Klinik für Urologie

Nierenkrebs

Mit moderner Robotertechnik den Tumor entfernen

Wenn Karzinome in der Niere aufgetreten sind, kann nur eine Operation diese Krebserkrankung heilen. Wir versuchen bei Nierenkrebs-Operationen möglichst nur den Tumor zu entfernen, um die Niere zu erhalten, wodurch die Patienten nachweislich länger leben. Für das schonende Vorgehen setzen wir nicht nur auf minimal-invasive Operationstechniken ohne große Hautschnitte, sondern auch auf das DaVinci Xi Operationssystem, das eine deutlich bessere Sicht für den Operateur und damit ein anatomisch präzises Arbeiten ermöglicht.

Mehr Präzision bei Teilentfernungen

Eingriffe unter Einsatz des roboter-assistierten Chirurgiesystems DaVinci Xi

In den meisten Fällen – außer wenn der Tumor sich sehr dominant in der Niere ausgebreitethat oder andere Hindernisse (Tumorzapfen in die Nierenvene oder Hohlvene) vorliegen– schlagen wir den Patienten vor, nur die vom Tumor betroffenen Teile der Niere zuentfernen. Wir führen daher in den meisten Fällen eine Roboter-assistierte Nierenteilresektion durch, die nur kleiner Hautschnitte bedarf.

Der DaVinci Xi ermöglicht uns zum einen eine stark vergrößerte, dreidimensionale Sicht der Anatomie. Die Strukturen und Gefäße sind somit klar zu erkennen und die gesunden Bereiche der Niere können optimal geschont werden. Zumal die Urologen an einer Konsole die Werkzeuge in einem Präzisionsgrad steuern können, wie dies selbst einem erfahrenen Operateur per Hand nicht möglich wäre.

„Doch wird jeder Operationsschritt von uns Urologen und nicht vom Roboter ausgeführt“, betont PD Dr. Atiqullah Aziz, Chefarzt der Klinik für Urologie in der München Klinik Bogenhausen.

Präzise Entfernung auch bei versteckten Tumoren

Vor allem wenn sich Nierenzellkarzinome in der Mitte des Organs angesiedelt haben und demzufolge schwer zu orten sind, setzen wir während der Operation einen Ultraschall ein. Somit können wir die Lage der Tumore genau erkennen und gewährleisten, dass wir nicht nur den Tumor, sondern auch das angrenzende Gewebe mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand sauber entfernen.

„Da wir auf eine hochmoderne technische Ausstattung in vielfältigen Varianten zurückgreifen, können wir selbst bei komplizierten Nierenzellkarzinomen nieren-erhaltend operieren.“
PD Dr. Atiqullah Aziz, Chefarzt der Klinik für Urologie

Minimales Blutungsrisiko dank Flouro-Technik

Wir setzen eine moderne Fluoreszenz-Technologie ein, die sogenannte FireFly-Technik. Diese ermöglicht uns, die Blutversorgung der Nierenareale genau zu erkennen.

Somit stellen wir sicher, dass tatsächlich sämtliche Blutgefäße, die in das zu entfernende Gebiet münden, unterbunden werden. Durch diese hochentwickelte Technik können wir das Blutungsrisiko deutlich minimieren.

OP bei fortgeschrittenem Nierenkrebs

In fortgeschrittenen Krebsstadien ist es medizinisch nicht mehr vertretbar, nur Teile der Niere zu entfernen, sondern es muss die komplette Niere entnommen werden. In diesen Fällen setzen wir auf die 3D-Laparoskopie.

Mithilfe nur millimeterlanger Hautschnitte können wir blutungsarm und mit vergrößerter dreidimensionaler Sicht auf die Niere und das umgebende Gewebe den Tumor samt Niere im Gesamten entfernen.

Wenn der Tumor Richtung Herz gewachsen ist

Sollte der Tumor bereits tief in die Hohlvene, die zum Herzen führende Vena Cava, vorgedrungen sein, müssen wir einen Eingriff vornehmen, bei dem wir „offen“ operieren, also den Bauchraum öffnen.

Die Operation erfolgt dann gemeinsam mit unseren Herzchirurgen, so dass den Patienten die geballte Expertise beider Zentren zugutekommt.

Wenn Patienten unter schweren Nebenerkrankungen leiden

Bei Patienten mit gravierenden Nebenerkrankungen, deren Operationsrisiko sehr hoch wäre, können wir kleinere Nierentumore eventuell im Rahmen einer sogenannten Radiofrequenz- oder Mikrowellenablation behandeln.

Dabei kooperieren wir sehr eng mit unseren Radiologen, die – gestützt durch eine Computertomographie (CT) - eine nadelförmige Elektrode in den Tumor einbringen und ihn durch Wärmewellen vernichten.

Wie gehen wir bei weit fortgeschrittenen Stadien der Krebserkrankung vor?

Sollte die Tumorerkrankung soweit fortgeschritten sein, dass sich Metastasen in andere Regionen des Körpers angesiedelt haben, können wir das gesamte Spektrum moderner Krebsmedizin offerieren. Wir führen nuklearmedizinische Untersuchungen des Skeletts und ein CT des Gehirns durch.

Danach beratschlagen wir mit vielen Experten gemeinsam in einer Tumorkonferenz die optimale Behandlungsstrategie. Eine Operation und anschließende medikamentöse Tumortherapie können zwar keine Heilung bringen, aber ein längeres Überleben mit weniger Beschwerden ermöglichen.

Wir beraten Sie gerne.

Wir haben für Ihre Fragen eine urologisch-onkologische Sprechstunde eingerichtet.

In unserer urologisch-onkologischen Sprechstunde sprechen wir zunächst ausführlich mit den betroffenen Patienten über ihre Symptome und untersuchen sie körperlich und mittels Ultraschall. Falls noch keine computertomographischen Befunde (CT) oder Bilder der Magnetresonanztomographie (MRT) des Bauches vorliegen, führen wir diese Untersuchungen in unserer Radiologie durch.

Laborwerte aus Blut und Urin vervollständigen unser Bild von dem individuellen Krankheitsfall. Ausführlich erläutern wir den Patienten, welche Vorgehensweise wir empfehlen.

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