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Aktuelle Mitteilung der München Klinik

Meldung
21.09.202212:33 Uhr

Mit Blaulicht und Theaterschminke den Ernstfall üben

Große Katastrophenschutzübung von Rettungsdiensten, Feuerwehr mit Rettungsleitstelle und München Klinik am 15.9. erfolgreich durchgeführt

München 21.09.2022. Regelmäßige Übungen sind die beste Vorbereitung für den Ernstfall – nicht nur während der Wiesnzeit. Das Katastrophenschutzteam der München Klinik plante federführend den Einsatz, der am vergangenen Donnerstag für die beteiligten 130 Kolleg*innen in den Kliniken zur Herausforderung wurde:

  „Achtung. In 8 Minuten SK1“. In der München Klinik Harlaching wendet sich der Koordinierende Einsatzleiter Dr. Martin Sailer an sein Team. Ein schwerverletztes Kind ist angekündigt – die Kinderärzte im Team stehen neben dem Leiter der Triage. Alle sind hochkonzentriert. In wenigen Minuten hat das Harlachinger Team den Triage-Punkt in der Notaufnahme aufgebaut. Zehn Kilometer weiter in der München Klinik Neuperlach das gleiche Bild. In Giesing ist ein Bus in ein vollbesetztes Straßencafé gerast. In den nächsten 90 Minuten werden insgesamt 50 Schwerverletzte in den beiden Standorten der München Klinik erwartet. 

Verletzte erreichen „blutüberströmt“ die Notaufnahmen

Doch vor der Tür der Notaufnahme wird auch gelacht. Denn dies ist eine Übung. Unter Gelächter statten die mitübenden Johanniter drei Pflege-Azubis aus der München Klinik Akademie mit Infusionen und Beatmungsmasken und passenden Verletzungsbildern aus. Alles soll echt aussehen. In Neuperlach hat Oberarzt Dr. Benedikt Spannagl gleich seine ganze Familie als Schauspieler engagiert. Theaterschminke sorgt dafür, dass „blutüberströmte“ Verletzte die Notaufnahme erreichen – bestaunt von den realen Patienten in den Wartebereichen.

Logistische und medizinische Herausforderung

Was wie ein Spiel aussieht, hat einen ernsten Hintergrund und wird ernst und hochkonzentriert angegangen. Ein Massenanfall von Verletzten (MANV) ist für jede Klinik eine medizinische und logistische Herausforderung. Und oft kommt es anders als man denkt. So auch in Harlaching. Hier ist Patient 3 vom Rettungsdienst angekündigt. Noch bevor der Rettungsdienst mit dem Schwerverletzten mit hoher Geschwindigkeit und Blaulicht eintrifft, stolpert filmreif ein PJler stöhnend in die Notaufnahme. Er spielt einen schwerverletzten Patienten, der als „Fußgänger“ selbst in die Notaufnahme gekommen ist. Während beim PJler noch die Vitalwerte gemessen werden, steht der Rettungsdienst mit der Trage und „Patient 3“ in der Tür. Ein Stau. Wie reagiert das Team vor Ort? Darauf achten die abgestellten Beobachter von der MüK und der Münchner Feuerwehr besonders. Sie werden im Nachhinein mit den engagierten Kolleg*innen besprechen, wie das Team in dieser Ausnahmesituation reagiert hat und was eventuell künftig anders organisiert werden könnte.

Denn es ist viel zu bedenken – „ich brauche die Vitalwerte“ ruft die Kollegin aus der Pflege, während das Verwaltungsteam versucht, die Identität der dementen „Patientin“ zu ermitteln und im Computer zu erfassen. Eine Tür weiter im Schockraum werden unter Zeitdruck die Weichen für die weitere Diagnostik und Behandlung gestellt, denn jede Minute kann ein neuer Patient Hilfe brauchen. CT? Weiterbetreuung auf IMC oder Intensivstation? Was ist, wenn dort die Behandlungsplätze knapp werden?

Wer kümmert sich um die Angehörigen?
In der München Klinik Neuperlach werden derweil zusätzlich zur Schwerverletztenversorgung räumlich grüne und gelbe Zonen eingerichtet, um eine große Anzahl von Menschen auch mit leichteren Verletzungsmustern zu versorgen. Da laut Übungsszenario viele Kinder betroffen sind, stellt man sich organisatorisch auf Eltern und andere Angehörige ein. Das Kriseninterventionsteam wird alarmiert.

„Toll und wichtig, dass geübt wurde!“
Dr. Ulrich Heindl in Harlaching und Dr. Benedikt Spannagl in Neuperlach sowie ihre Mitstreiter*innen haben die letzten Tage wenig geschlafen. Es war viel zu organisieren: 130 übende Mitarbeiter*innen aus der München Klinik koordinieren, die Abstimmung mit den Rettungsdiensten und den Beobachtern von der Münchner Feuerwehr, die Koordination mit der Leitstelle, die 2 Stunden lang keine „echten Patient*innen“ in die beiden beteiligten München Kliniken schicken. Gleichzeitig aber bei echten Notfällen auch hier keine Ausnahme gemacht hätten. Am Ende sehen die Oberärzte der Notfallzentren und die Chefärzte erleichtert und sehr zufrieden aus. Die Übung hat gute Einblicke geliefert – jetzt muss alles ausgewertet werden, damit man für den Ernstfall gerüstet ist.

„Toll, dass endlich jemand mal die Übung so durchzogen hat“, heißt es bei der Abschlussbesprechung. Auch das MüK-Katastrophenschutz-Team, vertreten durch Chefarzt Dr. Stephan Gass und Marlene Sedlmayr, zeigt sich beeindruckt: „Wir bedanken uns sehr herzlich bei den teilnehmenden Rettungsdiensten der Johanniter-Unfall-Hilfe und dem Bayerischen Roten Kreuz sowie der Münchner Feuerwehr für die tolle Zusammenarbeit und das zusätzliche Engagement. Denn die Übung während des laufenden Betriebs bedeutete, dass der „normale Dienst“ dem übenden Team den Rücken freigehalten hat. Nicht nur für den Nachwuchs aus Medizin und unsere Pflegeauszubildenden war das ein eindrucksvolles und wichtiges Übungsszenario für den Ernstfall.“

Die nächste Übung ist im Norden an den Standorten der München Klinik Schwabing und der München Klinik Neuperlach im kommenden Jahr geplant.

 

Die München Klinik ist mit Kliniken in Bogenhausen, Harlaching, Neuperlach, Schwabing und Europas größter Hautklinik in der Thalkirchner Straße Deutschlands zweitgrößte kommunale Klinik und der größte und wichtigste Gesundheitsversorger der Landeshauptstadt München. Die München Klinik bietet als starker Klinikverbund Diagnostik und Therapie für alle Erkrankungen in München und im Umland und genießt deutschlandweit einen ausgezeichneten Ruf – mit innovativer und hoch spezialisierter Medizin und Pflege und gleichzeitig als erster Ansprechpartner für die medizinische Grundversorgung. Rund 135 000 Menschen lassen sich hier im Schnitt pro Jahr stationär und teilstationär behandeln. Mit jährlich über 6000 Geburten kommen hier deutschlandweit die meisten Babys zur Welt. Auch in der Notfallmedizin ist die München Klinik die Nummer 1 der Stadt: Bis zu 160 000 Menschen werden jedes Jahr in den vier Notfallzentren aufgenommen – das entspricht rund einem Drittel aller Notfälle der Landeshauptstadt. Die Kliniken sind entweder Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität oder der Technischen Universität München. Die hauseigene Pflege-Akademie ist mit rund 500 Ausbildungsplätzen die größte Bildungseinrichtung im Pflegebereich in Bayern. Als gemeinnütziger Verbund finden in der München Klinik Daseinsvorsorge und herausragende Medizin zusammen und stellen das Gemeinwohl in den Vordergrund: Über die medizinisch-pflegerische Versorgung hinaus gibt es großen Bedarf, der vom Gesundheitssystem nicht refinanziert wird – wie etwa das Spielzimmer für Geschwisterkinder. Und auch die Mitarbeitenden aus Medizin und Pflege, die sich mit ihrer täglichen Arbeit für die Gesundheitsversorgung Münchens einsetzen, können von Zuwendungen in Form von Spenden profitieren. Dafür zählt jeder Euro.

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