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Sicherheit und Geborgenheit für Früh- & Neugeborene

Neonatologie

Sicherheit und Geborgenheit für Früh- & Neugeborene

Anerkannte Experten arbeiten bei uns eng zusammen – bei der vorgeburtlichen Diagnostik, bei der medizinischen Begleitung während der Geburt und bei der Sorge um die früh- und neugeborenen Kinder. Als zertifiziertes Perinatalzentrum der Maximalstufe (Level 1) können wir auch Frühchen, die mit Fehlbildungen oder Erkrankungen auf die Welt kommen, nach den neuesten Erkenntnissen der Frühgeborenen-Intensivmedizin behandeln.

Nicht nur unsere moderne technische Ausstattung, die vor allem bei den Beatmungsgeräten hohe Flexibilität ermöglicht, sondern auch die fachliche Qualifikation und langjährige Erfahrung unserer Mediziner und erfahrene Kinderkrankenschwestern gewährleistet, dass wir die Kleinsten optimal betreuen.

<1500Gramm

Als zertifiziertes Perinatalzentrum Level 1 versorgen wir Kinder bereits unter 1.500g. Sie profitieren von unserer Expertise und Erfahrung.

74Frühchen

2020 wurden in unseren Kliniken für Neonatologie in Harlaching & Schwabing 74 Frühchen mit einem Geburtsgewicht von unter 1.500g versorgt.

10Prozent

Die Qualitätskontrolle ist seit 40 Jahren in der Neonatologie sehr streng. Wir gehören zu den besten 10% der 164 Zentren der Maximalversorgung.

Bei Risikoschwangerschaften & Fehlbildungen

Bereits in der Schwangerschaft sind wir für Sie da!

Wir begleiten Sie schon vor der Geburt

Vor allem Schwangere, die Mehrlinge erwarten oder bei denen Komplikationen aufgetreten sind, schätzen die Sicherheit unserer großen Geburtsklinik mit der angeschlossenen Neonatologie. Bei Fehlbildungen, die heutzutage aufgrund der hochauflösenden Ultraschall-Technik oftmals schon vor der Geburt erkannt werden, klären wir sie sofort umfassend auf.

Quelle: München TV

Beste Versorgung bei Risikogeburten

Die Frauenärzt*innen legen gemeinsam mit den Kinderärzt*innen und eventuell weiteren hinzugezogenen Spezialisten der München Klinik den optimalen Zeitpunkt für die Geburt Ihres Kindes fest. Die Eltern erfahren, wie die Mediziner vorzugehen gedenken und welche Perspektiven sie für die Entwicklung des noch ungeborenen Kindes sehen.

Willkommen auf der Neonatologie

Die Kinder-Intensivstation (KInt) und -Überwachungsstation (2K) macht Frühchen groß.

Kinder-Intersivstation

Auf unserer Station arbeiten intensiv-erfahrene Kinderkrankenschwestern, die sich einerseits gut mit der Überwachungstechnik auskennen und andererseits Liebe und Geduld für die kleinen Zwerge ausstrahlen. Sie stehen für hervorragende "Entwicklungsfördernde Pflege".

KInt

Überwachungsstation

Wenn sich unsere Frühchen stabilisiert haben, sodass sie keine oder nur noch einfache Atemhilfen brauchen, verlegen wir sie auf unsere Überwachungsstation. Dort werden sie von erfahrenen Kinderärzten und Kinderkrankenschwestern versorgt bis sie mit ihren Eltern nach Hause können.

2B

Kinder-Intensivstation (KInt)

Entwicklungsfördernde Pflege und stressfreie Versorgung im Rhythmus des Kindes

Die Pflege wird individuell und nach dem Rhytmus jedes Kindes gestaltet. Versorgungsrunden und ärztliche Interventionen wie Ultraschall oder Blutentnahmen werden gebündelt, um den Kindern so wenig Stress wie möglich zu verursachen und so die Entwicklung zu fördern. Dies nennt man „Entwicklungsfördernde Pflege“. Kinderkrankenschwestern schirmen die frühgeborenen oder kranken Kinder von Licht und Lärm ab, begrenzen und lagern sie in ihren Betten durch sogenannte Nestchen, da dies Sicherheit und Ruhe vermittelt.

Versorgung direkt am Bett
Ob Ultraschall oder Röntgen – unsere Untersuchungen nehmen wir mittels spezialisierter Geräte vor, die stets auf der Früh- und Neugeborenen-Intensivstation bereitstehen. Somit vermeiden wir Transporte und Stress für das Neugeborene. Falls kranke Frühgeborene eine Operation benötigen, führen wir diese in der Regel auf unserer Station, entweder in unserem Eingriffsraum oder direkt am Bett des kleinen Säuglings durch.

Täglich fördernde Therapien fürs Kind

Unsere Frühchen und kranken Kinder erhalten nahezu täglich gezielte Behandlungen von speziell in der Früh- und Neugeborenen-Therapie geschulten Physiotherapeuten. Insbesondere die Atemtherapie steht hier im Fokus.

„Die Kinderkrankenschwestern schätzen ihre anspruchsvolle Arbeit, für die sie eine zweijährige Weiterbildung absolviert haben – auch wenn sie manchmal an Schicksalen teilhaben, die ihnen selbst sehr nahe gehen. Der Kontakt zu dem kranken Kind und die Sorge um sein Wohlergehen stehen trotz der modernen Technik stets im Vordergrund.“
Neonatologie

Muttermilch ist das Beste für Ihr Kind

Obwohl ihr Kind, so lange es auf unserer Frühgeborenen-Intensiv-Station liegt, in der Regel zu schwach ist, um an der mütterlichen Brust selbständig zu trinken, ist Muttermilch – bis auf wenige Ausnahmen – die beste Nahrung für Ihr Kind. Wir unterstützen Sie, wenn Sie Ihre Milch abpumpen möchten, so dass diese bei uns hygienisch zwischengelagert wird und zuverlässig zu Ihrem Kind gelangt.

Die Atmung im Mittelpunkt - bereits im Kreißsaal

„Nur so viel beatmen wie nötig“, bedeutet für uns: Diejenigen Kinder, die bei der Geburt zwar selbständig atmen können, deren Lungenbläschen aber aufgrund der Unreife nach der Ausatmung zusammenfallen würden, unterstützen wir durch so genannte nicht-invasive Beatmung über eine Nasenmaske, CPAP genannt. Damit beginnen wir meist gleich nach der Geburt im Kreißsaal, um die Atemwege zu stabilisieren.

Für unreife Frühgeborene bieten wir eine sehr feinfühlige Beatmung und medizinische Hilfe nach neuestem Standard, wie etwa die synchronisierte Beatmung, Spezialverfahren wie die Hochfrequenz-Oszillationsbeatmung (HFOV) und die Beatmung mit inhalativem Stickstoffmonoxid (iNO) sowie auch die Verabreichung von Surfactant zur Verbesserung der Atemsituation.

Eltern unterstützen

Wir beziehen Sie als Eltern eng mit ein

Inniger Kontakt zum Kind

Während allgemeine Geräusche den kleinen Säugling eher stören, helfen ihm die bekannten Stimmen seiner Eltern und der innige Körperkontakt sehr. Kommen Sie zu Ihrem Kind so oft, wie Sie das einrichten können, sprechen sie mit ihrem Kind, berühren es und legen Sie es – sobald dies medizinisch möglich ist – auf Ihre Brust. Eigens dafür stellen wir Ihnen bequeme Liegen bereit. Denn: Der vertraute Herzschlag beim so genannten „Kängu-ruhen“ auf der elterlichen Brust bedeutet für ihr Kind einen wichtigen Anker in der sonst noch so ungewohnten Umgebung. Ihre Zuwendung und ihre liebevollen Worte fördern die Entwicklung ihres Kindes ungemein.

Enger Kontakt zu den Ärzten

Täglich führt einer unserer Ärzte ein Gespräch mit Ihnen als Eltern. Wir sind offen für alle Fragen und möchten Sie bei allen Entscheidungen – soweit möglich – einbeziehen. Auch unsere erfahrenen Kinderkrankenschwestern unterstützen Sie dabei, nach und nach erste pflegerische Aufgaben wie Wickeln oder Mundpflege zu übernehmen. 

Sie sind jederzeit - rund um die Uhr - in unserer Neonatologie-Station willkommen.

Allerdings bitten wir Sie eindringlich, die Besuchsregelungen inkl. Hygiene einzuhalten.

Unterstützende Angebote für Familien

Beratende Hilfe
Da mit der unerwartet frühen Geburt oftmals auch organisatorische und finanzielle Probleme verbunden sind, hilft Ihnen ein Sozialarbeiter unserer Klinik und berät sie über Unterstützungsleistungen und sonstige Rechte, die Ihnen in dieser schweren Situation zustehen.

Psychologische Hilfe
Falls Sie als Eltern dies wünschen, können Sie auch Gespräche mit einem unserer Psychologen führen. Denn so eine plötzliche Geburt oder die Krankheit des Kindes lassen Ängste und Sorgen entstehen, die sich oft nur schwer alleine bewältigen lassen.

Überwachungsstation (2B)

Viele kleine Schritte auf dem Weg zu echter Größe

Sobald die Frühchen keine intensivmedizinische Versorung mehr brauchen, verlegen wir sie auf unsere Überwachungsstation. Damit ist sie das zentrale Bindeglied zwischen der Intensivversorgung und der Entlassung. Dazwischen können um die 100 Tage liegen, in denen das winzige Frühchen eine große Entwicklung macht.

Auf die Überwachungsstation kommen sowohl die Kinder mit und ohne vorherige intensivmedizinische Behandlung. Sie ist der Schutzraum für all jene Neugeborenen, die noch nicht bereit für den Weg nach Hause sind.

Auf die Überwachungsstation kommen ...

Kinder nach intensivmedizinischer Behandlung sowie 

  • Kinder, die etwas zu früh oder zwar zum erwarteten Zeitpunkt, aber sehr klein oder nicht gesund auf die Welt kamen
  • Kinder, die unter einer ausgeprägten Neugeborenen-Gelbsucht leiden
  • Kinder, die unter Infektionen leiden oder sonstige Anpassungsschwierigkeiten zeigen

Während der Zeit auf unserer Überwachungsstation klären wir sorgfältig ab, ob Erkrankungen vorliegen, die zu den ungewöhnlichen Symptomen oder Anpassungsschwierigkeiten geführt haben.

Entlassung und Nachsorge

Zuhause ankommen und weiterhin versorgt sein

Rooming-in in den Tagen vor der Entlassung

Wenn Ihr Kind bald soweit ist, dass Sie es mit nach Hause nehmen können, dann ermöglichen wir Ihnen, die letzten Tage im Krankenhaus Tag und Nacht mit Ihrem Kind gemeinsam in einem Zimmer zu verbringen (Rooming-in).

Sie lernen mit unserer Unterstützung, ihr Kind zu wickeln, zu füttern und ihm eventuell Medikamente zu verabreichen. Dadurch lässt sich der Übergang in den Alltag daheim reibungsloser gestalten.

Harl.e.kin-Frühchen-Nachsorge

Bereits 1996 haben Mitarbeitende der München Klinik Harlaching den Verein Harlekin ins Leben gerufen, der inzwischen unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dieter Reiter und Alt-Bürgermeister Christian Ude steht.

Dieser gemeinnützige Verein ermöglicht es uns, Frühgeborene sowie chronisch kranke Kinder und ihre Familien auch nach der Entlassung weiter zu unterstützen - mit Hausbesuchen einer Kinderkrankenschwester, aber auch mit Therapie-Angeboten durch die Frühförderstellen sowie weitere Hilfestellungen.

Zur Webseite des Vereins Harl.e.kin e.V.