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Hormone, Stoffwechsel, Infektionen, Haut, Hals-Nase-Ohren

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Bei einer Schilddrüsenüberfunktion, in der Medizin auch Hyperthyreose genannt, produziert die Schilddrüse mehr Schilddüsenhormone, als der Körper benötigt. Die Spiegel der Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) sind durch die Schilddrüsenüberfunktion erhöht. Die Überproduktion der Schilddrüse hat erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit, denn die Schilddrüsenhormone greifen in zahlreiche Stoffwechselprozesse ein. Bei rechtzeitiger Diagnose ist die Schilddrüsenüberfunktion aber in der Regel gut behandelbar.

In der München Klinik stehen Ihnen dabei unsere spezialisierten Schilddrüsenzentren zur Verfügung.

ICD-10

  • E05 – Thyreotoxikose Hyperthyreose
  • E05.0 – Thyreotoxikose mit diffuser Struma
  • E05.1 – Thyreotoxikose mit toxischem solitärem Schilddrüsenknoten
  • E05.2 – Thyreotoxikose mit toxischer multinodulärer Struma
  • E05.3 – Thyreotoxikose aus ektopischem Schilddrüsengewebe
  • E05.4 – Thyreotoxikose factitia
  • E05.5 – Schilddrüsenkrise / thyreotoxische Krise oder Sturm
  • E05.8 – Sonstige Thyreotoxikosen
  • E05.9 – Thyreotoxikose, nicht näher bezeichnet

ICD-11

  • 5A02 – Thyreotoxikose
  • 5A02.0 – Thyreotoxikose mit diffuser Struma
  • 5A02.1 – Thyreotoxikose mit toxischem solitärem Schilddrüsenknoten
  • 5A02.2 – Thyreotoxikose mit toxischer multinodulärer Struma
  • 5A02.3 – Thyreotoxikose aus ektopischem Schilddrüsengewebe
  • 5A02.4 – Thyrotoxicosis factitia
  • 5A02.Y – Sonstige näher bezeichnete Thyreotoxikosen
  • 5A02.Z – Thyreotoxikose, nicht näher bezeichnet Thyreotoxikose, nicht näher

Symptome. Wie äußert sich eine Schilddrüsenüberfunktion?

Die Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion sind vielfältig. Frauen sind dabei deutlich häufiger von einer Überfunktion der Schilddrüse betroffen als Männer.

Herz & Kreislauf

  • Herzrasen
  • schneller Puls (Ruhepuls > 90/min)
  • Herzstolpern, Herzrhythmusstörungen (z. B. Vorhofflimmern, v. a. bei Älteren)
  • erhöhter Blutdruck

Muskeln, Bewegung

  • Muskelschwäche (z. B. Treppensteigen fällt schwerer)
  • Zittern der Hände

Haut & Haar

  • warme, feuchte Haut
  • Haarausfall
  • Starkes Schwitzen

Gewicht & Stoffwechsel, Allgemeines

  • Ungewollter Gewichtsverlust, obwohl Sie normal oder sogar mehr essen
  • gesteigerter Appetit
  • Wärmeintoleranz
  • allgemeine Schwäche, schnelle Ermüdbarkeit

Frauen / Zyklus

  • Zyklusstörungen
  • ggf. unerfüllter Kinderwunsch
  • verminderte oder ausbleibende Periode

Magen-Darm-Trakt

  • Häufigerer Stuhlgang
  • Durchfall
  • Bauchkrämpfe

Nervensystem & Psyche

  • innere Unruhe, Nervosität, Reizbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsprobleme

Augen (v. a. bei Morbus Basedow)

  • „Hervortretende“ Augen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Druckgefühl hinter den Augen
  • Trockene, tränende oder gereizte Augen

Hals, Schilddrüse

  • vergrößerte Schilddrüse (sichtbarer oder tastbarer „Kropf“)
  • Druck- oder Engegefühl am Hals
  • gelegentlich Schluckbeschwerden

Ursachen. Was verursacht eine Schilddrüsenüberfunktion?

Zu den häufigsten Ursachen dieser Krankheit zählt die Autoimmunerkrankung Morbus Basedow.

Weitere Ursachen sind:

  • Autonome Adenome / „heiße Knoten“
  • Entzündungen der Schilddrüse (Thyreoiditis)
  • Zu hohe Dosen von Schilddrüsenhormon-Tabletten.
  • Sehr hohe Jodbelastung (z. B. bestimmte Röntgenkontrastmittel) bei vorgeschädigter Schilddrüse.

Risikofaktoren

Folgende Faktoren können das Risiko für eine Hyperthyreose erhöhen:

  • Weibliches Geschlecht 
  • Familiäre Vorbelastung 
  • Früherer oder anhaltender Jodmangel
  • Höheres Lebensalter
  • Andere Autoimmunerkrankungen (z. B. Typ‑1‑Diabetes, rheumatische Erkrankungen)

Diagnose. Wie wird Schilddrüsenkrebs diagnostiziert?

In den Schilddrüsenzentren der München Klinik erfolgt ein zügige Abklärung von Schilddrüsenerkrankungen in mehreren Schritten:

  • Blutuntersuchung
    • TSH (Steuerhormon aus der Hirnanhangsdrüse) ist bei Überfunktion meist erniedrigt
    • fT3 und fT4 (freie Schilddrüsenhormone) sind erhöht
    • Bei Verdacht auf Morbus Basedow: Schilddrüsen-Antikörper (TRAK, TPO-AK)
  • Ultraschall (Sonografie) der Schilddrüse
  • Szintigrafie
    • Eine schwach radioaktive Substanz zeigt, welche Areale der Schilddrüse besonders aktiv sind („heiße Knoten“) und wo weniger Aktivität besteht
  • Weitere Untersuchungen
    • EKG und ggf. Herzultraschall bei Herzrasen oder Rhythmusstörungen.
    • Knochendichtemessung bei länger bestehender Überfunktion (Osteoporoserisiko).

Therapie. Wie wird eine Schilddrüsenüberfunktion behandelt?

Die Behandlung richtet sich u.a. nach Ursache, Alter und Nebenerkrankungen. In den Schilddrüsenzentren der München Klinik stehen Ihnen spezialisierte stationäre und tagesklinische Angebote zur Verfügung.

1. Medikamentöse Therapie

Bei richtiger Behandlung kann man mit einer Schilddrüsenüberfunktion gut leben. Medikamente können die Bildung der Hormone in der Schilddrüse hemmen. Dabei kommen sogenannte Thyreostatika (z. B. Thiamazol, Carbimazol) zum Einsatz.

3. Operation (Thyreoidektomie / subtotale Resektion)

Eine Operation ist häufig dann sinnvoll, wenn die vergrößerte Schilddrüse Druck auf Luft- oder Speiseröhre ausübt, ein Knoten verdächtig aussieht oder die Radiojodtherapie nicht möglich oder nicht gewünscht ist.

2. Radiojodtherapie

Bei autonomen Knoten oder bei wiederkehrender Überfunktion nach Medikamententherapie wird eine Radiojodtherapie in Betracht gezogen. Dabei wird eine Kapsel mit radioaktivem Jod geschluckt, das sich gezielt in der Schilddrüse anreichert und überaktive Zellen bremsen soll.

4. Behandlung von Begleiterscheinungen

  • Betablocker bei Herzrasen, Zittern und Unruhe
  • Bei Augenbeteiligung (endokrine Orbitopathie) z.B. Augentropfen

Was ist die beste Klinik für Hyperthyreose?

Warum ist die München Klinik eine exzellente Adresse zur Behandlung der Hyperthyreose?

Mit einer Schilddrüsenerkrankung sind Sie in der München Klinik in besonders erfahrenen Händen. Durch die Kombination aus Schilddrüsenzentrum, tagesklinischer Abklärung und stationärer Hochleistungsmedizin finden Sie in der München Klinik genau die Struktur, die für eine sichere, schonende und nachhaltige Behandlung Ihrer Schilddrüsenerkrankung wichtig ist. 

Die München Klinik bietet Ihnen stationäre und tagesklinische Expertise aus einem Guss:

++ Spezialisierte Endokrinologie für Schilddrüse & Hormonsystem

In der München Klinik kümmern sich ausgewiesene Endokrinologinnen und Endokrinologen täglich um Erkrankungen der Schilddrüse, des Hormon- und Stoffwechsels. Durch die Bündelung dieser Expertise in eigenen endokrinologischen Kliniken und Tageskliniken besteht eine hohe Routine im Umgang mit Hyperthyreose, Morbus Basedow, autonomen Knoten und komplexen Mischbildern.

++ Stationäre Expertise für komplizierte Verläufe

Wenn Ihre Schilddrüsenüberfunktion sehr ausgeprägt ist, Herz und Kreislauf mitbetroffen sind oder eine Operation geplant wird, bietet die München Klinik die vollständige stationäre Versorgung einer modernen Schwerpunktklinik: von der internistischen Stabilisierung über die Überwachung bis hin zur operativen Behandlung und Nachsorge im gleichen Verbund.

++ Interdisziplinäres Schilddrüsenzentrum

Die München Klinik vereint im Schilddrüsenzentrum die Kompetenzen von Endokrinologie und Viszeralmedizin (Chirurgie). So können Diagnostik, medikamentöse Therapie, Radiojod-Indikationsstellung und – falls nötig – eine Schilddrüsenoperation eng abgestimmt geplant werden. Sie profitieren von klaren, leitlinienorientierten Entscheidungswegen und müssen nicht verschiedene Einrichtungen aufsuchen.

++ Hohe Versorgungsqualität und geprüfte Strukturen

Die endokrinologischen Abteilungen der München Klinik arbeiten nach den aktuellen Leitlinien der Fachgesellschaften zu Schilddrüsen- und Hormonstörungen. Teile der München Klinik sind zudem als Diabetologikum zertifiziert und weisen damit eine besondere Struktur- und Prozessqualität in der Stoffwechselmedizin aus – ein wichtiger Qualitätsmarker auch für Patientinnen und Patienten mit Schilddrüsenerkrankungen.

++ Tagesklinische Abklärung statt langer Klinikaufenthalte

Ein besonderes Plus ist die tagesklinische Versorgung: In den endokrinologisch-diabetologischen Tageskliniken der München Klinik können komplexe Schilddrüsenerkrankungen und Hormonstörungen strukturiert abgeklärt werden – mit fest definierten Diagnostikprogrammen, ohne dass Sie dafür tagelang stationär bleiben müssen. So entsteht zügig ein individueller Behandlungsplan.

++ Kurze Wege, klare Ansprechpartner, ein kommunales Versprechen

Als großes kommunales Klinikum der Stadt München ist die München Klinik mit ihren endokrinologischen Schwerpunkten gut erreichbar, eng mit Hausärztinnen, Hausärzten und niedergelassenen Endokrinolog*innen vernetzt und auf eine menschlich zugewandte, verständliche Medizin ausgerichtet. Sie erhalten klare Ansprechpartner, transparente Informationen zu allen Behandlungsschritten und eine verlässliche Planung der Nachsorge.

Beratungstermine erhalten Sie direkt in unseren Fachabteilungen

Sie erreichen uns telefonisch werktags 08:00 - 16:00 Uhr - oder jederzeit per Kontaktformular.

München Klinik Bogenhausen

Sekretariat, Allgemeines Schilddrüsenzentrum: (089) 9270-2111
Stationäre Aufnahme: (089) 9270-3362

ENKRITAG: Endokrinologische, Diabetologische Tagklinik
Anmeldung: (089) 9270 - 2880

Online: Termine & Anfragen ans Schilddrüsenzentrum

München Klinik Neuperlach

Schilddrüsenzentrum Sekretariat, Allgemeines: (089) 6794-2401
Schilddrüsensprechstunden: (089) 6794-2417

Tagesklinik für Endokrinologie und Diabetologie
Anmeldung: (089) 6794-2107

Online: Termine & Anfragen ans Schilddrüsenzentrum

München Klinik Schwabing

Schilddrüsenzentrum Anmeldung: (089) 3068-3430/ -7230 

Endokrinologische, Diabetologische Tagesklinik
Anmeldung: (089) 3068-3430/ -7230 

Online: Termine & Anfragen ans Schilddrüsenzentrum

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für Sie

Frau Patricia
Geschäftsführende Oberärztin
Frau Patricia Roth
Prof. Dr. med. Katharina
Oberärztin, Kinderendokrinologie und der Kinderdiabetologie, Stellvertretende Lehrbeauftragte
Prof. Dr. med. Katharina Warncke

FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Schilddrüsenüberfunktion

Hormon- & Stoffwechselstörungen im Überblick