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Schlaganfall

Hohe Kompetenz in der Behandlung neurologischer Notfälle

Neurologische Frührehabilitation nach Schlaganfall

Nach einem Schlaganfall ist nichts mehr wie zuvor: Viele Betroffene können nicht mehr sprechen, haben Lähmungen und sind plötzlich auf Hilfe angewiesen. Die Neurologische Frührehabilitation hilft dabei, sich Teile des alten Lebens wieder zurückzuerobern und sich im neuen Leben wieder zurechtzufinden.

Das Gehirn kann lernen, sich anzupassen.

Nach dem Schlaganfall schnell in die Klinik – und nach ein paar Wochen Frühreha so gesund wie nur möglich wieder nach Hause: Das erhoffen sich Patienten und Angehörige. Aber ein Schlaganfall hinterlässt Schäden, die sich nicht reparieren lassen. „Die Nervenzellen bleiben leider zerstört“, sagt Prof. Dr. Roman Haberl, Chefarzt der Klinik für Neurologie und Neurologische Intensivmedizin in Harlaching und ergänzt: „Aber das Gehirn kann lernen, sich anzupassen. Diese Fähigkeit bezeichnet man als Neuroplastizität, sie ist in wissenschaftlichen Studien belegt“.

Therapieerfolge müssen oft mühsam und hart erarbeitet werden

Entscheidend für einen bestmöglichen Therapieerfolg ist die zeitnahe Frührehabilitation nach der Behandlung auf der Stroke-Unit oder Intensivstation. Ziel der Behandlung ist hier, die Folgen der Schäden so gut es geht zu kompensieren: Patienten lernen zum Beispiel, wie sie sich trotz eines gelähmten Armes ein T-Shirt überziehen. Auch, wie ihnen einfache Hilfsmittel zu mehr Selbstständigkeit im Alltag verhelfen können: Mit nur einer Hand eine Semmel mit Butter bestreichen? Das geht mit einem Nagelbrett: Oben halten Metallstifte die Semmel, unten verhindern Saugnäpfe, dass das Brett wegrutscht.

Durch regelmäßiges Training gelingt es sogar, verlorene Fertigkeiten neu zu lernen. Auch im Alter ist das Gehirn noch flexibel und kann sich neu strukturieren und lernen. Was zuvor Aufgabe der nun zerstörten Hirnzellen war, können teils andere übernehmen. Natürlich fällt auch hier der Erfolg nicht vom Himmel, sondern muss mit viel Übung erarbeitet werden.

Das Geheimnis des Erfolgs hat einen Namen: "Repetitives Üben"

Den Therapieansatz nennt man „Repetitives Üben“: durch häufiges Wiederholen der immer gleichen Abläufe sollen sich die Handgriffe einprägen. Bei Paitent*innen mit Demenz, die schon vor dem Schlaganfall Gedächtnisprobleme hatten, ist dies besonders wichtig. Diese tun sich häufig schwer, körperliche Einschränkungen durch geschickte Strategien auszugleichen.

Beim Anziehen der Jacke, erst den Ärmel über den gelähmten Arm ziehen – ein Patient, der geistig fit ist, hat das schnell verstanden. Demenzpatienten lernen das, indem sie den Ablauf so oft wiederholen, bis er fast automatisch abläuft. Das ist natürlich anstrengend und oft ermüdend, auch stellen sich Erfolge oft nur langsam ein. Wie viel man schon erreicht hat, wird manchmal erst im Rückblick bewusst.

Motivation und Aufmerksamkeit im Gehirn sind eng verzahnt

Der Erfolg der neurologischen Frührehabilitation hängt prinzipiell sehr stark davon ab, wie gut die Patienten mitarbeiten. Deshalb versuchen die Therapeutinnen und Therapeuten auch, diese immer wieder zu motivieren. Das geschieht durch die Auswahl der Texte beim Lesetraining. „Hierfür gibt es auch neutrale Standardtexte“, sagt Dr. Stefanie Böttger, Neuropsychologin in Harlaching.

Sie bevorzugt indes Themen, für die sich die Patienten interessieren. Ob Fußball oder Geschichte – geht es um das Lieblingsgebiet, sind diese voll dabei. „Die Bereiche für Motivation und Aufmerksamkeit sind im Gehirn eng miteinander verzahnt,“ so Dr. Böttger.

Neurologische Musiktherapie

Die Wahrnehmung darauf zu lenken, gelingt auch mit der neurologischen Musiktherapie: Dabei kommt zum Beispiel ein Xylofon zum Einsatz, dessen einzelne Klangstäbe nicht verbunden sind.

Legt man eins der losen Teile auf die Seite, die der Patient normalerweise nicht wahrnimmt, bemerkt er beim Spielen dennoch, dass etwas fehlt: Die Tonfolge, die ihm der Therapeut zuvor gezeigt hat, ist nicht komplett.

Unsere Schlaganfall-Spezialisten in München

Dr. med. Dennis
Chefarzt / Leiter Vaskuläre Neurologie und Neurologische Intensivmedizin
Dr. med. Dennis Dietrich
Dr. med. Gordian
Chefarzt / Leiter Telemedizinzentrum
Dr. med. Gordian Hubert
Dr. med. Torleif Anaxagoras
Leitender Oberarzt Neuroradiologie, Weiterbildungsermächtigung Neuroradiolgie (24 Monate) DEGIR/DGNR Module A-F, EBIR, EDiNR
Dr. med. Torleif Anaxagoras Sandner
Dr. med. Ralph
Leitender Oberarzt
Dr. med. Ralph Schreiner

Fachlich geprüft von:

Dr. Dennis Dietrich
Chefarzt Neurologie

Unser neurologisches Versorgungsangebot in München