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Arm, Ellenbogen & Finger

München Klinik

Karpaltunnelsyndrom (KTS)

Die am häufigsten auftretende Nervenkompression ist das Karpaltunnelsyndrom. Dieses behandeln wir in unsere spezialisierten Fachkliniken in München sowohl konservativ als auch operativ.

Beim Karpaltunnel-Syndrom schlafen anfangs die Hände nachts ein. Darauf folgen Schmerzen bis zur Schulter, die immer weiter zunehmen. Wird der Engpass nicht behandelt, können daraus die Gefühlslosigkeit mehrerer Finger und eine Lähmung des Daumens resultieren.

Die ganzheitliche Behandlung des Karpaltunnelsyndroms hängt von der Schwere der Erkrankung ab. In der München Klinik arbeiten wir standortübergreifend eng vernetzt, um eine umfassende Versorgung zu gewährleisten - konservativ, operativ und rehabilitativ.

Diagnose: Kapaltunnelsyndrom

Was ist das Karpaltunnelsyndrom?

Der Karpaltunnel liegt in der Hand zwischen den Handwurzelknochen und dem darüber liegenden Karpalband. Im Karpaltunnel verlaufen verschiedene Sehnen und der Mittelnerv. Dieser Nerv steuert bestimmte Hand- und Fingermuskeln und ist für das Empfinden von Daumen, Zeige- und Mittelfinger verantwortlich. Beim Karpaltunnelsyndrom (KTS) ist genau dieser Nerv in der Hand geschädigt: der Mittelnerv (Nervus medianus). Daher bezeichnet man das Karpaltunnelsyndrom auch als Medianus-Kompressionssyndrom.

ICD-Schlüssel

Eine Kompressionsneuropathie aufgrund einer Einklemmung des Nervus medianus im Karpaltunnel am Handgelenk ist mit folgenden ICD-Codes für medizinische Diagnosen verschlüsselt (Auswahl):

ICD-10: G56.0 Karpaltunnel-Syndrom
ICD-11 8C10.0 Karpaltunnel-Syndrom

Ursachen & Symptome des Karpaltunnelsyndroms

Symptome des Karpaltunnelsyndroms

Wie merkt man, dass man Probleme mit dem Karpaltunnel hat? Patientinnen und Patienten klagen zunächst über Beschwerden, wie nächtliche Taubheit und Kribbeln von Daumen bis Mittelfinger. Nach kurzer Bewegung der Arme legen sich die Symptome wieder. Später bleibt das Kribbeln der Finger dauerhaft bestehen. Beim Greifen kommen dann als Symptome Schmerzen hinzu, die an elektrische Schläge erinnern. Ist das Karpaltunnelsyndrom weit fortgeschritten, bauen sich die Muskeln im Daumenballen ab.

Ursache des Karpaltunnelsyndroms

Was ist die Ursache für das Karpaltunnelsyndrom? Die Schädigung des Mittelnerves kommt durch einen erhöhten Druck im Karpaltunnel zustande. Entweder ist der Tunnel zu eng, was z.B. durch Arthrose oder nach Brüchen auftreten kann. Oder die Sehnen im Kanal sind z.B. während einer Schwangerschaft oder wegen einer Sehnenscheidenentzündung geschwollen und benötigen daher mehr Platz.  

Diagnostik bei Nervenkompression

Nervensonographie

Die Diagnose des Karpaltunnelsyndroms erfolgt mit Hilfe einer Handuntersuchung. Zudem werden weitere Untersuchungen durchgeführt, je nach Schwere und Art der Nervenkompression:

  • Elektromyographie
  • Elektroneurographie (ENG/NLG) / Nervenleitgeschwindigkeit (NLG)
  • Muskelsonographie
  • Nervensonographie / hochauflösender Nervenultraschall

Nervenkompressionen im Blick

In der München Klinik behandeln wir die ganze Bandbreite der Kompressionssyndrome peripherer Nerven konservativ und operativ, um den betroffenen Nerv zu entlasten und die Störung zu beheben:

  • Karpaltunnelsyndrom
  • Kubitaltunnelsyndrom
  • Loge de Guyon Syndrom
  • Meralgia paraesthetica
  • Thoracic outlet Syndrom

Vorteile der Nervensonographie

Durch die intensive Differenzialdiagnostik und insbesondere Nervensonographie kann Art und Ausmaß der Nervenschädigung häufig direkt visualisiert werden. So ist eine gezieltere Behandlung Ihrer Erkrankung möglich. Zudem kann dadurch die Prognose besser abgeschätzt werden.

Sollte ein chirurgischer Eingriff notwendig sein, kann die behandelnde Chirurgin bzw. der Chirurg mithilfe der Informationen aus der Nervensonographie den Eingriff exakter planen.

Konservative Behandlung des Karpaltunnelsyndroms

Wie kann man den Karpaltunnel ohne OP behandeln?

Nicht immer ist zur Therapie eines Kompressionssyndroms eine Operation notwendig. Bei Taubheit, Kribbeln oder auch Brennen sowie Schmerzen setzen wir zunächst auf eine nicht-operative Therapie. Unsere Klinik für Physikalische Medizin besitzt ein spezialisiertes Team aus Physio- und Ergotherapie. Zudem ist eine multimodale Schmerztherapie möglich.

Um das Kompressionssyndrom ohne OP zu behandeln, setzen wir auf u.a.:

  • Medikamenten, Schmerzmittel
  • Cortison-Spritzen
  • Stilllagern, Schienen der Hand
  • Physiotherapie

Sollte nach acht Wochen keine Besserung eintreten, raten wir zu einer Operation, um Folgeschäden zu vermeiden.

Operation bei Kompressionssyndrom

360 Grad Medizin rund um die Hand

Wenn konservative Therapien nicht mehr greifen, kann eine Operation notwendig sein. Ziel ist es, den Druck auf den Nerv zu nehmen. Das geschieht, indem man den Nerv freilegt. Das ist eine wirksame und sichere Maßnahme bei Kompressionssyndromen.

Oft ist eine ambulante OP des Karpaltunnelsyndroms möglich - und dauert nur wenige Minuten

Häufig ist die OP am Karpaltunnel ein kleinen Eingriff mit lokaler Betäubung oder Kurznarkose. Wir führen die OP mikrochirurgisch, also mit Unterstützung einer Lupenbrille oder eines Mikroskops durch. Dabei beseitigen wir die Engstelle, durch die der Nerv im Karpaltunnel am Handgelenk läuft.

Auch bei sehr seltenen Nervenkompressions-Syndromen - können wir auf eine Vielzahl von erfolgreichen Eingriffen verweisen.

Nachsorge nach Karpaltunnel-OP

Wie geht es nach der Karpaltunnel-OP weiter?
Nach der Operation können die Patientinnen und Patienten ihre Finger sofort bewegen und benutzen.

Für ein optimales Operationsergebnis unterstützen bei Bedarf Ergotherapeutinnen der PhysMed, um z.B. die Handfunktionen für Alltag und Beruf wieder herzustellen.

In der Regel muss die Hand nach dem Eingriff aber nicht ruhig gestellt werden. Es ist sogar sehr wichtig, die Hand direkt wieder zu mobilisieren und einzusetzen.

Rund 14 Tagen nach der Karpaltunnel-OP werden die Fäden gezogen.

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für Karpaltunnelsyndrom

Prof. Dr. med. habil. P. Niclas
Chefarzt
Prof. Dr. med. habil. P. Niclas Broer, FACS, FEBOPRAS, ABPLS, MHBA
München Klinik Bogenhausen München Klinik Harlaching
Dr. med. Elisabeth
Chefärztin / Leiterin Allgemeinneurologie und Neurologische Frührehabilitation
Dr. med. Elisabeth Frank
Dr. med. Martin
Chefarzt Unfallchirurgie
Dr. med. Martin Odenwald
Dr. med. Ludwig
Direktor und Chefarzt
Dr. med. Ludwig Seebauer
Dr. George
Leitender Oberarzt, Leiter Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung
Dr. George Rekvava
Dr. med. univ. Michael
Oberarzt, Leitung Rekonstruktive Mikrochirurgie und Periphere Nervenchirurgie
Dr. med. univ. Michael Mayr-Riedler, FEBOPRAS