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Frauengesundheit, Frauenheilkunde

Endometriose

Bei Wucherung der Gebärmutterschleimhaut - gezielte Diagnostik & Therapie der Endometriose & Endometriose-Schmerzen in der München Klinik.

Wenn sich Zellen der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter ansiedeln, lautet die Diagnose Endometriose. Diese Erkrankung gilt zwar als gutartig, verläuft aber bei den betroffenen Frauen oft chronisch und führt zu Beschwerden wie großen Schmerzen und unregelmäßigen Blutungen. Unsere Frauenkliniken sind spezialisiert auf die umfassende Diagnostik sowie operative Verfahren im Kampf gegen die Endometriose - und helfen bei Unfruchtbarkeit. Zudem bieten wir eine spezialisierte Schmerztherapie der Endometriose an.

Was ist Endometriose? Entstehung & Symptome

Während des monatlichen Zyklus baut sich die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) auf. Kommt es zu keiner Schwangerschaft, wird sie mit der Menstruationsblutung wieder abgestoßen: Gesteuert wird dieser Vorgang von den Geschlechtshormonen Östrogen und Progesteron.

Endometriose ist eine chronische Wucherung der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter; d.h. es siedeln sich kleine Inseln oder Herde dieser Schleimhautzellen außerhalb der Gebärmutter an. Die kommt besonders häufig außen an der Gebärmutterwand, an den Eierstöcken oder Eileitern vor, aber auch an Bauchfell, Blase oder Darm.

Auch diese versprengten Gebärmutterschleimhautzellen unterliegen der zyklischen Steuerung der Geschlechtshormone. Da sie aber nicht abbluten können, bluten sie in die Bauchhöhle. Es kommt zu Entzündungen, Verklebungen und Vernarbungen. Passiert das z.B. an Eileitern oder Eierstöcken, kann Unfruchtbarkeit die Folge sein.

Symptome der Endometriose

  • Regelschmerzen (Dysmenorrhoe)
  • Starke Blutungen (Hypermenorrhoe)
  • Unterbauchschmerzen, chronisch wiederkehrend (zyklisch) und unregelmäßig (azyklisch)
  • Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen beim Stuhlgang und/oder Wasserlassen
  • Unfruchtbarkeit
Starke Schmerzen sind nicht normal!
Denn Endometriose ist eine chronisch-inflammatorischen (entzündlichen) Erkrankungsformen. Schmerzen sind ein Leitsymptom. Wichtig ist, frühzeitig zu reagieren, bevor der Schmerz chronisch wird.

Regelschmerzen, die zu Schul- oder Arbeitsunfähigkeit führen, sind nie normal. Eine Abklärung auf Endometriose ist anzuraten.

Diagnose: Endometriose

Tast- und Sichtbefunde sowie ein Ultraschall bringen erste Hinweise auf eine Endometriose. Endgültig wird die Diagnose durch eine Bauchspiegelung gesichert.

Die Endometriose hat verschiedene Erscheinungsformen und somit ein komplexes Beschwerdebild. Deshalb ist sie häufig nur schwer zu diagnostizieren. Die Untersuchung sollte daher von Experten durchgeführt werden.

Einen ersten Hinweis auf die Erkrankung sind Tast- und Sichtbefunde sowie eine Ultraschalluntersuchung. Zur endgültigen Sicherung der Diagnose muss eine Bauchspiegelung mit Entnahme von Probegewebe durchgeführt werden.

Im Anschluss an die Untersuchung besprechen wir die weiteren Therapieoptionen ausführlich mit Ihnen.

ICD-Schlüssel

Endometriose ist mit folgenden ICD-Codes für medizinische Diagnosen verschlüsselt (Auswahl):

ICD-10 N80.0 Endometriose des Uterus
ICD-10 N80.1 Endometriose des Ovars
ICD-10 N80.2 Endometriose der Tuba uterina (Eileiter)
ICD-10 N80.3 Endometriose des Beckenperitoneums
ICD-10 N80.4 Endometriose des Septum rectovaginale und der Vagina
ICD-10 N80.5 Endometriose des Darmes
ICD-10 N80.6 Endometriose in Hautnarbe
ICD-10 N80.8 Sonstige Endometriose Inkl.: Thorakale Endometriose
ICD-10 N80.9 Endometriose, nicht näher bezeichne

ICD-11 GA10 Endometriose
ICD-11 GA11 Adenomyosis

Therapie der Endometriose

Die Behandlung von Endometriose ist sehr individuell und reicht von medikamentöser Therapie mit Hormonen bis operativer Entfernung der Wucherungen mit Skalpell Laser oder Strom.

Medikamentöse Therapie durch Hormongaben

Die hormonelle Therapie zielt darauf ab, das Wachstum und die Neubildung von Endometriosezellen zu verhindern sowie bereits bestehende zu verkleinern. Dieses Ziel wird durch das Absenken des Östrogenspiegels erreicht, da das Hormon Östrogen der wesentliche Faktor für die Entstehung der Endometriose ist.

Allerdings muss die hormonelle Therapie über einen längeren Zeit, oft über sechs Monate hinweg, durchgeführt werden, mit den entsprechenden vorübergehenden Begleiterscheinungen, wie sie auch in den Wechseljahren auftreten.

Operation mittels Bauchspiegelung

Bei einer schweren Endometriose ist die Operation das Mittel der Wahl. Per Strom, Laser oder Skalpell wird versucht, die einzelnen Wucherungen möglichst komplett zu entfernen. Der Eingriff erfolgt im Rahmen der Bauchspiegelung. Häufig erhalten die Patientinnen nach der OP noch eine hormonelle Therapie, um ein weiteres Auftreten der Wucherungen zu verhindern.

Erfolgskontrolle nach der Behandlung

Ist die hormonelle Therapie beendet, wird eine weitere Bauchspiegelung durchgeführt, um eventuell verbliebene Endometrioseherde zu entfernen und den bisherigen Therapieerfolg zu beurteilen.

Multimodaler Behandlung der Endometriose in Klinik der Maximalversorgung

Aufgrund der chronischen Schmerzen entwickeln die Patientinnen mit Endometriose nicht selten eine Depression und eine damit zusammenhängende Schmerzstörung. Umso wichtiger ist ein multimodaler Behandlung der Endometriose. D.h. eine Kombination aus der medizinischen Behandlung mit Medikamenten und Operation sowie pyhsiotherapeutischen Ansätzen, die Schmerzmanagement und Entspannungstechniken vermitteln.

Welche Behandlung für Sie persönlich in Frage kommt, ist abhängig vom Ausmaß der Beschwerden, der Lokalisation, dem Lebensalter und Ihrem Kinderwunsch. In der München Klinik arbeiten wir deshalb eng vernetzt unter einem Dach der Maximalversorgung. D.h. Expertinnen und Experten der verschiedenen Bereiche stehen für Ihre Behandlung zur Verfügung - von Gynäkologie (Frauenheilkunde) über Chirurgie bis Physikalische Medizin.

 

Unsere Fachabteilungen für Endometriose in der München Klinik

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für Endometriose

Frau Patricia
Geschäftsführende Oberärztin
Frau Patricia Roth