Logout
Hormone, Stoffwechsel, Infektionen, Haut, Hals-Nase-Ohren

Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion, vom Arzt als Hypothyreose bezeichnet, produziert die Schilddrüse zu wenig Schilddrüsenhormone. Da die Schilddrüse eine wichtige Rolle bei allen Stoffwechselprozessen spielen, hat eine solche Unterfunktion erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit: Symptome von Müdigkeit und Gewichtszunahme bis hin zu depressiver Stimmung können auftreten. In der München Klinik finden Sie spezialisierte Angebote zur Diagnostik und Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen in unseren spezialisierten Schilddrüsenzentren und endokrinologischen Tageskliniken.

ICD-10

  • E03 – Sonstige Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
  • E03.0 Angeborene Hypothyreose mit diffuser Struma
  • E03.1 Angeborene Hypothyreose ohne Struma
  • E03.2 Hypothyreose durch Arzneimittel oder andere exogene Substanzen
  • E03.3 Postinfektiöse Hypothyreose
  • E03.4 Atrophische Hypothyreose (erworben)
  • E03.5 Myxödem-Koma (schwerste Form)
  • E03.8 Sonstige näher bezeichnete Hypothyreose
  • E03.9 Hypothyreose, nicht näher bezeichnet (unspezifische Unterfunktion)
  • E02 Subklinische Jodmangel-Hypothyreose
  • E89.0 Hypothyreose nach medizinischen Maßnahme

ICD-11

  • 5A00 Hypothyroidism (allgemein)
  • 5A00.01 Angeborene Hypothyreose ohne Struma
  • 5A00.22 Subklinische jodmangelbedingte Hypothyreose
  • 5D40 Postprocedural hypothyroidism

Was ist eine Schilddrüsenunterfunktion und wie häufig kommt sie vor?

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion stellt die Schilddrüse zu wenige Schilddrüsenhormone (vor allem T4 und T3) her. Dadurch verlangsamt sich der Stoffwechsel: Körperfunktionen laufen „auf Sparflamme“. Typische Folgen sind Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Gewichtszunahme, Verstopfung und Kälteempfindlichkeit.

Welche Formen der Hypothyreose treten auf?

  • Primäre Hypothyreose: Störung in der Schilddrüse selbst (häufigste Form)
  • Sekundäre / tertiäre Hypothyreose: seltene Störungen der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) oder des Hypothalamus
  • Latente Hypothyreose: Laborveränderung (erhöhtes TSH), aber noch normale Schilddrüsenhormone und oft wenig/unspezifische Symptome
5Prozent

der Menschen in Deutschland leiden an einer Schilddrüsenunterfunktion.

5Prozent

Es wird geschätzt, dass weitere 5 % betroffen sind, ohne dass die Erkrankung bisher diagnostiziert wurde.

5Mal

Frauen erkranken etwa fünfmal häufiger als Männer.

Symptome. Woran erkenne ich eine Schilddrüsenunterfunktion?

Weil die Schilddrüse den Stoffwechsel „bremst“, fallen viele Prozesse im Körper langsamer aus. Häufig berichtete Beschwerden sind:

Wohlbefinden, Psyche

  • Ausgeprägte Müdigkeit, Erschöpfung, Leistungsabfall
  • Konzentrationsstörungen, verlangsamtes Denken
  • Antriebslosigkeit
  • Depressive oder „gedämpfte“ Stimmung
  • Gereiztheit

Muskeln

  • Muskelschmerzen
  • Muskelsteifigkeit
  • Krämpfe

Stoffwechsel & Gewicht

  • Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung
  • Kälteempfindlichkeit, Frieren
  • Verstopfung

Herz-Kreislauf

  • Verlangsamter Herzschlag (Bradykardie)
  • Niedriger Blutdruck
  • evtl. Schwindel

Haut, Haare

  • Blasse, trockene, raue Haut
  • Haarausfall, brüchige Haare, brüchige Nägel

Hormonsystem

  • Zyklusstörungen
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • Libidoverlust
  • Potenzstörungen

Ursachen. Wie entsteht eine Hypothyreose?

Die Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion sind fast immer in einer Funktionsstörung der Schilddrüse begründet. In Deutschland ist die Hashimoto-Thyreoiditis die mit Abstand häufigste Ursache einer erworbenen Schilddrüsenunterfunktion. Nur selten sind andere Krankheiten wie ein Hirntumor oder eine Schädelverletzung Ursachen einer, dann sekundären, Hypothyreose. Das Steuerhormon TSH kann dann nicht mehr ausreichend gebildet werden. Die Schilddrüse bekommt dann zu wenig „Signal“ und fährt die Hormonproduktion herunter.

Schädigungen im Mutterleib, eine fehlende oder zu kleine Schilddrüse und genetische Defekte der Hormonproduktion können bereits bei Kindern zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen. In diesen Fällen muss frühzeitig eine Behandlung beginnen, denn die Schilddrüsenhormone sind wichtig für Wachstum und Entwicklung.

Auch die Ernährung kann eine Hypothyreose verursachen: Auf Jodmangel reagiert die Schilddrüse mit einer Unterfunktion. Daher ist es wichtig, genug Jod zu sich zu nehmen.  

Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion

  • Autoimmunerkrankung (Hashimoto-Thyreoiditis)
  • Folgen von Operationen und Radiojodtherapie
    • Operative Entfernung der Schilddrüse
    • Radiojodtherapie bei Schilddrüsenüberfunktion oder Schilddrüsenkrebs führen oft zu einer dauerhaften Unterfunktion, die dann medikamentös ausgeglichen werden muss
  • Medikamente
  • Angeborene Störungen
  • Erkrankungen von Hypophyse oder Hypothalamus (z.B. Tumor)

Diagnose. Wie wird eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert?

Die Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion erfolgt vor allem mit Hilfe einer Blutuntersuchung. Das Schilddrüsen stimulierende Hormon TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist dann erniedrigt. In den Schilddrüsenzentren der München Klinik erfolgt ein zügige Abklärung von Schilddrüsenerkrankungen in mehreren Schritten:

  • Blutuntersuchung
    • TSH erhöht
    • freies T4 (fT4) und ggf. freies T3 (fT3) erniedrigt
    • Bestimmung von Autoantikörper (z. B. TPO-AK), um eine Hashimoto-Thyreoiditis zu bestätigen
  • Ultraschall (Sonografie) der Schilddrüse
  • Szintigrafie
    • Eine schwach radioaktive Substanz zeigt, welche Areale der Schilddrüse besonders aktiv sind („heiße Knoten“) und wo weniger Aktivität besteht

Therapie. Wie wird eine Schilddrüsenunterfunktion behandelt?

„Die Standardbehandlung besteht in der Einnahme von Medikamenten. Damit wird der Hormonmangel ausgeglichen, so dass Betroffene mit einer Hypothyreose gut leben können. In vielen Fällen ist die Behandlung lebenslang erforderlich.“
Dr. Patrick Kirstein, Oberarzt Klinik für Endokrinologie München Klinik Neuperlach

Was ist die beste Klinik für Hypothyreose?

Warum ist die München Klinik eine exzellente Adresse zur Behandlung der Hypothyreose?

Mit einer Schilddrüsenerkrankung sind Sie in der München Klinik in besonders erfahrenen Händen. Durch die Kombination aus Schilddrüsenzentrum und tagesklinischer Abklärung finden Sie in der München Klinik genau die Struktur, die für eine sichere, schonende und nachhaltige Behandlung Ihrer Schilddrüsenerkrankung wichtig ist. In der München Klinik erhalten Sie eine kompetente, leitlinienorientierte und zugleich menschlich zugewandte Behandlung, ganz in Ihrer Nähe.

Die München Klinik bietet Ihnen Expertise aus einem Guss:

++ Spezialisierte Endokrinologie für Schilddrüse & Hormonsystem

In der München Klinik kümmern sich ausgewiesene Endokrinologinnen und Endokrinologen täglich um Erkrankungen der Schilddrüse, des Hormon- und Stoffwechsels. Durch die Bündelung dieser Expertise in eigenen endokrinologischen Kliniken und Tageskliniken besteht eine hohe Routine im Umgang mit Hypothyreose, Hashimoto-Thyreoiditis und komplexen Mischbildern.

++ Interdisziplinäre Schilddrüsenzentren und tagesklinische Abklärung

In der München Klinik bestehen an drei Standorten spezialisierte Schilddrüsenzentren mit ambulanter, teilstationärer (Tageskliniken) und stationärer Versorgung - mit schneller Diagnostik und modernen Therapien. Ein besonderes Plus ist die tagesklinische Versorgung: In den endokrinologisch-diabetologischen Tageskliniken der München Klinik können komplexe Schilddrüsenerkrankungen strukturiert abgeklärt werden – mit fest definierten Diagnostikprogrammen, Medikamenteneinstellungen und Schulungen, ohne dass Sie dafür tagelang stationär bleiben müssen. So entsteht zügig ein individueller Behandlungsplan. 

++ Versorgung für alle Altersgruppen

In der München Klinik werden Erwachsene wie auch Kinder mit Schilddrüsenerkrankugnen behandelt. Erwachsene mit Schilddrüsenerkrankungen finden in Bogenhausen, Neuperlach und Schwabing – spezialisierte Ansprechpersonen. Dank der interdisziplinären Zusammenarbeit mit den Frauenkliniken und dem Hormonzentrum können auch komplexe Erkrankungen und Fragestellungen kompetent behandelt werden. In Schwabing werden zusätzlich auch Kinder und Jugendliche mit Hormon- und Stoffwechselerkrankungen betreut. Spezielle, kindgerechte Sprechstunden sorgen dafür, dass Untersuchungen und Gespräche auf das Alter und die Bedürfnisse junger Patient:innen zugeschnitten sind. Für Familien bedeutet das: Sie erhalten Diagnostik und Behandlung von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter aus einer Hand – mit vertrauten Strukturen und einem Team, das ihre Entwicklung langfristig begleiten kann.

Beratungstermine erhalten Sie direkt in unseren Fachabteilungen

Sie erreichen uns telefonisch werktags 08:00 - 16:00 Uhr - oder jederzeit per Kontaktformular.

München Klinik Bogenhausen

Sekretariat, Allgemeines Schilddrüsenzentrum: (089) 9270-2111
Stationäre Aufnahme: (089) 9270-3362

ENKRITAG: Endokrinologische, Diabetologische Tagklinik
Anmeldung: (089) 9270 - 2880

Online: Termine & Anfragen ans Schilddrüsenzentrum

München Klinik Neuperlach

Schilddrüsenzentrum Sekretariat, Allgemeines: (089) 6794-2401
Schilddrüsensprechstunden: (089) 6794-2417

Tagesklinik für Endokrinologie und Diabetologie
Anmeldung: (089) 6794-2107

Online: Termine & Anfragen ans Schilddrüsenzentrum

München Klinik Schwabing

Schilddrüsenzentrum Anmeldung: (089) 3068-3430/ -7230 

Endokrinologische, Diabetologische Tagesklinik
Anmeldung: (089) 3068-3430/ -7230 

Online: Termine & Anfragen ans Schilddrüsenzentrum

Kinderklinik Endokrinologie:(089) 3068 3518

Online: Termine & Anfragen an die Kinderklinik Endokrinologie

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für Sie

Frau Patricia
Geschäftsführende Oberärztin
Frau Patricia Roth
Prof. Dr. med. Katharina
Oberärztin, Kinderendokrinologie und der Kinderdiabetologie, Stellvertretende Lehrbeauftragte
Prof. Dr. med. Katharina Warncke

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Schilddrüsenunterfunktion

Hormon- & Stoffwechselstörungen im Überblick