Kinder-Intensivstation: Moderne Technik, einfühlsame Pflege

Plötzliche Atemnot, ein schockartige Reaktion nach einen Wespenstich, ein epileptischer Anfall, der nicht enden will, – plötzlich ist der Alltag aus den Angeln gehoben und nichts zählt mehr, wenn nur das Kind schnell und kompetent gerettet wird.

Verletzte oder schwerkranke Kinder und Jugendliche  kommen mit dem Hubschrauber – unsere Klinik ist der Standort des Rettungshubschraubers Christopher 1 – oder mit dem Notarztwagen in unsere Klinik. Auf optimal kurzen Wegstrecken werden die Kinder durch unser Haus sofort in unsere Kinder-Intensivstation gebracht, wo ein spezialisiertes Team sich seiner annimmt.

Ausgefeilte Behandlungsstrategien

In unserer Intensivstation sichern wir zunächst die lebenswichtigen Funktionen des kindlichen Körpers. Dann werden erste Untersuchungen direkt am Bett des Kindes eingeleitet, wobei wir soweit wie möglich auf Untersuchungen mit möglichst geringer Strahlenbelastung zurückgreifen.

Tag und Nacht können wir direkt in der Intensivstation Ultraschall-Untersuchungen, auch Echokardiographien des Herzens durchführen oder klinikintern auf andere bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomographien (Kernspin, MRT) oder Computertomographien zurückgreifen.

Wir können zudem jederzeit Spezialisten aus den anderen Bereichen der Kinder- und Jugendmedizin hinzuziehen, beispielsweise unseren Diabetologen, wenn es sich um eine akute Stoffwechsel-Entgleisung handelt.

Unsere Besuchszeiten

Die Eltern dürfen ihre Kinder jederzeit zwischen 8.00 und 20.00 Uhr in der Intensivstation besuchen.

Stillende Mütter können – nach Absprache – auch zu anderen Zeiten kommen.

Geschwisterkinder und andere Angehörige können nur in besonderen Ausnahmefällen das Kind auf der Intensivstation besuchen.

Behutsame Pflege durch unsere engagierten Intensivpflegekräfte

Viele Eltern erschrecken erst einmal, wenn sie ihr hilfloses Kind inmitten all der technischen Geräte auf der Intensivstation erblicken. Doch merken sie bald, dass bei der Pflege ihres Kindes die Technik nur eine Säule der Behandlung darstellt: Unsere speziell weitergebildeten Intensivschwestern und Pfleger kümmern sich sehr einfühlsam um die kranken Kinder.

Die Intensivpflegekräfte schätzen ihre anspruchsvolle Arbeit, für die sie eine zweijährige Zusatzausbildung absolviert haben – auch wenn sie manchmal an Schicksalen teilhaben, die ihnen selbst sehr nahe gehen. Der Kontakt zu dem kranken Kind und die Sorge um sein Wohlergehen stehen trotz der modernen Technik stets im Vordergrund.

Überwachung und Beatmung durch hochmoderne Technik

Systematisch überwachen wir sämtliche Organfunktionen des kindlichen Körpers. Multifunktionale Beatmungsgeräte unterstützen die Atemorgane nur soweit wie nötig, da wir das selbstständige Atmen möglichst bald wieder forcieren.

Unsere moderne technische Ausstattung erlaubt es uns auch, auf besondere Beatmungsstrategien wie die Hochfrequenzoszillationsbeatmung (HFOV) und inhalatives Stickstoffmonoxid (iNO) zurückzugreifen.

Tägliche Arztgespräche und emotionale Unterstützung für die Familien

Die Pflegekräfte, die aufgrund der engmaschigen Betreuung und Pflege fast die ganze Zeit im Raum des kranken Kindes anwesend sind, sind oftmals wichtige Bezugspersonen für die Eltern, zumal sie deren Sorgen und Ängste gut nachvollziehen können. Sie beziehen die Eltern auch möglichst bald in die Pflege ihrer Kinder ein.

Auch unsere Mediziner halten einen engen Kontakt zu den Eltern und klären sie in täglich stattfindenden Arztgesprächen über den Verlauf der Behandlung und die Perspektiven auf. Zudem können Psychologen unserer Kinderklinik bei seelischen Krisen und Nöten den Familien hilfreich zur Seite stehen.

Streng und lückenlos: Hygieneregeln und Barriere-Maßnahmen

Hygiene ist bei uns oberstes Gebot: Vor und nach jeder Behandlung desinfizieren unsere Pflegekräfte und Mediziner ihre Hände, damit ja kein Keim von einem Kinderbett zum anderen gelangen kann. Kinder mit ansteckenden Erkrankungen werden sofort isoliert und durch rechtzeitige Barriere-Maßnahmen gesondert versorgt.

Auch sonst beachten wir die strengen Regeln, die bundesweit durch die Aktion „Saubere Hände“ in Krankenhäusern forciert wurden. Daher erhalten auch die Eltern, wenn sie sich beim ersten Mal über die Gegensprechanlage bei uns melden, zunächst eine Einweisung in die Händedesinfektion und die weiteren Regeln.