten Einblick in unsere Covid-Stationen geben. Alle Zahlen beziehen sich ausschließlich auf die München Klinik.

Die aktuellen Zahlen der Landeshauptstadt München finden Sie auf dem Dashboard der Stadt

Intensivbelastung in Grafiken und Bildern

2021 und die 4. Welle in der München Klinik; Stand: 22.11.2021

Aus erster Hand: Fakten zur aktuellen Intensivlage

Wir haben die Entwicklung der Pandemie seit Jahresanfang als Grafiken aufbereitet. 

  • Grafik 1: Die aktuelle 4. Welle erreichte bereits Mitte November (am 15.11.21) den Peak der vergangenen 3. Welle. D.h. wir befinden uns bereits zum Start der Wintersaison auf einem Höhepunkt der Pandemie - und die Zahlen steigen weiter.
  • Grafik 2: Rund ein Drittel der insgesamt 122 Covid-19-Erkrankten braucht eine intensivmedizinische Versorgung; d.h. fast jede*r dritte Patient*in ist schwerst erkrankt.
  • Grafik 3: Schwerst erkrankte Patientinnen und Patienten auf unseren Covid-19-Stationen sind mehrheitlich ungeimpft. Doch auch immer mehr ältere und/oder immungeschwächte Menschen mit doppeltem Impfschutz müssen auf den Intensivstationen behandelt werden.

Corona-Krise, November 2021 - ein Lagebericht.

4 Fragen an Dr. Niklas Schneider

Die 4. Welle trifft uns in den Kliniken mit voller Macht.

Dr. Niklas Schneider, Oberarzt, berichtet am 11.11.2021 direkt aus der Intensivstation in der München Klinik Schwabing. Er schildert deutlich, dass seine Station voll ist und wie er und das Team der Intensivstationen die Lage vor Ort erleben.

Es ist eine Katastrophe.
Vieles wäre vermeidbar gewesen!

Für unsere Intensiv-Teams der München Klinik, die Covid-Patienten und Patienten mit Herzinfarkten, Schlaganfällen oder nach schweren Unfällen versorgen, ist es eine frustrierende Situation. Sehen Sie hier den Bericht ->

Mit ECMO gegen Corona

> 20ECMO-Behandlungen

Wir haben bis Ende Mai 2021 über 20 Patientinnen und Patienten an der ECMO behandelt, teils über Monate hinweg. Oft handelt es sich dabei um junge Patient*innen in den 30ern oder 40ern.

5ECMOs im Einsatz

Die München Klinik hat an allen vier Standorten auf den Intensivstationen erfahrene ECMO-Expertise und mit Harlaching, Neuperlach und Bogenhausen aktuell drei Standorte mit fester ECMO.

1Mobiles ECMO-Team

Die Hälfte der ECMO-Patient*innen sind Zuverlegungen. Da der Transport ein Risiko ist, nimmt sie unser mobiles ECMO-Team in den anderen Kliniken an die ECMO und bringt sie zu uns.

Nachfrage nach ECMO-Betten und vor allem ECMO-Expertise

Was ist ECMO?

Die ECMO (extrakorporale Membranoxygenisierung) ist eine Maschine, die außerhalb des Körpers übernimmt, was die gesunde Lunge sonst leistet: die Anreicherung des Blutes mit Sauerstoff und die Entfernung von Kohlendioxid. Im Einsatz ist auch eine Cardiac ECMO für das Herz.

In der 3. Welle war der Bedarf besonders stark. Ende April bewegte sich die Zahl der belegten ECMO-Plätze bayernweit bei etwa 70 Plätzen. (Höchststände belegten ECMO-Plätzen: 1. Welle: 40, 2. Welle 60)

„Mit der ECMO gewinnen wir bei akutem Lungenversagen vor allem Zeit, in der sich die Lunge erholen soll.“
Intensivmediziner der München Klinik

Patient beim erstem „Ausflug“ mit ECMO ins Freie nach 70 Tagen ECMO-Therapie

Der Kampf lohnt sich!

Jüngere Menschen können Lungenprobleme durch Covid lange kompensieren - und kommen deshalb oft zu spät ins Krankenhaus und dann direkt auf die Intensivstation. Reicht eine künstliche Beatmung nicht mehr aus, kommt die Herz-Lungen-Maschine als letztes Mittel zum Einsatz.

Unsere Erfolgsgeschichten machen Mut: Patient*innen mit Anfang 40 und katastrophalen Befunden konnten nach 71- bzw. sogar 91-tägiger ECMO-Therapie wieder zurück ins Leben gebracht werden.

„Es lohnt sich zu kämpfen!“
Dr. Stefan Volz, Oberarzt in Bogenhausen

Maximal intensive Eindrücke von der Intensivstation

Unser Fotograf hat eine unserer vier München Klinik COVID-Intensivstationen besucht und stille Eindrücke mitgebracht. 

Die kurzen Aufnahmen dokumentieren eindrucksvoll den professionellen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Medizin und Pflege. Sie zeigen aber auch den hohen Betreuungsaufwand, den die Rettung der zahlreichen Infizierten in der 3. Welle der Corona-Pandemie für die Krankenhäuser weltweit bedeutet.

Die 3. Welle in eindrucksvollen Bewegtbildern:

Dieses Gefühl, auf der Intensivstation zu liegen, piepsende Monitore, ein Beatmungsschlauch, der bei der Atmung hilft. Wer auf der Intensivstation liegt, hat oft Angst und kann sich nicht immer verständigen. Unsere Mitarbeitenden sind für die Patientinnen und Patienten da. Das erfordert viele kleine und große Schritte, die dieses Video im Ansatz zeigt.

Unsere Intensiv-Botschaft: Helfen Sie weiter mit, unsere Stationen nicht an ihre Belastungsgrenzen zu bringen.

Intensivzahlen 2020

Wir haben für Sie Zwischenbilanz gezogen.

380Stunden

muss ein Intensivpatient mit Covid-19 durchschnittlich während seines Klinikaufenthalts beatmet werden.
Dazu kommen oft noch viele Stunden High Flow Sauerstofftherapie.

9 %

der Covid-19-Patienten der München Klinik verstarben insgesamt.

28 %

der Covid-19-Patienten, die auf die Intensivstation kamen schafften es nicht.

4 TageNicht-Covid

Die durchschnittliche Verweildauer eines Nicht-Covid-Patienten auf der Intensivstation liegt bei unter einer Woche.

15,5 TageCovid

Die durchschnittliche Verweildauer eines Covid-Patienten auf der Intensivstation liegt bei über zwei Wochen, wobei Schwerstkrankte mehrere Wochen bis Monate versorgt werden müssen.

5Mitarbeitende

braucht man zum Umlagern eines Patienten in Bauchlage, um seine Lunge besser zu belüften.

100pro Patient

So groß kann das Team aus Medizin, Pflege und Therapie sein, das Intensivpatienten mit Covid-19 bis zur Entlassung betreut.

26.700Stunden

Mehraufwand haben unsere Pflegerinnen und Pfleger von Februar bis Mai 2020 angesammelt.

1von 5

Knapp jeder fünfte Covid-19-Patient der München Klinik musste intensivmedizinisch behandelt werden.

6,2 Mio.Euro

hat die München Klinik im Jahr 2020 für die Anschaffung von Schutzmasken (FFP2, FFP3 und MNS) ausgegeben.

25Prozent

der Intensivpatienten brauchen eine Dialyse. Covid-19 greift mehrere Organe an, darunter auch die Nieren.

Viele weitere interessante Fakten rund um das Coronavirus