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Psychische Erkrankungen

Zentrum für Psychosomatik für Kinder, Jugendliche und Erwachsenen

Depressionen

Ganzheitliche Therapie von Depressionen für Erwachsene, junge Erwachsene sowie speziell für Kinder und Jugendliche in der München Klinik.

Gedrückte Stimmung und Lustlosigkeit kennt jede und jeder von uns. Doch wenn man aus dem Stimmungstief nicht mehr alleine herausfindet, kann es sich um eine Depression handeln. Eine Depression ist eine ernst zunehmende psychische Erkrankung. Dabei geht es um mehr als ständige Traurigkeit. Die gedrückte Stimmung und weitere Symptome führen nicht selten zu sozialem Rückzug und negativen Gedankenkarussellen. Den Weg raus aus der Depression muss niemand alleine gehen. In unseren Psychosomatischen Klinken sind wir spezialisiert auf die Therapie von Depressionen in allen Altersklassen.

Behandlung von Depression auf einen Blick

9,5Mio. Betroffene in Deutschland

Depressionen sind eine weit verbreitete Erkrankung, die Menschen jedes Alters treffen kann. Wir behandeln ab 9 Jahre.

360°Behandlungsangebot

Je nach Alter und Schwere der Depression braucht man eine ambulante, stationäre oder teilstationäre (Tagesklinik) Therapie.

2Kliniken

Unsere Fachkliniken für Psychosomatik liegen in München Harlaching (Erwachsene) und in Schwabing (Kinder, Jugendliche).

Wann ist es eine Depression?

Ursachen und Anzeichen einer depressiven Erkrankung

Die meisten Menschen kennen schlechte Laune oder haben auf Grund von Schicksalsschlägen oder hoher Belastung im Job zeitweise mit Traurigkeit und Resignation zu kämpfen. Gerade Jugendliche kennen schlechte Stimmung und Lustlosigkeit. Umgangssprachlich sagt man dann: "Ich bin deprimiert!" Solche Phasen sind Teil des Lebens und vergehen in der Regel von alleine. Hält das Gefühl des Deprimiert-seins über längere Zeit an, bestimmt den Alltag, dann kann es sich um eine Depression handeln.

Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Man spricht auch von affektiven Störungen. So bezeichnet man Störungen in der allgemeinen Stimmung. Sie kommen familiär oft gehäuft vor. Eine Depression kann aber auch Folge einer anderen Erkrankung wie z.B. einer hormonellen Störung oder einer Gehirnerkrankung sein. Auch bestimmte Medikamente können als Nebenwirkung depressiv machen.

Symptome einer Depression

Zur gedrückten Stimmung können bei einer Depression einige der folgende Symptome hinzukommen:

  • Gefühl der Gedämpftheit
  • Müdigkeit / Erschöpfung
  • verminderte Freude, Lustlosigkeit
  • sozialer Rückzug
  • Selbstvorwürfe
  • Selbstzweifel, verringertes Selbstwertgefühl
  • negative Gedankenschleifen
  • Appetitlosigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsprobleme

Leiden Sie unter erhöhter Depressivität?

Mit dem Fragebogen PHQ-9 bestimmen Sie den Schweregrad einer Depressivität.

Selbsttest Depression starten

Diagnose: Depression

Die ICD-Codes (ICD-10 oder ICD-11) finden Sie z.B. auf den Überweisungs- oder Einweisungsscheinen unter Diagnose.

ICD-Schlüssel: ICD-10

Depressionen sind mit folgenden ICD-10-Codes für medizinische Diagnosen verschlüsselt (Auswahl):

ICD-10 F32 Depressive Episode

  • F32.0 Leichte depressive Episode
  • F32.1 Mittelgradige depressive Episode
  • F32.2 Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome
  • F32.3 Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen

ICD-10 F33 Rezidivierende depressive Störung

  • F33.0 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode
  • F33.1 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
  • F33.2 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome
  • F33.3 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen Symptomen

ICD-Schlüssel: ICD-11

Depressionen sind mit folgenden ICD-11-Codes für medizinische Diagnosen verschlüsselt (Auswahl):

ICD-11 6A70 Depressive Störung mit Einzelepisoden

  • 6A70.0 Depressive Störung mit Einzelepisode, leichtgradig
  • 6A70.1 /  6A70.2 Depressive Störung mit Einzelepisode, mittelgradig, ohne / mit psychotische Symptome
  • 6A70.3 / 6A70.4 Depressive Störung mit Einzelepisode, schwergradig, ohne / mit psychotische Symptome

ICD-11 6A71 Rezidivierende depressive Störung

  • 6A71.0 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgradige Episode
  • 6A71.1 /  6A71.2 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, ohne / mit psychotische Symptome
  • 6A71.3 / 6A71.4 Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwergradige Episode, ohne / mit psychotische Symptome

Wie Depressionen behandelt werden

Krisen ernst nehmen - Depressionen individuell behandeln

Leider finden Betroffene einer Depression nicht immer Verständnis in ihrem Umfeld. Sprüche wie „Du hast es doch so gut, stell dich nicht so an“ sind nicht selten. Dabei handelt es sich bei der Depression um eine ernsthafte Erkrankung. Bereits bei leichten Depressionen empfiehlt es sich, diese Beschwerden nicht zu ignorieren. Betroffene sollten in jedem Fall mit der/dem Hausarzt*in oder einer Therapeutin bzw. einem Therapeutenzu sprechen.

Spätestens wenn es sich um eine mittelschwere oder gar schwere Depression bis hin zu Suizidgefahr, sollte unbedingt eine schnellstmögliche Therapie beginnen Chronische Depressionen müssen über einen langen Zeitraum therapiert werden, um Rückfälle zu vermeiden (Rezidivprophylaxe).

Umfang der Therapie je nach Schweregrad der Depression

Meist kommt gegen Depressionen als kombinierte Therapie in Frage. Sie ist eine Kombination aus Psychotherapie (Einzeltherapie und Gruppentherapie), soziale Kompetenztraining, weitere Therapiebausteine sowie Medikamente. Typische Antidepressiva sind die Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI), deren Wirkung aber erst nach einigen Wochen der regelmäßigen Einnahme einsetzt. Auch Sport kann bei Depressionen unterstützend wirken.

Nach einer stabilisierenden, meist stationären Aktutherapie schließt sich oft Erhaltungstherapie an, die einige Monate dauern kann und ambulant oder in einer Tagesklinik angeboten wird.

Depressionen überwinden

Das können Sie in der München Klink erwarten:

Einzeltherapie und Gruppenpsychotherapie

Regelmäßige, mehrmals wöchentlich stattfindende Einzel- und Gruppen-Psychotherapien helfen den Patientinnen und Patienten, einen gefühlsmäßigen Zugang zu den manchmal verborgenen Ursachen und Bedingungen ihrer depressiven Erkrankung zu finden. Durch die Gespräche werden Lösungen für die innerseelischen Konflikte erkennbar und Auswege aus privaten, schulischen oder beruflichen Problemen kristallisieren sich heraus.

Wir behandeln seelische Krisen und Depressionen nach einem ganzheitlichen Konzept. Gibt es körperliche Ursachen für die Erkrankung? Welche einschneidenden Ereignisse im Leben haben zu den psychischen Problemen geführt? Welche private, schulische oder berufliche Situationen verstärkt die Krise?

Weitere Therapiebausteine

Die psychotherapeutischen Therapien ergänzen wir in unserem Team durch eine Vielzahl von weiteren Therapie-Angeboten, die wie beispielsweise die Kunsttherapie auf einem anderen Weg Gefühle ans Tageslicht holen oder aber wichtige Verhaltensweisen einüben – wie beispielsweise die Psychoedukation.

Persönliche Betreuung & Bezugspflege

Die Therapiesitzungen wühlen in den Betroffenen viele Themen auf, die sie dann oft nicht loslassen, manchmal gar zu Krisen führen. In diesen Momenten steht Ihnen eine Fachpflegekraft zur Seite, die sie die gesamte Therapiezeit hindurch begleitet.

Die Bezugspflegekräfte, mit denen regelmäßige Einzelgespräche stattfinden, stabilisieren die therapeutische Arbeit und ermutigen die Patientinnen und Patienten, ihre eigenen Kräfte und Ressourcen zu mobilisieren, um Lösungen zu erarbeiten.

Hilfe in schulischer, beruflicher und sozialer Situation

Speziell geschulte Sozialpädagog*innen kennen sich bestens im Wirrwarr der vielen Hilfsangebote von Behörden und Einrichtungen aus. Gemeinsam suchen wir nach einer für die Betroffenen passenden Lösung aus schulischen, beruflichen Problemen oder sozialen Schwierigkeiten.

Wir geben ihnen wertvolle Tipps, welche Unterstützungsleistungen möglich und sinnvoll sind. Wir unterstützen aktiv bei der Antragstellung.

Therapie & Bausteine bei einer Depression

Neben Einzelpsychotherapie und Gruppengesprächen wird die Behandlung durch eine Vielzahl von weiteren Therapie-Angeboten ergänzt.

Im Bereich Depression bieten wir Therapie-Bausteine wie:

  • Einzeltherapie und Gruppenpsychotherapie mit mit tiefenpsychologischer Orientierung (Erwachsene) bzw. Verhaltenstherapie und psychodynamische Therapie-Formen (Kinder & Jugendliche)
  • Training der sozialen Kompetenz
  • Psychoedukation
  • Bewegungstherapie, Physiotherapie
  • Kreativtherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie, Schreibtherapie
  • Erlebnistherapie
  • Entspannungsverfahren, Achtsamkeitsangebote
  • Bezugspflege
  • Therapie-Gespräche mit Angehörigen, Familientherapie

Behandlungsmöglichkeiten in unseren Klinik bei Depressionen nach Alter:

  • Kinder von 9 bis 12 Jahren auf der Pre-Teens-Station
  • Jugendliche von 13 bis 18 Jahren auf der Jugendstation oder in der Tagesklinik für Jugendliche
  • Junge Erwachsene von 18 bis 28 auf eigener Station
  • Erwachsene in der Institutsambulanz, in der Tagesklinik oder stationäre Therapie

Behandlungsdauer:

  • Vollstationäre Behandlung einer Depression: ca. 8 bis 12 Wochen
  • Im Anschluss ist in der Regel eine ambulante Weiterbehandlung notwendig.

Unsere Spezialistinnen & Spezialisten für Sie

Unsere Kliniken für Psychosomatik

Beratungstermine zu Depressionen erhalten Sie direkt in den Fachabteilungen