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Hormone, Stoffwechsel, Infektionen, Haut, Hals-Nase-Ohren

Cushing-Syndrom

Das Cushing-Syndrom, benannt nach dem Neurologen Harvey Williams Cushing, ist eine seltene hormonelle Erkrankung, bei der der Körper über einen längeren Zeitraum zu viel Cortisol im Blut hat. Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon, das unter anderem den Stoffwechsel, den Blutzucker, den Blutdruck, das Immunsystem und die Stressreaktion steuert. Zu hohe Cortisolspiegel können jedoch zu vielfältigen körperlichen und psychischen Beschwerden führen.

ICD-10 Klassifizierung

E24.0 – Hypophysenabhängiges Cushing-Syndrom (Cushing-Krankheit)
E24.1 – Nelson-Syndrom
E24.2 – Medikamentös induziertes Cushing-Syndrom
E24.3 – Ektopes ACTH-Syndrom
E24.4 – Alkohol-induzierte Pseudo-Cushing-Form
E24.8 – Sonstiges Cushing-Syndrom
E24.9 – Cushing-Syndrom, nicht näher bezeichnet (unspezifisch)

ICD-11 Klassifizierung (Aktuelle Version)

5A70 – Cushing-Syndrom
5A70.0 – Hypophysäres Cushing-Syndrom
5A70.1 – Ektopes ACTH-Syndrom
5A70.2 – Pseudo-Cushing-Syndrom
5A70.3 – Nelson-Tumor
5A70.Y– Sonstiges näher bezeichnetes Cushing-Syndrom
5A70.Z – Cushing-Syndrom, nicht näher bezeichnet

 

Wie äußert sich ein Cushing-Syndrom?

Typische körperliche Veränderungen und Symptome

  • Gewichtszunahme rund um den Rumpf mit dünnen Armen und Beinen
  • Vollmondgesicht (rundliches Gesicht)
  • Fettschuppe zwischen den Schultern (Büffelnacken)
  • Rosa bis violette Dehnungsstreifen auf Bauch, Hüfte oder Oberschenkeln
  • Dünne, leicht verletzliche Haut, langsame Wundheilung

Weitere Beschwerden, die häufig vorkommen

  • Bluthochdruck, Schlafstörungen, Muskelschwäche
  • Erhöhter Blutzucker / Diabetes mellitus
  • Knochenabbau (Osteoporose) mit erhöhter Bruchgefahr
  • Psychische Symptome: Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Angst, depressive Verstimmungen

Typische Beschwerden bei Männern

  • Abnahme der Libido, erektile Probleme

Typische Beschwerden bei Frauen

  • Unregelmäßige Menstruation, vermehrte Körperbehaarung

Wie wird ein Cushing-Syndrom verursacht?

Beim Cushing-Syndrom, auch Hyperkortisolismus genannt, erhält oder produziert der Körper zu viel Kortisol. Dieses körpereigene Hormon wird in der Nebennierenrinde produziert. Die Ursachen lassen sich dabei in zwei Gruppen einteilen:

Äußere (Exogene) Ursachen des Cushing-Syndroms

In den meisten Fällen beim Cushing-Syndrom sind äußere Ursachen verantwortlich. Patienten, die z.B. wegen Rheuma, Schuppenflechte oder entzündlichen Darmerkrankungen in Behandlung sind und langfristig Kortison-Präparate einnehmen, können einen Hyperkortisolismus entwickeln. Hier prüft der Arzt, ob die Medikamente bei der Therapie ersetzt oder die Dosis verringert werden kann.  

Organische (Endogene) Ursache des Cushing-Syndroms

Das Cushing-Syndrom kann aber auch organische Ursachen haben. Dann sorgt zum Beispiel ein Tumor in Lunge, Bauchspeicheldrüse oder Rinde der Nebennieren für eine verstärkte Produktion von Kortisol.

  • gutartiger Tumor der Hypophyse
  • Tumoren der Nebennieren
  • Ektopische Tumoren

Auch eine Signalstörung zwischen dem Hypothalamus, der Hirnanhangdrüse und der Nebennierenrinde kann dafür sorgen, dass die Kortisolproduktion aus dem Ruder läuft.

 

Wie kann ein Cushing-Syndrom behandelt werden?

Die Diagnose des Cushing-Syndroms ist eine medizinische Herausforderung, weil einzelne Symptome häufig auch bei anderen häufigeren Erkrankungen auftreten. Ist die Ursache geklärt, wird eine entsprechende Behandlung eingeleitet.

Wenn Medikamete die Auslöser sind

Wenn die Ursache eine lange Glukokortikoid-Therapie ist, wird die Dosis nach ärztlicher Anleitung schrittweise reduziert oder angepasst, um den Cortisolspiegel zu senken.

Wenn ein Tumor der Auslöser ist

Ist eine Operation möglich, wird der Tumor entfernt. Ist eine OP nicht möglich, können Medimamente eingesetzt werden, die die Cortisolproduktion hemmen. Bei Hypophysenadenomen kann auch eine Strahlentherapie zum Einsatz kommen.

Nachsorge

Da die Erkrankung wieder auftreten kann und langfristige Organschäden möglich sind, ist eine lebenslange Nachsorge mit Fachärzten häufig erforderlich

Warum ist die München Klinik die beste Klinik zur Behandlung des Cushing-Syndroms?

Wir sind ein großer, mehrfach zertifizierter Krankenhausverbund mit spezialisierten Fachabteilungen zur Diagnostik und Behandlung hormoneller und endokriner Erkrankungen, einschließlich des seltenen Cushing-Syndroms. Wir kombinieren große Fallzahlen, zertifizierte Qualitäts- und Sicherheits-Standards sowie interdisziplinäre Expertise. Besonders hervorzuheben sind fachübergreifende Teams, renommierte Spezialisten und strukturierte Qualitäts- und Managementsysteme, die eine effektive Versorgung der Patientinnen und Patienten sicherstellen.

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    Wir verfügen über spezialisierte Fachbereiche in mehreren Häusern – Bogenhausen, Schwabing und Neuperlach – die explizit das Cushing-Syndrom und andere hormonelle Erkrankungen behandeln.
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    Endokrinologische, internistische und chirurgische Fachkompetenzen arbeiten eng zusammen, um Diagnostik, Therapie und Nachsorge optimal zu gestalten – besonders wichtig bei komplexen Krankheitsbildern wie das Cushing-Syndrom.
  • Renommierte Ärzte und Spezialisten
    Unsere behandelnden Ärztinnen und Ärzten haben eine ausgewiesene Fachkompetenz in Hormon- und Stoffwechselstörungen
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    Neben der reinen Diagnose und Therapie legen wir einen besonderen Wert auf langfristige Begleitung – inklusive Nachsorge bei Rückfällen oder Folgeerkrankungen, was beim Cushing-Syndrom entscheidend ist.
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    Wir unterhalten ein systematisches Qualitäts- und Risikomanagement, das auf kontinuierliche Verbesserung der Patientenversorgung ausgerichtet ist (u. a. strukturierte § 137-Qualitätsberichte).
  • Hohe Patientenzufriedenheit
    In unabhängigen Bewertungsportalen berichten viele Patientinnen und Patienten über eine gute medizinische Versorgung, kompetente Beratung und hohe Zufriedenheit mit der Behandlung
  • Hohe Fallzalhen und Erfahrung
    Dank unserer umfangreichen internistische und endokrinologische Versorgung behandeln wir eine hohe Fallzahl endokrinologischer Erkrankungen und somit auch besonders seltener Erkrankungen.

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