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Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Meldung
03.05.202212:33 Uhr

Aktionsplan Pflege Teil 2: Neue Projekte der München Klinik für die Pflege

Was die München Klinik für die Pflege tut und was sich langfristig für die Pflege und im Gesundheitssystem ändern muss

Die München Klinik berichtet aktuell und in den kommenden Wochen in seriellem Format darüber, was sich im Kleinen und Großen für die Pflege in der München Klinik bereits ändert und langfristig für das deutsche Pflegewesen in Politik und Wahrnehmung ändern muss. Teil 2 des „Aktionsplans Pflege“ stellt neue Projekte vor, die die München Klinik aktuell und in Zukunft für die Pflege auf den Weg bringt. Teil 1 behandelt das öffentliche „Bild der Pflege“ und finden Sie im Pressebereich der München Klinik hier.

München, 3. Mai 2022. Vor und in der Pandemie hat die München Klinik neue Maßnahmen für die Pflege auf den Weg gebracht. Im Fokus steht dabei eine Entlastung der Pflegekräfte von pflegefremden Tätigkeiten, um mehr Zeit für die Patientenversorgung zur Verfügung zu haben, sowie die Stärkung der Pflege-Ausbildung im Sinne eines hochprofessionellen Pflege-Nachwuchses.

100 helfende Hände entlasten künftig die Pflege
Die München Klinik schafft aktuell neue Stellen für Servicekräfte, die nicht-pflegerische Aufgaben (wie z.B. Betten schieben und Essen verteilen) übernehmen und die Pflege dadurch entlasten sollen. Über 50 solcher neuen Servicekräfte sollen in 2022 nach und nach eingestellt werden und an allen Standorten unterstützen. Die München Klinik geht hier in finanzielle Vorleistung, da die wichtige Entlastung der Pflege von organisatorischen und anderen pflegefremden Aufgaben, die nicht die unmittelbare Pflege am Patientenbett sind, ein elementarer Schritt hin zu einem besseren Arbeitsumfeld entsprechend der hohen fachlichen Qualifizierung der Pflege ist. Solche Servicekräfte sind aktuell jedoch nicht über das System refinanziert.

Gemeinsame Praxis-Ausbildung von Pflege-Auszubildenden und Medizinstudierenden
Medizin und Pflege auf Augenhöhe beginnt im Idealfall schon in der Ausbildung. Vor Jahren hat die München Klinik eine besondere Ausbildungsstation gestartet: die interprofessionelle Ausbildung in der Neonatologie (Kinderintensivstation/Frühchenstation), kurz „IPANEO“. Eine interprofessionelle Ausbildungsstation in diesem Fachbereich ist weltweit einzigartig. Pflege-Auszubildende und Medizinstudierende im Praktischen Jahr (PJ) lernen gemeinsam und voneinander sowie von ausgebildeten Fachkräften, beide Berufsgruppen entwickeln schon in der Ausbildung ein besseres Verständnis füreinander. Das Projekt ist so erfolgreich, dass es trotz hohem Ressourcenaufwand auch in der Pandemie fortgeführt wurde und nach Möglichkeit auch auf andere Fachbereiche anhand des Modells der Frühchenstation ausgeweitet werden soll. In kurzer Zeit konnten dadurch jüngst neue Pflegekräfte für die Kinderintensivstation gewonnen werden, ein Bereich in dem der Pflegemangel besonders groß ist. Auch ärztliche Kolleg*innen sind von der neuen Ausbildungsform begeistert und konnten durch das Projekt gewonnen werden.

Neue und innovative Konzepte in der Praxisanleitung
Um die Auszubildenden der eigenen Pflege-Akademie bestmöglich auf ihren Praxiseinsätzen in den Kliniken zu begleiten, setzt die München Klinik ein umfassendes Konzept für die sogenannte Praxisanleitung, also die Unterstützung und Einarbeitung durch speziell ausgebildete, erfahrene Pflegekräfte auf Station, ein, das jüngst erweitert wurde und deutlich über die gesetzlichen Vorgaben hinausgeht. Jede und jeder Auszubildende ist pro Einsatz einem hauptamtlichen Praxisanleiter fest zugeteilt. So entsteht ein Vertrauensverhältnis zu den festen Ansprechpartner*innen. Die hauptamtlichen Praxisanleiter sind Fachschwerpunkten zugeteilt, machen Einzel und Gruppenanleitungen, können Entwicklungen begleiten und die Kolleg*innen von morgen besser fördern. Auch Simulationstrainings, die international bereits in der Pflegeausbildung angekommen und in Deutschland noch ein neues Konzept sind, werden aktuell von der München Klinik eingeführt. Die Pflege-Auszubildenden können per Simulation ihre Fähigkeiten unter realen Bedingungen testen, aus Fehlern lernen, ohne dabei Patient*innen zu gefährden. Gleichzeitig wird das Praxisanleiter-Konzept der München Klinik um das neue Modell der „Lerngemeinschaft“ ergänzt. Dieses Shadowing-Prinzip ersetzt das übliche Modell bei dem Auszubildender und Anleiter gemeinsam am Patienten die pflegerischen Tätigkeiten vornehmen und der Auszubildende dadurch zwangsläufig die Verantwortung nur teilweise übernehmen kann. Beim „Shadowing“ versorgen Auszubildende eigenständig Patienten und wissen dabei die erfahrenen Pflegekräfte stets als Sicherheitsnetz im Hintergrund. Gemeinsam mit anderen Auszubildenden bilden sie eine Lerngemeinschaft auf der Station, kommen regelmäßig während der Schicht zusammen und besprechen das Erlebte. Das Modell der „Schulstation“, das weiterhin regelmäßig in der München Klinik stattfindet und ein Highlight für die Auszubildenden ist, wurde so in kleinerem Rahmen in die alltägliche praktische Pflegeausbildung überführt.

Regelmäßige Pflege-Schulstation in der Ausbildung etabliert: Was im Sommer 2018 als Modellprojekt in der München Klinik Bogenhausen gestartet ist, hat nun Schule gemacht. Regelmäßig übernehmen Auszubildende der München Klinik an verschiedenen Klinikstandorten und in verschiedenen medizinischen Fachbereichen für einen begrenzten Zeitraum das Ruder auf einer Station oder einer Teil-Station. Zuletzt fand im November wieder eine Ausbildungsstation in Bogenhausen auf der kardiologischen Station statt – dass das Projekt auch während der Pandemie durchgeführt werden kann und die Auszubildenden auf diese wichtige Erfahrung nicht verzichten müssen, ist dem besonderen Einsatz aller Beteiligten zu verdanken. Und so funktioniert die Schulstation: Ausgewählte Pflege-Auszubildende kümmern sich vollumfänglich um die Patient*innen und die organisatorischen Abläufe – es ist vorgesehen, dass jeder Auszubildende der München Klinik im Rahmen seiner Ausbildung einmal am Projekt teilnehmen kann. Auszubildende des 1. Ausbildungsjahres lernen im Tandem von den erfahreneren Auszubildenden aus dem 3. Jahr, die sich so bereits früh in der Anleitung üben dürfen. Im Team werden eine Stationsleitung gewählt und organisatorische Herausforderungen wie kurzfristige Krankheitsausfälle bewältigt. An ihren Patienten führen die Auszubildenden eigenständig die pflegerischen Aufgaben durch, die examinierten Profis halten sich im Hintergrund und helfen dem Pflegenachwuchs, wenn nötig. Dieses partnerschaftliche Anleitungsmodell erlaubt den Auszubildenden den direkten Weg in die Praxis und ermöglicht die frühe Übernahme von Verantwortung im künftigen Beruf. Von der „Probe aufs Exempel“ profitieren die Auszubildenden kurzfristig in Hinblick auf die anstehende Abschlussprüfung und langfristig im Sinne einer aufgewerteten Pflegeausbildung. Auf die Kliniken warten nach dem Abschluss in Theorie und Praxis topausgebildete Fachpflegekräfte, die mit gestärktem Selbstbewusstsein und verkürzter Einarbeitungsphase auf den Stationen starten.

Die München Klinik setzt aktuell neue Maßnahmen und Projekte im Pflegebereich um und berichtet dazu in den kommenden Wochen ausführlich. Bereits veröffentlichte Meldungen finden Sie hier. Die weiteren Themen aus dieser Pflegeserie folgen im Wochentakt in Form von Presseinformationen. Auch auf den klinikeigenen Social-Media-Kanälen stellt sie begleitend ab Mai die Professionalität des Pflegeberufs in den Fokus und zeigt in spannenden Insights, was Pflege wirklich (aus-)macht.

Die München Klinik ist mit Kliniken in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße Deutschlands zweitgrößte kommunale Klinik und der größte und wichtigste Gesundheitsversorger der Landeshauptstadt München. Die München Klinik bietet als starker Klinikverbund Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen in München und im Umland und genießt deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf – mit innovativer und hoch spezialisierter Medizin und Pflege und gleichzeitig als erster Ansprechpartner für die medizinische Grundversorgung. Rund 135 000 Menschen lassen sich hier im Schnitt pro Jahr stationär und teilstationär behandeln. Mit jährlich über 6000 Geburten kommen hier deutschlandweit die meisten Babys zur Welt. Auch in der Notfallmedizin ist die München Klinik die Nummer 1 der Stadt: Bis zu 160 000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht rund einem Drittel aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. Die hauseigene Pflege-Akademie ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Als gemeinnütziger Verbund finden in der München Klinik Daseinsvorsorge und herausragende Medizin zusammen und stellen das Gemeinwohl in den Vordergrund: Über die medizinisch-pflegerische Versorgung hinaus gibt es großen Bedarf, der vom Gesundheitssystem nicht refinanziert wird – wie etwa das Spielzimmer für Geschwisterkinder. Und auch die Mitarbeitenden aus Medizin und Pflege, die sich mit ihrer täglichen Arbeit für die Gesundheitsversorgung Münchens einsetzen, können von Zuwendungen in Form von Spenden profitieren – beispielsweise durch die Finanzierung von zusätzlichem Wohnraum. Dafür zählt jeder Euro.

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