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Wachstumshormonmangel (STH-Mangel, Hyposomatotropismus)

Ein Wachstumshormonmangel – medizinisch auch Somatotropinmangel (STH‑Mangel) oder Hyposomatotropismus genannt – bedeutet, dass der Körper zu wenig Wachstumshormon bildet. Dieses Hormon wird in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) produziert und ist nicht nur für das Längenwachstum von Kindern wichtig, sondern beeinflusst auch bei Erwachsenen Muskulatur, Knochen, Fettstoffwechsel, Herz‑Kreislauf‑System und Wohlbefinden.

Ein Wachstumshormonmangel ist selten, aber gut behandelbar. Entscheidend ist eine frühe und genaue Diagnose durch spezialisierte Endokrinologinnen und Endokrinologen – wie sie an der München Klinik an mehreren Standorten zur Verfügung stehen.

ICD-10

  • E23.0 – Hypopituitarismus
  • E34.3 – Kleinwuchs durch endokrine Störung

ICD-11

  • 5A61.3 – Wachstumshormonmangel
  • 5A61.0 – Hypopituitarismus

Was ist ein Wachstumshormonmangel?

Beim Wachstumshormonmangel produziert die Hypophyse zu wenig Wachstumshormone (Somatotropin, STH). 

Man unterscheidet zwischen dem isolierten Wachstumshormonmangel, bei dem nur das Wachstumshormon betroffen ist und der kombinierten Hypophyseninsuffizienz, bei der zusätzlich andere Hormone der Hypophyse (z.B. Schilddrüsen‑, Nebenniere‑ oder Geschlechtshormone) fehlen.

Folgen bei Kindern und Jugendlichen

  • verlangsamtes Längenwachstum
  • mögliche Kleinwüchsigkeit

Folgen bei bei Erwachsenen

Veränderungen von

  • Körperzusammensetzung
  • Leistungsfähigkeit
  • Stoffwechsel
  • Stimmung

Wie häufig ist Wachstumshormonmangel?

~ 1von 4.000 Kindern

Bei Kindern tritt ein Wachstumshormonmangel bei ca. einem von 4.000 bis 10.000 Kindern auf.

1von 10.000 Erwachsenen

Bei Erwachsenen tritt Wachstumshormonmangel etwa bei einem von 10.000 Erwachsenen auf.

Wie zeigt sich ein Wachstumshormonmangel?

Die Beschwerden unterscheiden sich deutlich zwischen Kindern und Erwachsenen.

Symptome bei Kindern und Jugendlichen

  • Verzögertes Wachstum: Das Kind wächst deutlich langsamer als Gleichaltrige
  • Kleinwuchs: Körpergröße liegt auf der Wachstumskurve deutlich unter der Norm (unterhalb der 3. Perzentile)
  • Veränderte Proportionen: manchmal eher „kindliche“ Proportionen, jüngeres Aussehen
  • Verspäteter Zahnwechsel und verzögerte Pubertät
  • Auffälligkeiten im Röntgenbild der Hand (verzögerte Knochenreifung)

Symptome bei Erwachsenen

  • Verminderte Muskelmasse und -kraft
  • Zunahme des Bauchfetts
  • Erschöpfung
  • reduzierte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit
  • Antriebslosigkeit, depressive Verstimmung
  • Schlafstörungen
  • Erhöhte Blutfette
  • ungünstige Körperfettverteilung
  • Verminderte Knochendichte mit erhöhtem Risiko für Osteoporose und Knochenbrüche

Da die Symptome eher unspezifisch sind, wird ein STH-Mangel häufig erst in spezialisierten endokrinologischen Sprechstunden erkannt.

Wie kommt es zu einem STH-Mangel?

Die Ursachen eines Wachstumshormonmangels sind vielfältig. So kann er angeboren sein oder im Rahmen einer Geburtskomplikation auftreten. Aber auch Schocksyndrome, Hirntumore oder Verletzungen der Hirnanhangdrüse können zu einem Defizit der Wachstumshormone führen. Daher sind auch Erwachsene unter den Patienten.

Die Hirnanhangdrüse der Kinder, die Hypophyse, produziert zu wenig Somatotropin, kurz STH genannt. Dieses Wachstumshormon ist zuständig für das Längenwachstum und spielt für die Reifung der Knochen eine zentrale Rolle.

Das Hormon hat aber auch Einfluss auf den Eiweiß- und Energiehaushalt. Von Wachstumshormonmangel betroffene Kinder bauen daher weniger Muskeln auf und können Fett schlechter abbauen.  

Angeborener (primärer) Wachstumshormonmangel

  • Fehlbildungen der Hypophyse oder des Hypothalamus
  • Genetische Veränderungen (Mutation von Genen, die am Aufbau oder der Regulation des Wachstumshormons beteiligt sind)

Manchmal findet sich keine erkennbare Ursache – dann spricht man von einem idiopathischen Wachstumshormonmangel.

Erworbener Wachstumshormonmangel

  • Hypophysentumoren (z.B. Adenome) oder andere Tumoren in der Nähe der Hypophyse
  • Operationen oder Bestrahlungen im Bereich von Hypophyse oder Schädelbasis
  • Schwere Schädel‑Hirn‑Verletzungen
  • Entzündungen, Durchblutungsstörungen oder Autoimmunerkrankungen der Hypophyse

Wie sieht die Diagnostik aus?

Die Diagnose gehört in die Hände von erfahrenen Endokrinologinnen und Endokrinologen, die Sie in unseren endokrinologischen Zentren  finden.

Bausteine der Diagnostik sind:

  • Ausführliches Gespräch (Anamnese
  • Körperliche Untersuchung und Kontrolle der Wachstumskurven bei Kindern
  • Blutuntersuchungen
  • Stimulationstests 
    • Dabei wird gemessen, ob die Hypophyse ausreichend Wachstumshormone freisetzt. Diese Tests werden in der Regel tagesklinisch oder stationär unter engmaschiger ärztlicher Überwachung durchgeführt
  • MRT des Schädels / der Hypophyse, um Tumoren oder Fehlbildungen auszuschließen oder nachzuweisen

Wie wird ein STH-Mangel behandelt?

Die Therapie erfolgt durch die Gabe eines gentechnisch hergestellten Somatotropin. Eine solche Behandlung mit diesem Wachstumshormon dauert Jahre und wird meist sogar nach Abschluss des Wachstums fortgeführt.

Das Somatropin wird als tägliche Spritze unter die Haut veranbreicht. Die Dosis wird individuell berechnet, regelmäßig angepasst und von unseren Ärzten überwacht.

Behandlung bei Kindern

Bei Kindern erfolgt die Behandlung in der Regel über mehrere Jahre, bis das Längenwachstum abgeschlossen ist. Ziel ist ein möglichst normales Längenwachstum und eine altersgerechte körperliche Entwicklung.

Behandlung bei Erwachsenen

Bei Erwachsenen wird individuell entschieden, ob und wie lange eine Therapie sinnvoll ist; oft handelt es sich um eine langfristige oder dauerhafte Behandlung. Ziel ist die Verbesserung von Körperzusammensetzung, Knochendichte, Stoffwechsel, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität.

Was ist die beste Klinik für STH-Mangel?

Warum ist die München Klinik eine exzellente Adresse zur Behandlung von Wachstumshormonmangel?

++ Für Erwachsene

Endokrinologische und diabetologische Tageskliniken an den Standorten

  • München Klinik Neuperlach,
  • München Klinik Bogenhausen und
  • München Klinik Schwabing.

Hier können komplexe Diagnostik (inkl. Stimulationstests) und Therapieanpassungen tagesklinisch durchgeführt werden – mit der Sicherheit einer großen Klinik im Hintergrund.

++ Für Kinder und Jugendliche

An der München Klinik Schwabing besteht eine ausgewiesene Kinderendokrinologie, die sich auf Erkrankungen des Hormonsystems und Drüsensystems spezialisiert hat.

Hier werden Kinder mit Wachstumsstörungen, Pubertätsauffälligkeiten und anderen hormonellen Erkrankungen umfassend betreut – von der Diagnostik über die Wachstumshormontherapie bis zur psychosozialen Begleitung.

++ Transitionssprechstunde

Ein besonderer Vorteil der München Klinik ist die Möglichkeit einer organisierten Transition: Jugendliche mit Wachstumshormonmangel werden strukturiert von der Kinderendokrinologie Schwabing in die Erwachsenenendokrinologie (z.B. Schwabing, Bogenhausen oder Neuperlach) begleitet.

So gehen keine Informationen verloren, und Therapieentscheidungen (Fortführung oder Anpassung der Wachstumshormontherapie im Erwachsenenalter) werden gemeinsam getroffen.

Beratungstermine erhalten Sie direkt in unseren Fachabteilungen

Sie erreichen uns telefonisch werktags 8:00 - 16/16:30 Uhr - oder jederzeit per Kontaktformular.

München Klinik Neuperlach

Telefonische Kontaktaufnahme

Sekretariat, allgemeine Fragen: (089) 6794-2401
Tagesklinik für Endokrinologie und Diabetologie: (089) 6794-2107
Einweiser-Hotline: (089) 6794-192051

Online: Termine & Anfragen

München Klinik Bogenhausen

Telefonische Kontaktaufnahme

Sekretariat, allgemeine Fragen: (089) 9270-2111
Endokrinologische / Diabetologische Tagklinik: (089) 9270-2880

Online: Termine & Anfragen

München Klinik Schwabing

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Sekretariat, allgemeine Fragen: (089) 3068-2523
Endokrinologisch-diabetologische Tagesklinik: (089) 3068-3430

Online: Termine & Anfragen

Kinderklinik München Schwabing

Telefonische Kontaktaufnahme

089 3068-5754 oder – 5563 Case Management für geplante stationäre und teilstationäre Aufnahmen - 08.00 - 15.00 Uhr

089 3068 3518 Terminvereinbarung für Sprechstunden - Mo - Fr 12.00 - 14.30 Uhr

Online: Termine & Anfragen

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für Sie

Frau Patricia
Geschäftsführende Oberärztin
Frau Patricia Roth
Dr. med. Amra
Leitende Oberärztin
Dr. med. Amra Cuk
Dr. med. Ruth
Oberärztin, Pädiatrie
Dr. med. Ruth Chmiel
München Klinik Harlaching München Klinik Schwabing
Prof. Dr. med. Katharina
Oberärztin, Kinderendokrinologie und der Kinderdiabetologie, Stellvertretende Lehrbeauftragte
Prof. Dr. med. Katharina Warncke

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Wachstumshormonmangel

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