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Adipositas (starkes Übergewicht)

Adipositaszentrum München Klinik

Adipositas

Extremes Übergewicht (Adipositas) braucht eine umfassende Behandlung - in einem spezialisierten Zentrum: München Klinik.

Volkskrankheit Adipositas: In Deutschland leidet rund ein Fünftel der Erwachsenen an schwerer Fettleibigkeit, der so genannten Adipositas. Immer mehr Kinder und Jugendliche sind ebenfalls betroffen. Viele Menschen fragen, wieso Betroffene nicht einfach abnehmen. Doch Adipositas ist eine komplexe chronische Erkrankung. In unserem Adipositaszentrum behandeln wir starkes Übergewicht individuell und ganzheitlich.

Adipositas auf einen Blick

19%

19% der Erwachsenen weisen hierzulande eine Adipositas auf, Tendenz steigend.

BMI ≥30

Ab einem Body Mass Index über 30 kg/m2 gilt einer Erwachsener als adipös.

Morbid

Starkes Übergewicht verkürzt die Lebensdauer und schränkt die Lebensqualität deutlich ein.

Was ist Adipositas?

Adipositas bedeutet starkes Übergewicht. Bei der chronischen Erkrankung sammelt sich im Körper übermäßig viel Fettgewebe an. Ob ein Mensch als adipös, also übergewichtig gilt, wird anhand des Body-Mass-Index (BMI) errechnet.

Er setzt das  Körpergewicht mit der Körpergröße in Relation. Liegt der BMI über 25, so sprechen Mediziner von Übergewicht. Ab einem BMI von 30 handelt es sich um Adipositas. Von morbider Adipositas (krankhaftes Übergewicht) spricht man ab einem BMI von 40. Sollten Betroffene bereits unter typischen Begleiterkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen (erhöhtes Cholesterin) oder Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) leiden, spricht man bereits ab einem BMI von 35 von morbider Adipositas.

BMI Skala

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Ursachen und Risiken der Adipositas

Im seltensten Fall gibt es die eine Ursache für Adipositas. Häufig kommen mehrere Ursachen zusammen. Falsche Ernährung und ein Mangel an Bewegung sind entscheidende Faktoren, die Adipositas begünstigen. Aber auch Stoffwechselprozesse bzw. eine hormonelle Störung und auch genetische Faktoren können zu Adipositas beitragen.

In jedem Fall ist starkes Übergewicht ein großes gesundheitliches Problem. Die Weltgesundheitsorganisation WHO stuft Adipositas sogar als stärkstes zunehmendes Gesundheitsrisiko weltweit ein.

Risikofaktor Adipositas
Gefährlich sind bei Adipositas vor allem die Folgeerkrankungen:
Viele stark übergewichtige Patientinnen und Patienten benötigen eine Therapie wegen Bluthochdruck, Herzkreislauferkrankung, Schlaganfall, Fettleber, Schlafapnoe oder Diabetes mellitus.

Hilfe bei Adipositas - von konservativer Therapie bis Adipositas-Chirurgie

Um langfristig Gewicht zu verlieren, braucht es eine ganzheitliche Adipositas-Behandlung. Wir begleiten Sie.

Sie sind adipös? Jetzt geht es darum, die Erkrankung ganzheitlich anzugehen - und zwar genau auf Sie zugeschnitten. Was zählt ist Ihre persönliche Krankengeschichte. Auf dem Weg zu einem geringeren Gewicht begleiten wir Sie mit deshalb mit einem großen Team verschiedener Expertinnen und Experten - aus Endokrinologie, Adipositas-Chirurgie, Ernährungsmedizin und Ernährungsberatung, Psychosomatik und Psychologie sowie bei Bedarf weiteren Disziplinen.

Als interdisziplinäres Adipositaszentrum bieten wir in der München Klinik so eine erstklassige Adipositastherapie unter einem Dach.

Was wir Ihnen im Adipositaszentrum bieten:

  • Interdisziplinäre Adipositasbetreuung
  • Ausführliche Diagnostik und Beratung zur individuell passenden Behandlung bei Adipositas
  • Einjähriges strukturiertes Gewichtsreduktionsprogramm in Bogenhausen
  • Magenchirurgische Eingriffe wie Schlauchmagen-OP oder Magen-Bypass-OP (einschließlich Abklärung und Erstellung der benötigten Gutachten)
  • Behandlung assoziierter Erkrankungen wie Diabetes mellitus, hormonelle Störungen, Herz- und Gefäßleiden, Schlafapnoe etc.

Sie suchen Beratung zur Adipositas-Behandlung?

Magenverkleinerung als Teil der Adipositastherapie

Adipositaschirurgie: Wenn konservative Bausteine bei starkem Übergewicht nicht ausreichen, ist die operative Behandlung von Adipositas möglich.

Im Rahmen der Adipositas-Chirurgie führen wir alle Eingriffe minimalinvasiv über eine Bauchspiegelung durch: Durch kleine Schnitte führen wir ein Rohr mit Lichtquelle und Kamera ein, so dass wir am Monitor unsere einzelnen Arbeitsschritte genau verfolgen können.

Durch weitere millimeterlange Zugänge führen wir dann unser Operationswerkzeug ein. Diese minimal-invasive Operationsmethode hat gerade für Menschen mit viel Bauchfett den Vorteil, dass die Wundheilung unproblematisch und schnell erfolgt. Die Patientinnen und Patienten sind schnell wieder auf den Beinen, so dass auch keine anderen Komplikationen, die nach größeren Operationen gelegentlich auftreten, zu befürchten sind.

Wir bieten gängige Eingriffe bei Adipositas an, abhängig von Ihren individuellen Voraussetzungen:

  • Schlauchmagen OP:
    Schlauchgastrektomie (SG), Schlauchmagen-Bildung
  • Magenbypass Operation:
    Proximaler Roux-en-Y-Magenbypass (pRYGB) 

Schlauchmagen-OP - Magenverkleinerung für geringere Nahrungsaufnahme

Schlauchmagen

Eine der beiden Operationsmethoden, die wir am häufigsten empfehlen, ist die Bildung eines so genannten Schlauchmagens: Wie der Name schon andeutet, verkleinern wir den beutelartigen Magen während dieses Eingriffs, indem wir den linken unteren Teil des Magens entfernen, so dass nur noch ein Schlauch übrig bleibt, der nur etwa 30 Prozent des ursprünglichen Volumens fasst. Diese Operationsform hat mehrere Vorteile:

Der Pylorus-Muskel, der für die Magenentleerung verantwortlich ist, bleibt bei dieser Operation erhalten, so dass der Verdauungsvorgang weiterhin auf natürliche Weise erfolgt. Mit dem linken Teil des Magenbeutels entfernen wir auch die Regionen, die das appetitanregende Hormon Ghrelin produzieren.

Betroffene von Adipositas empfinden nach der Genesung viel schneller ein Sättigungsgefühl, nehmen nicht mehr so viel Nahrung zu sich und verlieren dadurch Gewicht. Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass Heißhunger-Attacken nach dieser Operation kaum noch auftreten.

Magenbypass OP - verkürzter Verdauungsweg sorgt für Gewichtsverlust

Die zweite Operationsmethode, zu der wir vor allem Patientinnen und Patienten mit einer schwer zu bremsenden Nahrungsaufnahme raten, ist der Magen-Bypass, auch Roux-Y-Magenbypass genannt: Wir schaffen eine Verbindung zwischen einem kleinen oberen Magenteil und dem Dünndarm, so dass wir den größten Teil des Magens und auch einen Teil des Dünndarms als Verdauungsweg ausklinken.

Der Körper nimmt deutlich weniger Nährstoffe aus der Nahrung auf, die Betroffenen verlieren in der Regel schnell viel Gewicht und die Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes erfahren eine rasche Besserung. Der Vorteil dieser Operation liegt nicht nur im zuverlässigen und schnellen Gewichtsverlust, sondern auch darin, dass sie sich auch für Patientinnen und Patienten mit Sodbrennen eignet.

Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Magenverkleinerung?

    Wer sich für eine Adipositas-Operation entscheidet, sollte wirklich alle anderen Möglichkeiten, das Gewicht zu reduzieren, ausgeschöpft haben. Wenn kein Weg zu einer Gewichtsreduktion zu führen scheint und massive gesundheitliche Schäden aufgrund des Übergewichts drohen, dann empfehlen wir chirurgische Eingriffe. 

    Ein bariatrischer Eingriff bei Adipositas ist ab einem BMI über 40 bzw. einem BMI von 35 möglich, wenn bereits übergewichtsbedingte Begleiterkrankungen bestehen wie Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe oder massive Gelenkprobleme. 

    Voraussetzungen für eine Kostenübernahme

    • BMI-Kriterien
      BMI 40 (ohne weitere Erkrankungen)
      BMI 35 mit Folgeerkrankungen wie z.B. Diabetes, Bluthochdruck etc.
    • Multimodales Konzept (MMK)
      Ein 6 bis 12 Monate dauerndes Programm aus Ernährungsberatung, Bewegungstherapie und psychologischer Betreuung muss besucht und dokumentiert worden sein
    • Ausgeschlossene Ursachen
      Es dürfen keine hormonellen oder psychischen Erkrankungen vorliegen, die das Übergewicht verursachen
    „Eine bariatrische Operation kommt in Betracht, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichend greifen, der BMI über 35 liegt und wenn schwere Begleiterkrankungen wie Diabetes vorliegen. Wir bieten verschiedene Verfahren an: vom Magenbypass bis zum Schlauchmagen. Welches Verfahren das richtige ist, entscheiden wir gemeinsam im interdisziplinären Team.“
    Adipositaschirurgie München Klinik

    FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Adipositas und Adipositaschirurgie

    Unsere Spezialistinnen & Spezialisten bei Adipositas

    Prof. Dr. med. Ayman
    Chefarzt, Stv. Leitung der Darmkrebs- & Pankreaskarzinomzentren
    Prof. Dr. med. Ayman Agha
    Dr. med. Eva-Maria
    Leitung der Stabstelle Ernährungsmedizin
    Dr. med. Eva-Maria Jacob
    Frau Patricia
    Geschäftsführende Oberärztin
    Frau Patricia Roth
    Dr. med. univ. Zvjezdana
    Oberärztin, Leitung Rekonstruktive Gesichtschirurgie (inkl. Fazialisparese) & Ästhetische Chirurgie
    Dr. med. univ. Zvjezdana Milacak Kehrer
    Prof. Dr. med. Katharina
    Oberärztin, Kinderendokrinologie und der Kinderdiabetologie, Stellvertretende Lehrbeauftragte
    Prof. Dr. med. Katharina Warncke

    Beratungstermine zu Adipositas und Adipositaschirurgie erhalten Sie direkt in unseren Fachabteilungen

    München Klinik Süd (Harlaching & Neuperlach)

    Sie erreichen unser Sekretariat werktags zu Bürozeiten:

    Telefon: (089) 6210-4911

    Termine nur nach vorheriger Vereinbarung.

    Adipositas Klinik Süd - Online: Termine & Anfragen

    München Klinik Bogenhausen

    Für Fragen oder einen Termin zum Erstgespräch wenden Sie sich bitte an die

    Adipositas Tagesklinik: (089) 9270-2880

    Sprechen Sie ggf. Ihren Namen und Ihre Telefonnummer auf den Anrufbeantworter, wir rufen Sie dann zurück. 

    Adipositas Klinik - Online: Termine & Anfragen

    Apipositas einfach erklärt - auf unseren Social Media Kanälen

    @muenchenklinik

    Fachlich geprüft von:

    Prof. Dr. med. Robert Ritzel
    Chefarzt Endokrinologie