Myome der Gebärmutter

Gutartiges Geschwulst der Gebärmutter (Leiomyom des Uterus)

Besonders Frauen im gebärfähigen Alter entwickeln häufig gutartige Wucherungen in der Gebärmutter, so genannte Myome. Myome sind Tumore, die sich in der Muskelschicht der Gebärmutter, dem Myometrium, bilden. Ein Myom kann einzeln auftreten, ist aber häufiger in größerer Zahl in der Gebärmutter verteilt. In der Regel sind Myome nur wenige Zentimeter groß.

Ursachen für ein Gebärmuttermyom

Eine genetische Veranlagung und hormonelle Störungen scheinen die häufigsten Ursachen für ein Gebärmuttermyom zu sein. Die Myome reagieren sensibel auf Hormone wie Östrogen.

Daher bekommen Kinder keine Myome und auch nach den Wechseljahren kommt es zu keinen Neubildungen.  

Symptome eines Gebärmuttermyoms

Rund ein Viertel der von einem Gebärmuttermyom Betroffenen haben keinerlei Beschwerden. Eines der wichtigsten Symptome sind verlängerte und verstärkte Monatsblutungen.

Je nach Lage kann das Myom andere Organe behindern und so z.B. häufigen Harndrang und Harnwegsinfekte, Verstopfung, Rückenschmerzen oder auch starke Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auslösen. Auch eine Schwangerschaft kann durch die Myome verhindert oder beeinträchtigt werden.  

Wie werden Myome behandelt?

Die Diagnose erfolgt durch eine gynäkologische Tastuntersuchung und Ultraschall.Neben einer Therapie mit Hormonen, so genannten Antiöstrogenen, wird ein Myom vor allem operativ entfernt.

Die operative Entfernung der Myomegelingt meist minimalinvasiv im Rahmen einer Spiegelung von Bauch und Gebärmutter. Die Entfernung der Gebärmutter ist nur noch sehr selten bei einem Myom erforderlich.

Neues Verfahren in Schwabing: Entfernung mittels Radiofrequenzenergie

Die München Klinik Schwabing ist eine der wenigen Kliniken in Deutschland, die das neue Verfahren mit dem Gerät Sonata anbieten. Mithilfe winziger Elektroden wird exakt dosierter Strom in die Myome geleitet, so dass diese erhitzt und zerstört werden – ohne das umliegende Gewebe zu verletzen. Das Instrument ist so klein, dass es durch den Gebärmutterkanal passt und in der Gebärmutterhöhle agieren kann. Obendrein liefert eine Mini-Ultraschallsonde vor Ort präzise Bilder.

Die Methode, die unter Vollnarkose angewendet wird, dauert pro Myom nur 15 Minuten. Nach drei Monaten sind viele Myome kaum noch sichtbar. So lassen sich die durch die Geschwüre verursachten Blutungsstörungen und Schmerzen gut beheben. Je nach Lage verringern sich auch Symptome wie übermäßiger Harndrang oder Unfruchtbarkeit.

Die Vorteile der Strombehandlung

  • keine Schnitte
  • eine geringe Komplikationsrate
  • fast keine Schmerzen
  • eine kurze Heilungszeit

Patientinnen mit Kinderwunsch profitieren

Gerade Patientinnen mit Kinderwunsch können von der Methode profitieren, denn im Gegensatz zu anderen Verfahren hinterlässt Sonata keine Narben. Bei einer Schwangerschaft dehnt sich die Gebärmutter auf das rund Dreißigfache aus und bei der Geburt wird sie noch mehr belastet. Eine Narbe kann zu Rupturen führen.

Wann die Raiofrequenzenergie nicht eingesetzt werden kann

  • wenn die Myome außen auf der Gebärmutter aufsitzen
  • wenn zu viele Geschwüre vorhanden sind

Wer zahlt die neue Methode?

In Deutschland ist die Methode so neu, dass sie von den gesetzlichen Krankenkassen noch nicht übernommen wird. So zahlt die Frauenklinik der München Klinik Schwabing bisher bei einer solchen Behandlung drauf.

„Für mich ist es das wert. Wir wollen unseren Patientinnen die sinnvollsten Verfahren anbieten können. Und da ist Sonata eine echte Bereicherung.“
Dr. Olaf Neumann, Chefarzt der Frauenklinik der München Klinik Schwabing

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