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Covid-19 Intensivzahlen - ein Lagebericht der MüK

Covid-19 - Lagebericht

Die München Klinik ist bereits mitten in der vierten Welle der Corona-Pandemie. Das zeigen die Zahlen und Fakten aus unseren (Intensiv-)Stationen, die wir hier in unserem Lagebericht teilen.

Die Anzahl der Covid-19-Patient*innen auf unseren Normal- und Intensivstationen steigt wieder an - deutlich früher als noch im vergangenen Jahr. Die vierte Welle steht ganz im Zeichen der Delta-Variante, die deutlich ansteckender und gefährlicher ist und uns so vor neue Herausforderungen in der Behandlung der Erkrankten stellt. Fazit: Wieder stehen wir an vorderster Front und geben unser Bestes für Ihre Gesundheit.

Stand: 23.09.21 - Bericht der München Klinik

Änderung zur Vorwoche in Klammern. Nächste Datenaktualisierung geplant: 27.09.2021, 17:00 Uhr

41+3Covid-19 Patient*innen

Am 23.09.2021 werden in der München Klinik insgesamt 41 Personen (+5) mit bestätigter Covid-19-Infektion sowie 3 Verdachtsfälle betreut.

16Intensivpatient*innen

Wir betreuen aktuell 16 Patient*innen (+-0) auf den Covid-Intensivstationen in der München Klinik Schwabing, Neuperlach und Harlaching.

39%auf Intensiv

Aktuell werden 39% der hospitalisierten Covid-Patient*innen intensivmedizinisch betreut; d.h. sie liegen auf der Intensivstation.

26,82%Fälle mit Intensivkontakt

2021 hatte mehr als ein Viertel der Covid-Patient*innen einen Intensivkontakt. 2020 lag der Durchschnitt noch bei nur 18,65%.

65,24Ø-Alter

Das Durchschnittsalter der Covid-Patient*innen, die in der München Klinik betreut werden müssen, liegt aktuell bei ca. 65 Jahren.

63%unter 75 Jahre

Wir versorgen Covid-Erkrankte jeden Alters. Aktuell sind 63% der Erkrankten unter 75, 37% sind zwischen 45 und 64 und 10% unter 45 Jahre.

56%Männeranteil

Stand heute werden auf unseren Stationen mehr Männer als Frauen mit bestätigter Covid-19-Infektion behandelt.

14,4Krankenhaustage

Die Verweildauer beträgt 2021 im Jahresdurchschnitt über zwei Wochen. Das ist deutlich länger als im Jahr 2020 mit durchschnittlich 11,32 Verweiltagen.

Coronavirus-Fallzahlen in München

Wir möchte auf dieser Seite einen transparenten Einblick in unsere Covid-Stationen geben. Alle Zahlen beziehen sich ausschließlich auf die München Klinik.

Die aktuellen Zahlen der Landeshauptstadt München finden Sie auf dem Dashboard der Stadt

Intensivbelastung in Grafiken und Bildern

Covid-19-Entwicklungen bei der München Klinik im Jahr 2021

Aus erster Hand: Fakten zur aktuellen Intensivbelastung

Wir haben die Entwicklung der Pandemie seit Jahresanfang als Grafiken aufbereitet. 

  • Grafik 1: Die 4. Welle startet deutlich früher als die 2.Welle im Jahr 2020. Bereits Anfang September sehen wir eine Belegung wie im November 2020, also 2 Monate früher. Über ein Drittel der Erkrankten muss intensivmedizinisch versorgt werden.
  • Grafik 2: Entwicklung der 7-Tage Inzidenz (RKI) im Verhältnis zur Belegung der Intensivstationen mit Covid-19-infizierten Patient:innen seit 1.1.2021 -> Während die Inzidenz in München in der 4. Welle steigt, steigt auch die Belegung der Intensivstationen - auf das Niveau aus dem März 2021. Aktuell werden ca. 15% alle belegbaren Intensivbetten der München Klinik durch Covid-19 für andere Patient*innen blockiert.

Mit ECMO gegen Corona!

> 20ECMO-Behandlungen

Wir haben bis Ende Mai 2021 über 20 Patientinnen und Patienten an der ECMO behandelt, teils über Monate hinweg. Oft handelt es sich dabei um junge Patient*innen in den 30ern oder 40ern.

5ECMOs im Einsatz

Die München Klinik hat an allen vier Standorten auf den Intensivstationen erfahrene ECMO-Expertise und mit Harlaching, Neuperlach und Bogenhausen aktuell drei Standorte mit fester ECMO.

1Mobiles ECMO-Team

Die Hälfte der ECMO-Patient*innen sind Zuverlegungen. Da der Transport ein Risiko ist, nimmt sie unser mobiles ECMO-Team in den anderen Kliniken an die ECMO und bringt sie zu uns.

Nachfrage nach ECMO-Betten und vor allem ECMO-Expertise

Was ist ECMO?

Die ECMO (extrakorporale Membranoxygenisierung) ist eine Maschine, die außerhalb des Körpers übernimmt, was die gesunde Lunge sonst leistet: die Anreicherung des Blutes mit Sauerstoff und die Entfernung von Kohlendioxid. Im Einsatz ist auch eine Cardiac ECMO für das Herz.

In der 3. Welle war der Bedarf besonders stark. Ende April bewegte sich die Zahl der belegten ECMO-Plätze bayernweit bei etwa 70 Plätzen. (Höchststände belegten ECMO-Plätzen: 1. Welle: 40, 2. Welle 60)

„Mit der ECMO gewinnen wir bei akutem Lungenversagen vor allem Zeit, in der sich die Lunge erholen soll.“
Intensivmediziner der München Klinik

Patient beim erstem „Ausflug“ mit ECMO ins Freie nach 70 Tagen ECMO-Therapie

Der Kampf lohnt sich!

Jüngere Menschen können Lungenprobleme durch Covid lange kompensieren - und kommen deshalb oft zu spät ins Krankenhaus und dann direkt auf die Intensivstation. Reicht eine künstliche Beatmung nicht mehr aus, kommt die Herz-Lungen-Maschine als letztes Mittel zum Einsatz.

Unsere Erfolgsgeschichten machen Mut: Patient*innen mit Anfang 40 und katastrophalen Befunden konnten nach 71- bzw. sogar 91-tägiger ECMO-Therapie wieder zurück ins Leben gebracht werden.

„Es lohnt sich zu kämpfen!“
Dr. Stefan Volz, Oberarzt in Bogenhausen

Maximal intensive Eindrücke von der Intensivstation

Unser Fotograf hat eine unserer vier München Klinik COVID-Intensivstationen besucht und stille Eindrücke mitgebracht. 

Die kurzen Aufnahmen dokumentieren eindrucksvoll den professionellen Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Medizin und Pflege. Sie zeigen aber auch den hohen Betreuungsaufwand, den die Rettung der zahlreichen Infizierten in der 3. Welle der Corona-Pandemie für die Krankenhäuser weltweit bedeutet.

Die 3. Welle in eindrucksvollen Bewegtbildern:

Dieses Gefühl, auf der Intensivstation zu liegen, piepsende Monitore, ein Beatmungsschlauch, der bei der Atmung hilft. Wer auf der Intensivstation liegt, hat oft Angst und kann sich nicht immer verständigen. Unsere Mitarbeitenden sind für die Patientinnen und Patienten da. Das erfordert viele kleine und große Schritte, die dieses Video im Ansatz zeigt.

Unsere Intensiv-Botschaft: Helfen Sie weiter mit, unsere Stationen nicht an ihre Belastungsgrenzen zu bringen.

Intensivzahlen 2020

Wir haben für Sie Zwischenbilanz gezogen.

380Stunden

muss ein Intensivpatient mit Covid-19 durchschnittlich während seines Klinikaufenthalts beatmet werden.
Dazu kommen oft noch viele Stunden High Flow Sauerstofftherapie.

9 %

der Covid-19-Patienten der München Klinik verstarben insgesamt.

28 %

der Covid-19-Patienten, die auf die Intensivstation kamen schafften es nicht.

4 TageNicht-Covid

Die durchschnittliche Verweildauer eines Nicht-Covid-Patienten auf der Intensivstation liegt bei unter einer Woche.

15,5 TageCovid

Die durchschnittliche Verweildauer eines Covid-Patienten auf der Intensivstation liegt bei über zwei Wochen, wobei Schwerstkrankte mehrere Wochen bis Monate versorgt werden müssen.

5Mitarbeitende

braucht man zum Umlagern eines Patienten in Bauchlage, um seine Lunge besser zu belüften.

100pro Patient

So groß kann das Team aus Medizin, Pflege und Therapie sein, das Intensivpatienten mit Covid-19 bis zur Entlassung betreut.

26.700Stunden

Mehraufwand haben unsere Pflegerinnen und Pfleger von Februar bis Mai 2020 angesammelt.

1von 5

Knapp jeder fünfte Covid-19-Patient der München Klinik musste intensivmedizinisch behandelt werden.

6,2 Mio.Euro

hat die München Klinik im Jahr 2020 für die Anschaffung von Schutzmasken (FFP2, FFP3 und MNS) ausgegeben.

25Prozent

der Intensivpatienten brauchen eine Dialyse. Covid-19 greift mehrere Organe an, darunter auch die Nieren.

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