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Kardiologie Harlaching

Herzrhythmusstörungen

Sektion Elektrophysiologie: Breites Spektrum moderner Verfahren bei Herzrhythmusstörungen unter Leitung von Dr. med. Erwin Glück.

Das Vorhofflimmern, eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen, beeinträchtigt möglicherweise den Bluttransport in die Herzkammern, wodurch die Pumpleistung des Herzens und damit die Leistungsfähigkeit abnehmen. Außerdem ist das Schlaganfallsrisiko aufgrund möglicher Blutgerinnsel, die über die Schlagader zum Gehirn gelangen können, erhöht. Vor allem Patienten, bei denen der normale Herzrhythmus und Vorhofflimmern häufig wechseln, leiden sehr unter der Rhythmusstörung.

Diagnostik & Therapie von Herzrhythmusstörungen

In unserer Sektion Elektrophysiologie diagnostizieren und behandeln wir Herzrhythmusstörungen mit modernsten Methoden – von Langzeit-EKG-Untersuchungen und Kardioversionen bis hin zu Katheterablationen. Uns liegen verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten vor um herauszufinden, welche Herzrhythmusstörung vorliegt und was sie verursacht. Die Aufzeichnung der Rhythmusstörung mit Langzeit-EKG-Rekordern ist dabei die wichtigste Methode, um die Behandlung festlegen zu können.

Im Bedarfsfall ermöglicht bei entsprechender Symptomatik und vermuteter Tachykardie (Herzrasen) eine elektrophysiologische Untersuchung (EPU) die Diagnosestellung. Dieser Eingriff erfolgt in unserem Elektrophysiologie-Labor. Hierbei werden über eine Vene in der Leistenregion Katheter zum Herzen vorgebracht. Nach Platzieren an vordefinierten Positionen leitet man ein EKG aus dem Herzen ab. Durch Stimulationsmanöver wird dann versucht die Tachykardie zu provozieren. Die definitive Behandlung erfolgt meist in gleicher Sitzung.

Leistungsspektrum der Elektrophysiologie

Diagnostik, Untersuchungsverfahren

  • Elektrophysiologische Untersuchung
  • 7-Tage Langzeit-EKG (Holter-EKG)
  • Implantation von Ereignis-Rekordern (implantierbarer Loop Recorder)

Katheterablation

  • Pulsed Field Ablation (PFA) bei paroxysmalen Vorhofflimmern
  • Pulmonalvenenisolation: Ablationsbehandlung von Vorhofflimmern mittels 3D-Mapping-Verfahren
  • Ablation von typischen und atypischen Vorhofflattern
  • Ablation von AV-Knoten-Reentry-Tachykardien
  • Ablation von atrialen Tachykardien unter Verwendung des 3D-Mapping-Verfahrens
  • Ablation von akzessorischen Leitungsbahnen (WPW)

    Katheterablation bei Vorhofflimmern

    Das Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen. Betroffene leiden häufig unter starkem und unregelmäßigen Herzrasen, Müdigkeit, verminderter Leistungsfähigkeit sowie Schwindel.

    Das Vorhofflimmern ist zwar nicht lebensbedrohlich, erhöht aber das Risiko von Blutgerinnseln und damit eines Schlaganfalls. Neben einer medikamentösen Therapie bietet heutzutage die Verödungsbehandlung (Pulmonalvenenisolation) eine gute und sichere Therapiemöglichkeit. Alternativ gibt es mit der Pulsed Field Ablation (PFA) eine athermische Behandlungsoption durch Elektroporation. Diese Technik ist gewebeschonend und punktet durch eine kürzere Eingriffszeit.

    Wiederherstellung des Sinusrhythmus bei Vorhofflimmern durch Elektrokardioversion

    Mitunter ist es erforderlich, den Herzrhythmus in einer Kurznarkose durch eine Elektrokardioversion - also mittels Stromstoß - wieder zu normalisieren.

    Bevor die Elektrokardioversion durchgeführt werden kann, ist eine transösophageale Echokardiographie („Schluckecho“) notwendig, um Blutgerinnsel im Herzen auszuschließen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass sich durch die Behandlung ein Gerinnsel löst und einen Schlaganfall verursacht wird.

    Behandlung von Herzrasen (Tachykardien)

    Schnelle und regelmäßige Herzrhythmusstörungen aus den Herzvorhöfen, wie zum Beispiel die AV-Knoten-Reentry-Tachykardie oder Tachykardie bei WPW-Syndrom, sowie Vorhofflattern oder Vorhoftachykardien können mit einem kleinen Eingriff über die Leistenvenen in lokaler Betäubung mit einer sehr hohen Erfolgsrate und einer sehr geringen Nebenwirkungsrate behandelt werden.

    Auch Herzrhythmusstörungen aus den Herzkammern wie z.B. ventrikuläre Extrasystolen oder ventrikuläre Tachykardien können mittels Katheterablation behandelt werden. 

    Der schnelle Kontakt: Sprechstunden der Elektrophysiologie

    Patientinnen und Patienten mit Rhythmusstörungen oder mit Symptomen, die darauf hinweisen, bieten wir die Möglichkeit an, sich in unserer Rhythmussprechstunde vorzustellen. Wir beraten ausführlich über diagnostische und therapeutische Möglichkeiten.  

    Liegt bereits eine EKG-Dokumentation der Herzrhythmusstörung vor, dient unsere Sprechstunde zur Beratung und detaillierten Erklärung der Behandlungsmöglichkeiten unter Einbeziehung eventueller Begleiterkrankungen.

    Terminvereinbarung

    Privatärztliche Sprechstunde
    Dr. med. Erwin Glück

    EPU, Katheterablationen, Rhythmussprechstunde

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